Hallo,
während meiner Chemo erlitt ich eine Thrombose und erhalte demnach kein Tamoxifen. Da ich aber noch nicht in den Wechseljahren bin, werden meine Eierstöcke mit Zoladex ausgeschaltet. Nun diskutieren die Ärzte.
1. nur Zoladex
2. Zoladex und Tamoxifen, aber nur mit einer Blutverdünnung, aber welcher ?
3. Zoladex + Aromathasehemmer
Wer hat mit diesem Problem Erfahrung?
Kennt ihr jemand der Tam mit Marcumar oder Xarelto (Blutverdünnung) erhält?
Danke für eure Nachrichten.
Antworten
Ergebnis 1 bis 9 von 9
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04.11.2013, 21:51
Antihormontherapie nach Thrombose
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05.11.2013, 06:57
AW: Antihormontherapie nach Thrombose
Das ist mir aber neu und sehr interessant für mich. Ich hatte eine Port Thrombose. Was hattest du für eine Thrombose? Die Thrombosespritzen musste ich 4 Monate nehmen.
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05.11.2013, 07:51
AW: Antihormontherapie nach Thrombose
Hallo Tana,
ich persönlich finde Lösung 2 am schlechtesten, also Tam trotzdem. Wenn Du sowieso Zoladex bekommst würde ich es entweder alleine oder in Kombination mit einem Aromatasehemmer nehmen. Für diese Entscheidung wiederum müsste man wissen, welches Risiko Du hast und welchen statistischen Unterschied es macht, die Kombination zu nehmen oder Zoladex alleine. Ich meine mal gelesen zu haben, dass es in den USA lange alleine gegeben wurde oder sogar noch wird, das ist aber nur eine vage Erinnerung. Ich würde das mal so mit den Onkologen besprechen und fragen, ob sie dazu Zahlen haben und dann danach entscheiden.Liebe Grüße
sunny
Moderation im Brustkrebsforum, ansonsten normale Userin
"Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen"
(Albert Schweitzer)
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05.11.2013, 08:22
AW: Antihormontherapie nach Thrombose
Hallo Tana,
ich kann nur allgemein etwas zur Blutverdünnung sagen (Bei uns ist das schön getrennt: ich nehme das Tam, mein Mann das Marcumar...)
Wenn Du Marcumar nimmst, ist es zwingend erforderlich, regelmäßig den INR zu messen. Das macht zwar Arbeit, hat aber auch den Vorteil der Kontrolle, und wenn Du gut eingestellt bist, sollte das Thromboserisiko eigentlich niedriger sein (kann man auch selbst zuhause erledigen). Xarelto ist ein noch rel. neues Medikament, das insgesamt auch nicht ganz unumstritten ist. Ich könnte mir vorstellen, daß da auch noch nicht viele Erfahrungen in der Kombi mit Tam vorliegen. Zudem kann bei Marcumar im Fall von Blutungen besser gegengesteuert werden. Allgemein ist auch noch eher Tenor, Marcumar zu bevorzugen, außer bei Patienten, wo das gar nicht klappt.
Wurde bei Dir eine Blutgerinnungsstörung festgestellt, also hast Du unabhängig von Chemo und Tam ein erhöhtes Thromboserisiko? Üblicherweise wird nach einmaliger Thrombose selbst dann nämlich noch nicht zwingend dauerhaft marcumarisiert (ohne Tam jetzt). Deshalb würde ich die von Peti angesprochene Option (Heparin mittelfristig) auch noch ansprechen. Und was ist zusätzlich mit allgemeiner Thromboseprophylaxe, evtl. Kompressionsstrümpfe, regelmäßige Kontrolle der typischen Venen? Was ich gar nicht weiß: es gibt ja noch andere Antiöstrogene - unterscheiden die sich vielleicht hinsichtlich der Thrombosegefahr?
Das ist sicherlich eine schwierige Entscheidung, vielleicht kannst Du auch noch beim Krebsinformationsdienst nachfragen.
Beste Grüße von Kleo
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05.11.2013, 08:26
AW: Antihormontherapie nach Thrombose
Wie lange ist denn Deine Thrombose her ? Hattest Du Blutverdünner (wenn ja welchen) über 6 Monate ? Oder nimmst Du den noch ?
Ich habe beim ersten lesen gedacht, dass die Thrombose schon länger her sei, aber Du schriebst ja "während der Chemo", also ist das ja möglicherweise gar nicht so.Liebe Grüße
sunny
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05.11.2013, 18:08
AW: Antihormontherapie nach Thrombose
Ich habe Tamoxifen mit Xarelto bekommen.
Ich war auch noch nicht in den Wechseljahren.
Das habe ich ca. 1 Jahr genommen. Jetzt hat sich gezeigt, dass das Tam bei mir nicht wirkt, aber Xarelto nehm ich erst mal trotzdem weiter.
LG
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05.11.2013, 21:38
AW: Antihormontherapie nach Thrombose
So neu ist Xarelto auch nicht mehr ,wir verschreiben das schon seit 1,5 Jahren Alternativ noch Pradaxa oder Elequis ! Würde aber auch eher Tabletten einnehmen als Heparin oder Clexane spritzen! Hatte auch eine Thrombose unter der Chemo und musste 6 Monate spritzen,der Bauch sah ganz schlimm aus. Denke auch das du deinen Onkologen fragen solltest und sonst noch einen Kardiologen mit hinzu ziehst
Geändert von Hope2012 (07.11.2013 um 19:07 Uhr)
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10.11.2013, 19:53
AW: Antihormontherapie nach Thrombose
Danke für Eure hilfreichen Antworten!
Ich hatte zwei Beckenvenenthromben und dadurch ausgelöst eine Lungenembolie. Das bedeutet, dass Kompressionsstrümpfe nicht ausreichen.
Tatsächlich sprach mein Arzt davon, dass Zoladex in Amerika häufig allein verschrieben wird und Wirkung zeigt.
Zoladex und Aromathasehemmer ist nicht zulässig. So denke ich über eine Entfernung der Eierstöcke nach, weil ich dann die Aromathasehemmer nehmen kann und derzeit wenige Nebenwirkungen des Zoladex´verspüre.. Jedoch bleibt meine Angst vor
Osteoporose. Xarelto kann ich wahrscheinlich nach einem Jahr, d.h. in drei Monaten absetzen. Die Neigung zu Thrombose habe ich testen lassen. Die Werte sind aber schweirig zu ermitteln, da ich ja derzeit Xarelto nehme.
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12.11.2013, 13:22
AW: Antihormontherapie nach Thrombose
Hallo Tana,
Zoladex und Aromatasehemmer kann man schon gemeinsam geben, warum soll das nicht zulässig sein ?
Eierstöcke entfernen wäre sicherlich auch eine Option, allerdings bin ich der Meinung, dass man das zumindest gut überlegen sollte mit allen Vor- und Nachteilen. Die Nebenwirkungen des Zoladex kommen im wesentlichen von dem durch die Ausschaltung der Eierstöcke gefolgten Östrogenmangel, den man dann nach Entfernung ja auch hat, nur eben irreversibel. Grundsätzlich ist die Entfernung in jüngeren Jahren immer zweischneidig. Irgendwann wird ein gewisser Östrogenspiegel auch wieder gebraucht, sonst kann es u.a. zum frühen auftreten von Osteoporose kommen.
Für mich persönlich käme es nicht in Frage, aber ich denke, das ist eine sehr individuelle Entscheidung.Liebe Grüße
sunny
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