gut so Susi. Für mich war es letztes Jahr immens hilfreich. Da ich nicht immer in einer Sprechstunde der Lehrer aufschlagen konnte, geschweige denn auf überfüllten Elternsprechabenden, waren Telefongespräche kein Problem und selbstverständlich
also meistens.......gibt immer wieder mal ein paar Querschläger- aber die kriegt man dann schon am Krawattl![]()
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Thema: Im Schleudergang
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03.10.2013, 23:16
AW: Im Schleudergang
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03.10.2013, 23:26Inaktiver User
AW: Im Schleudergang
Guten Abend, Susi!
Bin auch recht frisch in der Diagnose, und habe bereits alles hinter mir an Voruntersuchungen. Nächste Woche OP, Port legen, und dann das volle Programm, Chemo, Bestrahlung, Anti-Hormon-Therapie.
Meine Kinder sind etwas älter; mein Weg ist der, der Offenheit entspricht, ohne sie zu Tode zu ängstigen. Ein paar Dinge behalte ich dann bei mir. Sie kommen momentan gut klar damit, aber das ist tatsächlich eine Momentaufnahme.
Meine Schwester ist auch an BK erkrankt und nun nach 1 3/4 Jahren nach aggressivem Tumo gesund, keine Rezidive, völlig zurück im Leben. Wäre da nicht meine Erkrankung, die sicher, und so scheixxe, die Erinnerungen an diese Zeit aufkeimen lässt.
Schreibe Dir noch persönlich; für den Moment... Du hat es gut getroffen in Deiner Wortwahl. Schleudergang, so geht es mir auch.
Du bist nicht alleine,
liebe Grüße unbekannterweise,
Kala (den Namen gaben mir hier diese Menschen;-)) Kalaiopie.
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03.10.2013, 23:40
AW: Im Schleudergang
Liebe Kala,
ich drücke Dir für alles kommende meine Daumen und wünsche dir viel Kraft (ich selber muss diesen Weg wohl auch noch gehen und habe ehrlich gesagt eine Schei..angst, fühle mich aber in diesem Forum schon nach dieser kurzen Zeit, die ich hier bin, willkommen und "umarmt"). Das macht alles irgendwie (zumindest für meine Psyche) etwas leichter, wenn man merkt, man ist nicht allein (aber das ist man eigentlich ja nie
).
Du hast bei Deiner Schwester wohl schon etwas "Erfahrung" in diesem Bereich sammeln können? Ich dagegen komme mir ziemlich unwissend vor, habe noch nicht so richtig im Plan, was alles auf mich zu kommt... mein Doc wirft mir immer "Häppchen" hin (hat wohl Bedenken, wenn er alles auf den Tisch bringt, packt man´s nicht?!). Es ist schon hilfreich, dass es so Foren gibt, wo man sich austauschen kann.
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03.10.2013, 23:47
AW: Im Schleudergang
Guten Abend liebe Susi,
herzlich willkommen hier!
Meine Diagnose liegt schon etwas zurück (03/2009), aber ich
lese und schreibe hier relativ regelmässig.
Meine Tochter war damals 11 Jahre alt. Ich habe ihr die Wahrheit gesagt, denke
aber, es war schwer für sie, die ganze Tragweite zu begreifen.
Dieses geschieht meiner Auffassung nach in verschiedenen Schritten,
denen man Raum und Zeit geben muss.
Klippi
▬|████|▬
Es gibt nur einen Weg zum Glück,
und der ist: aufzuhören mit der Sorge
um Dinge, die jenseits der Grenzen
unseres Einflussvermögens liegen.
Epiktet
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03.10.2013, 23:55Inaktiver User
AW: Im Schleudergang
Liebe Susi.
Du, ich habe die auch, diese Schei... Angst.
Das Mitgehen mit meiner Schwester war etwas ganz anderes, als das, was jetzt passiert..
War gestern - so ganz he, das/du ihr könnt mich mal - schön Feiern, d.h. ich wollte. Binnen einer Stunde war meine alte Wohlfühlstätte völlig fremd, die alte und "neue" Welt ließen sich nicht vereinbaren, zum Glück waren gute Freunde um mich rum, ich wusste aber: aha, da kommt etwas an.
Ich bin ziemlich schnell, panisch, und ja, heulend entschwunden. So etwas kenne ich von mir nicht. Oder Jahre Jahre her, eine völlige Ausnahmesituation.
Heute ist wieder gut. Habe das Wetter genossen und Zwiebeln ohne Ende in den Garten gepflanzt. Das erdet mich, im wahrsten Sinne des Wortes.
Bitte: FRAGE Deine Ärzte. Bleibe nicht ohne Antworten zurück. Unbeantwortete Fragen, das ist meine kurze Erfahrung, sind das, was am meisten weiter arbeitet und das nicht im guten Sinne. Tante Google lässt einen dann noch blasser zurück, als ohnehin schon..
Dieses Forum, das ist ein sehr warmes und gutes, seit langer Zeit...
So bescheiden es ist, es lebt aber u.a. auch von den neu Betroffenen. Ich bin auf jeden Fall dabei und freue mich, auf weitere Mit-KämpferInnen. Für mich sind viele Dinge noch "theoretisch", obwohl ich weiß, da kommt etwas auf mich zu..
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04.10.2013, 00:09
AW: Im Schleudergang
Liebe Kala,
du drückst im Prinzip genau das aus, so wie ich mich gefühlt habe. Man fühlt sich auf einmal nicht mehr zugehörig zu den anderen (erstmal) alles fühlt sich fremd an, wie unreal, wie im Traum. So was muss erstmal sacken, aber ich weiß nicht, wie lange ich brauche, bis ich den Gedanken "Hey jetzt bist du Brustkrebspatientin" auch wirklich annehmen kann, es fühlt sich einfach nicht richtig an, das ist man einfach nicht!!! Aber auch ich habe gestern im Garten neue Tulpen- und Narzissenzwiebeln gepflanzt zusammen mit meinen Kindern. Das mache ich immer im Herbst und das lasse ich mir nicht nehmen. Und ich werde dies selbstverständlich auch nächsten Herbst wieder machen




Und die sind für euch alle!
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04.10.2013, 06:57Inaktiver User
AW: Im Schleudergang
Hallo Susi,
von mir ebenfalls ein herzliches Willkommen!
Bei mir liegt die Diagnose jetzt auch schon länger zurück/02.2011/ aber es verbindet mich sehr viel mit diesem Forum. Darum schaue ich immer noch gerne vorbei.
Die erste Zeit nach der Diagnose kommt man sich vor wie in einer Seifenblase. Das benötigt ein wenig Zeit.
Unsere liebe Katze hat dir ja geantwortet in Bezug auf deine Kinder. Ich stimme ihr da voll zu und du hast ja schon gehandelt. Kinder haben ein feines Gespür und ich glaube Unsicherheit über den Zustand der Mama macht noch mehr Angst. Ich befinde mich zur Zeit in einer Ausbildung zur Erzieherin. In meiner Wiedereingliederung ist einiges schief gelaufen und jetzt drücke ich mit 47 Jahren nochmals die Schulbank.
Man entwickelt durch die Krankheit auch ungeahnte Kräfte.
Hier kannst du dich auf jedenfall geborgen fühlen, das Austausch ist sehr wichtig!
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04.10.2013, 07:56
AW: Im Schleudergang
Auch von mir ein herzliches Willkommen,liebe Susi
Du wirst sehen,es tut gut,Dich hier im Forum auszutauschen,oder auch einfach nur still mitzulesen.
Der Umgang mit Familienangehörigen-z.B.wie teile ich wem was mit?-ist glaube immer sehr schwer.
Den Partner möchte man nicht über Gebühr belasten,oder verunsichern und mit den anderen Familienmitgliedern ist es teils noch schwerer.
Meine Kinder waren zwar schon groß u.selbstständig,als ich ihnen von meiner Erkrankung erzählt habe.
Trotzdem ist es für sie schlimm gewesen,zumal beide in med.Berufen tätig sind u.die Tücken der Krankheit kennen.
Mein größeres Problem waren allerdings meine alten,pflegebedürftigen Eltern.
Genau wie bei kleinen Kindern mußte ich meine Worte mit Bedacht wählen.
Es ist für sie eine Welt zusammengebrochen,denn sie mußten in ein Pflegeheim einziehen.
Die Pflege sebst zu übernehmen hätte ich während der Therapie nicht geschafft.
Ja-die Krankheit hebt erstmal die Welt aus den Angeln u.nichts ist mehr heil.
Doch die Zeit geht weiter,irgendwann ist die Therapie geschafft u.der Alltag zieht wieder ein.
Ich wünsche dir viel Kraft u.alles Gute.
L.G.
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04.10.2013, 11:09
AW: Im Schleudergang
Hallo und willkommen bei uns!
Mit den Kindern sehe ich das wie die Vorrednerinnen und bin immer sehr gerührt, wie diese mit Krankheit und Tod umgehen!
Wir Erwachsenen können das meist nicht mehr... Wir sind nicht so ungezwungen...!
Da sagt das Söhnchen einer sehr kranken Freundin vorgestern zu mir am Frühstückstisch, ob er zu mir könne, wenn die Mama tot sei!
Mama saß mit am Tisch! Wumms.... das war ne Situation, wir sind total blöde da raus! Mama ermahnte man sage sowas nicht und ich hab gesagt soweit seien wir noch nicht!
Heute find ich das saublöde, kriegen sie Gespräche mit und haben auch ihre Ängste!
Besser wäre ich hätte gesagt, natürlich kannst Du dann immer zu mir kommen wenn Du magst, ich bin für Dich da! Immer! Oh, ich ärgere mich!
Aber ich bin auch Mensch, auch nach BK und es gibt kein richtig, nur ein im Moment!
Und hey, alles ist zu ertragen... wir Frauen haben das in den Genen! Wir kriegen auch die Kinder.... Ich wünsche Euch, das Ihr ganz zuversichtlich bleibt, Euch und Euren Ärzten vertraut!
Es wird alles anders, leider nix wieder gut, aber trotzdem wieder schööööööön! Glaubt feste an ein Leben nach BK, es kommt eins - das ist sicher!
Drückerle!Liebe Grüße
Momo
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04.10.2013, 11:47
AW: Im Schleudergang
Uhhhuuuu,
das kommtmir so bekannt vor!
Habe es genauso gemacht wie Du:
War 3 Tage nach meiner ersten Chemo feiern ...
Blöde Idee war das,
der Gastegber wusste es,
die meisten anderen Gäste nicht.
Ich kam mir völlig fremd vor,
nicht dazugehörend,
ene mene mu und raus bist du ...
Und gerade neulich war ich mit den gleichen Leutchen wieder feiern,
ja was soll ich sagen, war alles bestens.
Ich fühlte mich wieder wohl dort.

findus



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