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  1. Inaktiver User

    Frage Gentest: Wie steht ihr dazu?

    Mir geht es um den Gentest für Brustkrebs.

    Mein Gyn hat mir bei meinem letzten Besuch erklärt, dass bei meiner Familengeschichte die Krankenkasse einen Test übernehmen würde. Er gibt mir lediglich zu bedenken, dass ich dann auch auf jegliches Ergebnis gefasst sein sollte.

    Hintergrund: Meine Schwester ist vor 7 Jahren an den Folgen ihres Brustkrebses gestorben (Gehirntumor, Metastasen in Leber und Lunge) und es war ein genetisch bedingter Krebs, der wohl sehr aggresiv war.

    Wir haben erfahren, dass bereits meine Großmutter an Brustkrebs gestorben ist, sie war lediglich nicht erst 41

    Meine Schwester hat eine Tochter und wir haben uns bereits über dieses Thema unterhalten. Wir sind beide unschlüssig und schon alleine deswegen überlege ich, ob ich nicht als Vorbildfunktion den Test machen soll, damit sie ihn auch macht, schließlich ist sie ggf. in gerader Linie gefährdeter als ich, was meint ihr?

  2. Inaktiver User

    AW: Gentest: Wie steht ihr dazu?

    Bei über 100 Hits keine Antwort zu bekommen, finde ich schon etwas traurig.
    Bin ich mit so einer Entscheidung wirklich so allein?

  3. Moderation

    User Info Menu

    AW: Gentest: Wie steht ihr dazu?

    Hallo PetitPois,
    es ist schwer, da etwas zu raten, weil die Entscheidung auch von der Persönlichkeit abhängt, insbesondere wie man damit umgehen kann, wenn bei dem Test ein genetisch erhöhtes Risiko festgestellt wird.
    Ich kann nur soviel sagen, dass ich hier schon öfter gelesen habe - es gab hier schon Stränge zu BRCA - dass es zunächst ein sehr intensives Beratungsgespräch gibt, bei dem man auch ausführlich über die möglichen psychischen Probleme in der Folge beraten wird. Dann hat man ausreichend Bedenkzeit, um sich für oder gegen den Test zu entscheiden.
    Hier lesen übrigens sehr viele mit, die wenig oder gar nicht schreiben. Die Anzahl der Hits ist daher nichts Besonderes.
    Geändert von lythande (19.09.2013 um 11:02 Uhr) Grund: es muss natürlich nicht "viel" sondern "wenig schreiben" heißen
    Liebe Grüße Lythande
    Wenn Du in die Sonne siehst, liegt der Schatten hinter Dir
    Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück, Du musst die Treppe nehmen (Werner Bethmann). ▬|████|▬


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    AW: Gentest: Wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei über 100 Hits keine Antwort zu bekommen, finde ich schon etwas traurig.
    Bin ich mit so einer Entscheidung wirklich so allein?
    Nein bist du nicht ...PP
    Aber mit der Antwort schon: wie Ly schreibt,
    ist das eine so schwere Entscheidung für jede einzelne.
    Und da sind alle Mitleserinnen erstmal still. Zu Recht, wie ich finde.

    Vielleicht braucht es auch erstmal ein wenig für uns Betroffene,
    deine Geschichte zu verstehen -
    es ist eine harte Geschichte, die du da in wenigen Zeilen erzählst.

    Ich kenne dich nicht
    und kann daher auch nicht wirklich Stellung beziehen -
    zu so einem schwerwiegenden Thema.

    Nur soviel:
    Ich habe die Entscheidung für mich - nachdem ich die Diagnose BK bekam - so beantwortet:
    Ich habe den Gentest gemacht, das stand für mich von Vorneherein fest,
    weil ich der Meinung bin, dass frau dann engmaschiger untersucht würde
    und meine beiden Töchter auch ...
    Ich habe das hier im Forum nicht zur Diskussion gestellt,
    dann aber das Ergebnis hier mitgeteilt.
    Mir half das Ergebnis.
    In meinem Fall war es allerdings negativ - dh diese beiden Gene jedenfalls trage ich nicht.
    Da ich aber familiär aber leider jede Menge BK vorzuweisen habe,
    ist es kein besonderes Ruhepolster:
    eine Genetikerin sagte mir, es gebe noch Hunderte weitere Gene,
    allesamt bisher unerforscht, die damit in Zusammenhang stehen.
    Alles Gute für deine Entscheidung.

    (Übrigens: nur um als Vorbild für jemand anderes dazustehen, würde ich den Test nicht machen.
    Du machst ihn definitiv in erster Linie FÜR DICH und dann sind Überlegungen,
    was mache ich, wenn positives Ergebnis, vorher wichtig.


    Hier ein paar Internetseiten, die ich hilfreich für die Gedankensortierung finde.


    BRCA

    UniversitätsKlinikum Heidelberg: Familiäre Krebsbelastung

    mamazone e.V.*|*Ist mein Brustkrebs erblich

    findus

  5. Inaktiver User

    AW: Gentest: Wie steht ihr dazu?

    Vielen lieben Dank für Eure Antworten, nun bin ich doch schon ein gutes Stück weiter.

    Nein, nicht mit der Entscheidung, jedoch wusste ich zum Beispiel nichts von dem intensiven Beratungsgespräch vor der Untersuchung, denn natürlich ist es wirklich auch die Konsequenz um die ich mir Gedanken mache.

    Was tue ich, bei einem positiven Ergebnis?
    Vor allem: Ist ein negatives Ergebnis wirklich so beruhigend?

    Ok, ich würde wohl auch nicht wissen, was ich empfehlen würde, da habt ihr absolut Recht, es ist halt eine schwere Entscheidung.

    Danke für Eure Anteilnahme

    Die Links werde ich mir auf jeden Fall anschauen, DANKE dafür

  6. User Info Menu

    AW: Gentest: Wie steht ihr dazu?

    Hallo.
    Ich bin ja sehr jung erkrankt und hab den Test nach wirklich langem Überlegen gemacht. Ich hab sehr mit mir gehadert, hab nämlich außer mir sonst niemanden in der Familie mit Krebs und es war für mich schon sehr belastend drüber nachzudenken, was passiert, wenn er positiv ausfällt. Aber letztendlich dachte ich mir, dass es ne Chance ist. Ne Chance, dem Krebs bzw einem Neuauftreten möglicherweise zu entkommen bzw es so früh zu entdecken, dass man mit größerer Wahrscheinlichkeit wieder gesund wird. Er fiel bei mir negativ aus, ich wurde auf insgesamt 4 Gene getestet und mir wurde auch erklärt, dass das Blut immer wieder untersucht wird, wenn man neue Gene findet und ich alle paar Jahre im Klinikum anrufen soll, ob was dabei rausgekommen ist.
    Meine Gedanken dazu sind, dass ich, wäre ich bisher nicht erkrankt ,aber eine familiäre Belastung hätte, diesen Test auf jeden Fall machen würde. Ist erstmal ein invasiver Tumor da, kommt die Therapie....und die ist nicht einfach. Und auch wenn der Tumor weg ist, die Therapie überstanden, dann ist man ja doch trotzdem nicht sicher, ob nicht irgendwo noch Krebszellen sind und rumschwirren. Klar, es kann bei jedem passieren, aber mit einer früheren Krebserkrankung ist man leider gefährdeter. Ob das für die Psyche besser ist, als den Test zu machen und evtl die Konsequenzen zu ziehen, muss natürlich jede Frau selber entscheiden. Ich hab meine Entscheidung pro Gentest getroffen.... Ich glaube, sehr viele Frauen, die durch diese Krankheit ihr Leben verloren haben, wären möglicherweise dankbar gewesen, hätte es diese Möglichkeit schon früher gegeben. Ich finde, das Risiko eine Brustkrebses von 80% auf eine einstellige Zahl minimieren zu können ist eine große Chance. Sicher ist man natürlich trotzdem nie, aber man hat dann alles getan, was heutzutage möglich ist. So mein Denken.
    ▬|████|▬


    Whatever you give a woman, she will make greater. If you give her sperm, she will give you a baby. If you give her a house, she'll give you a home. If you give her groceries, she will give you a meal. If you give her a smile, she will give you her heart. She multiplies and enlarges what is given to her.
    If you give her any crap, be ready to receive a ton of sh*t!!!!

  7. Inaktiver User

    AW: Gentest: Wie steht ihr dazu?

    Petitpois,

    ich habe den Test machen lassen nachdem meine Mutter an Eierstockskrebs starb und würde es jederzeit wieder tun. Aber das bin ich und andere sind anders...
    Ich habe mir gedacht, dass ich alle Tatsachen benötige, um informierte Entscheidungen zu treffen.

    Ich kann dir nur empfehlen, wenn du dich dafür entscheidest, ihn in einem der Brustkrebszentren durchführen zu lassen. Das zahlt die Krankenkasse genauso wie einen Test aus einem anderen Labor, aber du hast eine medizinische Fachberatung, ein Gespräch mit einer Psychologin und ein Gespräch mit einer Genetikerin (die weibliche Form ist stellvertretend auch für die männlichen Berater dort).

    Zusätzlich zu deinem Ergebnis des Bluttests wird auch anhand deines Stammbaums geprüft, wie hoch dein Lebenszeitrisiko ist, an Krebs zu erkranken.

    Wenn eines der Kriterien erfüllt ist, kannst du in ein Hochrisikoprogramm aufgenommen werden und hast verschiedene Optionen, wie es weitergeht kann.

    Wie alt ist denn deine Nichte?
    Geändert von Inaktiver User (19.09.2013 um 19:10 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Gentest: Wie steht ihr dazu?

    Danke für die Antworten, je mehr ich jetzt auch Eure Schicksale lese, desto ernster wird mir dieses Thema auch.

    Ich werde in einem Monat so alt sein, wie meine Schwester, als sie starb, vielleicht geht mir dieses Thema auch deshalb derzeit so nah.


    Meine Nichte ist dieses Jahr 26 geworden.


    Wisst ihr z.B. ob im Ernstfall von der KK auch die Operation und der Wiederaufbau übernommen wird?

  9. Inaktiver User

    AW: Gentest: Wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Danke für die Antworten, je mehr ich jetzt auch Eure Schicksale lese, desto ernster wird mir dieses Thema auch.

    Ich werde in einem Monat so alt sein, wie meine Schwester, als sie starb, vielleicht geht mir dieses Thema auch deshalb derzeit so nah.


    Meine Nichte ist dieses Jahr 26 geworden.


    Wisst ihr z.B. ob im Ernstfall von der KK auch die Operation und der Wiederaufbau übernommen wird?
    Es gibt verschiedene Optionen, die dir erläutert werden.
    Operation und Wiederaufbau sind nur eine davon.
    Alle werden von den Kassen übernommen.

    Gerade deshalb ist ein Beratungsgespräch so wichtig, auch nach dem Testergebnis.
    Je nach Lebensphase / Familienplanungsphase fällt die Wahl sehr unterschiedlich aus.

    Deine Nichte könnte z.B. auch noch bis ca. 30/32 warten, evtl. die Familienplanung abschließen und dann testen. Machen auch manche.
    Ein positives Ergebnis (also eine Auffälligkeit) setzt einen leider auch ganz schön unter Druck in diesem Alter.
    Aber ich will hier zu nichts raten, ich z.b. habe es mit Anfang 30 in Kauf genommen, meine Planung an den Befund anzupassen.

  10. User Info Menu

    AW: Gentest: Wie steht ihr dazu?

    Ich bin wie Moon auch relativ Jung erkrankt und die einzige in meiner Familie.
    Habe bzw. hatte mich für den Gentest entschieden.
    Wenn er positiv ausgefallen wäre, hätte ich mir beide Brüste abnehmen lassen.
    Lieber das, wie noch mal Chemo etc.; ich hätte mich dann auch irgendwann für eine Hysterektomie entschieden und wie Findus schon schrieb engmaschige Kontrollen!
    Der Test viel negativ aus.....

    Ich bin auch der Meinung, jeder muss das für sich entscheiden.
    Aber wenn ich ehrlich bin, wenn meine Mutti Brustkrebs hätte und ich hätte das Vieh noch nicht gehabt, dann hätte ich den Test gemacht ich bin jemand, der sowas hätte wissen wollen mit allen Konsequenzen!
    Ich halte es sogar für wichtig, zu wissen ob man Genträger ist, man könnte vielleicht doch einiges vorbeugen oder früher erkennen. ( aber das ist nur meine Meinung, vielleicht auch nur, weil ich Betroffene bin )

  11. 20.09.2013, 14:51

    Grund
    Wegen Verstoss gegen §13 AGB gelöscht

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