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  1. Inaktiver User

    Unsensible Jung-Onkologen ....

    Meine Freundin hatte ein Melanom, daß operiert wurde.

    Jetzt gab es eine Nachuntersuchung zum Lymphknotenbefall, der prognostisch sehr wichtig war.

    Dieser "Super-Mediziner" hat meine Freundin erst schon völlig wuschig gemacht, da er der Meinung war, daß sich dort Metastasen finden, was er in höchst schnoddrigem Ton mitzuteilen pflegt.
    Das wurde untersucht und nachuntersucht - beide Male mit negativem Befund.

    Eigentlich eine gute Nachricht - allerdings hat sich dieser Mensch offenbar darüber geärgert, daß er nicht recht hatte und ihr das in einer Art und Weise rüber gebracht, daß sie jetzt völlig am Boden zerstört ist. So à la "Bilden Sie sich mal nicht ein, daß Sie das weiterbringt !" - Was übrigens - abgesehen vom "sensiblen" Mitteilungsstil - auch fachlich Mumpitz ist, da, abhängig vom Ausgang dieser Untersuchung, das Risiko für Rezidive schon erheblich variiert.

    Ich könnte darüber ausflippen und frage mich: Warum zum Teufel wird so ein Schnösel Onkologe ?!?!

    Wie geht Ihr mit so Schnöseln eigentlich um ?

    fragt sich Lorelei,
    die in so Fällen gerne zur Kalschnikow greifen würde

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    AW: Unsensible Jung-Onkologen ....

    Hallo Lorelei,

    Hat der *sensible* Onkologe denn keinen Vorgesetzten, sprich Oberarzt usw.? Ich würde mich da gewaltig beschweren, gegebenenfalls auch bei den Krankenschwestern, damit diese mit involviert sind. Meinst Du, sie schafft das?

    LG Tahnee
    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

  3. Inaktiver User

    AW: Unsensible Jung-Onkologen ....

    Wie geht Ihr mit so Schnöseln eigentlich um ?

    fragt sich Lorelei,
    die in so Fällen gerne zur Kalschnikow greifen würde
    Das hängt davon ab, ob ich selbst betroffen bin oder "für jemand anderen" reagieren muss.
    In der Situation wäre ich als Betroffene vermutlich sprachlos und würde ihn im Affekt mit einem Blut-Stau-Schlau würgen.
    ".............im Knast werde ich seinen Angaben zu Folge ja nicht alt", wäre meine Ansage dem restlichen Personal gegenüber!

    Wenn´s meine Freundin oder Schwester wäre.........hätte ich ihn als Sadisten beschimpft und mir seinen Chef geschnappt.

  4. Inaktiver User

    AW: Unsensible Jung-Onkologen ....

    Zitat Zitat von Tahnee
    Hallo Lorelei,

    Hat der *sensible* Onkologe denn keinen Vorgesetzten, sprich Oberarzt usw.? Ich würde mich da gewaltig beschweren, gegebenenfalls auch bei den Krankenschwestern, damit diese mit involviert sind. Meinst Du, sie schafft das?

    LG Tahnee
    Meine Freundin war inzwischen wieder recht gut drauf, da die Ergebnisse der ersten Biopsie ja schon einen negativen Befund hatten und ihr die Oberärztin auch Mut gemacht hatte, daß wohl auch die nochmalige Kontrollbiopsie das gleiche Ergebnis bringen würde. Was ja auch der Fall ist. D.h., daß - den Umständen entsprechend - erst mal alles bestens ist.

    Und dieser Arsch hat es tatsächlich geschafft, ihr diese gute Nachricht so rüberzubringen, daß sie mich heulend anrief und davon sprach, sich den Strick zu nehmen ...

    Ja, ich habe ihr gut zugeredet - und werde das weiter tun - das sie sich über diesen Typ beschwert.
    Wie kann man bloß so Idioten auf schwerkranke Menschen loslassen ?
    Ich könnte platzen vor Wut.

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    AW: Unsensible Jung-Onkologen ....

    Hallo Lorelei,

    Oh Mann, das scheint ja wirklich ein absoluter Kotzbrocken zu sein.

    Schön, dass Du so gut für sie da bist und es ihr nach dem Telefonat wieder besser ging.

    Liebe Grüße Tahnee
    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

  6. Inaktiver User

    AW: Unsensible Jung-Onkologen ....

    Oh,ja, diese Spezies kenne ich auch.
    Musste letztes Jahr wegen einseitiger Absonderung aus der Brust zu Mammographie und Ultraschall.Natürlich hat man da Angst ohne Ende.
    Als erstes konnte der Radiologe mit dem Rö-Bild nicht besonders viel anfangen, war sich "nicht schlüssig",also wurde nachgeröngt, Tubuszielaufnahmen heißt das und ist genauso unangenehm, wie es sich anhört.Danach tatschte er an meiner Brust herum (Abtasten geht anders) und fragte mich dann, ob mir eigentlich schon mal aufgefallen ist, dass meine li. Brust größer ist als die re.(Ob der Herr wohl ein symmetrisches Skrotum hat )
    Die Mammographie war übrigens nicht aussagekräftig, wegen zu dichtem Drüsengewebe.
    Beim Ultraschall(anderer Arzt) fragt der mich als erstes, was ich für eine BH-Größe trage.
    Eine Ursache für die Sekretion wurde übrigens nicht gefunden.
    Ich frage mich nur, wenn ich das schon als so unmöglich empfand, wie mögen das Frauen erfahren bei denen dann wirklich ein Tumor gefunden wird.Es war dort auch ganz selbstverständlich mir das Ergebnis der Aufnahmen mitzuteilen, während ich noch halbnackt in der (dunklen+eisekalten) Umkleide stand.

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    AW: Unsensible Jung-Onkologen ....

    Ich lese das mit Schrecken. Manchmal denke ich ganz junge Leute sind mit möglichen krebsdiagnosen einfach überfordert. So Wie Soldaten, die in Afghanistan mit Leichenteilen spielen.


    Die können sich einfach noch nicht in andere Leute hineinversetzen. Und sind dann in der Krebsbehandlung nicht wirklich am rechten Platz. Ibranke

  8. Inaktiver User

    AW: Unsensible Jung-Onkologen ....

    Ich lese das mit Schrecken. Manchmal denke ich ganz junge Leute sind mit möglichen krebsdiagnosen einfach überfordert. So Wie Soldaten, die in Afghanistan mit Leichenteilen spielen.
    Die heutigen Medizinstudenten müssen zum Glück Fachübergreifende Kurse zum Thema "Umgang mit Patienten" belegen.

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