Ihr Lieben,
heute sollte mir das Ding ambulant eingesetzt werden, aber es kam anders. Nachdem ich nämlich über 5 Std. nüchtern in einem Engelchenhemdchen darauf gewartet hatte, dass es endlich losgeht, fiel mir ein, dass es auch Frauen gibt, die bewusst keinen Port wollten und bei denen die Chemo trotzdem verabreicht werden konnte. Nun, ja, ich habe die Behandlung dann abgelehnt und bin einfach portlos nach Hause gefahren.
Ich weiß, ich weiß, viele schätzen es, dass sie diesen leichten Zugang haben, aber er hat neben den Vorteilen eben auch viele Nachteile, z.B. die hohe Infektionsgefahr. Gerade davor haben mich im Vorfeld ein Arzt und eine OP-Schwester eindringlich gewarnt (und die müssen es ja wissen). Lange Rede, kurzer Sinn: Gibt es hier Frauen, die ihre Chemo ohne Port durchgezogen haben? Evtl. habt Ihr ja Tipps, wie ich die Venen schonen bzw. ihnen bei der Regeneration helfen kann? Evtl. durch Kühlung oder eher Wärme? Ja, das würde mich freuen!
Liebe Grüße
X. aus S.
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Thema: Chemo ohne Port
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09.10.2012, 20:11Inaktiver User
Chemo ohne Port
Geändert von Inaktiver User (09.10.2012 um 22:30 Uhr)
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09.10.2012, 20:30
AW: Chemo ohne Port
Liebe Frau X,
Ich habe einen Port im re. Oberarm.
Das einbauen war gar nicht so schlimm, der Arm war abends etwas dick,war aber am nächsten Tag wieder weg.
Mein Port hatte sich auch nie entzündet und war sogar rückläufig
Ich bin froh, das ich ihn hatte und noch habe .
Meinen Venen sind so schlecht geworden und so war das piecksen kein Problem.
Hab diesen Schritt nicht bereut.
Somit kann ich dir keine Tipps geben
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09.10.2012, 21:11
AW: Chemo ohne Port
Hallo Frau X,
ich hatte vor zwei Jahren 6 Zyklen TAC, die erste davon ist ohne Port gegeben worden, ich habe den Port dann zwischen erstem und zweitem Zyklus bekommen.
Ich hatte ein mieses Gefühl bei der Infusion über die Vene - immer im Kopf, dass das was neben laufen kann und das Gewebe schädigen. Als ich während der Infusion mal auf die Toilette musste und abgestöpselt wurde, habe ich richtig Panik gehabt, dass ja die Nadel nicht verrutscht.
Die Infusionen mit Port waren dann erheblich entspannter.
Aber die andere Seite der Medaille will ich dir auch nicht verschweigen: bei der Portlegung hat der Chirurg die Lunge angepiekt und ich habe 5 Tage mit Pneumothorax im Krankenhaus gelegen. Ist kein Drama, aber sehr nervig.
Nach der Bestrahlung habe ich mir den Port wieder entfernen lassen.
Dass ich mir jetzt nach Rezdiv wieder einen legen liess zeigt aber, dass ich wirklich ein PRO-PORTLER bin.
LIebe Grüße
DeaGlücklich ist, wer es versteht, allen Dingen etwas Gutes abzugewinnen (W. Reisberger)
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09.10.2012, 22:05Inaktiver User
AW: Chemo ohne Port
Danke für Eure Erfahrungen!
Auf der Suche nach Antworten durchforste ich mittlerweile auch amerikanische Webseiten (eigentlich bin ich weltweit unterwegs, weil ich immer ALLES wissen will
) und siehe da: Sie berichten begeistert von portlosen Chemos. Gut, teilweise werden natürlich die Venen arg strapaziert, aber selbst eine Chemo mit 4 x AC und 12 x Taxol ist ohne Port zu schaffen. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten! Freitag geht es loooos!
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09.10.2012, 22:14
AW: Chemo ohne Port
Ich hatte die 1. Chemo ohne Port. Die ganze Zeit hat die Vene gebritzelt und gepiekst, dreimal musste eine neue Nadel gelegt werden, weil die Infusion nicht mehr lief, ich hatte immer vor Augen, was passiert, wenn die Chemo para läuft. Beim der dritten Braunüle war ich ein heulendes Elend. Die Vene, in die der Hauptteil lief, hat wochenlang geschmerzt und ist jetzt nicht mehr benutzbar. Danach war klar, dass ich mir sofort einen Port legen lasse, das wollte ich kein zweites Mal. Ich wollte auch nicht alle Venen killen, vielleicht braucht man sie mal im Notfall und dann wird keine gefunden.
Also es soll gehen ohne
, hatte man mir auch so gesagt, darum hatte ich es versucht. Aber für mich war das so gar nichts.
Liebe Grüße
sunny
Moderation im Brustkrebsforum, ansonsten normale Userin
"Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen"
(Albert Schweitzer)
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09.10.2012, 22:16
AW: Chemo ohne Port
Als mein Port eingesetzt wurde, habe ich mir gar keine Gedanken darüber gemacht, dass es evt. auch ohne gehen könnte. Mein Arzt hat ihn mir wärmstens empfohlen und ich hab ihn mir einsetzen lassen. Die Chirurgin hat das hervorragend gemacht. Keiner sieht ihn und ich spüre ihn überhaupt nicht. Portanstechen bei der Chemogabe war absolut problemlos. Ich musste während jeder Sitzung dreimal zur Toilette
. Mit Port kein Problem.
Meine Venen waren schon immer eine Herausforderung für jeden Arzt, und seit dem häufigen Blutabnehmen kaum zu gebrauchen.
Ich habe ihn immer noch. Und solange ich Zometa bekomme, bleibt er auch drin.
Liebe Frau X. Du siehst, ich bin ein Port-Fan
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Viele Grüße von Henzchen
Ein Mensch, der leidet bevor es nötig ist, leidet mehr als nötig
Lucius Annaeus Soneca 1-65 n. Chr.
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09.10.2012, 22:36Inaktiver User
AW: Chemo ohne Port
Und ich ziehe das jetzt komplett ohne Port durch.
Diesen Thread werde ich als Tagebuch nutzen!
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09.10.2012, 22:40
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10.10.2012, 07:34
AW: Chemo ohne Port
Hallo Frau x, ich habe meine komplette Chemotherapie ohne Port ueberstanden. Gott sei dank gab es keine Probleme. Hatte aber mit der Onkologie vereinbart, dass Ich mir einen Port setzen lasse, wenn es Schwierigkeiten gibt. Die Vene, in die 4 von den 6chdmos liefen ist vernarbt. Blut werde ich daraus nicht entnehmen können, aber sonst habe ich keins Beschwerden.
Liebe GrüßeSassio
Der Glaube an Deine Kraft kann sie ins Unendliche verstärken
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10.10.2012, 08:12
AW: Chemo ohne Port
Ich auch.
In "meiner" Praxis bekommen einige ihre Chemo ohne Port. Da muss dann schon mal der Doc antanzen, um die Braunüle zu legen, weils bei der Schwester einfach nicht klappen will. Oder der Arm darf nicht bewegt werden, ständig wird kontrolliert und einmal war ich dabei, als bei einer Patientin die Vene platzte. Weia, da war was los...
Ich habe mir das Portlegen auch lange überlegt, hatte ja auch bei 2 Zyklen einen ZVK und erst später einen Port. Inzwischen bin auch ich Portianer und das schon zum zweiten Mal.Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen!Es grüßt - Syn
Aristoteles
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