Liebe Anna, das spricht sehr für dich, wenn du da auch heute noch drüber lachen kannst ...
Denn das ist ja der Hammer. Das toppt ja wirklich fast alles was ich hier schon an Geschmacklosigkeiten gelesen habe.Das kann der aber doch nicht ernst gemeint haben ....!!! Wie hast du denn darauf bloß reagiert?
Bleibt zumindest anzunehmen, dass so jemand selbst schon gestraft ist ...
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Ergebnis 21 bis 30 von 488
Thema: Die lieben Mitmenschen ....
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07.11.2011, 07:44
AW: Die lieben Mitmenschen ....
Liebe Grüße
Pamina
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07.11.2011, 08:30
AW: Die lieben Mitmenschen ....
Liebe annapaulemax,
na, das war ja mal ein ehrlicher Mitbürger!
Ich habe jetzt nämlich auch manchmal das Gefühl, dass ich irgendwie ansteckend sei. Eine Kollegin ließ mich telefonisch im Krankenhaus über die Schwestern grüßen. Sie habe solche Berührungsängste mit der Krankheit, dass sie es nicht persönlich könne.
Zum Glück sind solche Beispiele die Ausnahme. Meine wirklichen Freunde sind immer noch da und auch meine Familie in geballter Ladung. Äh, wobei ich jetzt eher die Familie von meiner Seite her meine, die Familie ehegattenseits ist ja eher nervig. Ich sags ja, "die beste Krankheit taugt nichts..."
Liebe Grüße von ninuma
"Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen." (John Lennon)
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07.11.2011, 08:46
AW: Die lieben Mitmenschen ....
Oh Gott, heißt der Herr "Einfältig" mit Vornamen?

Das wäre schön, wenn das so einfach wäre
...
Ich schnappe mir von jeder Krebskrankheit geplagte Mitbürger (na ja, Prostata kann ich ja auslassen
), schreib mir auf, wie die vor ihrer Erkrankung gelebt haben und dreh den Spieß einfach um...genial!!!
Liebe Grüße, braunimaus
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Das Leben ist ein Theaterstück ohne vorherige Theaterproben,
darum singe, lache, tanze und liebe...
...und lebe jeden Augenblick deines Lebens, bevor der Vorhang fällt
und das Theaterstück ohne Applaus zu Ende geht.
(Charlie Chaplin)
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07.11.2011, 09:26
AW: Die lieben Mitmenschen ....
Liebe anna,
du hättest den Guten aber beruhigen können, die Wahrscheinlichkeit, dass er an Brustkrebs erkrankt, ist sehr gering.
Wir könnten ja mal eine Liste für ihn erstellen: nicht vegetarisch leben, kein Fleisch essen, viel Sport machen, möglichst wenig bewegen, Rauchen, Nikotin meiden, Alkoholverbot, viel Bier und Wein, kein Stress, viel arbeiten unter Zeitdruck etc...
Sachen gibts...
Meine Lieblingssprüche der letzten Tage:
Du hast es doch schon zweimal geschafft... aller guten Dinge sind drei!
oder
Jaja... du hast ja auch geraucht!
oder
Ach, die Medizin ist heute schon soooo weit...
oder mein momentaner Favorit:
Wie? Metastasen? Ich dachte, du hattest Krebs...
Argh
... wenn ich nicht Pazifistin wäre...
Geändert von TanteSyn (07.11.2011 um 10:32 Uhr)
Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen!Es grüßt - Syn
Aristoteles
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07.11.2011, 12:19
AW: Die lieben Mitmenschen ....
Das sind ja alles tolle Geschichten, die ganz viele ▬|████|▬ und

verdienen.
Ich hatte kurz nach meiner Diagnose auch so eine tolle Unterhaltung mit der Wirtin unserer Stammkneipe. Die hatte nichts besseres zu tun, als mir von einer Frau zu berichten, die vor kurzem dort Geburtstag gefeiert hätte und nun an Krebs verstorben sei. Und mir hat sie sowas Ähnliches wie noch ein schönes letztes Lebensjahr gewünscht. Den genauen Wortlaut habe ich verdrängt. Es war jedenfalls so richtig mutmachend. Aber meist gehen mir solche Sprüche da rein, da raus, insbesondere wenn sie von Menschen kommen, mit denen ich nicht weiter in Beziehung stehe.Liebe Grüße Lythande
Wenn Du in die Sonne siehst, liegt der Schatten hinter Dir
Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück, Du musst die Treppe nehmen (Werner Bethmann). ▬|████|▬
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07.11.2011, 13:39
AW: Die lieben Mitmenschen ....
Stimmt, geniale Geschichten ...
die von Dummheit bis Hilflosigkeit und Unwissenheit
so ziemlich alles wiederspiegeln.
Und eins ist klar:
Mit einer schweren Krankheit im Gepäck
entlarvst du unsensible, flachschwimmende,
oberflächliche und unemphatische Menschen quasi sofort.
Das ist als ob wir einen Seismogaphen in der Tasche haben.
Helft mir bitte mal:
ich habe eine Freundin, die letztes Jahr eher wenig an meiner Seite stand,
konnte sie nicht so, hatte ich Verständnis dafür.
Jetzt hat sie M i k r o kalk in der Brust,
zwecks Untersuchung wurde jetzt ein Stückchen herausoperiert.
Eigentlich Entwarnung. Nix Böses.
Sie hat so gezittert, obwohl die Stanze vorher schon eindeutig kein Karzinom ergeben hatte ...
Nun soll wohl die ganze Brust gesprenkelt sein,
die Empfehlung Ihres Operateurs lautet: sicherheitshalber Drüsengewebe entfernen.
Sie spricht jetzt von einer Vorstufe von Brustkrebs.
Ich: Wie, war es doch ein DCIS?
Sie: Was´n das?
Ich: Naja, ne Vorstufe von BK.
Sie: weiß ich nicht - nee war Kalk.
Sie hat bei mir nicht mal genau gewusst,dass ich eine
doppelseitige Abl. hinter mir haben, so wenig hat es sie letztes Jahr interessiert.
Jetzt ruft sie viel bei mir an und will ganz genaue Infos, wo wer wie operiert ...
und denkt, sie spielt in meiner Liga.
Ist am Boden zerstört.
Redet von schwerer Krankheit.
Das ist nun genau mein Problem:
Sie spielt nämlich NICHT in meiner Liga,
darüber bin ich für sie froh - ich will sie da auch nicht haben.
Hab selber die Vorhölle hinter mir... und sie denkt, sie ist da nun auch ... Ist sie aber nicht.
Wie schaffe ich es, trotzdem nett zu bleiben? Und nicht zu sagen: Das ist nix gegen meinen Fall ...
Sie ernstzunehmen?
Klar, sie hat da ne schwere Entscheidung zu treffen,
aber sie hat keinen Krebs.
Bin ich die richtige Ansprechpartnerin dafür?
Ratlose Grüße, findus
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07.11.2011, 13:57
AW: Die lieben Mitmenschen ....
Hallo Findus, das finde ich jetzt sehr schwierig völlig diplomatisch zu lösen. Ich weiß aus außenstehender Sicht auch gar nicht so recht, warum Du da mit den allersamtesten Handschuhen rangehen solltest. Sicher sind Ängste etwas sehr subjektives. Aber ich denke, Deiner Freundin klarzumachen, dass es Dich sehr viel ärger getroffen hat und sie dennoch mit ihren Ängsten ernst zu nehmen, ist nicht unbedingt ein Widerspruch.
Liebe Grüße Lythande
Wenn Du in die Sonne siehst, liegt der Schatten hinter Dir
Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück, Du musst die Treppe nehmen (Werner Bethmann). ▬|████|▬
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07.11.2011, 14:27
AW: Die lieben Mitmenschen ....
Da bleibt einem ja echt die Spucke weg, wenn man so liest, was sich manche Mitmenschen erlauben. Unglaublich...
Da ist ja die Bekannte, die ich ganz zu Anfang meiner Erkrankung traf, noch recht harmlos. Man sah mir noch nichts an, aber sie wusste schon Bescheid (Kleinstadt halt...). Sie eröffnete das Gespräch mit den Worten: "Ich habe gehört, Du hast Krebs? Also daa beneide ich dich ja nicht drum!" Ach... sag bloß... versteh ich gar nicht
!
Aktuell ärgere ich mich gerade sehr über meine SchwieMu, die es einfach nicht lassen kann, allen möglichen Leuten über meine Krankheit zu berichten. Letzte Woche sprach mich eine Nachbarin an, die auch Bescheid wusste. Natürlich sieht man mir sowieso an, dass ich krank bin, aber sie bericht auch gerne Details, die niemanden etwas angehen. Ich würde das gerne selbst entscheiden, wem ich was berichte. Ich habe ihr das schon mehrfach gesagt, aber scheinbar nicht deutlich genug. Ich möchte gar nicht wissen, wer schon alles weiß, dass ich mich demnächst einer beidseitigen Ablatio unterziehen muss.
Ich sehe schon, ich muss da nochmal viel deutlicher werden. Allerdings weiß ich schon genau, was dann passieren wird. Sie wird anfangen zu heulen, behaupten, sie hätte gar nichts gesagt und sich dann in der ganzen Verwandschaft beschweren, wie gemein ich zu ihr war. Nervig....
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07.11.2011, 15:05Inaktiver User
AW: Die lieben Mitmenschen ....
Liebe Una Bella Vista

Sag' doch einfach Deinem Mann, also ihrem Söhnchen
, dass er ihr mal sagen soll wo's lang geht.
Da wird sie natürlich auch sagen, dass sie ja keiner Menschen Seele was erzählt hat.
Aber oft ist es ja so, dass die Damen es sich mit ihren Söhnen nicht verscherzen wollen.
Vielleicht funktioniert es!
Liebe Grüße,
Lybis
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07.11.2011, 15:19
AW: Die lieben Mitmenschen ....
Mich erschreckt es wirklich, was einige von euch sich anhören müssen.
Findus,
an deiner Stelle wüsste ich auch nicht, wie ich reagieren sollte. Einerseits ist die Angst deiner Freundin verständlich, es ist keine leichte Op, vielleicht hat sie auch Angst, dass danach rauskommt, da war doch was bösartiges...Man weiß es nicht. Mir leuchtet auch immer noch nicht ein, warum da alles weg soll, wenn dort nichts bösartiges ist?
Trotzdem finde ich ihr Verhalten dir gegenüber unfair, da sie dich nicht unterstützt hat. An deiner Stelle würde ich ihr einfach sagen, dass du das alles ein bisschen übertrieben findest im Hinblick auf das, was du durchgemacht hast. Ja, das mag nicht die feine Art sein, wäre es ne Freundin, die dir beigestanden hat, dann wäre es auch ein anderer Fall. Aber das
Vielleicht seh ich das auch zu eng. Aber ich finde ihr Verhalten wirklich unpassend.
LG
▬|████|▬
Whatever you give a woman, she will make greater. If you give her sperm, she will give you a baby. If you give her a house, she'll give you a home. If you give her groceries, she will give you a meal. If you give her a smile, she will give you her heart. She multiplies and enlarges what is given to her.
If you give her any crap, be ready to receive a ton of sh*t!!!!




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