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  1. Avatar von landi
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    AW: Antihormontherapie - Probleme und Lösungen

    Hallo zusammen,

    und danke Sunny für den Thread, zu dem ich jetzt auch meinen Senf beisteuere:

    Also, ich bekomme seit Anfang Januar Zoladex und Tamox.

    Hitzewallungen ja, v.a. nachts, aber ohne Schweißausbrüche - muss keine Kleider wechseln.

    Gelenkschmerzen ja, ich habe auch den Eindruck, dass es mehr werden. Allerdings gehe ich auch regelmäßiger wieder laufen und schiebe es darauf. Während meiner intensiven Laufphasen gab es auch keinen Tag, an dem mir nicht irgendetwas weh tat. Und Bewegung hilft definitiv.

    Gewichtszunahme - bis jetzt nicht - toi, toi, toi.

    Depressionen - überhaupt nicht. Ich war selten weniger depressiv als jetzt.

    Scheidentrockenheit und mangelnde Libido - ja. Ich dachte schon, ich sei die einzige mit dem Problem, da es hier nie Erwähnung fand. Gegen die trockene Scheide hat mir die FÄ eine Creme verschrieben. Und das mit der Libido lässt sich wirklich nicht so eindeutig auf eine Ursache zurückführen. Nach der OP hatte ich ewig lange mit Schmerzen und Ödemen zu tun. Dann war alles verklebt und bemalt - nicht so stimulierend, auch für den Partner. Dann war die Haut verbrannt. Dann kam das Nachbestrahlungstief. Und totale Schlappheit abends.
    Und so richtig habe ich den Zugang zu meinem Körper noch nicht wieder gefunden. Ich bin erst dabei, mich mit meiner neuen Brust anzufreunden. Die Brustwarze ist auch gefühllos (was ich schon als Verlust empfinde). Und die andere Brust passt nicht dazu, irgendwie nehme ich sie auch gar nicht mehr wahr.
    Und es ist auch schwierig in der Partnerschaft, dass da Körperlichkeit wieder einen Stellenwert bekommt, das muss irgendwie neu definiert werden.

    @Kappu: ich freue mich total für dich, dass die OP gut verlaufen ist und du mit dem Ergebnis so zufrieden bist!

    LG

    landi

  2. Moderation Avatar von Sunny71
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    AW: Antihormontherapie - Probleme und Lösungen

    Zitat Zitat von landi Beitrag anzeigen

    Gelenkschmerzen ja, ich habe auch den Eindruck, dass es mehr werden. Allerdings gehe ich auch regelmäßiger wieder laufen und schiebe es darauf. Während meiner intensiven Laufphasen gab es auch keinen Tag, an dem mir nicht irgendetwas weh tat. Und Bewegung hilft definitiv.
    So ähnlich geht es mir gerade. Irgendwie tut alles weh, wenn auch nicht sehr, aber ich mach so viel Sport, dass ich es darauf schiebe. Mal sehen.



    Zitat Zitat von landi Beitrag anzeigen
    Gegen die trockene Scheide hat mir die FÄ eine Creme verschrieben.
    Darf ich fragen, welche ?



    Zitat Zitat von landi Beitrag anzeigen
    Und das mit der Libido lässt sich wirklich nicht so eindeutig auf eine Ursache zurückführen. Nach der OP hatte ich ewig lange mit Schmerzen und Ödemen zu tun. Dann war alles verklebt und bemalt - nicht so stimulierend, auch für den Partner. Dann war die Haut verbrannt. Dann kam das Nachbestrahlungstief. Und totale Schlappheit abends.
    Und so richtig habe ich den Zugang zu meinem Körper noch nicht wieder gefunden. Ich bin erst dabei, mich mit meiner neuen Brust anzufreunden. Die Brustwarze ist auch gefühllos (was ich schon als Verlust empfinde). Und die andere Brust passt nicht dazu, irgendwie nehme ich sie auch gar nicht mehr wahr.
    Und es ist auch schwierig in der Partnerschaft, dass da Körperlichkeit wieder einen Stellenwert bekommt, das muss irgendwie neu definiert werden.
    Verständlich alles... es passiert so viel mit dem Körper, da muss man erstmal hinterherkommen. Und Lust entsteht, je mehr man mit sich selber im reinen ist, denke ich...

    Das ganze scheint vielschichtig zu sein und die AHT ist nur ein Mosaiksteinchen in einem großen ganzen, wie mir scheint.
    Liebe Grüße
    sunny Moderation im Brustkrebsforum, ansonsten normale Userin

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  3. Avatar von landi
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    AW: Antihormontherapie - Probleme und Lösungen

    Hallo Sunny:

    Die Salbe ist eine Östrogensalbe und heißt Ovestin. Das hat mich natürlich schon verunsichert, zumal auch im Beipackzettel steht, dass man sie nicht bei hormonsensitiven Tumoren anwenden soll. Die FÄ meinte, dass es lokal ginge und das Tam ja dafür sorge, dass in der Brust nichts passiert. Da sie hier Chefärztin vom Brustzentrum ist und auch einen ziemlich guten Ruf bei BK hat, denke ich schon, dass sie weiß, was sie sagt. Ich wollte aber in jedem Fall noch einen befreundeten Onkologen dazu befragen.
    Und zur Dauerpflege noch eine Salbe namens Deumavan.

    Warum bekommst du eigentlich kein Zometa? Das ist doch in erster Linie zum Knochenschutz bei Östrogenentzug?

    Und noch eine Frage an alle: es ging ja schon verschiedentlich um den Verstoffwechslungstest von Tam. Ich habe meine FÄ gefragt, und sie sagte nur, das sei nicht vorgesehen. Hat sonst noch jemand mal nachgefragt?

    landi


  4. Registriert seit
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    AW: Antihormontherapie - Probleme und Lösungen

    Hallo sunny, hallo alle,

    hier wird mein absolutes Horror-Thema behandelt - gut so - vielen Dank!

    Vor dieser AHT hatte ich wirklich Angst!
    Jetzt nicht mehr so, denn ich habe Zoladex vor 3 Wochen gespritzt bekommen und Tam nehme ich jetzt seit über 14 Tagen.
    Und merke wenig! Ein paar Hitzewallungen und Müdigkeit. Knochenschmerzen hab ich keine (obwohl ich ja keinen Sport weiter mache)

    Und wg dem Beipackzettel - ich hab ihn gelesen und muß sagen, alles was man im WWW über AHT findet ist wesentlich schlimmer, als was da drinnen steht

    Meine FA hat mir gleich Vagisan-Salbe aufgeschríeben, hab sie aber noch nicht gebraucht.
    Lara

  5. Moderation Avatar von Sunny71
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    AW: Antihormontherapie - Probleme und Lösungen

    Ah, Danke !

    Deumavan hat mir meine auch empfohlen, allerdings in erster Linie gegen die Hautstrapazen beim cycling . Ansonsten habe ich noch multi-gyn liquigel gefunden beim stöbern, das werde ich wohl mal ausprobieren. Das actigel hatte ich schon mal.

    Landi, Zometa ist zwar ein Bisphosphonat, eine Substanzgruppe zur Osteoporosebehandlung, aber Zometa selber ist ursprünglich zur Behandlung von Knochenmetastasen gedacht. In neueren Studien hat sich gezeigt, dass es insbesondere in frühen Stadien zur Prophylaxe von Knochen- und sogar auch von Organmetas fähig ist ! Insofern käme das aus dem Grund für mich in Frage. Problem: es ist noch nicht für die adjuvante Therapie zugelassen. Einige bekommen es hier trotzdem und kriegen es auch irgendwie finanziert. Ich sehe da bei mir keine Möglichkeit. Mein Onkologe findet auch die Nebenwirkungen zu risikoreich, als das es das für mich rechtfertigen würde.

    Ich habe das Thema Zometa für mich erstmal aufgeschoben. Meine FÄ brachte mich drauf. Es ist ja überhaupt nicht so, dass ich das jetzt entscheiden muss. Wer weiß, wie die Datenlage in einem halben Jahr ist, bis dahin gibt es ganz sicher neue Erkenntnisse dazu und dann kann ich immernoch damit anfangen, wenn ich das will.
    Liebe Grüße
    sunny Moderation im Brustkrebsforum, ansonsten normale Userin

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  6. Avatar von landi
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    AW: Antihormontherapie - Probleme und Lösungen

    Landi, Zometa ist zwar ein Bisphosphonat, eine Substanzgruppe zur Osteoporosebehandlung, aber Zometa selber ist ursprünglich zur Behandlung von Knochenmetastasen gedacht. In neueren Studien hat sich gezeigt, dass es insbesondere in frühen Stadien zur Prophylaxe von Knochen- und sogar auch von Organmetas fähig ist ! Insofern käme das aus dem Grund für mich in Frage. Problem: es ist noch nicht für die adjuvante Therapie zugelassen. Einige bekommen es hier trotzdem und kriegen es auch irgendwie finanziert. Ich sehe da bei mir keine Möglichkeit. Mein Onkologe findet auch die Nebenwirkungen zu risikoreich, als das es das für mich rechtfertigen würde
    Ja, so hat man es mir auch erklärt. Ich hatte mir ja bei meiner Therapieentscheidung verschiedene Meinungen eingeholt. Da ich hier bei HD sitze, gibt es auch eine Menge Anlaufstellen. Und Zometa war bei der Empfehlung immer dabei, deshalb wundert mich das, wenn andere es nicht bekommen. Ich weiß noch nicht, ob meine Kasse es bezahlt (bin privat versichert), aber notfalls zahle ich es selbst.

    LG

    landi

  7. Moderation Avatar von Sunny71
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    AW: Antihormontherapie - Probleme und Lösungen

    Ich weiß nicht so recht, ob das ganze hier in FL schon angekommen ist. Mein Kieler Onkologe hat selber an einer Zometa-Studie geforscht und mir trotzdem nicht dazu geraten.

    Ich vertage es ...

    Zometa ist ja heftig teuer, aber halbjährlich könnte man das natürlich investieren.
    Liebe Grüße
    sunny Moderation im Brustkrebsforum, ansonsten normale Userin

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  8. Avatar von landi
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    AW: Antihormontherapie - Probleme und Lösungen

    Zometa ist ja heftig teuer, aber halbjährlich könnte man das natürlich investieren.
    Ich krieg es halbjährlich, angeblich haben bislang alle Kassen gezahlt. Mal sehen.

    lg

    landi

  9. Moderation Avatar von Sunny71
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    AW: Antihormontherapie - Probleme und Lösungen

    Zitat Zitat von landi Beitrag anzeigen
    Ich krieg es halbjährlich, angeblich haben bislang alle Kassen gezahlt. Mal sehen.

    lg

    landi
    Nun ja, bei meiner kann ich mich da vermutlich wieder auf einen Kampf einstellen . Wenn ich schon für eine AHB so streiten muss. Und mein Strahlenzentrum behauptet ja, dass sie dafür auch nicht alles übernehmen. Ich bin ja gespannt, noch habe ich keine Rechnung bekommen. Bisher hab ich allerdings alles durchgekriegt, sogar die Finanzierung meiner Eizellentnahme .
    Liebe Grüße
    sunny Moderation im Brustkrebsforum, ansonsten normale Userin

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  10. Moderation Avatar von Sunny71
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    AW: Antihormontherapie - Probleme und Lösungen

    Andererseits kennen die sich z.T. so wenig aus, dass ich das vermutlich einfach einreichen könnte.... vielleicht merken sie nicht, dass die Indikation nicht ganz astrein ist .. also offiziell *hehehe*.

    Naja wie gesagt, ich vertage das.
    Liebe Grüße
    sunny Moderation im Brustkrebsforum, ansonsten normale Userin

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