Hallo an alle,
gerne würde ich von meinen mitbetroffenen hören wie sie den umgang mit ihren erwachsenen kindern gestalten.
hierbei geht es mir hauptsächlich um meinen sohn der 22 jahre alt ist und zur zeit bei der bundeswehr. (ist aber ende märz damit fertig.) er lebt bei seiner freundin ist aber offiziell bei mir nicht ausgezogen.
dazu muß ich sagen, dass ich seit vielen jahren mit einem partner zusammen lebe. das haus in dem wir wohnen gehört meinem partner und mein sohn und er können schon lange nicht mehr miteinander umgehen.
leider habe ich nur kontakt mit meinem sohn wenn ich die initiative ergreife. wie das bei solchen telefonaten so ist, frage ich denn auch nach dingen die ihm nicht angenehm sind. sprich ob er sich endlich mal um eine berufsausbildung kümmert. aber darauf bekomme ich leider keine antwort.
bisher habe ich monatlich einen kleinen beitrag zu den kosten der 2 beigesteuert. aber da ich von seiner seite überhaupt keine sog. familienbindung oder interesse entdecken kann und sein monatliches einkommen zur zeit meines übersteigt habe ich die zahlung in diesem monat eingestellt. bis jetzt ist noch keine reaktion von ihm gekommen.
dazu muß ich sagen dass ich ihn das letzte mal im jan. gesehen habe. obwohl ich bei jedem telefonat gesagt habe ich würde auch in den ort kommen wo er jetzt wohnt damit wir uns treffen könnten kommt nichts von ihm.
muß ich mich damit abfinden das er keinen kontakt zu mir will?
wer hat einen rat für mich?
Antworten
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10.03.2008, 10:41
Wenig Kontakt zu erwachsenen Kindern?
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11.03.2008, 12:11
AW: Wenig Kontakt zu erwachsenen Kindern?
Hallo Wildi,
na, da hast du es ja im Moment sehr schwer!
Du kannst allerdings nicht viel mehr machen, als ihm durch Anrufe, Briefe, Karten zu zeigen, das du Interesse an ihm hast und das du ihn lieb hast
.
Eure Situation ist ausgesprochen schwierig (bzgl. deines Partners), aber du hast ihm ja angeboten, zu ihm zu kommen.
Ich würde dir raten, lass es so laufen, irgendwann besinnt er sich vielleicht auf dich (da bin ich mir sogar sicher).
Vielleicht hat er im Moment auch so viel mit sich zu tun, das er dich "gar nicht gebrauchen kann".
Die Hauptsache ist, das er weiß, das du immer für ihn da bist, alles andere läuft dann schon.
Ich wünsche dir alles Gute
liebe Grüße vom
Putzwunder
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11.03.2008, 21:54
AW: Wenig Kontakt zu erwachsenen Kindern?
hallo putzwunder,
vielen dank für deine meinung.
du bestätigst mir meine gedanken. ja, ich denke auch das ich keine andere möglichkeit habe als abzuwarten. hoffentlich verhilft mein an sich defensives verhalten wieder zu einem normalen verhältnis mit meinem jungen.
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12.03.2008, 12:39Inaktiver User
AW: Wenig Kontakt zu erwachsenen Kindern?
Hallo, mein Sohn ist auch 22 und wir sehen uns nicht allzu häufig. Heute kam mal wieder eine SMS, was wir Ostern so machen...
Ich kann es nur aus meiner Erfahrung mit meiner eigenen Mutter sagen: Je mehr sie klammert, desto mehr gehe ich auf Abstand. Bei jedem Telefonat dieses vorwurfsvolle "Dass DU dich meldest.." bringt mich dazu, mich seltener zu melden, weil es nervt.
Warte ab. Wenn ich an mich selbst mit 22 denke, dann hatte ich alles mögliche im Kopf, aber kein großer Kontakt zu meinen Eltern. Das änderte sich, als mein 1. Kind geboren wurde. Bei Jungs kann es durchaus sein, dass sie trotzdem keinen großen Kontakt suchen, sondern zur Schwiegerfamilie. Darüber bin ich mir mit 3 Jungs bewusst.
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12.03.2008, 20:41
AW: Wenig Kontakt zu erwachsenen Kindern?
hallo inka,
da kann ich deine erfahrung nur teilen.
meine mutter hat auch so sehr geklammert und deswegen denke ich auch ständig darüber nach, damit ich nicht den gleichen fehler mache. aber andererseits habe ich die befürchtung das mein sohn vielleicht denkt er wäre mir nicht wichtig.
es ist eine grad wanderung.
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14.03.2008, 14:15
AW: Wenig Kontakt zu erwachsenen Kindern?
Hallo Wildi, hallo Inka,
Euer Problem ist auch das Meine: Melde ich mich nicht bei meinen Kindern, höre ich nichts von ihnen. Wenn ich sie anrufe, sind sie ausgesprochen nett und mitteilsam - nur kommt so gut wie nie ihrerseits mal ein Anruf. - Muss ich das verstehen? Im Laufe der Zeit habe ich mich damit abgefunden, bin aber wahrhaftig nicht sehr glücklich mit diesem Zustand. Oft vergehen Wochen, ohne dass wir Kontakt haben . . .
Ist das "der Lauf der Welt"?exsekki
"It's now or never!"
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16.03.2008, 14:37Inaktiver User
AW: Wenig Kontakt zu erwachsenen Kindern?
Liebe Frauen,
ja, das ist zur Zeit auch mein Thema, was mich immer wieder traurig macht. Mein Sohn ist 40 und wir hatten immer ein enges Verhältnis, aber seit er mit seiner Partnerin zusammenlebt, hat es sich geändert. Wir sehen uns kaum noch (leben allerdings auch 600 km auseinander), auf Mails reagiert er kaum, allerdings telefonieren wir einmal die Woche. Ich hatte auch eine Mutter, die sehr geklammert hat und halte mich ganz bewußt zurück. Ich schaue auch immer, wie mein VErhalten von seiner Seite aussehen würde. Wahrscheinlich muß ich es akzeptieren, ich freue mich ja auch, daß er in seiner Beziehung so zufrieden ist. Ja, aber traurig macht es mich trotzdem. Wie schön, sich mal darüber austauschen zu können.
Alles Liebe,
Barbara
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19.03.2008, 11:02Inaktiver User
AW: Wenig Kontakt zu erwachsenen Kindern?
@ Chandra - 1 x die Woche finde ich schon sehr häufig. MIR wäre das zu viel, mich so häufig bei meiner Mutter zu melden.
Von meinen Jungs höre ich manchmal 3 x die Woche etwas und manchmal 1 x in 3 Wochen. Mir macht das wenig aus, da ich selbst viel um die Ohren habe.
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19.03.2008, 11:19Inaktiver User
AW: Wenig Kontakt zu erwachsenen Kindern?
ich glaube, dass wir da durch unsere eigene Mütter-Erfahrung sehr geprägt sind.
Meine Mutter war nicht klammernd, ließ mich machen und tun, und wir hatten lockeren Kontakt hin und wieder.
Ich selber habe eine jetzt 24jährige Tochter, die weit weg studiert und daher nur selten in unsere Stadt kommt, bzw. wo ein Besuch möglich ist. Sie wohnt dann bei ihrem Freund, mit dem sie eine Fernbeziehung führt, und wir schaffen es dann meist, uns einen Abend mal zu sehen. Ansonsten telefonieren wir manchmal viele Wochen nicht, auch Mails kommen nur sporadisch. Mir macht das nichts aus. Ich weiß, dass sie bei den seltenen Gelegenheiten mich gerne trifft, dass sie selber entscheiden kann, wann sie anruft, und so finden wir es gut. Sie ist auch schon sehr früh von zuhause weggezogen und es ist mir komischerweise nicht schwergefallen, loszulassen.
Ich hoffe, wenn meine JÜngere mal auszieht (jetzt 17), geht es ähnlich problemlos.
Ich kann einigen Vorposterinnen nur beipflichten, dass zu häufige Anrufe von Müttern die Kinder eher abstoßen. Zeitweise kannte ich das nämlich auch, nachdem mein Vater gestorben war. Ungerecht, aber so empfinden es junge Menschen manchmal wohl leider.
Ich weiß nur, dass ich im Falle einer Funkstille von Seiten der Kinder mich nie nie niemals mehr als alle 3-4 Wochen mal melden würde, und dann auch nur eher locker und plaudernd.
Denn wäre es nicht für eine Mutter eine schreckliche Vorstellung, dass am anderen Ende der Leitung genervtes Augenverdrehen zu sehen wäre, beim Anruf der Mama? Nein, das würde ich mir nie antun!
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19.03.2008, 11:20
AW: Wenig Kontakt zu erwachsenen Kindern?
Hallo wildi,
hab auch zwei Söhne, der eine ist 23 und wohnt seit Dezember mit seiner Freundin zusammen.
Bei uns läufts irgendwie ein bisschen anders, Funkstille herrschte vor allem in der Zeit zwischen 17 und 19 - mit 19 ist er ausgezogen, danach hat sich unser Kontakt wieder Stück für Stück intensiviert. (Wir hatten schon früher ein sehr vertrauensvolles und offenes Verhältnis ...)
Manchmal meldet ER sich, manchmal ICH, das kann ein- zwei mal in einer Woche sein oder 14 Tage gar nicht - manchmal einfach nur um zu fragen wie es mir (ihm) geht oder aber konkrete Probleme zu besprechen, manchmal einfach nur zum Essen ...
Ich würde ihn allerdings nie bedrängen, ich weiß, dass er mich liebt und umgedreht ists genau so, deshalb solltest Du wirklich Geduld haben und mehr als zu signalisieren - hier bin ich - geht wohl nicht.
Weiß allerding nicht, wie es wäre, wenn ich mit meinem neuen Partner zusammenleben würde, vielleicht wäre er dann auch 'zurückgezogener' als jetzt ...
Habt ihr das mal 'thematisiert', sagt Dein Sohn etwas dazu??
Wie geht es ihm mit der ganzen Situation?
Nun ja, so lebe ich allein mit dem Jüngeren und bin dadurch immer noch sein 'zu Hause' (so die Worte meines Sohnes
).
Hm, mal sehn wie es beim Nächsten wird (ich denke, etwas anders) das ist wohl auch bei jedem Kind anders - ich drück Dir die Daumen, dass es sich positiv entwickelt!
Liebe Grüße
bebee
Wir dringen in so viele Geheimnisse ein, daß wir nicht länger an das Unerklärliche glauben wollen. Doch gleichwohl sitzt es da und leckt sich seelenruhig die Lippen.


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