Manchmal kommt sie wieder, selbst nach 20 oder 30 Jahren, spukt durch die Gedanken, taucht in Träumen wieder auf: die erste große Liebe. Aber was, wenn daraus mehr wird als ein Gedankenspiel? In der neuen BRIGITTE WOMAN (Heft 1/2007) erzählen Frauen, wie es ist, diesen Mann nach langer Zeit wieder zu treffen.
Was empfinden Sie heute für Ihre erste Beziehung? Möchten Sie diesen Mann wiedersehen?
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Thema: Die erste große Liebe
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08.12.2006, 16:52
Die erste große Liebe
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08.12.2006, 17:23Inaktiver User
AW: Die erste große Liebe
Hallo, dann schreib ich hier mal was rein:
Was empfinden Sie heute für Ihre erste Beziehung? Möchten Sie diesen Mann wiedersehen?
Er war ein totales A-loch, der mich nur ausgenutzt hatte. und NEIN, null Bock diesen çççç wiederzu sehen.
Meine erste grosse Liebe endete leider sehr traurig, was mich noch Jahre später prägte und ich lange lange Zeit keinem Mann vertrauen konnte.
Ende gut alles gut, inzwischen bin ich mit der besten Liebe meines Lebens glücklich verheiratet und meine "erste grosse Liebe" kann dort bleiben wo immer er mag
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08.12.2006, 17:55
AW: Die erste große Liebe
Hallo,
ich habe meine erste große Liebe geheiratet! Es war eine richtige "Sandkastenliebe"; wir haben uns kennengelernt, als ich elf und er 14 Jahre alt war. Zwei Jahre später sind wir dann ein Paar geworden und haben uns nie mehr getrennt. Vor 2 1/2 Jahren haben wir geheiratet und sind mittlerweile seit über 13 Jahren glücklich miteinander.
Manche Menschen denken, wenn man gleich den ersten Partner heiratet, verpasst man etwas und bereut es irgendwann, aber da mache ich mir überhaupt keine Sorgen! Bei mir war eben gleich der erste Mann der richtige und darüber bin ich glücklich.
Viele Grüße
Giselle
PS.: Ich lese gerade, dass dieses Forum zum Magazin für Frauen über 40 gehört. Ich bin zwar erst 26, aber ich hoffe, ich darf hier trotzdem meinen Senf dazugeben...Geändert von Giselle (08.12.2006 um 17:59 Uhr) Grund: PS hinzugefügt
Glaube mir,
dass eine Stunde der Begeisterung
mehr gibt als ein Jahr
gleichmäßig und einförmig
dahinziehendes Leben.
(Christian Morgenstern)
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10.12.2006, 21:30
AW: Die erste große Liebe
Die erste große Liebe endet wohl meistens traurig, denn sie ist engstirnig und intolerant. Andererseits beflügelt und befähigt sie uns in außergewöhlicher Weise. Trotzdem engt sie uns ein und wehrt sich dabei gegen den Zwang, als die einzige wahre Lebens- und Liebesoption gelten zu müssen.
Zitat von Inaktiver User
Denn alles möchte man teilen miteinander, das ganze Leben aneinander kleben bleiben, doch unbemerkt und ganz nebenbei entwickelt man sich weiter und entfernt sich voneinander.
Oft ist man einfach viel zu jung, um überhaupt zu merken, was diese erste große Liebe ausmacht. Denn bei der nächsten und den darauf folgenden Lieben, möchten wir uns dieses Gefühl doch auch gern wieder vorgaukeln. Jedesmal Mal aufs Neue ist er "The One". Bis wir müde werden und uns nach einem Zuhause sehnen, nach Vertrautheit die Bestand hat und einer verbindlichen Zusage pro forma, wir wollen zugehörig sein ... An einem tristen Abend und eine Ewigkeit später ...
... erinnern wir uns, dass es doch einmal Jemanden gab - eben diesen EINEN - der uns noch Jahre später Schauer der Erregung spüren lässt. Manchmal begegnen wir MEnschen auf der Straße, die erinnern uns an IHN. Ein Lachen, wie damals. Nach langweiligen Nächten denken wir an die Erschöpfung, die uns nach leidenschaftlichen Ekstasen und durchwachten Nächten mit IHM in eine Art Trance versetzte.
Mit dem Verstand von heute, sehnen wir uns dann den EINEN von damals zurück. Und genau dann wollen wir wissen, was aus IHM geworden ist.
Ich traf meine erste große Liebe nach 15 Jahren wieder, in einem kleinen Weinladen. Gerade hatte ich an ihn gedacht und meiner Freundin davon erzählt. Es war mir von Zeit zu ZEit ein Bedürfnis, mich zu fragen, wo ich ihn in dieser Stadt einmal sehen würde. Als ich meinen Satz beendet hatte, stand er vor mir. Ich erkannte ihn sofort. Er brauchte ein paar Minuten. Im Small-Talk gaben wir uns das kurze Update unserer LEbensläufe, stellten fest, dass etwas aus uns geworden war und - verliebten uns dabei wieder ineinander.
Wir waren erwachsen geworden. Eine andere Liebe gedieh, die auskam ohne Berührungsängste, Streit und Trennungsangst. In den vergangenen sechs Jahren entstand eine Lebens-parallel-welt, in die wir bei Bedarf "hinein kriechen" können, wenn wir das brauchen. Wir legen unsere Alltagsrollen ab und entspannen. Es tut uns gut.
Wir sind uns treu auf besondere Weise, denn unseren "privaten" Lebenswelten haben wir nicht entsagt. Wollen wir auch nicht.
Die Versuchung, ewig bei bei ihm zu bleiben oder nie mehr wieder zu kommen, ist trotzdem ständig da. Sie modelliert jede Form der Zuneigung und jede Geste der Abwehr.
IHN wieder getroffen zu haben, ist eine wunderbare Erfahrung, die ich allen wünsche, die sich danach sehnen. Herausfordern kann man sie allerdings nicht. Eine alte Beziehung nur aufzuwärmen und aus den Erinnerungen zu schöpfen, ist ebenfalls viel zu wenig. Lebensentwürfe und -entwicklungen sollten nunmehr miteinander korrespondieren.
Ich liebe leidenschaftlich und freue mich, dass ich nun in einem Alter bin, wo ich es genießen kann, geliebt und begehrt zu werden.
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11.12.2006, 09:06Inaktiver User
AW: Die erste große Liebe
Hallo lenabe,Dein Beitrag spricht mir aus dem Herzen. Es ist wirklich eine einmalig schöne Erfahrung,die man mit der ersten großen Liebe erlebt.Zu so ehrlichen und großen Gefühlen ist man nicht ein zweites Mal fähig.Aber um so schmerzlicher ist auch der Verlust dieser tollen Liebe.Auch ich habe mir die wunderbare Erfahrung gewünscht,meine erste Liebe wiederzutreffen ,mit IHM zu reden ,Ihm zu erzählen,wie schlecht es mir damals ging ,als es vorbei war und wie sehr ich gehofft hatte,dass er um uns kämpft.
Nun,nach 30 Jahren hatte ich den Mut ihn zu suchen und habe ihn auch gefunden(Internet).Meine Freude war riesig und ich habe ihn sofort angerufen .Die Reaktion von IHM war aber anders als erwartet,sehr distanziert und zurückhaltend.Er gab mir zu verstehen,dass ich IHN ja damals verlassen habe und er deshalb nicht mit mir reden möchte.Okay,es war so,aber was weiß man mit 20 schon von dem ,was richtig oder falsch ist? Ich bin nun total enttäuscht .Wie kann man nur nach so langer Zeit noch so nachtragend sein? Wir haben doch jetzt beide unsere eigenen Familien und sind glücklich(so hoffe ich für IHN) in unserer Welt. Mir ging es besser,als ich noch nicht wüßte,wo er ist. Für mich war sein Wiederfinden eher schmerzlich und ich habe ein Schuldgefühl,welches ich vorher nicht hatte. Gerne würde ich alles mit IHM besprechen,seine Meinung hören und ich ihm meine erläutern.Leider gibt er mir keine Chance....Schließlich war ER doch für mich das BESTE,was mir in meiner Jugend passiert ist und ich habe ihn nie vergessen!
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11.12.2006, 13:19Inaktiver User
AW: Die erste große Liebe
Meine erste große Liebe wird immer einen kleinen Platz im Schatzkästchen meines Herzens behalten. Und so ab und zu, ganz selten, hole ich sie mit einem Lächeln hervor.
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11.12.2006, 18:33
AW: Die erste große Liebe
Wer nicht sagt, was er will, der bekommt nicht, was er braucht!
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12.12.2006, 13:28Inaktiver User
AW: Die erste große Liebe
Meine erste große Liebe war Winnetou....
Nicht lange danach verliebte ich mich in einem GI - er war hier stationiert; ein wunderschöner, großer, dunkelhaariger Mann, der 10 Jahre älter und weiser als ich war ;-)
Irgendwann musste er zurück in die USA - ich habe ihm ewig nachgetrauert...und wenn ich jetzt - 33 Jahre später , einen bestimmten Cocktail mit Orangensaft und Galiano trinke, sehe ich seine dunkelbraunen Augen und höre ihn "Hi, sugar..." sagen.
Ich habe lange getrauert - aber dann erwischte es mich mit einem Fußballspieler aus dem Nachbarort, nicht ganz so attraktiv, vielleicht auch nicht ganz so weise, dafür aber das, was man erfahren nennt. Er war ein Frauenversteher, hätte stets diverse Bälle im Spiel und nahm es weder mit Treue, noch mit finanziellen Angelegenheiten so sehr genau. Irgendwann kam heraus, daß er noch Frau und Kind irgendwo hocken hatte - Liebe mal wieder zuende.
Just diesen Fußballspieler sehe ich öfters...und ich danke Gott, daß er mich vor ihm bewahrt hat. Er ist nicht mehr schlank und sportlich, sondern steht viel zu gut im Fleisch, seine 3 Resthaare sind grau geworden, er trägt seit 1978 die gleiche Brille und hat einen schrecklich negativen Zug um den Mund. Er nörgelt nur noch vor sich hin, schimpft über das Wetter, die Regierung, die Jugend von heute, die Rentner und seine Familie.
Er kommt mir vor wie ein Opa: mit Hosenträgern, nachlässig und altmodisch gekleidet schlurft er durch die Gegend.
Was mich fast schon amüsiert hat: seine Frau durfte nicht merken, wer ich bin - sie wäre so schrecklich eifersüchtig und das wäre ja auch schon so lange her und überhaupt.
Völlig unbegründet, diese Sorge...er reizt mich absolut nicht mehr, ich fand die Begegnung peinlich.
"Meinen" Ami werde ich niemals vergessen - ich wüsste zu gerne, wie er heute aussieht, wie es ihm geht und ob er noch so alle paar Monate mal an mich denkt. Er lebt irgendwo in Californien, aber ich weiß nicht genau, wo. Wenn ich die "Eagels" höre, geht mir bis heute das Herz auf und ich denke sehr sehr gerne an meine erste wirklich große Liebe zurück :-))
Ruby
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12.12.2006, 13:31Inaktiver User
AW: Die erste große Liebe
ich empfinde nichts mehr für ihn...
Zitat von Inaktiver User
wiedersehen? ich sehe ihn ja ab und an mal und es lässt mich kalt...
irgendwann (vor jahren) hat er beschlossen JÄGER zu werden, hat einen jagdschein gemacht und so, da war für mich dann definitiv der ofen aus!
was finden menschen daran, hinterhältig tiere zu erschießen?
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13.12.2006, 20:34
AW: Die erste große Liebe
Vor 30 Jahren, ich war jung und -- eingebildet.
Aus lauter Übermut brach ich mit meiner grossen Liebe. Solange er litt fühlte ich mich gut und frei.
Wir besuchten immer noch die gleiche Kneipe. Irgendwann tauchte er dort mit einer NEUEN auf. Jetzt wollte ich ihn wiederhaben. Irgendwie wollte er schon gern, fühlte sich aber bei seiner NEUEN, die ihn anhimmelte sicher.
Nach einem halben Jahr verloren wir uns gänzlich aus den Augen.
Drei Jahre später bekam ich eine Hochzeitsmitteilung von seiner NEUEN, mit der ich nie ein Wort gewechselt hatte, zugeschickt.
Warum auch immer???
Ich konnte ihn nicht vergessen. Vor fünf Jahren, kurz vor meiner eigenen Hochzeit, fand ich seine Handynr im Internet und rief ihn an. Er klang wie damals. Erzählte mir, dass er immer noch mit der NEUEN verheiratet sei und drei Kinder mit ihr habe. Er war freundlich aber distanziert. Zum Schluss wünschten wir uns gegenseitig alles Gute. Das war's. Er hat mich nie zurückgerufen.
Ich habe spät geheiratet und von daher keine Kinder bekommen. Mein Mann ist der beste, den es für mich gibt. Ich liebe ihn. Aber eben anders.
Immer wieder mal denke ich an IHN. ER hat wohl seine grosse Liebe gefunden.


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