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  1. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    9.730

    Das Leben nach der Trennung

    Viele Frauen fallen nach einer Trennung in ein tiefes Loch - sie vermissen nicht den Mann, sondern das Leben mit ihm. Die Rituale, die Freunde, den Alltag.

    Jede Trennung verläuft erst im Innen und dann im Außen, sagt Paar-Psychologe Oskar Holzberg im BRIGITTE-WOMAN-Artikel "Die alte Haut ist weg, die neue noch nicht nachgewachsen". Das dauert und tut weh und muss ausgehalten werden.

    Welche Erfahrungen haben Sie mit Trennungen gemacht? Was hilft, sich wieder ein neues Leben aufzubauen?

    Herzliche Grüße
    Ihr Brigitte.de-Team
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

  2. Avatar von Zauberblume
    Registriert seit
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    192

    AW: Das Leben nach der Trennung

    Ich habe von Abhängigkeit, in welcher ich mit meinen Bedürfnissen und Emotionen unterging bis zu mich wieder aufrappeln einiges erlebt.

    Nachdem ich jedoch aus einer Abhänigkeitsbeziehung, wo es meinem Mann damals nur noch um Sex ging und ich als Mensch nicht wichtig war, ENDLICH ausbrach, habe ich mich ganz allmählich stabilisieren können.
    Was mir seinerzeit sehr viel Mut machte, mich mitunterstütze und mir gut tat, war das darüber schreiben in den Foren hier. Damals in "um den Partner kämpfen, lohnt sich das" (es ist einige Jahre her, daher lohnt sich kein nachschlagen).
    Ich erntete Zuspruch und viel konstruktive Kritik, wurde auch mal "rundgebügelt" , dennoch fühlte ich mich aufgefangen.

    Es hat so lange bei mir gedauert, weil ich es mir nicht wert war, das es mir gut gehen darf. (Hängt mit meiner Kindheit zusammen, die recht gut aufgearbeitet ist).
    So half mir eine Psychotherapie und z.B. sehr wohltuende Seminare in Richtung Persönlichkeitsentwicklung mit Meditationen und vielem anderen.

    Ich habe vor einiger Zeit selbst angefangen, mir Konzepte für Entspannungskurse und anderes zu entwickeln. Das hat mich sehr bestärkt, meinen eingeschlagenen Weg stetig und mutig weiterzugehen.

    Gerade habe ich wieder eine Trennung (er fuhr zweigleisig) hinter mir und die Leidenzeit ist mehr in der noch währenden Beziehung zu dem Mann gewesen, als jetzt. Jetzt, wo ich für mich beschlossen habe, mit ihm nicht zu telefonieren und zur Ruhe zu kommen, geht es mir langsam besser.
    Es gibt immer noch Tage, wo ich an ihn denke oder auch andere Beziehungen davor.

    In diesen Fällen sind die Telefonate mit meinen Freundinnen, wovon ich zwei der liebsten und aufrichgsten hier in der Bri com im Trennungsforum kennenlernte, absolut bedeutungsvoll.
    Wir hören zu, hegen Verständnis und sind mitfühlend - nicht mitleidig. Wir sind füreinander da und all dies beruht auf Gegenseitigkeit. Das Lachen, das Weinen, die Wut auf die Männer, die Trauer zu teilen.

    Was mir auch immer sehr gut tut, ist aus meinen Entspannungsprogrammen bzw. Übungen zur Stärkung des Selbstwertgefühls und auch zum Loslassen der Vergangenheit (z.B. Kindheit) etwas für mich zu tun.
    Nicht alles kann ich direkt umsetzen, doch es bleibt immer was hängen und davon von Zeit zu Zeit mehr.

    Spaziergänge in der Natur erlebe ich sehr bereichernd. Vögel beim Singen zu hören, dem Wind zu lauschen, das Blühen der Pflanzen wahrzunehmen und den Geruch einzuatmen.

    Fast einmal richtig ausgelassen zu flotter Musik zu tanzen, einfach so, wie ich Laune und Muße habe.
    Gerne genieße ich auch, wenn es geht, eine Klangschalenmassage oder eine ayurvedische Massage, da hierbei viel auf der inneren Ebene bewegt wird.

    Eine gute Meditations CD zu hören. Aber auch mal - wenn es sein muss - Dampf abzulassen und wenn es nicht anders geht, mir eine Person zu visualisieren und ein Kissen muss dann herhalten.

    Früher habe ich in Phasen, in welchen es mir schlecht ging, nur die Kosmetikerin und den Friseur sowie meine Lieblingsboutique aufgesucht. Hinterher war ich wesentlich ärmer an Geld und mein Herz Schmerz war genauso da.
    Daher ist meine Meinung Heute: es ist absolut ok und berechtigt, sich auch in dieser Form Gutes zu tun, doch nie ausschließlich. Es befriedigt nur die äußerliche Ebene.


    Klarstellen möchte ich abschließend, hier keine Werbung für irgendwas zu machen, sondern einfach nur MEINE Wege aufzuzeigen.
    Uns selber anzunehmen, so, wie wir sind, das ist die Wurzel der Liebe.
    Von Anderen angenommen zu werden, so, wie wir sind,
    das ist die Blüte der Liebe.



  3. Inaktiver User

    AW: Das Leben nach der Trennung

    Wenn man sich dessen bewusst ist, dass der Schmerz bei den meisten Trennungen nicht die Trennung als solche, sondern verletzter Stolz, Machtverlust, Selbsterkenntnis über die eigene (eingebildete) Unzulänglichkeit oder darüber, dass man Zeichen übersehen hat, usw. sind, was den Schmerz verursacht, dann ist man schon ein ganzes Stück weiter. Der Schmerz einer Trennung ist auch dann besonders gross, wenn das eigene Leben vernachlässigt wurde, keine eigenen Aktivitäten bestehen, Freundschaften vertrockneten, weil neben der Leere an der Seite auch noch - wie beim Umzug in eine andere, unbekannte Stadt - die sachlichen und emotionalen Krücken, die wir ab und zu brauchen (können, wenn wir wollen), uns nicht auffangen, sondern wir hier auch noch auf Ödland ein neues Zuhause zu bauen haben.
    Und das ist nicht nur so bei einer Trennung, sondern auch beim Tod des Partners.
    Wie weiterleben? Es durchleben, sich seine Zeit nehmen und darauf hoffen und daran arbeiten, dass die Zukunft nicht als "Restzeit" angesehen wird, sondern als ein Weg zu neuen -schönen wie hässlichen - Erlebnissen und Gedanken, die man ohne den "Abgang" nie so hätte erleben dürfen.

    Und daran arbeiten, dass der gleiche Fehler nicht noch einmal begangen wird, denn ich stelle hier bei vielen Postings fest, dass wie in der Literatur beschrieben immer wieder die gleichen die gleichen hässlichen Trennungen aus den gleichen Gründen wie die vorherigen erleben - und es nicht erkennen. Manchmal nicht einmal aus Dummheit, sondern weil sie ihr Gehirn bei einer neuen Bekanntschaft abschalten.


  4. Registriert seit
    29.10.2006
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    4

    AW: Das Leben nach der Trennung

    Ganz toller Beitrag, der mich sehr bewegt hat und mir teilweise aus der Seele gesprochen hat.

    Ich bin nicht alleine mit diesen Hürden und diesen Veränderungen.

    Danke

  5. Avatar von purzelinchen
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    25

    Stirnrunzeln AW: Das Leben nach der Trennung

    Ich bin 45 und vor 3 Wochen plötzlich und unerwartet von meinem Lebensgefährten verlassen worden. Er hat sich in seine 20 jährige Kollegin sosehr und so plötzlich verliebt - er konnte, wie er sagt, sich nicht mehr gegen seine Gefühle wehren. Und bevor er mir lange was vormacht, wollte er gleich für klare Verhältnisse sorgen. Es tat ihm furchtbar leid. Er sagt, dass es nicht an mir liegt, ich nichts falsch gemacht habe. Aber er will mir keinerlei Hoffnungen machen und mich in irgeneiner weise hinhalten.
    Ich kann es immer noch nicht wahrhaben und glaube jeden Tag, dass es nur ein Irrtum sein kann und dass er zurückkommt.
    Einigen engen Freunden und Familienmitglieder habe ich schon in den ersten Tagen die Ohren vollgeheult - und jeder war geschockt. Aber alle sagen sie mir, dass er sofort aus meinem Blickfeld verschwinden muss. Am letzten Mittwoch (1.11.06) hatte ich ihn dann gebeten sich was anderes zum Übernachten zu suchen, obwohl es mir das Herz zerissen hat. Jetzt schläft er erst mal bei seinem Bruder.
    Seit 3 Wochen bin ich fast nur noch am heulen und es wird und wird nicht besser. Heute war der erste Sonntag wo ich ganz alleine zu Hause war. Eigentlich habe ich keinen Grund zum Aufstehen gesehen. Heute ist es besonders schlimm. Ich kann und will mich auch nicht immer wieder den anderen aufdrängen. Ich war den ganzen Tag allein und komm aus der Heulerei einfachnicht mehr raus. Auch der empfohlene Sport hat mir nicht geholfen.
    Einen Freund mit dem ich gerne einen gemütlichen DVD Nachmittag verbracht hätte, war schon mit meinem (EX-)Freund verabredet.
    Mein Job strengt mich momentan so an, dass ich mich nur von Tag zu Tag hangeln kann. Wenn ich den Arbeitstag dann geschafft habe, traue ich mich gar nicht nach Hause in eine leere Wohnung. Kinder (außer 2 Katzen) sind nicht da.

    Tja, - so sieht mein Leben derzeit aus, nach der Trennung!
    Und ich wünsche mir nichts sehnlicher als, dass ER zu mir zurückkommt. Ich habe einen Riesenhorror vor der ganzen Weihnachtszeit, wo wir unsere liegewonnenen Rituale hatten. Und Silvester - nicht auszudenken!
    Momentan bin ich einfach nur verzweifelt und unglücklich und weiß nicht wie ich weiterleben soll.
    Über Rat und Trost in diesem Forum wär ich dankbar! Noch scheue ich mich davor, mich in eine Therapie zu begeben.
    Liebe Grüße


  6. Registriert seit
    01.11.2006
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    8

    AW: Das Leben nach der Trennung

    Liebe Frauen (und Männer?),
    ich meine die Überschrift wirklich so: ich möchte Mut geben und empfangen.
    Meine Situation ist die: Im August war Schluß nach 13 Jahren. Es kam nicht ganz aus heiterem Himmel, aber ich wollte nicht diejenige welche sein… Als er dann Nägel mit Köpfen machte, fing meine große Heulerei an. Kopf sagte Hüh, meine geplagte Seele Hott.
    Die Partnerschaft war "einfach" zu Ende, das sahen wir beide so. Aber ich möchte nicht auf das viele Schöne, das es ja noch gab, verzichten. Dieses Vertraute...
    Wir trennten uns im Guten, also kein Extrastreß. Und er wollte / will (?) für mich da sein. Wir trafen uns noch ein paar Mal, redeten über uns, und ich heulte jedes Mal ohne Ende. So ging es mir auch beim Mailen, Telefonieren, Simsen. Und mein Kopf entschied vor 2 ½ Wochen, dass ich ihn in Ruhe lassen MUSS, auch mir zuliebe. Ich zwinge mich, möglichst nicht an ihn zu denken, eben nicht die Fotos im Rechner anzugucken, eben möglichst nicht die alten, vertrauten Wege zu gehen. (und schon heule ich wieder) An manch einem Tag denke ich, dass es doch schon einigermaßen geht. Aber wehe, irgendwas kratzt an meiner dünnen Haut…
    Es war eine besondere Partnerschaft (welche ist das nicht!), zumal er wesentlich jünger war / ist, ich bin 54. Und mein Alter macht mir nicht gerade Mut. Weil ich Angst habe vor der Einsamkeit, vorm Altwerden und so.
    Ich hab Hobbys, Freundinnen, keine Arbeit.
    Ich hoffe auf Gedankenaustausch mit Euch, auf Eure Erfahrungen, natürlich auch auf Spaß. Gibt es denn hier auch „Betroffene“ so ungefähr in meinem Alter?
    Ich guck hier sicher mehrmals täglich rein…
    Lieben Gruß
    Jule

  7. Avatar von purzelinchen
    Registriert seit
    05.11.2006
    Beiträge
    25

    AW: Das Leben nach der Trennung

    hallo julemensch,
    ich kann es soo gut nachempfinden mit Deinen Tränen. Ist bei mir ja auch noch ganz frisch. Es laufen auch bei mir ständig die Tränen. Mein Freund war auch 7 J. jünger als ich - was allerdings nie eine Rolle spielte. Und auch ich dachte immer WIR sind was ganz besonderes. Ich habe einige wenige Freunde, und jeder sagt, dass ich immer und jederzeit kommen kann wenn ich mich schlecht fühle. Aber ich glaube ich werde immer nur noch todunglücklich sein - und ständig völlig verheult. Habe Angst , dass ich die Freunde bald nerve.
    Bei der Arbeit im Büro muss ich mich über alle Maßen anstrengen um nicht immer wieder in Tränen auszubrechen. Einige enge Kollegen wissen auch Bescheid und sind sehr verständnisvoll. Aber als sich heute einer danach erkundigte wie es mir geht, habe ich sofort wieder angefangen zu heulen. Ich weiß einfach nicht wie es weitergehen soll. Es bessert sich überhaupt nicht. Immer glaube ich, dass er doch noch zurückkommt. Heute kam eine Mail von ihm - aber er wollte nur fragen ob er mein altes Sofa haben kann, damit er sich nichts Neues kaufen muss. Und hat sich erkundigt ob ich das WE einigermaßen überstanden habe. Am liebsten würde ich ihn auf Knien anflehen wieder zurückzukommen. Aber das geht natürlich nicht und würde ja auch nicht helfen.
    Leider kann ich Dir jetzt keinen Trost spenden. Ich bin höchstens eine Leidensgenossin. Warum tun Männer einem sowas nur an?? Und sagen dann noch wie leid es ihnen tut. Er kann ja mit seiner 20jährigen Freundin jetzt glücklich sein, wo er mich jetzt erst mal abgeschoben hat... Ich bin so enttäuscht, so unglücklich und weiß gar nicht wie ich weiterleben soll. Jeder sagt es geht vorbei! aber wann denn? Ich kann doch jetzt nicht immer nur noch rumheulen...
    Liebe Grüße
    purzelinchen


  8. Registriert seit
    06.01.2006
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    21

    AW: Das Leben nach der Trennung

    Auch ich bin seit einem halben Jahr getrennt - nach 32jähriger Beziehung, die durchgängig eher schwierig als entspannt war. Dennoch hatte ich immer das Gefühl, es zu schaffen und die Beziehung erhalten zu können. Die Trennung ging von meinem Mann aus, ich reagierte gleichzeitig mit Erleichterung und mit Trauer. Es ist wirklich schwer, sich ein neues Leben aufzubauen, wenn man eine so lange Zeit, mehr als die Hälfte seines Lebens, mit einem Partner verbracht hat. Soviele Erinnerungen und Berührungspunkte. Es fühlt sich an wie ein Stoffgeflecht, das mit Gewalt auseinander gerissen wird.
    Mein Ex-Mann (das geht mir immer noch nicht gut von den Lippen..) ist nach kurzer Zeit schon bei seiner neuen Beziehung eingezogen (die sich im Hintergrund bereit gehalten hatte), ich versuche mein altes Leben weiterzuleben. Nichts hat sich geändert: ich wohne in der alten Umgebung, gehe zu meiner Arbeitsstelle, kaufe wie gewohnt ein, treffe mich mit Nachbarn und Freunden etc. - nur innerlich ist alles verändert. Was hilft? Viele Gespräche, Therapie, Abstand, Sport, sich Gutes gönnen, Ratgeber lesen, Tagebuch schreiben, kochen, sich verwöhnen, sich in die Arbeit stürzen.
    Mir geht es besser als in den Monaten, die der Trennung vorausgingen, in denen ich wirklich sehr verzweifelt war und zudem zeitlich parallel eine schwierige Prüfung machen musste. Wenn ich Sehnsucht nach dem Ex bekomme, lese ich mir meine Tagebücher aus der Vor-Trennungszeit durch und weiß dann wieder, dass es eine gute Entscheidung war. Keiner mehr da, der versucht, mich klein zu kriegen, kein Machtkampf mehr, kein Stress.
    Auch das Lesen der Beiträge der BriCom hat mir sehr geholfen und hilft mir immer noch. Es tut gut zu sehen, dass so Vieles bei anderen ganz genauso ist (wie ja auch in dem Artikel von Oskar Holzberg deutlich wird). Aber ich muss wohl damit leben, dass dieser schmerzhafte Trennungsprozess seine Zeit braucht.


  9. Registriert seit
    06.01.2006
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    21

    AW: Das Leben nach der Trennung

    ...und Fortsetzung: ich gehe jetzt zufrieden ins Bett, kann solange lesen, wie ich will, ohne Grundsatzdiskussionen über sexuelle Aktivität im allgemeinen und im besonderen.
    Mädels, Kopf hoch: die neue Haut kann sich sehr gut anfühlen!


  10. Registriert seit
    01.11.2006
    Beiträge
    8

    AW: Das Leben nach der Trennung

    Liebe Purzeline,
    wir sind ja ein ein paar Heulsusen. Aber da ich einige Wochen Vorsprung habe, kann ich Dir sagen, daß es besser wird. Zum Teil auch ganz von allein, einfach weil die Zeit vergeht. Das hätte ich noch vor 2 Wochen so auch nicht gedacht. Und wir verarbeiten ja "nebenbei" auch. Bei mir drehen sich die Gedanken nicht mehr nur um das Warum, sondern ich denke kritisch an das, was bei uns nicht so top war. Das ist gar nicht so einfach. Denn einerseits gehört selbstkritisches Analysieren dazu und andererseits fällt es mir noch sehr schwer, mir das viele, das mich im letzten halben Jahr an ihm (uns?) gestört hat, ins Gedächtnis zu rufen. Ich war ja auch nicht immer rundum glücklich. 12 Jahre hatten wir eine enge, tiefe, intensive Beziehung - mit x Problemen, aber das Grundgefühl war immer Liebe. Und seit der Trennung seh ich besonders das Schöne, das mir jetzt fehlt. Im letzten halben Jahr, als es spürbar bergab ging, sprach keiner von Trennung. Ich wollte sie nicht, aus Angst. Hab mich aber schon verstärkt auf eigene Beine gestellt, wohl oder übel, weil vieles zusammen nicht mehr angesagt war. Ach usw....
    Und Dein Fall ist der "Klassische" - Mann sucht sich ne Jüngere, weil er hach so verliebt ist. Vielleicht hat er gar nicht gesucht, sondern es ist halt passiert? Jedenfalls war er bereit dazu, weil etwas/einiges nicht stimmte in Euer Beziehung und er/Ihr das nicht ausräumen konntet. Ich finds jedenfalls nicht fair, daß einer einfach nen Schnitt macht und der andere kann sehn, wie er mit dieser Amputation leben kann.
    Willst Du wirklich, daß er zurück kommt??
    Ich denke, wir müssen neue Dinge finden, die von Erinnerungen unbelastet sind. Neue Hobbys ausprobieren, ungewohnte Veranstaltungen besuchen, eigene Rituale entwickeln - und immer sollten WIR im Mittelpunkt stehen. Wir müssen uns jetzt einfach gaanz viel Gutes tun.
    Und trotzdem wird es noch eine ganze Weile wehtun, damit müssen wir leben.

    Liebe Wendezeit,
    ich kann jeden Deiner Sätze nachvollziehen und sehe viele Parallelen. Du packst das so toll! Ja, sicher haste nicht immer das Gefühl, daß Du es wirklich packst und bist wohl auch noch nicht wieder rundum glücklich. Aber Du siehst auch, was jetzt alles besser ist als vorher. Und genießt es.
    In einem Ratgeber las ich, daß es nach einer Trennung sehr wichtig ist, erstmal mit sich alleine glücklich zu werden, sich nicht in eine andere Beziehung zu stürzen, die einen glücklich machen soll. Noch kann ich mir nicht vorstellen, im Alleinsein das Glück zu finden - ein wichtiger Part fehlt doch?! Ich will's versuchen (notgedrungenermaßen), allein mein Glück zu machen. Und dann offen zu sein für einen Neuen (den Gedanken sollte ich mir aber eigentlich abschminken...) Suchst Du wieder einen Partner oder träumst wenigstens davon?
    Auch Dein Nachtrag von 21.41 - gefällt mir, muß lächeln.

    Seid beide lieb gegrüßt.
    Gute Nahacht!!
    Jule

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