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  1. Avatar von schafwolle
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    AW: Mutter kurz vorm Burnout :-(

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ich fand hier die Abwertungen der unbekannten Person auch krass.
    Na ja, jeder darf mal jammern, sich schlecht fühlen - und diese Befindlichkeit
    der besten Freundin auch zumuten.

    Aber für die hier geschilderte Dauerschleife des ewig gleichen Problems hält
    sich mein Verständnis in Grenzen. So merkbefreit kann doch kein Mensch sein,
    nicht zu wissen, dass man auch der geduldigsten Zuhörerin gewaltig auf die
    Nerven geht.

    Es handelt sich schließlich nicht um ein unlösbares Problem.
    Und wenn der Partner all das hautnah mitbekommt, dann verstehe ich es
    erst recht nicht, dass er nicht dazu beiträgt, Abhilfe zu schaffen.

    Zudem der bevorstehende Burnout lediglich eine Eigendiagnose ist.

  2. Avatar von Sneek
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    AW: Mutter kurz vorm Burnout :-(

    Es kann auch sein, dass sie sich einfach zwischendurch ein bisschen ausk*tzt und danach wieder beschwingt in den Alltag startet.

  3. gesperrt
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    AW: Mutter kurz vorm Burnout :-(

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Es kann auch sein, dass sie sich einfach zwischendurch ein bisschen ausk*tzt und danach wieder beschwingt in den Alltag startet.

    Wenn ich mal von mir ausgehe, ich bin ein zufriedener und glücklicher Mensch manchmal (sehr selten) kotzt mich aber auch alles an. Da hilft es schon wenn man sich mal auskotzen kann und dazu eine Freundin wie Butterfly hat.


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    AW: Mutter kurz vorm Burnout :-(

    Ich denke, dass du als Freundin nicht wirklich helfen kannt, höchstens (was schon viel sein kann) zuhören. Vielleicht spielt hier die Tatsache, dass du selbst keine Kinder hast, sogar positiv mit hinein, da du nicht vergleichst und es bei dir nicht zu Frust oder Aggression kommt, weil du dir denkst "Hey, ich habe x Kinder und muss täglich x,y und z stemmen und schaffe das auch". Das macht dich vielleicht sogar besser geeignet als Freundin in dieser Situation, weil du unbelasteter an ihre Problematik herangehen kannst.
    Ich musste auch schon Kontakte mit Frauen wenn nicht abbrechen, so doch enorm auf Sparflamme setzen, die eigentlich sehr privilegiert leben (kein Zwang zur Berufstätigkeit, Zeit, Hilfe, Urlaube, finanziell gut gepolstert-wie hier schon an anderer Stelle beschrieben) , die mit den -in meinen Augen- wenigen Herausforderungen, die das Muttersein an sie gestellt hat, absolut nicht klarkamen und die nur aus Jammern und Beschweren bestanden. Da musste ich den Stecker ziehen, da kann vielleicht eine Freundin, die weniger Vergleiche anstellen kann und sich weniger getriggert fühlt, hilfreicher sein.
    Zu professioneller Hilfe würde ich definitv auch raten, erstens, weil sich hinter dem (selbst-diagnostizierten? Ich habe da vielleicht etwas überlesen) Burn-Out auch eine Depression verstecken kann. Und zweitens, weil du eben doch Freundin und keine Therapeutin bist und die Rolle als "seelischer Mülleimer" für niemanden gesund ist, auch wenn man -temporär- bereit sein mag, diese zu spielen.

  5. Avatar von Historia02
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    AW: Mutter kurz vorm Burnout :-(

    Hallo Butterfly,

    der Strang ist zwar schon ein paar Tage älter, aber ich dachte, ich gebe auch noch meinen Senf dazu.

    Kennst du denn das Kind? Hat er Schwierigkeiten irgendwelcher Art (motorisch, emotional)?

    Als mein Sohn in die erste Klasse kam, war das sehr schwierig für die ganze Familie. Plötzlich wurde er auf dem Schulhof gemobbt (1 Aufsicht auf 300 Kinder kann nicht überall sein), die ganze Klasse musste sich erst zusammenfinden, plötzlich gab es Hausaufgaben (die er aber noch nicht aufschreiben konnte, er hat dann ein Häuschen hingemalt, in der Eltern-WhatsApp-Gruppe war jeden Nachmittag die Hölle los, was denn überhaupt zu erledigen sei), er hatte neue Freunde (und alte Freunde gingen plötzlich auf eine andere Schule), kurzum: Es war eine sehr intensive Zeit, in der plötzlich alles ganz anders war und wir uns als Familie neu organisieren mussten, um nicht abends im Bett von Ansagen wie "Ich habe aber noch Hausaufgaben auf" oder "Ach, nächste Woche machen wir einen Ausflug, da ist irgendwo ein Zettel, ich muss morgen 20 Euro in einem Umschlag abgeben" oder "Ich brauche übrigens bis morgen ein Heft mit der Lineatur XY" überrascht zu werden.

    Du hast geschrieben, dass deine Freundin vormittags Besorgungen macht. Da das Kind nicht in der Betreuung ist, vermute ich, dass sie täglich frisch kocht?

    Heutzutage wird von allen Seiten ein sehr großer Druck auf Mütter aufgebaut (so empfinde ich es jedenfalls). Gleichaltrige Freunde meines Sohnes sagten sinngemäß zu mir: "Meine Mama sagt, ich muss immer meine Hausaufgaben machen und fleißig lernen, damit ich später viel Geld verdiene und ein eigenes Haus habe." Mir wurde von unserem Kinderarzt in einem sehr merkwürdigen Gespräch verklickert, dass der "Run auf Harvard" schon in der 1. Klasse beginnt.

    Ich lese heraus, dass deine Freundin nur dieses eine Kind hat. Wahrscheinlich spürt sie einen großen Druck, alles "richtig machen zu wollen". Immerhin hat sie sogar ihren Job gekündigt, um ihrem Kind einen guten Start in die Schule zu ermöglichen.

    Und die Zeit ohne Kind ist in der 1. Klasse wirklich begrenzt. Mein Sohn hatte in der 1. Klasse insgesamt 4 Schulstunden am Vormittag, war also knapp 3,5 Stunden in der Schule. Wenn ich in der Zeit noch Besorgungen gemacht und gekocht hätte, wäre das schon sehr knapp geworden. Da wäre wirklich nicht mehr viel Zeit für mich übrig geblieben.

    Weißt du denn, ob das Kind Freunde hat? Mein Sohn ist jetzt in der 3. Klasse und verabredet sich nachmittags selbständig mit seinen Freunden. Wenn das Kind deiner Freundin nicht irgendwelche Probleme hat oder sie übermäßig Angst um ihn hat und ihm das verbietet (das Loslassen ist nämlich auch nicht so einfach), dann wird das sicherlich auch bald losgehen.

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