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  1. Registriert seit
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    Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Hallo in die Runde!

    Hat jemand Erfahrung zu diesem Thema?
    Meine Tochter hat in den letzten Monaten abgenommen, schätze etwa 4 Kilo, was viel ist, da sie vorher auch sehr schlank war. Sie hatte mit einer Freundin verschiedene Ernährungsformen ausprobiert. Ich hielt das für Teenager-Spielereien. Dass sie dabei so abgenommen hat, ist mir erst vor etwa 2 Wochen bewusst geworden, als sie 1 Woche krank war und fast nichts gegessen hat. Man sieht sein Kind ja nicht mehr oft nackig, aber da bin ich richtig erschrocken und habe Angst bekommen.
    Theoretisch isst sie jetzt alles, nur kein Fleisch. Das finde ich ok. Sie isst aber insgesamt viel weniger als früher. Meist 3 Mahlzeiten am Tag, aber kaum etwas zwischendurch, evtl abends mal ein Eis. Immer wieder sagt sie, sie fühlt sich schon voll, wenn ich sie bitte, etwas mehr zu essen.
    Wir kaufen zusammen ein und kochen gemeinsam, machen einen großen Aufwand und die Maus isst dann doch nicht viel.
    Es gibt auf jeden Fall Anzeichen für eine Essstörung und ich habe das Thema angesprochen, es endete in einem Streit mit Tränen auf beiden Seiten. Ich habe voll Zuviel mit dem Thema genervt, einfach, weil ich mir Sorgen mache.
    Wir haben ausgemacht, das Thema erst mal ruhen zu lassen und normal weiter zu machen.
    Ich weiß, dass ich mit ihr zum Arzt müsste, aber sie will natürlich nicht. Wenn ich sie zwinge, habe ich Angst
    , dass ich ihr Vertrauen verliere. Ich müsste irgendein Vorwand finden, zum Kinderarzt zu gehen. Ich könnte vorher die Ärztin einweihen und Sie bitten, von sich aus, das Thema anzusprechen. Beim letzten Besuch vor 3 Wochen ( da war sie ja auch schon so dünn, hat der Vertretungsarzt nichts gesagt, obwohl er sie gewogen hat !?)

    Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich denke, den Anfang der Störung verpasst zu haben. Mit Druck komme ich natürlich auch nicht weiter.

    Hat jemand hier Erfahrung mit dem Thema?

    Freue mich über Tips!


    LG Susanne


  2. Registriert seit
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Ist sie überhaupt wirklich "zu" dünn?


    Ahm - ganz andere Idee: Ich hatte eine Mitschülerin die etwa in dem Alter gefühlt täglich wegen Übelkeit nach Hause ging , sie war auch immer sehr schlank. Bei ihr stellte sich dann heraus, dass sie eine nicht erkannte Diabetes hatte.


    Es kann also auch was Organisches sein.

  3. Avatar von jofi2
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ist sie überhaupt wirklich "zu" dünn?.
    Die Frage stelle ich mir auch.
    Und dass sie nichts zwischendurch isst galt in meiner Familie als erwünschtes Verhalten und keineswegs als besorgniserregend.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)


  4. Registriert seit
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Auch meine Frage : Ist sie objektiv zu dünn (Grösse/Gewicht)?

    Ich war als Teenager auch sehr dünn, rechnerisch an der Grenze zum Untergewicht, aber ohne eine Eßstorung. Das ständige "Warum isst du nichts?" hat mich fast wahnsinnig gemacht.

  5. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Zitat Zitat von Sannchen66 Beitrag anzeigen
    Ich müsste irgendein Vorwand finden, zum Kinderarzt zu gehen. Ich könnte vorher die Ärztin einweihen und Sie bitten, von sich aus, das Thema anzusprechen. Beim letzten Besuch vor 3 Wochen ( da war sie ja auch schon so dünn, hat der Vertretungsarzt nichts gesagt, obwohl er sie gewogen hat !?)I
    Mit dem was ich heute weiß, würde ich das an deiner Stelle unbedingt tun. Und wenn der Kinderarzt das Gewicht für bedenklich hält, besprich dich mit ihm wie es weiter geht.
    Ich habe das aus Unkenntnis leider bei meiner Tochter verpasst bzw. hatten Ärzte damals so gut wie keinen Draht
    zu Essstörungen.
    Aber vielleicht machst du dir auch unnötig Sorgen und es ist alles ok.
    Klar wäre ich gerne die, die vor dem Frühstück Yoga macht oder joggt.
    Ich bin aber die, die halb bewußtlos Kaffee macht und atmet.

  6. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Abnehmen, wenn sie sowieso schon dünn ist, ist aber doch auffallend.


  7. Registriert seit
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Eine Schwester von mir war magersüchtig, das war anstrengend! Ich glaube, es war eine Rebellion gegen unsere Mutter. Sie ass fast gar nichts mehr und wurde sehr sehr dünn.

    Sie ass mal ganz selten was, wenn wir unterwegs waren (mit mir hatte sie ja kein Problem). Ich habe mir dann immer mal wieder einen Snack gegönnt und sie gefragt, ob sie auch so etwas will und etwa zur Hälfte der Zeit hat sie was gegessen, die andere nicht.

    Ich hab damals ziemlich zugenommen!

    Also, das Thema Essen so wenig wie möglich zu kommentieren war bei mir ein Weg, sie zum Essen zu bringen. Auch wenn es nur ein Keks oder ein Eis war. Aber, es war ein Anfang.

    Man kocht vielleicht und tut jedem etwas auf den Teller aber OHNE Kommentar und man drängt nicht und kommentiert auch nicht, wenn nichts gegessen wurde. Einfach eine Weile den Druck raus nehmen.

    Es gibt noch einen Trick: ich kannte ein paar magersüchtige, die mochten nur Kaffee und etwas süsses. Dann habe ich versucht, möglichst etwas süsses mit etwas Eiweiss oder Vitaminen im Haus zu haben. Quarkschnitten, Obstkuchen usw.

    Zum Arzt und zu einer Therapeutin kann man dann immer noch machen, wenn es andauert. Gerade mit 14 wollen Mädchen oft nicht erwachsen werden. Sie werden schon auf der Strasse angemacht und wollen eigentlich noch eine Weile Kind bleiben. Ich hatte auch so eine Phase. Aber, der Körper wehrt sich oft selber dagegen und man bekommt Hunger. Indem man zunimmt bekommt man halt auch Brüste, seine Tage usw. Ich hätte das auch noch gerne etwas verschoben.

    Etwas ganz seltsames, was ich von einer Tochter einer Freundin gehört habe: die Tochter will sehr schlank bleiben, weil sie ihre Tage herauszögern will um damit grösser zu werden. Könnte es sein, dass so ein Gerücht bei ihren Freundinnen die Runde macht?


  8. Registriert seit
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Nochmal - ob sie wirklich besorgniserregend dünn ist oder nur so wirkt wissen wir nicht. Wenn sie der Typ "lange Arme, lange Beine" ist und sich der Babyspeck jetzt verliert (das passt zum Alter) ist die Veränderung optisch immens.

    Ich würde allerdings einer 14 jährigen keine Portion "wortlos auf den Teller füllen". Wenn sie nur wenig isst, dann wird das auch nichts ändern.


  9. Registriert seit
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Toll, dass so viele antworten!
    Meine Tochter hatte früher immer etwas Babyspeck und dann mit 12/13 einen Schub bekommen, wurde größer und schlanker. Das war super. Nun ist sie wirklich sehr dünn, man sieht die Rippen, Wirbelsäule etc. sie ist nicht mehr gewachsen. Dann wäre das eher zu erklären.
    Diese Theorie „ die Periode rauszögern „ könnte interessant sein. Versuche mal, etwas herauszubekommen. Tatsache ist, dass sie ihre „Dünnheit“ ok findet. Sie zeigt mir stolz ihren Bauch und sagt, sie hätte zugenommen , obwohl da nur eine Hautfalte ist!
    Das Organische will ich auch abklären lassen, ganz klar! Nur da wir das Thema jetzt haben, will sie nicht zum Arzt, und ich will sie nicht hinzerren müssen....
    Wir sind alle schlank, meine großen Söhne sind auch dünn, aber die hauen immer rein..,
    Ich habe kein Problem mit dünnen Kindern, aber sie hat ja bis vor ein paar Monaten normal gegessen und war dabei prima schlank. Ich weiß einfach nicht, was der Auslöser war. Sie sagt selbst, dass sie immer weniger -vor allem weniger Kohlenhydrate- gegessen hat und es selbst gar nicht so gemerkt hat. Ich kann schon mit ihr reden und sie sieht auch ein, dass das nicht richtig war. Sie bemüht sich schon, mehr zu essen , aber es klappt nicht, weil sie nach kleiner Portion schon schnell satt ist. Ihr Magen hat sich vermutlich an die Mini-Portionen gewöhnt.
    Und ich denke, dass sie in Wahrheit auch gar nicht unbedingt zunehmen will. Es ist schwer zu sagen, ob sie die Einsicht wirklich hat oder mich damit nur beruhigen will.
    Zwei ihrer Klassenkameradinnen haben Essstörungen und sie erzählt mir offen davon, sieht ihr eigenes Problem aber nicht als solches an. Sie schaut sehr oft Essen- Videos, YouTube Filmchen über alle möglichen Speisen und Zubereitungen, erzählt mir, was sie alles davon gerne essen möchte. Im Supermarkt braucht sie oft seeeehr lange, um sich zu entscheiden, war früher auch anders.... OK, in der Pupertät tut sich einiges.... Bin auch nicht unerfahren, aber jetzt doch irgendwie....
    Ich denke auch, dieses „ jetzt iss doch was“ nicht weiterbringt. Allerdings bin ich auch nur ein Mensch und manchmal rutscht mir doch etwas raus. Habe mir fest vorgenommen, „normal“ zu bleiben. Werde aber versuchen, mit der Kinderärztin zunächst alleine einen Termin zu machen. Hoffentlich klappt das!
    Danke, dass ihr mir schreibt, das tut gut!
    Geändert von Sannchen66 (25.02.2019 um 11:16 Uhr)


  10. Registriert seit
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Beschäftigt sie sich denn sehr viel mit irgendwelchen extrem dünnen Bloggerinnen oder warum macht dir das solche Sorgen? Wenn ihr allesamt dünn seid, dann ist es ja nicht so ungewöhnlich?

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