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  1. Avatar von kuhliebe
    Registriert seit
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Oh waia! Ich bin in dem Thema drin. Zwei Kinder im Bekanntenkreis. Ich bin einmal der Kummerkasten für die Mutter. Und einmal fürs Kind.

    Ich kann dir nur einen eines sagen. Nerv nicht. Du kannst nicht mit ihr reden. Sie blockt das egal ob du recht hast oder nicht.
    In dem Alter ist es sowieso schwer ranzukommen.

    Weihe den Arzt ein. Den der sie kennt. Lass ihn mit ihr alleine reden.
    Such dir eine Selbsthilfegruppe und tausch dich aus.
    Dann besprich alles mit dem Arzt.
    Ich kann dir auch in D den Schön-Klinik empfehlen.
    Mach dich dort schlau. Je nach Bundesland.
    Sie kümmern sich um.Jugendliche mit Essstörungen. Es wird auch von dort aus mit anderen Einrichtungen kooperiert.

    Wenn du mehr wissen willst schreib PN.


  2. Registriert seit
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Hallo,

    ich finde das Ganze auf jeden Fall besorgniserregend, denn die Gedanken Deiner Tochter scheinen ja sehr wohl um`s Essen zu kreisen (phantasiert was sie gerne essen würde, hält sich ewig im Supermarkt auf, der Bauch sei ja soo viel dicker geworden)

    Und es gehört typischerweise zur Anorexie dass sich das Leben um`s Essen dreht und gleichzeitig wie man vermeidet es eben zu sich zu nehmen.

    Ich würde auch dazu raten professionelle Hilfe anzugehen bevor sich das Ganze verfestigt. Gleichzeitig ist wahrscheinlich DEINER Kontrolle über Deine Tochter nun der Kampf erklärt. Auch wenn sich Deine Tochter darüber garnicht bewusst ist.


  3. Registriert seit
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Ja, das nicht-Essen kommt oft davon, dass die Tochter nicht wie die Mutter werden will (sorry). Sie wollen nicht erwachsen werden, sie haben oft Angst vor Sexualität, sie wollen einfach wieder 12 sein und nicht 14.

    Je mehr die Mutter Druck macht, desto schlimmer wird es. Ich kenne eine Frau, die ist etwa 50 und die sieht aus wie ein Gerippe. Sie ist schon ihr ganzes Leben lang magersüchtig gewesen. Sie isst nur Schokoladenkuchen und Kaffee.

    Da müssen die Freunde auch einfach aufgeben und sie liebevoll behandeln. Wir reden einfach nicht darüber.

    Aber in dem Alter Deiner Tochter ist das so normal. Ich würde mal sagen, in meiner Schule waren etwa 10% magersüchtig oder auf dem Weg dahin. Aber, oh Wunder, es gehört zu den psychischen Krankheiten, die irgendwann mit 16 oder so weg gehen.

    Bei manchen nicht aber bei einem grossen Teil. Man hat sich mit der Veränderung abgefunden, die Freundinnen auch und man redet vielleicht noch über exteme Diäten aber man lässt es bleiben ausser man hungert auf die Ferien hin

    Dass man im Bikini gut aussieht.


  4. Registriert seit
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Ich würde das - aus eigener Erfahrung - erstmal im Auge behalten, aber nicht in Panik und wilden Aktionismus verfallen. Das Gewicht ist an der unteren Grenze, ich würde den Kinderarzt kontaktieren, wie er das einschätzt.
    Ich war nicht nur selbst bis Mitte der 40ger immer im Bereich Untergewicht /unterste Grenze Normalgewicht, eine meiner Töchter ist ähnlich gestrickt. Ich bin zigmal in die Schule bestellt worden und habe Atteste beibringen müssen, dass hier weder eine körperliche Ursache noch eine Eßstörung vorliegt. Das ging so weit, dass mir selbst ein übertriebener Schlankheitswahn unterstellt wurde.
    Tochter und ich haben eins gemeinsam - wir essen, bis wir satt sind. Soll dann auch nur noch ein Krümel mehr rein legt die gesamte Mahlzeit den Rückwärtsgang ein.
    So war es früher, so ist es heute.

    Mir wäre es daher wichtig, mit der Tochter im Gespräch zu bleiben. Warum isst ihr das Essen, die Zubereitungsweise so wichtig?

    Man wird sie nicht zum Essen zwingen können. Und niemand kennt so viele Taschenspielertricks wie eine Magersüchtige.

    Um zu vermeiden, dass es nur noch ums "Was ist sie? Wieviel isst sie?" geht würde ich versuchen, erstmal den Ball flach zu halten.

    Eine meiner Töchter ist klein und "knubbelig". Sie hat ein normales Gewicht, auch eher am unteren Ende, aber ihre Statur ist völlig anders als die ihrer sehr großen, mit sehr langen Beinen ausgestattete Schwester. Sie fand sich mit 13/14 zu dick, denn sie wollte un-be-dingt lange, dünne "Pommesbeine". Und bitte auch 1,78 groß, nicht so lächerliche 1,65.
    Da hat wirklich nur Geduld, immer wieder reden, reden... Und abwarten... geholfen. Es hat sich einfach verwachsen.


  5. Registriert seit
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    8

    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Danke für die vielen Einschätzungen! Ich habe heute mit der Kinderärztin einen Telefontermin ausgemacht. Das beruhigt mich schon mal ein wenig. Außerdem muss ich lockerer werden und darf keinen Druck aufbauen. Ist mir heute schon mal gut gelungen :) Ich denke auch, dass meine Tochter nicht komplett magersüchtig ist. Sie isst ja immerhin 3 mal am Tag.
    Ja, dieses extrem Gesunde hatte sie auch ganz stark ausgeprägt! Deshalb wollte sie auch keine Kohlenhydrate essen. Ich konnte ihr aber zum Glück glaubhaft machen, dass man zum Wachstum (sie will gerne noch größer werden) auch Kohlenhydrate braucht. Das hat sie schon mal kapiert. Aber sie hat einen Widerwillen gegen Fett ( wir essen nie fettig) und Zucker ( wir essen wenig Süßes) , der viel zu ausgeprägt ist. Aber sie hält ihr Gewicht und nimmt nicht weiter ab.
    Ich beobachte weiter und habe auch im erweiterten Bekanntenkreis eine Psychologin, die sich der Sache annehmen würde.
    Also 1000 Dank schon mal für die vielen Beiträge. Hat mir sehr geholfen. Hoffe, wir kriegen die Kurve.
    Gute Nacht :))


  6. Registriert seit
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Vielleicht lässt sie sich zu Schwarzbrot und anderen Vollkornprodukten überreden. Und wenn sie keine KH will, dann sollte sie gute Fette essen.

    Gibt's in eurer Gegend eine Kvhs, die Kochkurse für Teenager anbietet? Könnte etwas für sie sein - mitunter werden da seltsame Vorstellungen zurecht gerückt. Und verkehrt ist Kochen lernen ja nie.


  7. Registriert seit
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    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Das Gewicht liegt im Grenzbereich, das kann auch eine alters- und wachtumsbedingte Schwankung sein.

    Für den Fall, dass hier eine Essstörung im Aufkeimen wäre: NIE das Essen zum Thema machen!

    Hinter einer Essstörung liegen andere Probleme, die über diese Symptomatik ausagiert werden. Nahrung ist nur ein Symptom, nicht die Ursache.

    Aber auch die Übergänge zwischen Diäten/Nahrungsumstellungen und Essstörungen sind fließend.
    Mache Essen nicht zum Thema, denn damit verleihst du ggf. einer ungesunden Dynamik nur Vorschub.

    Sprich mit deiner Tochter über alles, was sie beschäftigt, was sie bewegt, sei für sie da, doch lasse die Themen Gewicht, Nahrungsaufnahme, Zubereitung,... wirklich ruhen.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.


  8. Registriert seit
    28.05.2006
    Beiträge
    8

    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Ja, Ruhe bewahren und reden ist das Wichtigste jetzt, denke ich. Mir ist klar, dass es neben den ganzen äußeren Einflüssen (Freundinnen, Internet, social media) auch andere Probleme z.B. familiärer Art eine Essstörung auslösen können. Und da habe ich auch eine Idee, was bei uns dazu beigetragen haben könnte. Zum Glück kann ich trotz pupertärer Differenzen gut mit meiner Tochter reden und wir verbringen viel Zeit miteinander.
    Ich hatte mich oben vertippt. Sie ist 1,56 m groß und der BMI beträgt 16,23.
    Meine Tochter kocht gut und gerne. Eine Kvhs gibt es hier, aber bei dem schulischen Programm plus Vereinssport ist ein weiterer Termin etwas schwierig.....
    Ich werde weiter an mir arbeiten und das Thema Essen ruhen lassen.
    Warte noch auf Gespräch mit der Kinderärztin, dann sehe ich weiter.

    Danke und Gute Nacht :-)


  9. Registriert seit
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    5.625

    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Meine Kinderärztin hat mit mir damals ganz lieb und vernünftig geredet. Nachdem meine Mutter einen Termin wegen meinem Gewicht gemacht hat.

    Da ging es mehr drum, was mich im Augenblick belastet. Es war mehr wie eine Therapie Stunde. Aber ich fand' es befreiend und ja, mein Essverhalten hat sich (etwas) entspannt.


  10. Registriert seit
    28.05.2006
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    8

    AW: Tochter 14 J. Essstörung, was tun?

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Meine Kinderärztin hat mit mir damals ganz lieb und vernünftig geredet. Nachdem meine Mutter einen Termin wegen meinem Gewicht gemacht hat.

    Da ging es mehr drum, was mich im Augenblick belastet. Es war mehr wie eine Therapie Stunde. Aber ich fand' es befreiend und ja, mein Essverhalten hat sich (etwas) entspannt.
    Darf ich fragen, wie alt du damals warst? Ich habe auch großes Vertrauen in die Kinderärztin. Meine Tochter möchte aber auf gar keinen Fall dorthin, sie kann sich wohl vorstellen, was passiert. Da ich auf gar keinen Fall ihr Vertrauen verlieren will, möchte ich sie nicht zwingen. Ihr geht es ja gut soweit.
    Hast du da noch einen Tip?
    Natürlich habe ich ihr erklärt, dass es Mangelerscheinungen geben kann und dass ich dies gerne untersuchen lassen möchte. Aber momentan will sie nichts davon hören....

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