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  1. Registriert seit
    20.05.2018
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    AW: Mütterpflege/Hebammenmangel

    @Nichtnurmami
    Die Kosten sind in Hamburg ähnlich. Ich wollte die Ausbildung in Gießen machen, obwohl ich aus Hamburg komme. Da wären dann nochmal soviel an Kosten für Unterbringung und Bahnkosten dazu gekommen. Deshalb mache ich es jetzt in Hamburg. Es wird ja auch in Berlin, Stuttgard, Rostock angeboten. Ich habe mit etlichen Mütterpflegerinnen gesprochen und alle sind mehr als ausgelastet. Doula wollte ich auch mal machen, aber da ist es tatsächlich so, dass es kaum angenommen wird, weil es hier Keiner kennt.

    @ereS
    Die Mütterpflegerin soll auf KEINEN Fall dies Hebamme ersetzen!
    Aber es wird eine Alternative sein, wenn man Keine findet. Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber hier rufen die Schwangeren 30-40 Hebammen an und finden trotzdem keine.
    Das sie von den Krankenkassen bezahlt werden, kann ich versichern. Auch wenn du eine Hebamme hast. Du wirst als Haushaltshilfe abgerechnet. Nur mit dem Bonus, dass eine Mütterpflegerin auf das Wochenbett geschult ist.


  2. Registriert seit
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    AW: Mütterpflege/Hebammenmangel

    Dass man nun das Problem der fehlenden Hebammen mit Mütterpflegerinnen lösen soll, sehe ich schon ziemlich skeptisch. Zumal sie eben nicht dasselbe sind. Wenn man gerne noch extra betüdelt werden will, kann man das ja in Anspruch nehmen, ebenso wie die Doula, aber eine Hebamme ersetzen ja beide nicht, wird ja auch betont. Also bleibt das Problem, wenn man keine Hebamme findet, daran ändert auch eine Mütterpflegerin nichts.

  3. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Mütterpflege/Hebammenmangel

    Wie ist das denn mit der Haftpflichtversicherung bei den Mütterpflegerinnen? Deren hohen Beiträge sind ja der Grund, warum so viele Hebammen freiberuflich aufhören.
    Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.
    Max Frisch




  4. Registriert seit
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    AW: Mütterpflege/Hebammenmangel

    Man kann eine ganz normale Berufshaftpflicht abschließen. Die liegen so ungefähr bei 120€ +- im Jahr. Also ein Witz gegenüber derer der Hebammen. Aber man stellt ja auch keine medizinischen Diagnosen, als Mütterpflegerin. Man lernt aber zb Wundheilung zu beobachten und im Falle von Problemen, rechtzeitig einzugreifen und eine Hebamme oder Arzt hinzu zu ziehen. Deshalb wäre es ja auch unsinnig den Beruf mit dem einer Hebamme zu vergleichen. Hebammen durchlaufen eine schwere Ausbildung und sind mittlerweile nur noch mit Abitur zur Ausbildung zugelassen.
    Hebammen bleiben aber max eine Stunde bei der Wöchnerin, falls man überhaupt eine findet. Mütterpflegerinnen kümmern sich mehrere Stunden, falls es erforderlich und gewünscht ist.

  5. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Mütterpflege/Hebammenmangel

    Da man hier nicht mal bei Zwillingsgeburten oder Chemotherapie eine Haushaltshilfe über die Krankenkasse bekommt - zumindest nicht ohne hochgradigen Schriftverkehr.

    Da bin ich gespannt ob das mit den Mütterpflegerinnen einfacher ist.
    Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.
    Max Frisch




  6. Registriert seit
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    AW: Mütterpflege/Hebammenmangel

    Also... ich weiß sicher, dass man für die Ausbildung zur Hebamme kein Abitur braucht. Mittlerer Bildungsabschluss reicht, bei Hauptschulabschluss muss eine Ausbildung im Pflegebereich gemacht werden, bevor die Schule die Bewerber annehmen darf.
    Problematisch ist es bei Minderjährigen während der Praxiseinsätze, da das Jugendarbeitsschutzgesetz den Aufenthalt bei einer Geburt verbietet- man muss dann hinter den Ausnahmegenehmigungen herrennen.

    Die meisten Abiturienten sind 18 oder werden es bald, da ist es einfacher.

    Aber das das Abitur zwingend erforderlich ist stimmt so nicht.

    Die von dir genannten Ausbildung ist lediglich eine "private Initiative", man hat keinen staatlich anerkannten Abschluss. Anders als bei der dreijährigen fundierten Haus und Familienpflegerin.
    Zudem zahlen auch die kulantesten Kassen max. 9,25 Euro in der Stunde für eine Haushaltshilfe- und nur die wird bezahlt. Nur wenn die Kasse selbst die Haushaltshilfe vermittelt werden höhere Sätze gezahlt- tun sie aber im Bereich Mutterpflegerin nicht.

    Im Emsland hat man einige Jahre lang einen Versuch mit dieser Ausbildung gemacht- in den Niederlanden mit der deutlich höheren Quote an Hausgeburten wird eine solche Hilfe problemlos und deutlich länger bezahlt.
    Hat aber nicht funktioniert.

    Daher- ist ein schöner Aufgabenbereich, allerdings nicht als kostendeckender Beruf geeignet. Jedenfalls noch nicht.

    Wer in diesem Bereich arbeiten möchte, wäre daher wohl besser beraten, entweder Hebamme zu werden und dann als Angestellte bei der Kommune als Familienhebamme zu arbeiten oder , wenn es eher in die hauswirtschaftliche Richtung geht, Hauswirtschafterin mit Zusatz Familienpflege ( Dorfhelferin ist eine alte Berufsbezeichnung) zu werden.

    Als Nebenjob oder Zuverdienst mag es ja gehen...

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