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  1. Avatar von Jedimeisterin
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    Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Liebe Forengemeinde,

    ich lebe seit über 20 Jahren auf dem Land, weil damals die Immobilienpreise am Rande der Stadt fast unbezahlbar machen. Wir haben uns eine Gegend ausgesucht, wo ÖNPV , Supermarkt, Postfilliale , zumindestens die Grundschule vor Ort sind. Unsere Kinder sind noch einigermaßen behütet aufgewachsen mit wenig Kriminalität. Wir haben zwar Busverkehr (für den Notfall geht das auch), sind schon aufs Auto angewiesen. Wir wohnten 20 km von der nächsten Großstadt weg

    Sehe ich Landleben aus Fluch? Nein eher weniger. Manchmal störten mich die langen Wege zu den Therapiepraxen, die mein autistischer Sohn besucht hatte. Da war ich schon mal einen Tag in der Woche mit Therapiezeit und Hin- und Rückweg 3 Stunden unterwegs, weil es vor dem Therapiezentrum kaum Parkplätze gab. Gut das Thema dorthin hat sich zum Glück erledigt.

    Mein großer Sohn ist zu Fuss alleine zur Grundschule gegangen. Gab hier leider auch viel Mama/Papa-Taxi, was ich bis heute eben nicht so richtig verstehen kann. Als mein Großer 15 geworden war, wurde Mofaführerschein gemacht, damit er besser von A nach B kam. Das betraf sowohl den Schulbesuch als auch den Ausbildungsplatz.

    Wie seht ihr das, Segen oder Fluch?

    LG Jedimeisterin

  2. Avatar von twix25
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    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Für die Brutaufzucht war es gut (s.o)

    Aber danach war ich froh, raus zu kommen .

    Ich möchte niemals wieder aufs Land

    Lieber (auch wenn teurer) im jetzigen Speckgürtel
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  3. Avatar von hexe-38
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    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Ich vermisse einiges, das geb ich zu. Vor allem leichten Zugang zu Kultur und/oder Feiern ohne Auto. Der ÖPNV hier ist einfach mies.

    Aber wohntechnisch möchte ich es nicht anders haben, ich genieße die Ruhe, die Natur. In der Stadt fühle ich ich nicht mehr wohl - ich bin jedesmal froh, wenn ich wieder raus kann, so gerne ich mal ne Städtereise mache.

    Und feiern ohne Auto/Konzerte etc. muss halt entweder mit Übernachtung im jeweiligen Ort oder mit Taxi abgehandelt werden, Die Kosten dafür spar ich locker über das, was ich günstiger wohne gg.
    Ich verliere nicht. Entweder ich gewinne oder ich lerne.

  4. Avatar von brighid
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    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    sehr ländlich aufgewachsen- wurde schon der schulbesuch ab der 5. klasse "nicht lustig".
    damals, meine mutter ohne auto, - nicht lustig


    mit den kindern, auch "idyllisch" gewohnt- und auch ab der 5. klasse "viehtransporte" (öffentlicher nahverkehr)
    jeder arzt-besuch war eine logistische meisterleistung. ich hatte das auto - und war dann wie soviele frauen: mama-taxi



    heute, ok. höhere qum-preise- aber dafür noch nicht mal aufs auto angewiesen. in laufdistanz bis strassenbahn (3 minuten) und dann innerhalb von 10 minuten mittig in der stadt.

    ich fand das landleben nie lustig. ich geniesse das "madengeschehen" im speckgürtel.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  5. Inaktiver User

    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Landleben - das größte Glück überhaupt und für mich auch die einzige Lebensform, die ich irgendwie ertrage.
    Hier ist es so leise, daß wir nichtmal Radio oder Fernsehen brauchen, um die Hintergrundgeräusche der (hier nicht wirklich vorhandenen) Nachbarn zu übertönen.
    Und endlich richtige, saubere, gesunde Erde unter den Füßen, keine geteerten Wege, auf denen sich ein Teppich von Zigarettenstummeln unnd ausgespuckten Kaugummis ausbreitet.
    Die Luft ist so klar und rein, daß sie weich wie Samt ist.
    Statt Theater oder Kino sehen wir spektakuläre Sonnenauf- und untergänge von der heimischen Loggia aus.


    Leider wird unser schönes Dorf in allerspätestens 30 Jahren ein Vorort der nur 15 km entfernten Großstadt sein.
    Die Vorbereitungen dazu beginnen bereits, wir wurden zumindest an den Wochenenden an den ÖPNV angeschlossen und demnächst wird Glasfaserkabel verlegt, damit auch hier das Internet Lichtgeschwindigkeit bekommt.
    Wir beten zu Gott, daß wir entweder rechtzeitig ins Allgäu entkommen können oder wenigstens vorher sterben, bevor hier der große Bauboom ausbricht.

  6. Avatar von Blue2012
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    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    daß wir entweder rechtzeitig ins Allgäu entkommen können
    Wir sind vor rund 2,5 Jahren ins Allgäu gezogen. Mit kleinem Kind - ein großer Segen (zahlreiche Spielplätze, tolle Bergseen, grüne Wiesen, Tiere, familienfreundliche Menschen mit viel Herz). Ein Leben lang aber? Ein Fluch!

  7. Inaktiver User

    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Ein Leben lang aber? Ein Fluch!
    Bei uns geht's dann um die letzte Lebensphase und da sollte es dann wirklich keine Stadt mehr sein...

    Aber vielleicht weißt Du etwas, was mir noch nicht ganz klar ist.
    Wieso Fluch ?

  8. gesperrt
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    22

    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Ich habe auch 20 Jahre auf dem Land gelebt. Jetzt Lebe ich seit 3 Jahren in der Großstadt und muss sagen beides hat einfach Vor- und Nachteile. Für die Nerven ist das Landleben aber auf jeden Fall die bessere wahl

  9. Inaktiver User

    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Leider wird unser schönes Dorf in allerspätestens 30 Jahren ein Vorort der nur 15 km entfernten Großstadt sein.


    Das ist dann aber auch kein Landleben mit allen Nachteilen, was ihr da genossen habt.
    Das ist die eierlegende Wollmilchsau.

    Ich lebe 1,5 Autostunden von der nächsten Großstadt entfernt. Und auch wenn es hier - gerade im Sommer - einfach traumhaft ist, macht mich der kulturelle Mangel auf Dauer schon mürbe.


  10. Registriert seit
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    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Wir sind vor rund 2,5 Jahren ins Allgäu gezogen. Mit kleinem Kind - ein großer Segen (zahlreiche Spielplätze, tolle Bergseen, grüne Wiesen, Tiere, familienfreundliche Menschen mit viel Herz). Ein Leben lang aber? Ein Fluch!
    Warum ein Fluch?

    Gerade mit schulpflichtigen Kindern kann ich es mir sehr schwer vorstellen, sehr ländlich zu leben. Oder auch, wenn man beruflich noch stark eingespannt ist.


    Wir leben am Stadtrand. Mit ÖPNV im 10-Minuten-Takt in 15 Minuten in der Stadtmitte. Finde ich schön und für mich ideal. Kinder können alle Schulen fußläufig erreichen. Ich konnte (vor meinem Jobwechsel) mit dem Fahrrad oder dem Bus zur Arbeit.

    Urlaub liebe ich fernab der Großstadt. Gerne Allgäu oder Sylt.

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