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  1. Registriert seit
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    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Ich finde, dass man das nicht so pauschal sagen kann.
    Es gibt ganz tolle Städte mit vielen Grünbereichen etc. und es gibt Dörfer, die weder idyllisch noch sonst was sind, sondern einfach nur schrecklich. Es gibt aber auch schöne Dörfer, in denen die Leute nicht nur tratschend am Gartenzaun hängen.

    Ich bin ein Landei. Aber Land um jeden Preis muss nicht sein, ein Dorf an einer Schnellstraße, ohne gewachsenen Ortskern etc. - nein danke.

    Merav schrieb oben, ein Dorf mit Krankenhaus, Kneipen, Gymnasium und sonstigem. Ist das noch ein Dorf?

    Die Fahrerei nervt, ja. Mich wundert ja immer, dass die Kinder in der Stadt genauso herumkutschiert werden. Gut, vielleicht fühlt man sich da einfach sicherer, das Kind zu bringen.

    Umstellung ist der Großeinkauf und eine gute Vorratshaltung.
    Wenn ich schnell was brauche, bin ich ruckizucki im 5 km entfernten Supermarkt, habe keine Parkplatz- und Stauprobleme und bin schnell wieder zu Hause.
    In der Stadt brauche ich unter Umständen doppelt so lang (mehr los auf Straßen und im Markt).

  2. Moderation
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    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Maggie74 Beitrag anzeigen
    Bei uns (3 Busse am Tag) hängen keine Teenies auf dem Spielplatz rum, die haben alle genug zu tun
    Die Kinder mußten noch mitarbeiten, bei den Teenies ließ das dann nach -- vielleicht das Alter, vielleicht eine Strukturumstellung. Wahrscheinlich sitzen die inzwischen auch alle drinnen und daddeln. Landwirtschaften gibt es praktisch nicht mehr, der Mais wird industriell angebaut, und wo Kühe und Pferde waren, sind jetzt Golfplätze.

    Zitat Zitat von Maggie74 Beitrag anzeigen
    (der kriegt hier immer die Krise weil es so ruhig ist)
    Es gab eine Zeit, da haben mir beim Heimkommen von der Stille die Ohren geklungen (wenn nicht der Nachbar seine Lastwagen warmlaufen ließ, irgend jemand eine Gartenparty feierte, die Hunde käfften oder heulten, oder ein Tiefflieger vorbeikam). Seit es die Autobahn gibt, klingt es genau wie überall woanders auch.

    Zitat Zitat von Venice Beitrag anzeigen
    Merav schrieb oben, ein Dorf mit Krankenhaus, Kneipen, Gymnasium und sonstigem. Ist das noch ein Dorf?
    Gute Frage. Ich meine mich zu erinnern, daß eine Definition von "ländlich" ist "mehr als 20 Minuten bis zum nächsten Mittelzentrum" (Ort, der alles hat, was man so im Alltag braucht -- so die Dimension von Oberviechtach oder Buxtehude). So gesehen waren wir gerade eben ländlich.

    Zitat Zitat von Venice Beitrag anzeigen
    Gut, vielleicht fühlt man sich da einfach sicherer, das Kind zu bringen.
    Mir haben meine Eltern den Leichtkraftrad-Führerschein bezahlt, weil sie nicht wollten, daß ich jede Nacht durch die Landschaft heimradelte oder am Bahnhof auf den Zug warten mußte. Ich hab immer gesagt, "da, wo Menschen sind, ist es viel gefährlicher als da, wo keine sind", aber den Führerschein habe ich natürlich trotzdem gemacht.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (29.07.2017 um 00:26 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Solange die Kinder klein sind, ist es ein Segen, denke ich.
    Sie wachsen behütet auf, man hat sie im Blick, man kann sie einfach raus lassen, ohne Angst haben zu müssen.

    Aber sobald sie Teenager werden, wird es schwieriger, weil es immer ein logistisches Problem ist, wenn diese nicht im gleichen Kuhdorf leben und sie nun mal gern in der Stadt flanieren wollen. Alles muss immer mit einem größeren Aufwand betrieben werden.
    Ich habe zwar noch nie richtig auf dem Lande gelebt, aber in einer Neubausiedlung etwas außerhalb. Das war schon mitunter lästig und eben für meine Kinder ab einem gewissen Alter nicht so toll.

  4. Avatar von Maggie74
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    1.364

    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Ok vielleicht ist das hier so weil wir hier wirklich viele Kinder und Jugendliche haben

    Ausserdem irgendwer muss immer in die Stadt und hier hat fast jeder einen 8 sitzer (weil halt viele kinderund ja wir haben Fernseher und Internet)

    Die Kinder haben weil sie in der Stadt auf die weiterführende Schulen gehen natürlich auch Freunde dort und übernachten auch da und umgekehrt

    Und klar sind sie auch mal im Internet unterwegs oder zocken online mit Freunden aber hier machen wirklich noch alle viel zusammen

    Klar Dorf ohne Gemeinschaft und an viel befahrener Strasse würde mich auch nerven

    Aber eine Dorfgemeinschaft die funktioniert
    mit Landwirtschaft und einem Mindestmaß an Infrastruktur
    macht auch wirklich Spaß

  5. Moderation
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    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Wir wohnen mit kleinen Kindern direkt im Zentrum einer Mittelstadt.

    Der Nachteil: die Häuser hier haben keine Gärten. Mit unserem gut 20 qm großen Balkon sind wir schon sehr gut ausgestattet - aber ein Garten wäre für die Kinder sicher schon schön.

    Dafür haben wir wirklich alles in fußläufiger Entfernung: Ärzte, Schulen, Läden, Gastronomie. Zwei Spielplätze sind innerhalb der Fußgängerzone erreichbar. Im Park wird Laufrad und Fahrrad gefahren. Um in den Wald zu kommen, müssen wir 15 min Bus oder zehn min Auto fahren.

    Wenn wir am späten Nachmittag noch nicht ins Haus gehen wollen, setzen wir uns einfach auf die Schwelle an der Haustür und gucken. Ich mag das.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

  6. Avatar von Zartbitter
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    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Ich lebe nun seit 9 Jahren auf dem Land. Vorher lebte ich 50 Jahre in Städten (verschiedener Größe).
    In den Stadten fühlte ich mich wohl. Mit dem Landleben habe ich mich bis jetzt nicht so richtig angefreundet.

    Mir geht auf dem Land die Nähe zur Kultur ab (50 km bis zum nächsten Theater), dieses Kleinklein und die Stille finde ich auch nicht erbauend.
    Alle Gaststätten des Ortes kenne ich (die im Umkreis von 10 km auch...., darüber an km ist für mich Ausflug).
    Das Essen ist in allen Gaststätten ländlich geprägt (freundlich formuliert)

    Auf dem Land gibt es kaum Inspriration.

    Ich habe mir vor ein paar Wochen ein sehr schönes Kleid gekauft. Hier kann ich es in meinem Alltag nicht tragen...die Menschen im Ort würden mir nen Vogel zeigen (versteckt ).
    In der Stadt würde ich in diesem Kleid den Supermarkt betreten...ohne darüber nachzudenken.

    Stadt ist offener!
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)


  7. Registriert seit
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    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Ich bin auf dem Hof aufgewachsen, zur Ausbildung in die Stadt ( Mittelzentrum mit Uni) gezogen und wohne jetzt wieder auf dem Dorf- mit Hof und Kühen.
    Und Tieffliegern, aber die stören mich nicht.
    Beim Umbau des Hauses vor 14 Jahren nach dem Kauf bekamen wir einen ordentlichen Zuschuss für Lärmschutzfenster von der Bundeswehr ( ist ein alter Gulfhof, der " Bestandsschutz" hat....), da klirren keine Fenster.
    Aber ich bin auch mit Tieffliegern aufgewachsen, als wir das Haus besichtigten, donnerten drei übers Dach, der Makler hatte Schwierigkeiten die Contenance zu wahren, ich strahlte meinen Mann an: Oh- wie zu Hause! :)

    Landleben hat Vor- und Nachteile. Es gibt keine Öffis, nur Schulbusse, die Schüler ab Klasse 5 müssen in die 12 km entfernte Kreisstadt.
    Ab der Oberstufe geht ohne Auto oder Moped/Mokick gar nichts.
    Aber wir haben nach Protesten in Dorf eine Arztpraxis, die über die Kassenärztliche Vereinigung betrieben wird, der Arzt ist dort angestellt. Es gibt einen gut sortierten Supermarkt, der auch liefert, eine Apotheke hat einen Lieferdienst eingerichtet- man gibt Rezepte an der Supermarktkasse ab, am nächsten Tag bekommt man es nach Hause gebracht- ohne Aufpreis.
    Die Taxenzentrale hat in Zusammenarbeit mit dem Landkreis einen Fahrdienst eingerichtet, zweimal morgens und zweimal nachmittags kann man für 2 Euro pro Fahrt in die Kreisstadt. Man wird von zu Hause abgeholt und zum Zielort gefahren und auch wieder zurück. Nur die Zeiten variieren immer etwas, da muss man etwas flexibel sein. Die Differenz zum normalen Fahrpreis zählt der Landkreis.
    Internet ist kein Problem, das ist hier sehr gut ( auch durch die vielen Höfe hier ist der Bedarf hoch. Moderne Landwirtschaft läuft nicht ohne Internet....dann müsste ich im Handbetrieb melken.)

    Die Teenies jammern naturgemäß und wären lieber woanders, die grosse Freiheit beginnt tatsächlich erst mit dem Führerschein....

    Im Moment lebe ich gerne hier.
    Aber ich würde, wenn ich die Kinder aus dem Haus habe, gerne alles verkaufen und in eine kleine 2 Zimmerwohnung in einer mittelgroßen Stadt ziehen. Gerne so, dass ich beim Verlassen der Wohnung mitten in der Fußgängerzone stehe.... aber bislang streikt mein Mann bei dieser Idee.
    Warten wir ab.
    Stadt ist tatsächlich offener, aber mich stört das nicht so
    Ich mache das, was mir passt- solange die Leute reden, bin ich noch im Gespräch.

  8. Avatar von kleiner.TIGER
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    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Ich lebe seit einigen Jahren gerne in meiner 200.000-Einwohner-Stadt in einer relativ netten Ecke. Zum Marktplatz gehe ich zu Fuß eine halbe Stunde. Millionenstädte schrecken mich eher ab.
    Aufgewachsen bin ich in einer Kleinstadt (20.000) - damals hatten solche Städtchen noch eine tolle Infrastruktur, heute ist das oft nicht mehr so.
    Dazwischen habe ich mal gut 10 Jahre in einem kleinen Ostseebad (West) gewohnt - in den Sommermonaten kriegt man vor lauter Touristen keinen Fuß auf den Sand - und die nächsten 8 Monate lang sind die Gehsteige hochgeklappt. Der alltägliche Bedarf ist dort geregelt. Falls man aber mal einen Knopf braucht: 25 km Autofahrt. Job sowieso. Auf den Bus angewiesen sein, ist nur was für Rentner.

    So schön das mit dem Landleben sich anhört ... mir gehts da wie im Wildwusel-(Anti-)Plädoyer.
    Ich liebe nur meine Tigerente
    ... und heiss und innig meinen Kater !!

  9. Avatar von Zartbitter
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    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen

    Aber ich bin auch mit Tieffliegern aufgewachsen, als wir das Haus besichtigten, donnerten drei übers Dach, der Makler hatte Schwierigkeiten die Contenance zu wahren, ich strahlte meinen Mann an: Oh- wie zu Hause! :)
    So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen.

    Ich lebte jahrzehtelang in der Abflugschneise (bei Gewitterfront von Westen) eines großen deutchen Flughafens. Donnern hier mal Tiefflieger übers Haus...empfinde ich Stadt!
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)


  10. Registriert seit
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    AW: Auf dem Land leben, Segen oder Fluch?

    Lärm wird von jedem anders empfunden. Die Familie 50m weiter hat diverse gesundheitliche Probleme, sowohl Eltern als auch Kinder, die sie auf den Fluglärm zurück führen.

    Und- ein Dorf ist auch nicht zwangsweise ruhig.

    Hier ist es nachts so still, dass ich hören kann, wie ein Kühe das Gras beim Fressen ausrupfen, wenn ich bei geöffneten Fenstern im Bett liege.
    Dafür ist es jeden Morgen ab 5.00 Uhr generell laut. Auch am Wochenende. Trecker, Kompressor, muhende Kühe...

    Und ja- wir sind Touristenort, haben 750 Bewohner, aber jetzt in der Hochsaison laufen an die 6000 Menschen hier herum.
    Und die sind, des Wetters wegen, auch noch etwas schlecht gelaunt.
    Wäre ich wohl auch, wenn ich für Dauerregen teuer Geld bezahlt hätte.... aber wir können ja nichts dazu, uns nervt es ja genauso.

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