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  1. Administrator

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    Kinder anbrüllen: Wie schlimm ist das eigentlich?

    Liebe Userinnen, liebe User,

    wir alle haben unsere Kinder schon mal angebrüllt. Weil es sich in dem Moment unausweichlich anfühlte. Manche Eltern machen es sehr selten, andere öfter. Meistens bereuen wir die Wutanfälle.

    Aber wie schlimm ist es eigentlich für die Kinder, wenn wir sie anbrüllen? Das hat sich MOM-Autor Till Raether in der neuen BRIGITTE MOM gefragt (ab 26. Mai am Kiosk) und sich unter Psychologen umgehört. Was er herausfand, hat ihn nachdenklich gemacht. Er versucht nun, seine Gefühle besser zu kontrollieren.

    Wie gehen Sie um mit der Brüllerei? Ist es einfach menschlich und gehört nun mal dazu? Oder haben Sie Strategien entwickelt, die Wut zu unterdrücken?

    Wir sind gespannt auf Ihre Beiträge!

    Freundliche Grüße
    Ihr BRIGITTE Community-Team
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (22.05.2015 um 10:46 Uhr) Grund: Link eingefügt
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

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    AW: Kinder anbrüllen: Wie schlimm ist das eigentlich?

    "Verdammt, bleib sofort stehen", brülle ich mein Kind an, wenn es auf die Straße laufen will.

    "Verdammt, räume endlich deinen Saustall auf", brülle ich das Kind ein paar Jahre später an, wenn nach endlosen Aufforderungen, aus der Müllhalde wieder ein Zimmer mit sichtbaren Fußboden zu machen, sich nix tut.

    Nein, ich habe kein schlechtes Gewissen. Ich finde das normal. Ein Kind gehört gut versorgt, lieb gehabt, ein bißchen verwöhnt, bespasst... aber es kann auch mal genervte oder wütende Eltern aushalten, ohne dass es gleich einen Schaden davonträgt.

    Wie sollen unsere Kinder denn lernen, mit Wut, Frustration etc. umzugehen, wenn wir uns als Eltern immer zusammenreißen und nie unseren wirklichen Gefühlen freien Lauf lassen? Mein Kind kann wissen, dass ich gerade stinksauer bin, weil es irgendwelchen Mist gemacht hat - ich brülle dann halt mal kurz, danach ist alles wieder gut. Ich finde, dass ist fürs Kind vielleicht sogar angenehmen, als irgendwelche langwierigen Konsequenzen und Strafen (Ausgehverbot, Handyverbot....).

    Ich denke, wir sollten endlich mal wieder "normal" werden, wenn es um das Thema Kinder geht.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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    AW: Kinder anbrüllen: Wie schlimm ist das eigentlich?

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    "Verdammt, bleib sofort stehen", brülle ich mein Kind an, wenn es auf die Straße laufen will.

    "Verdammt, räume endlich deinen Saustall auf", brülle ich das Kind ein paar Jahre später an, wenn nach endlosen Aufforderungen, aus der Müllhalde wieder ein Zimmer mit sichtbaren Fußboden zu machen, sich nix tut.

    Nein, ich habe kein schlechtes Gewissen. Ich finde das normal. Ein Kind gehört gut versorgt, lieb gehabt, ein bißchen verwöhnt, bespasst... aber es kann auch mal genervte oder wütende Eltern aushalten, ohne dass es gleich einen Schaden davonträgt.

    Wie sollen unsere Kinder denn lernen, mit Wut, Frustration etc. umzugehen, wenn wir uns als Eltern immer zusammenreißen und nie unseren wirklichen Gefühlen freien Lauf lassen? Mein Kind kann wissen, dass ich gerade stinksauer bin, weil es irgendwelchen Mist gemacht hat - ich brülle dann halt mal kurz, danach ist alles wieder gut. Ich finde, dass ist fürs Kind vielleicht sogar angenehmen, als irgendwelche langwierigen Konsequenzen und Strafen (Ausgehverbot, Handyverbot....).

    Ich denke, wir sollten endlich mal wieder "normal" werden, wenn es um das Thema Kinder geht.
    Volle Zustimmung!
    Treue bedeutet nicht, immer dazubleiben, sondern immer wiederzukommen.
    [Ulf Annel, Erfurter Kabarettist und Autor]

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    AW: Kinder anbrüllen: Wie schlimm ist das eigentlich?

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    "Verdammt, bleib sofort stehen", brülle ich mein Kind an, wenn es auf die Straße laufen will.

    "Verdammt, räume endlich deinen Saustall auf", brülle ich das Kind ein paar Jahre später an, wenn nach endlosen Aufforderungen, aus der Müllhalde wieder ein Zimmer mit sichtbaren Fußboden zu machen, sich nix tut.

    Nein, ich habe kein schlechtes Gewissen. Ich finde das normal. Ein Kind gehört gut versorgt, lieb gehabt, ein bißchen verwöhnt, bespasst... aber es kann auch mal genervte oder wütende Eltern aushalten, ohne dass es gleich einen Schaden davonträgt.

    Wie sollen unsere Kinder denn lernen, mit Wut, Frustration etc. umzugehen, wenn wir uns als Eltern immer zusammenreißen und nie unseren wirklichen Gefühlen freien Lauf lassen? Mein Kind kann wissen, dass ich gerade stinksauer bin, weil es irgendwelchen Mist gemacht hat - ich brülle dann halt mal kurz, danach ist alles wieder gut. Ich finde, dass ist fürs Kind vielleicht sogar angenehmen, als irgendwelche langwierigen Konsequenzen und Strafen (Ausgehverbot, Handyverbot....).

    Ich denke, wir sollten endlich mal wieder "normal" werden, wenn es um das Thema Kinder geht.
    Ja. Genau SO.

    Gerade, was das "normal" werden angeht. Es ist sicher nicht besonders gesund, schon Kleinstkinder als "gleichberechtigte Partner" anzusehen und sie auch so zu behandeln.

  5. VIP

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    AW: Kinder anbrüllen: Wie schlimm ist das eigentlich?

    Wer schreit hat schon verloren.

    Es ist mir ein Rätsel warum Eltern schreien oder brüllen müssen - außer im Notfall, wie z. B. bei der Straße. Da brüll ich aber auch nur einmal und bespreche dann Regeln und wenn die nicht funktionieren läuft das Kind eben an der Hand.

    Ich möchte nicht angebrüllt werden, also warum sollte ich meine Kinder anbrüllen? Es geht anders.

    Und ja, auch ich werde manchmal laut. Aber nicht weil die Kinder etwas falsch gemacht haben, sondern weil es mir nicht gut geht, sei es aus Krankheit oder Überlastung und dann muss ich mir überlegen, was ich falsch mache, dies verändern und nicht an den Kindern auslassen.
    It*s ok, if you‘re stressing out.
    You are not wrong.
    The year is
    .
    (Netzfund, Verfasser*in unbekannt)

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    AW: Kinder anbrüllen: Wie schlimm ist das eigentlich?

    Ich bin eben nicht der Meinung, dass Eltern stets und ständig überlegen müssen, was SIE falsch machen... Und wenn mein Kind bei der 10. Ermahnung, endlich die Wäsche vom Boden aufzusammeln, nicht hört und sich "taub" stellt, dann sorge ich dafür, dass mein Wunsch bei ihm Gehör findet, dann brüll ich eben mal... Und in dem Fall hat mein Kind was falsch gemacht, basta!
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  7. Inaktiver User

    AW: Kinder anbrüllen: Wie schlimm ist das eigentlich?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Es ist mir ein Rätsel warum Eltern schreien oder brüllen müssen - außer im Notfall, wie z. B. bei der Straße. Da brüll ich aber auch nur einmal und bespreche dann Regeln und wenn die nicht funktionieren läuft das Kind eben an der Hand.
    Das ist doch auch eine Frage des persönlichen Temperaments.

    Um mal das Gegenbeispiel zu bemühen: mir ist jemand der einfach mal schnell hochgeht und sich dann auch wieder beruhigt sympathischer als jemand der sich immer unter Kontrolle hat.

    Am schlimmsten finde ich persönlich so eisige Schweiger, die einem ewig alles nachtragen.

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    AW: Kinder anbrüllen: Wie schlimm ist das eigentlich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist doch auch eine Frage des persönlichen Temperaments.
    Erstens das, außerdem bin ich auch der Meinung, wir können unsere Kinder nicht vor allem bewahren und behüten.

    Ich wollte schon, dass sie mich auch als Mensch kennenlernen. Und als solcher bemühe ich mich generell, meine Konflikte sachlich auszutragen. Manchmal gelingt es nicht.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  9. VIP

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    AW: Kinder anbrüllen: Wie schlimm ist das eigentlich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist doch auch eine Frage des persönlichen Temperaments.
    Richtig.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Um mal das Gegenbeispiel zu bemühen: mir ist jemand der einfach mal schnell hochgeht und sich dann auch wieder beruhigt sympathischer als jemand der sich immer unter Kontrolle hat.

    Am schlimmsten finde ich persönlich so eisige Schweiger, die einem ewig alles nachtragen.
    Nun zwischen Anbrüllen und Schweigen gibt es eine lange Reihe vieler Möglichkeiten. Ich kenne auch Anbrüller, die Nachtragend sind.

    Auch kenne ich Anbrüller, die erst friedlich werden, wenn das Kind weint.


    Wenn das für euch so in Ordnung ist, ist das gut so.

    Ich möchte nicht angebrüllt werden, also brülle ich nicht.
    It*s ok, if you‘re stressing out.
    You are not wrong.
    The year is
    .
    (Netzfund, Verfasser*in unbekannt)

  10. Inaktiver User

    AW: Kinder anbrüllen: Wie schlimm ist das eigentlich?

    Sich immer unter Kontrolle zu haben, wenn nach x-Ansagen nichts passiert, muss auch nicht sein. Und ich habe auch nicht immer Verständnis für alles und in jeder Situation. Allerdings kann man es später auch klären, oder wenn man komplett daneben gelegen hat, sich entschuldigen. Funktioniert eigentlich ganz gut.

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