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  1. Registriert seit
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    AW: Nur wegen der Kinder zusammenbleiben?

    Zitat Zitat von lostineuphoria Beitrag anzeigen
    Ich persönlich halte auch diese Variante nicht für so gut. Meine Eltern haben getrennt geschlafen. Ich habe mich dafür so sehr geschämt, dass ich ab einem gewissen Alter (vielleicht so 10) keine Freundinnen mehr zu mir nach Hause eingeladen habe (in entsprechend kleinen Wohnungen/Häusern sieht ein Besucher das ja). Ich war dann das seltsame Mädchen, das niemandem sein Zuhause zeigte. Auch nicht schön.

    Aber würden Besucherkinder das überhaupt mitbekommen? Mein Mann und ich schlafen in einer intakte Beziehung getrennt. Weil er schnarcht und ich chronische Schlafstörungen habe. Wir schlafen beide besser, seit er im Gästezimmer schläft. Dass wir getrennt schlafen, bekommt Besuch gar nicht mit. Besuchskinder würden das vermutlich auch nicht, da es eben ein Gästezimmer neben dem Schlafzimmer ist.


  2. Registriert seit
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    AW: Nur wegen der Kinder zusammenbleiben?

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen

    Wie kann "Jana" glauben, daß diese Ehe für ihre beiden Kinder "das Beste" ist?

    Ich habe die meiste Zeit meiner Kindheit mit Eltern verbracht, deren Ehe im Grunde am Ende war. Es war schrecklich. Es war ein Eiertanz, zu erahnen, wann die Stimmung nicht so angespannt war, es war das Schuldbewußtsein zu glauben, daß sie das ja alles "wegen der Kinder" machen. Es war "auf Zehenspitzen" gehen, wenn "Papa gestreßt ist".

    Hätten sich meine Eltern endlich endlich endlich scheiden lassen - ich wäre als Kind froh und dankbar gewesen. Denn das wäre vielleicht ein Ende mit Schrecken gewesen. So war es für uns ein Schrecken ohne Ende.

    Wie kann ein Elternteil glauben, daß Kinder das "Heile-Welt-Spielen" glauben und nicht mitkriegen, daß sie auf vermintem Feld leben?
    Ich habe mindestens zwei Jahre gebraucht, um mich von meinem Mann zu trennen. Sicherlich war es auch - vorallem im letzten Jahr - ein "nur für das Kind zusammenbleiben.
    Ich frage mich, ob die Einschätzung des Kindes, dass eine früherer Trennung besser gewesen wäre, nicht erst mit einem gewissen Alter einsetzt? Letzlich sagten wir uns auch: "Das Kind bekommt doch alles mit, es hat Antennen dafür".
    Was ich aber festgestellt habe: für unsere Tochter ist ihre kleine Welt zusammengebrochen. Sie kann im Alter von 5 Jahren gar nicht wissen, was eine "heile" und "normale" Familie ist - die Reflexionsfähigkeit fehlt ihr vollkommen.
    Ich hoffe inständig, dass sie im späteren Alter auch feststellt, dass es rückblickend richtig war - derzeit muss ich damit leben, dass sich ihre Wut, ihre Ohmacht und ihre Sprachlosigkeit auf mich kompensiert. Wir erleben natürlich auch schöne, freudige und sorgenfreie Tage - aber wir sind nun allein.

  3. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Nur wegen der Kinder zusammenbleiben?

    Zitat Zitat von EinundAlles Beitrag anzeigen
    Ich habe mindestens zwei Jahre gebraucht, um mich von meinem Mann zu trennen. Sicherlich war es auch - vorallem im letzten Jahr - ein "nur für das Kind zusammenbleiben.
    Ich frage mich, ob die Einschätzung des Kindes, dass eine früherer Trennung besser gewesen wäre, nicht erst mit einem gewissen Alter einsetzt? [...]
    Was ich aber festgestellt habe: für unsere Tochter ist ihre kleine Welt zusammengebrochen.[...]
    Ich hoffe inständig, dass sie im späteren Alter auch feststellt, dass es rückblickend richtig war - derzeit muss ich damit leben, dass sich ihre Wut, ihre Ohmacht und ihre Sprachlosigkeit auf mich kompensiert. Wir erleben natürlich auch schöne, freudige und sorgenfreie Tage - aber wir sind nun allein.
    Erst einmal mein Mitgefuehl, EinundAlles, es tut mir Leid, dass Du das durchmachen musst. Und Du sprichst einen wichtigen Punkt an: Zumindest kurzfristig ist es in fast jedem Fall schlimm, zumindest fuer ein kleines Kind, wenn die Familie auseinandergeht. Das erklaert meiner Einschaetzung nach auch langes Zoegern seitens der Eltern - es ist ja nicht leicht, dem eigenen Kind etwas Unangenehmes zuzumuten, schon in viel kleineren Dingen nicht.

    Ich denke zwar, Du hast das Richtige getan wenn es zwischen Deinem Expartner und Dir wirklich nicht mehr funktioniert hat, aber fuer den Moment war das wahrscheinlich eher eine Entscheidung zwischen zwei Uebeln. Ich bin aber ganz sicher, dass Deine Tochter spaeter Deine Entscheidung wird nachvollziehen koennen. Das sage ich Dir als Scheidungskind, das bei der Trennung viel aelter war (aber noch nicht wirklich reif) und natuerlich auch wuetend auf den Elternteil, der gegangen ist. Und ja: ich sehe da immer noch ein gewisses Fehlverhalten, was in Deinem Fall vielleicht gar nicht so zutrifft. Aber ich habe verziehen (sofern mir das als Kind zusteht). Wirklich. Beide bleiben meine Eltern und ich habe sie auch immer geliebt. Da moechte ich Dir wirklich Mut machen, im Moment ist es bestimmt sehr schwer.

    Ich habe hier auch schon oft von Usern gelesen, sie haetten sich gewuenscht, ihre Eltern wuerden sich trennen, so wie hier Antje3. Insofern konntest Du Deiner Tochter ein Uebel nicht ganz ersparen, und ich denke, Du hast das kleinere gewaehlt.


  4. Registriert seit
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    AW: Nur wegen der Kinder zusammenbleiben?

    Gruselig!

    Da hoffe ich ja direkt, dass sich das jemand ausgedacht hat und "Jana" und ihre Familie nicht echt sind. Aber es gibt ja bekanntlich nichts, was es nicht gibt.

    Besonders das find ich Hammer:
    Und ich möchte ihnen so gern vorleben, dass es sich lohnt, sich ein Leben lang aufeinander einzulassen.

    Da weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Ich meine, unter diesen Umständen? Im Ernst? Wie soll das denn gehen?

  5. Inaktiver User

    AW: Nur wegen der Kinder zusammenbleiben?

    Ich finde das auch keine Lösung. Weil es gibt ja auch oft noch einen Partner der den anderen liebt. Der leidet doppelt. Die Kinder merken auch das es nicht mehr stimmt. (Hatte eine Fall im Freundes Kreis, wo die Tochter meiner Freundin(6 Jahre) zu ihrer Mutter sagte warum ziehen wir nicht aus, dann wird es dir bald besser gehen, weil wenn Papa dich nicht mehr küsst liebt er dich nicht mehr.)
    Ich denke eh das wir Kindern zu wenig zutrauen, die Trennung ist doch meist der bessere Weg für Eltern und Kind.


  6. Registriert seit
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    AW: Nur wegen der Kinder zusammenbleiben?

    Zitat Zitat von Klarabella10 Beitrag anzeigen
    Die Lösung für diese Familie könnte zwei getrennte Wohnungen unter einem Dach heißen
    Das finde ich eine gute Idee, wenn es räumlich diese Möglichkeit gibt.
    Mir steht wahrscheinlich auch eine Trennung bevor und ich mache mir viele Gedanken deswegen.
    Da ich mir nicht vorstellen kann, in nächster Zeit eine verbindliche Beziehung einzugehen, finde ich diese Möglichkeit interessant.
    Ich schaffe es auf Dauer nämlich nicht, wegen einem Klnd zusammen zu bleiben und möchte das für unsere Tochter nicht.


  7. Registriert seit
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    AW: Nur wegen der Kinder zusammenbleiben?

    Wenn man sich freundschaftlich trennt, geht das .anna.
    Und friedlich getrennte Eltern sind definitiv besser als sich bekämpfende, zusammenlebende Eltern.

    Ihr müsst euch nur einig sein, wie ihr mit neuen Partnern umgeht. Nur weil du dir keine Beziehung vorstellen kannst, heißt das nicht, dass es nicht passiert. Oder dass es deinem Ex nicht anders geht.


  8. Registriert seit
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    AW: Nur wegen der Kinder zusammenbleiben?

    Zitat Zitat von Elupeiene Beitrag anzeigen
    Wenn man sich freundschaftlich trennt, geht das .anna.
    Und friedlich getrennte Eltern sind definitiv besser als sich bekämpfende, zusammenlebende Eltern.
    An mir soll es nicht liegen, nur im Moment sind wir leider noch weit davon entfernt, uns zu einigen.
    Mein Mann ist noch nicht so weit wie ich und meint, dass ich uns nur eine Chance geben muss.
    Ich sehe das nicht so und deswegen ist es noch nicht möglich, darüber nachzudenken, was nach der Trennung ist.


  9. Registriert seit
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    AW: Nur wegen der Kinder zusammenbleiben?

    Die Gedanken für oder gegen eine Trennung sind oft schlimmer als die Trennung an sich.
    "Jana" verbietet sich eine Trennung, weil sie glaubt, das es ihren Kindern danach schlechter gehen wird. Aber ich kann ihr versichern, das das Gegenteil der Fall wäre!
    Kinder brauchen zufriedene, ausgeglichene und lachende Eltern. Dabei ist es egal, ob Mutter und Vater an einem Ort leben. Das beide zufrieden sind und den Kindern Anerkennung und Liebe schenken, darauf kommt es an!

    Ich bin in einer Familie mit viel Streit, viel emotionaler Kälte und viel Scheinheiligkeit aufgewachsen. Es hat mir sehr
    geschadet. Keine Liebe und Zärtlichkeit zwischen den Eltern vorgelebt zu bekommen hat mich zu einem distanzierten Menschen gemacht.

    Die Idee, das ihre beiden Söhne sich später dafür bei ihr bedanken werden, in einer kaputten Familie aufgewachsen zu sein, ist so traurig, wie absurd.
    "Jana" sollte damit anfangen sich ein liebevolles Zuhause vorzustellen und wenn ihre Gedanken stark genug sind, sich auch in der Realität ein liebevolles Zuhause schaffen.
    Das allein ist sie ihren Kindern schuldig!


  10. Registriert seit
    16.01.2007
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    AW: Nur wegen der Kinder zusammenbleiben?

    Zitat Zitat von 36hours Beitrag anzeigen
    Die Gedanken für oder gegen eine Trennung sind oft schlimmer als die Trennung an sich.


    Kinder brauchen zufriedene, ausgeglichene und lachende Eltern. Dabei ist es egal, ob Mutter und Vater an einem Ort leben. Das beide zufrieden sind und den Kindern Anerkennung und Liebe schenken, darauf kommt es an!
    !
    Ich finde sehr gut und vor allem einleuchtend, was Du geschrieben hast.
    Wenn man kurz vor der Trennung steht, sind wirklich die Gedanken sehr schlimm.
    Was ist besser für mich ?, was ist das Beste für das Kind ? Wie geht es organisatorisch, finanziell u. beruflich weiter ?
    Ich versuche auch immer mehr, die Tatsachen aus der Sicht der Kinder zu sehen.
    Habe auch lange gedacht, dass man mit Kind einfach zusammen bleiben muss und dem Kind eine Trennung ersparen will und sollte.
    Irgendwann war ich dann aber soweit, es mir vorstellen zu können.

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