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  1. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    Ist mein Kind zu dick?

    Liebe Userinnen und User,

    Ist mein Kind zu dick? Und wenn ja, wie soll ich als Mutter damit umgehen? In der neuen MOM (ab 19. August 2014 am Kiosk) steht eine Mutter vor dieser Frage und ist hin- und hergerissen, wie sie sich verhalten soll:
    Das Kind auf Diät setzen und die Essgewohnheiten der gesamten Familie ändern oder dem Kind den Rücken stärken und es darin bestärken, dass es ein wundervoller Mensch ist. In einem weiteren Protokoll beschreibt eine werdende Mutter, wie sich ihr Leben verändert hat, nachdem ihre Mutter ihr mit 9 Jahren erklärte, dass sie etwas gegen ihr Gewicht unternehmen müsste.

    Hat Ihr Kind auch Speckröllchen? Bereitet Ihnen das Sorgen, oder bleiben Sie gelassen? Und was hilft gegen die eigenen Schuldgefühle?

    Freundliche Grüße
    Ihr BRIGITTE MOM-Team
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (15.08.2014 um 15:55 Uhr)


  2. Registriert seit
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Hm,

    ich finde, hier werden wieder mal falsche Gegensätze aufgebaut: hier, das pummelige Kind, da, die "ganze" Ernährung umstellen.

    Da die Tochter wie beschrieben ein Abbild der Mutter ist, müsste die Mutter nicht nur die Ernährungsgewohnheiten ihrer Tochter, sondern auch die eigenen unter die Lupe nehmen. "Ich nehme schnell zu" heißt nämlich übersetzt "ich neige dazu, zuviel zu essen". Für mich war ein Hinweis, dass die eine Tochter schnell satt ist, die andere aber noch zwei Nachschläge nimmt. Das kann man sich nur angewöhnen, wenn immer zuviel da ist. Und das ist es, wenn die Mutter selbst dazu neigt, eher zuviel zu essen.

    Bei sowas kann man

    - keine Schüsseln auf den Tisch stellen, sondern das Essen in der Küche lassen und Tellerservice machen;
    - Nachschlag gibt es nur dann, wenn alle ihren Teller leer haben (in der Zwischenzeit haben die Schnell-Schaufler nämlich noch ein bisschen Zeit, in der sich das Sättigungsgefühl einstellen kann;)
    - nicht mehr soviel kochen, dass es für zwei Nachschläge reicht, sondern nur noch für einen kleinen.

    Und die Croissants am Wochenende muss man gar nicht abschaffen. Aber eines pro Person reicht auch...

  3. Avatar von marylin
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Ich denke nicht, dass nun die Ernährungsgewohnheiten der ganzen Familie umgestellt werden müssen. Aber was nicht vorrätig ist, kann nicht gegessen werden. Wenn für jeden nur 1 Portion gekocht wird, dann muss das eben reichen. Da muss man das Ganze doch gar nicht thematisieren, dem Kind nahezubringen, dass es nicht "in Ordnung" ist finde ich ganz falsch. Besser wäre die Einstellung "Wir" - also die ganze Familie - essen jetzt mal bissel gesünder/mal was anderes. Wie gesagt, die schönen Rituale können doch bleiben.

    Allerdings war mein Sohn als Kind auch ziemlich moppelig, als er so 17, 18 Jahre alt war kam die Lust auf Sport, das hat bei ihm Wunder bewirkt

    Nun müssen Kinder auch nicht alle dünn sein, solange kein ernsthaftes und gesundheitsschädliches Übergewicht vorliegt, sehe ich kein Problem. Solange sich die Tochter viel und gerne bewegt, ist doch alles in Ordnung
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  4. Inaktiver User

    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Da muss man das Ganze doch gar nicht thematisieren, dem Kind nahezubringen, dass es nicht "in Ordnung" ist finde ich ganz falsch. Besser wäre die Einstellung "Wir" - also die ganze Familie - essen jetzt mal bissel gesünder/mal was anderes. Wie gesagt, die schönen Rituale können doch bleiben.
    Da bin ich auch Marylins Meinung.

    Auf keinen Fall die Figur eines kleinen Mädchens kritisieren. Meistens muss sich die Mutter schon auch selbst mal genauer betrachten, ob sie ein gesundes Essverhalten hat. Kinder schauen sich das ja meist ab.
    Wenn viel Salat und Gemüse aufn Tisch kommt und wie gesagt, jeder nur ein Hörnchen zum Frühstück, müsste das passen.

    Meine Töchter waren übrigens auch als sie jünger waren etwas "fleischig", heute mit 21 J. u. 22. J. sind sie gertenschlank und haben eine tolle Figur. Ich hab den beiden allerdings nie ins Essen dreingeredet, ich hab sie einfach machen lassen, kann mich noch erinnern, dass die Große mal eine ganze Packung Lebkuchen verdrückt hat auf einen Schlag, das hat die allerdings nur einmal gemacht ;-), die hat dann nämlich ziemliche Bauchschmerzen bekommen.

    Ich denke die Kinder machen das schon richtig, man braucht sie nur machen lassen, der Körper sagt was er braucht und eben größtenteils gesund einkaufen, aber Chips usw. müssen natürlich auch manchmal sein,

    Karla

  5. Avatar von VanDyck
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von BRIGITTE Community-Team Beitrag anzeigen
    Liebe Userinnen und User,

    Ist mein Kind zu dick? Und wenn ja, wie soll ich als Mutter damit umgehen? In der neuen MOM (ab 19. August 2014 am Kiosk) steht eine Mutter vor dieser Frage und ist hin- und hergerissen, wie sie sich verhalten soll ...
    Ein interessanter Artikel/Bericht.
    Gleichwohl voller Widersprüchlichkeiten und falscher Glaubenssätze.
    Schade, dass man mit der Autorin nicht direkt hier diskutieren kann.

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile

  6. Avatar von _tarasjugina_
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von BRIGITTE Community-Team Beitrag anzeigen
    Liebe Userinnen und User,

    Ist mein Kind zu dick?
    Liebes Bri-Team, ich wollte da eigentlich drüberweg lesen, aber es ärgert mich doch.
    Wenn Sie uns redlich einen Floh ins Ohr setzen wollen, dann fragen Sie doch bitte "Ist Ihr Kind ...", und nicht "mein", als hätte ich mich das unterschwellig schon immer gefragt.
    Und wenn Sie wirklich etwas von der Leserin/Foristin wissen wollen, dann müsste die Frage doch lauten "Fragen Sie sich, ob Ihr Kind zu dick ist?"

    Ja, ich habe gelesen, es geht um einen Artikel, in dem eine Frau sich fragt (wörtliche Rede): s.o., aber hier im Forum fragen Sie "Ist mein Kind zu dick?".
    In die gleiche Richtung geht "Und was hilft gegen die Schuldgefühle"?
    Ich empfinde das als "schwarze Sprache".

    Viele Grüße, T.
    "Eine Treppe: Sprechen - Schreiben - Schweigen"mmmmmmmmmmKurt Tucholsky


  7. Registriert seit
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    66

    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Auch auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden: Ich finde der Artikel greift ein sehr, sehr schwieriges Thema sehr sensibel auf.

    Ich bin selbst seit vielen Jahren von einer Essstörung gebeutelt und muss jeden einzelnen Tag darum kämpfen, nicht wieder in die alten Muster zu verfallen (bei mir ist es das Hungern, das mir soviel vertrauter ist als das genießen und das so unendlich viel leichter fällt).

    Sehr lange habe ich meiner Mutter bittere Vorwürfe gemacht, die schon sehr früh sehr aufpasste, dass ich nicht zuviel esse und mich damit nachhaltig verunsichert hat (wobei ich immer (!) wirklich eher ein sehr dünnes Kind war und wohl auch eher weniger die Veranlagung zu einer kräftigen Figur habe).

    Jetzt bin ich in einem Alter, wo ich selbst Kinder haben könnte und ich habe mir schon oft die Frage gestellt, wie ich in der heutigen Zeit damit umgehen würde, wenn mein Kind sich so entwickelt wie von der Autorin beschrieben - sprich, wenn ich ein glückliches, gesundes, fröhliches, sportliches Kind hätte, das aber eben nicht 100 Prozent dem Schönheitsideal der heutigen Zeit entspricht.

    Eigentlich hätte ich gedacht, dass ich mit meiner eigenen negativen Erfahrung mit dem "Bremsen" meiner Mutter mich voller Überzeugung dafür einsetzen würde, dass mein Kind genau diese Erfahrungen nicht macht.

    Tja, was soll ich sagen?
    Ich musste feststellen, dass ich nicht weiß, ob ich - trotz meiner eigenen Leidensgeschichte, die mich mein ganzes Leben lang begleiten wird - die Kraft hätte, mein Kind nachhaltig gegen das geltende Schönheitsideal zu stärken.

    Nun bin ich selbst krank und damit sicherlich kein wirklicher Maßstab - aber diese Erkenntnis hat mich sehr nachdenklich gemacht und ich hoffe, dass alle Mütter, die in dieser Situation sind, die für sich und ihr Kind richtige Lösung finden.

    Einen Königsweg wird es nicht geben - dazu sind Menschen und ihre Reaktion auf (auch gut gemeinte) "Kritik" zu verschieden.
    Für mich waren die gut gemeinten Maßnahmen meiner Mutter in der Rückschau betrachtet nicht das Richtige - andere Kinder hätten ihr vielleicht Vorwürfe gemacht, wenn sie nichts gemacht hätte.

    Ich beneide wirklich niemanden, der in dieser Bredouille ist und wünsche allen Mütter-und Töchter-Gespannen diesbezüglich alles Gute!


  8. Registriert seit
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    9.195

    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Ich war bis zu meinem 40ten Geburtstag immer eher "überschlank", was ich aber nicht schön fand, eher ärgerlich.
    Bei einer Größe von 1,75 wog ich immer so zwischen 55 und 58 Kilo, trug Kleidergröße 34 oder 36. Das war aber keine Modelfigur, das war einfach nur ...mager.

    Dabei aß - und esse!- ich immer gern. Und viel. Und rund um mich herum. Zugenommen habe ich stets nur während der Schwangerschaften, gute 15 Kilo, die waren aber nach der Entbindung schon zur Hälfte weg, nach etwa einem Monat war meine "alte" Figur wieder da.

    Runter ging bei mir immer leichter als rauf.

    Mein Mann ist das totale Gegenteil- schon als Teenager eher stämmig, was sich bis heute nicht geändert hat. Und er bemüht sich wirklich hart, sein Gewicht so einigermaßen zu halten ( nicht für mich. Ich mag eh lieber Waschbär - statt Waschbrettbauch, aber wenn er über eine gewisse Schallgrenze kommt, fühlt er sich selbst unwohl- und hat Blutdruckprobleme.)

    Von drei Töchtern hat eine, die Mittlere, eher meine Statur und "Gewichtsgewohnheiten" geerbt, die Große und die Kleine schlagen eher der väterlichen Seite zu.
    Schon bei der Geburt hatte die Mittlere eine komplett andere "Statur"- also: alle drei Mädchen waren 49 bzw. 48 cm groß, wogen zwischen 2800 und 3120 g, die Mittlere schien aber nur aus langen, dünnen Armen und Beinen sowie riesigen Händen und Füßen zu bestehen, während Nr. 1 und Nr. 3 eher einen langen Rumpf und kurze, fleischige Ärmchen und Beinchen besaßen.

    Was die Essensportionen angeht, toppt die Mittlere ihre Schwestern um Längen- die verschlingt nahezu Bauarbeiterportionen. Und nimmt nicht ein Gramm zu. Gott sei Dank besucht sie die gleiche Schule, die die Große auch besucht hat- evtl. vorsichtige Anfragen von neuen Lehrern, ob Tochter evtl. magersüchtig sei ( sie ist 1,78 groß und trägt Größe 32) bzw. bei uns nicht "richtig gegessen" wird, kann ich mit Unterstützung "altgedienter Kollegen" dieser Lehrer entkräften, die dann bestätigen, die Familie Sasapi ist jahrelang bekannt, da wird anständig gegessen und gekocht.

    Tochter 1 und Tochter 3 waren als Kinder eher schlank, nahmen dann mit Beginn der Pubertät zu und hatten eine "pummelige" Phase.

    Ich hab mich immer an die Aussage des Kinderarztes gehalten, der die Regel "Größe minus Hundert ist noch im Normbereich" hochhielt und sich das Kind eher genau ansah- von hinten gesehen ist das "zuviel", was sich an den Seiten "abzeichnet". Also- ein Bäuchlein ist noch in Ordnung, "Rollen" an den Seiten eher nicht.

    Wobei er auch eine richtige Diät immer ablehnte- sondern für viel Bewegung, auch im Alltag und auch als Familie, plädierte und zudem drauf hinwies, dass gerade ältere Kinder und Teenager sich Kilos eher "drauftrinken" als "anfuttern" und daher Mineralwasser empfahl.

    Bei Tochter 1 wurde es kritisch, als sie so...15-16 war. Sie war ein Mädchen, was nicht nur gerne und mit Genuß aß, sondern auch gerne kochte. Für sie war Essen immer eine sehr genußvolle Angelegenheit, sie ging schon mit 3-4 Jahren gerne in Restaurants, überstand klaglos mehrgängige Menüs, ließ sich die Speisekarte vorlesen bzw. guckte umher, genoß das Ambiente und überlegte, dass das, was Person A auf dem Teller hat, auch gut zum Hauptbestandteil der Speise von Person B passen würde....zudem probierte sie alles Unbekannte mit Feuereifer, auch Dinge wie Weinbergschnecken, Garnelen, Meeresfrüchte...also: Speisen, die Kinder im Regelfall eher nicht locken.

    Im Alter von ca. 16 Jahren nahm Essen aber einen zu großen Raum ein. Sie verlor quasi das Gespür für sich selbst, deutete jede Gefühlsregung in "Hunger" um und nahm sehr schnell sehr viel zu. Und war unglücklich. Welcher Teenager mit Kleidergröße 46 wäre das nicht?

    Einem Kind in diesem Alter kann man auch nicht immer auf den Hacken stehen, da wird viel aushäusig gegessen bzw. vom Taschengeld gekauft, da ist "Reglementieren" keine Möglichkeit mehr. Vor allen Dingen war es irgendwann so, dass sie wusste...eigentlich WiLL ich gar nicht essen, ich bin eigentlich sauer bzw. traurig, da hilft Essen nicht- aber sie hatte keine Strategie, was sie statt dessen gegen das schlechte Gefühl tun könnte. Sie wurde so...angeknipst wie ein Raucher, der morgens keine Zigarette im Haus hat.

    Wir fanden dann eine Psychologin, zu der sie regelmäßig ging ( da Tochter selbst zu dieser Zeit hobbymäßig und sehr gut gekocht hat, wusste sie genau- welche Lebensmittel haben viele Kalorien, was ist gesund, was ist ungesund, wovon sollte ich viel essen, wovon wenig...das Wissen war absolut da, aber die Umsetzung klappte nicht...), zu der sie einen guten Draht hatte und die mit ihr daran arbeite, wieder Zugang zu ihrer Gefühlswelt zu bekommen und bei Langeweile, Traurigkeit, Ärger...etwas anderes zu tun als zu essen.

    Nach ca. 1 Jahr platzte der Knoten, mit erhöhtem Sportaufwand nahm Tochter recht schnell wieder ab und ist heute eine 22jährige junge Frau mit einer kurvigen 40ger Figur. Zudem eine ausgebildete Köchin, die ihren Beruf liebt und mit sich und ihrer Welt im Reinen ist.

    Bei Tochter 3, jetzt 14, ist es so, dass sie mit ihrem Gewicht genau im Normbereich liegt, also definitv nicht zu dick ist, aber mit ihrer Figur an sich hadert. Sie fühlt sich zu dick. Im Gegensatz zu etlichen Freundinnen, die noch rappeldürr mit langen, dünnen Fohlenbeinen sind, hat sie bereits eine recht frauliche Figur, mit einem 80 C Körbchen, einer sehr schmalen Taille und einem runden, wohlgeformten Po. Das mißfällt ihr. Sie wirkt optisch auch deutlich älter als 14- wenn sie und die 16jährige zusammen unterwegs sind, wird sie regelmäßig für die Ältere gehalten. Was ihr nicht gefällt.

    Sie ist wahrscheinlich seelisch noch nicht richtig in ihrem jetzigen Körper angekommen, ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll.

    Wir bemühen uns immer darum, ihr zu erklären, dass sie nicht zu dick ist- und einfach von Natur aus anders "geplant" ist als ihre Schwester. Und dass das Schöheitsideal, was derzeit herrscht- sehr groß, sehr dünn, mit langen Beinen, nicht immer das Non-plus-Ultra war.
    Marilyn Monroe z.B. würde heute eher als "moppelig" gelten. Und die knallengen Hosen von ABBAs Agnetha wären heute, bei ihrem runden Hinterteil und kleinen Bäuchlein, eher ein No Go. Dabei hieß es in den 70gern, sie habe das "schönste Hinterteil der Musikwelt."

    Da ist vermutlich der Weg das Ziel....

    Wir achten lediglich darauf, dass bei uns zu Hause eine gesunde Ernährung herrscht, Essen ein wichtiges Thema ist, weil ein gemeinsames Essen auch ein Stück Geselligkeit ist, Essen sollte eine genußvolle Angelegenheit sein...aber wir machen auch keinen Wind darum, wer wann wieviel isst.
    Eine Waage gibts gar nicht, als die Letzte den Geist aufgab, hab ich einfach keine Neue gekauft.

    Beide Teenagertöchter treiben viel Sport, sind viel unterwegs....das sollte reichen.

    Und- ich mache generell kein Theater um Figurveränderungen meinerseits. Also- Zunahmen, die dazu führen, dass neue Hosen gekauft werden müssen, altersgerecht auftauchende Dellen an Oberschenkel und Röllchen, die sich neu auf den Hüften niederlassen, sind kein großes Thema.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es für Töchter auch prägend ist, wenn die Mutter ständig an ihrer eigenen Figur rumnörgelt und über auftetende Alterserscheinungen extrem klagt. Ich will ihnen auf keinen Fall vermitteln, dass man immer eine Top-Figur haben muß oder ein absolut makelloses Gesicht....

  9. Inaktiver User

    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Ach Sasapi,

    dich hätt ich echt gern als Mutter gehabt :-))))) Bin ein bisserl neidisch auf deine Töchter.

    Ich war auch so ein "fraulicher" Teen mit Archemens mit 9, Brustenwicklung mit 11 etc. - aber eben auch einer Mutter, die mich sogleich

    a) einer strengen Diät unterzog - weil "da alles rum schwabbelt"
    b) mir gegen das kleine Bäuchlein ein heftiges Mieder anschaffte
    c) zusammen mit dem uralten Frauenarzt eine Bandage um die Tittchen legte - weil "das nicht sein kann, dass die Drüsen da so stark arbeiten, wie soll das später aussehen"

    sowie mir untersagte, irgend was Enges oder Kurzes zu tragen, weil "deine Molkerei" und "dein Fettwanst" sonst so unschön zu sehen wären.

    Fotos zeigen einen niedlichen, fraulichen und unglücklichen Teen in viel zu weiten Klamotten ...

    Und aus diesem unglücklichen Teen wurde eine Frau mit Körperproblemen - ich kann immer noch nicht unbeschwert essen, war lange Zeit dick (tatsächlich, nicht nur gefühlt), hab jetzt zwar wieder die (objektiv nette) Figur meiner Abiturzeit - diesmal mit kurzen Röcken und engen Tops, ätsch - , kann damit aber immer noch wenig anfangen, mag es nicht, wenn man meine Brüste anfasst ("die Molkerei, die eklige"), hasse jedes Grämmchen Fettes, ekle mich teilweise vorm Spiegel vor mir selbst - und weiß doch vom Kopfe her, dass das Schmonzes ist. Ich hör "sie" halt noch immer keifen und meine dürre, damals sehr kindliche, Schwester loben.

    Im Herbst beginnt meine Psychotherapie, ich hoffe, da was bearbeiten zu können.

    Ich kann nur an alle Mütter appellieren: so lange das Kind/der Teen normalgewichtig ist: lasst ihn/sie bitte in Ruhe! Wenns denn Richtung "Übergewicht" geht: ist das einfach nur eine stämmige Figur? Es sind nicht alle schmale Rehlein ... Und falls da "was" getan werden "muss": bitte überlegt euch Dinge, Aussagen, Maßnahmen, die nicht beschämen. Scham wegen des Körpers brennt sich ein wie ein Tattoo ...

    Meine Verehrung an die kluge Frau Mama,
    und mit Grinser an die Töchter,
    die Katz


  10. Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
    9.195

    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Vielen Dank für das Kompliment, chesirekatz.

    Ich wünsche Dir, dass Du es mit Hilfe der Therapie schaffst, die Stimme Deiner Mutter aus dem Ohr zu kriegen. Sich sowas anhören zu müssen, muß furchtbar sein....

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