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  1. Registriert seit
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von kleinenellie Beitrag anzeigen
    Aber das von mir beschriebene Szenario wurde hier doch schon von einigen Usern angebracht.
    Das Mädel würde sicher später in der Schule gemobbt. Erst recht wenn sie dann mal ein Teenager wäre, dann würde sie mit Sicherheit als einzige keinen Freund abbekommen. Oder so ähnlich.
    Das zu hören, tut einer Mutter weh. Deshalb liebt sie ihr Kind nicht weniger.
    Aber die meisten Eltern wünschen sich für ihr Kind eine gute Zukunft. Und wünschen allein reicht eben nicht, manchmal muss dafür etwas getan werden.
    Ich habe mich gefragt, warum nicht die Mobber falsch liegen oder schlecht erzogen sind?
    Das fragen sich doch hier einige.
    Wie soll man denn das "richtige" Weltbild erziehen, wenn die Medien voll mit dem Gegenteil sind?
    Ich erkläre meinem Kind, dass Dicksein genauso toll ist wie Dünnsein. Spätestens, wenn es zum ersten Mal fernsieht oder eine Zeitschrift in der Hand hat, erfährt es, dass die Mutter gelogen hat.
    Soll ich dann weiter lügen, oder die Wahrheit sagen?

  2. Avatar von marylin
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Verhungern vielleicht nicht, doch es gibt Kinder die lieber nichts essen, bevor sie was essen, was ihnen nicht schmeckt. Ich war selbst so ein Kind und habe auch einen Sohn, der so is(s)t. Das muss man als Eltern aushalten können und "aushalten" ist wohl etwas, was für manche Eltern sowieso ganz schwierig ist.
    Verstehe ich hier irgendwas nicht? Ich kann doch als Eltern meinem Kind Essen geben, was ihm schmeckt... Was muss ich da "aushalten" können? Dass das Kind hungert? Warum? Ich esse auch nicht alles und hungere trotzdem nirgens...

    Das Mädel würde sicher später in der Schule gemobbt. Erst recht wenn sie dann mal ein Teenager wäre, dann würde sie mit Sicherheit als einzige keinen Freund abbekommen. Oder so ähnlich.
    Das Mädel ist bestimmt nicht alleine mit ihrer moppeligen Figur... Und auch Jungs sind manchmal etwas dicker, die kriegen dann bestimmt auch nicht das Model ab...

    Wie soll man denn das "richtige" Weltbild erziehen, wenn die Medien voll mit dem Gegenteil sind?
    Ich erkläre meinem Kind, dass Dicksein genauso toll ist wie Dünnsein. Spätestens, wenn es zum ersten Mal fernsieht oder eine Zeitschrift in der Hand hat, erfährt es, dass die Mutter gelogen hat.
    Soll ich dann weiter lügen, oder die Wahrheit sagen?
    Wieso sollst du lügen? Wenn du wirklich findest, dass es egal ist, ob man dick oder dünn ist, dann lügst du doch nicht. Und dass Medien mitunter Schwachsinn und Unrealismus liefern, kann man einem Kind doch auch vermitteln...
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  3. Avatar von VanDyck
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von kleinenellie Beitrag anzeigen
    Ob sich die Familie in diesen Bericht allesamt falsch ernähren?
    Sagen wir es mal so:
    es gibt in dem (ersten) Artikel so einige Indizien dafür, dass die Autorin so einigen falschen Ernährungsmythen aufgesessen ist, oder aber diese Mythen bewusst verbreiten will - das ergibt sich bspw. allein schon aus dieser Passage:

    Wie viel anstrengender wäre es doch, die Ernährungsgewohnheiten einer ganzen Familie umzustellen. Das heißt jedenfalls mehr, als nur fettarme statt Vollmilch zu kaufen. Keine warmen Abendessen mehr, auch wenn es noch so gemütlich ist - schließlich haben ja alle schon mittags etwas Warmes gehabt. Kein Nachschlag. Keine Croissants zum Sonntagsfrühstück. Kaum mehr Restaurantbesuche.

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile


  4. Registriert seit
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Verstehe ich hier irgendwas nicht? Ich kann doch als Eltern meinem Kind Essen geben, was ihm schmeckt... Was muss ich da "aushalten" können? Dass das Kind hungert? Warum?
    Wenn es eben abends kein Nutellabrot gibt, sondern Salat, dann müssen sich schon einige Eltern etwas anhören. Und einfach das Gezetern aushalten, wenn es plötzlich Möhren anstatt Chips zum fernsehen gibt, ist auch nicht einfach. Kindern schmecken oft ungesunde Sachen (das ist verständlich), aber wenn diese plötzlich rationiert werden, dann kann es zu Konflikten kommen.
    Und Konflikte muss man aushalten, wenn man etwas erreichen möchte.
    Wieso sollst du lügen? Wenn du wirklich findest, dass es egal ist, ob man dick oder dünn ist, dann lügst du doch nicht. Und dass Medien mitunter Schwachsinn und Unrealismus liefern, kann man einem Kind doch auch vermitteln...
    Nein, das kann man einem Kind nicht vermitteln. Das kann man noch nicht einmal Erwachsenen vermitteln. Dazu gehört eine Weltanschauung, die man sich mühsam aneignet.
    Was glaubst Du denn, weshalb die Medien mit ihren Manipulationen so viel Erfolg haben?
    Weil die meisten Menschen das glauben, was man ihnen als Wahrheit verkauft.
    Deine Kinder glauben dir nur solange, solange sie keinen Kontakt zur Außenwelt haben. Danach fangen sie an zu vergleichen und selbst nachzudenken. Sie leben doch nicht in einem Glashaus.
    Und wenn man als Eltern den Konflikt meidet (siehe oben), dann vertrauen die Kinder eh dem Mainstream und nicht den Eltern. Starker Mainstream, schwache Eltern.
    Wer will es den Kindern verdenken, wenn sie sich an Leitfiguren orientieren. Wer stark ist, ist Leitwolf.
    Wer schwach ist, ist .... nun ja....Geschichte.


  5. Registriert seit
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Du kannst aber nicht selbst Chips futtern und dem Kind die Möhren hinstellen oder selbst zweimal Nachschlag nehmen und dem Kind das verbieten.

    Aus dem Text gewinne ich den Eindruck, dass die Mutter eine ähnliche Ernährungsweise wie die Tochter hat, nämlich eher zuviel zu essen. Und wer sich selbst das zweite Frühstücksbrötchen oder das zweite Croissant nicht verkneifen will, der hat ein Problem damit, das dem Kind nahezulegen.


  6. Registriert seit
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von kanglin Beitrag anzeigen
    Du kannst aber nicht selbst Chips futtern und dem Kind die Möhren hinstellen oder selbst zweimal Nachschlag nehmen und dem Kind das verbieten.
    Das ist ja wohl selbstredend.
    Wer so etwas machen würde, macht sich unglaubwürdig und untergräbt seine eigene Autorität.
    Und wer sich selbst das zweite Frühstücksbrötchen oder das zweite Croissant nicht verkneifen will, der hat ein Problem damit, das dem Kind nahezulegen.
    Natürlich. Das ist auch der Grund, weshalb vielen Eltern das Erziehen einfach zu anstrengend ist. Sie glauben, sie leben ihr normales Studenten- oder Lifestyleleben einfach weiter und das Kind sucht sich dann das Beste heraus. Tut es auch.
    Aber das Beste ist nicht immer das Richtige.
    Das elterliche Vorbild bzw. Vorleben ist der größte Erzieher. Ohne viele Wort.
    Ich denke, dies ist auch der Grund, weshalb es so in Mode gekommen ist, seine Kinder zuzutexten. Die Eltern leben etwas anders vor, als sie den Kinder vermitteln wollen. Aber Kinder sind nicht doof, sie verstehen oft mehr ohne Worte, als mit vielen Worten.
    Wenn ich gesunde und vollwertige Nahrung auf den Tisch bringe, dann kann jedes Kind so viele Nachschläge nehmen, wie es möchte.
    Wenn an meinem Tisch das gegessen wird, was darauf steht, dann kann jedes Kind so viel nachnehmen oder ablehnen wie es will. Und das gilt für die ganze Familie.
    Erziehung ist anstrengend. Aber sie lohnt sich.


  7. Registriert seit
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Wahrscheinlich leiden Mutter und Tochter an einer Glukoseintoleranz, bei welcher die Bauchspeicheldrüse zu viel Insulin ausschüttet, wenn Kohlenhydrate gegessen werden. Dies führt nach einem kohlenhydratreichen Essen zu Unterzuckerung, dadurch zu Heißhunger, zu einem ständig zu hohen Insulinspiegel im Blut, später zu Insulinresistenz, darauf zu Fettleibigkeit und irgendwann einmal zu Diabetes.

    Auf keinen Fall darf ein Kind auf eine Hungerdiät gesetzt werden. Stattdessen sollten sich die Eltern über diese weit verbreitete Stoffwechselstörung informieren, zumindest Mutter und Tochter weniger Kohlenhydrate und mehr Fett essen. Eine Umstellung auf die Logi-Ernährung kann schon ausreichen. Wenn nicht, dann bleibt nur der Schritt zu einer kohlenhydratarmen und fettreichen Ernährung, wie schon vor Jahrzehnten von Dr. Wolfgang Lutz in seinem Buch "Leben ohne Brot" beschrieben.


  8. Registriert seit
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von wulewuu Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich leiden Mutter und Tochter an einer Glukoseintoleranz, bei welcher die Bauchspeicheldrüse zu viel Insulin ausschüttet, wenn Kohlenhydrate gegessen werden. Dies führt nach einem kohlenhydratreichen Essen zu Unterzuckerung, dadurch zu Heißhunger, zu einem ständig zu hohen Insulinspiegel im Blut, später zu Insulinresistenz, darauf zu Fettleibigkeit und irgendwann einmal zu Diabetes.

    Auf keinen Fall darf ein Kind auf eine Hungerdiät gesetzt werden. Stattdessen sollten sich die Eltern über diese weit verbreitete Stoffwechselstörung informieren, zumindest Mutter und Tochter weniger Kohlenhydrate und mehr Fett essen. Eine Umstellung auf die Logi-Ernährung kann schon ausreichen. Wenn nicht, dann bleibt nur der Schritt zu einer kohlenhydratarmen und fettreichen Ernährung, wie schon vor Jahrzehnten von Dr. Wolfgang Lutz in seinem Buch "Leben ohne Brot" beschrieben.
    Äh... klar kann es sein, dass da auch eine Disposition dahintersteckt. Allerdings, wenn ich den Artikel (gerade ist er ja aus irgendeinem Grund wieder in der Bri-Startseite hochgeschoben worden) so lese, dann kann es nicht gutgehen, wenn jeder zweimal am Tag riesige Mahlzeiten mit zweimal Nachschlag isst, jedes Wochenene Croissants usw.
    Die ältere Tochter hat nur Glück, dass sie auf die Versuchungen auf dem Tisch nicht so anspringt (sie nimmt einen kleinen Teller, während die kleine zweimal nachlangt). Es liegt also nicht nur an den Lebensmitteln, sondern auch daran, wieviel jedes Familienmitglied reinschaufelt. Aber von den beschriebenen Essgewohnheiten der Tochter würde jeder wohl moppelig werden. Mit oder ohne Brot.

    Als ich den Artikel nochmal gelesen habe, hab ich mich allerdings auch gefragt, warum die Mutter so oder so ähnlich schreibt "WArum soll mein Kind wissen, wie mächtig eine Lasagne ist. Sie soll nur wissen, dass ihr Lasagne schmeckt". Hallo? Sowas gehört m.E. zum Grundwissen der Ernährung, dass man auch Kindern beibringt, was gesund, ungesund, Kalorienbombe oder Kraftspender ist. Wenn die Kinder das nicht mal wissen dürfen, wie sollen sie dann später eine ordentliche Ernährungsbalance hinbekommen?


  9. Registriert seit
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Liebes Brigitte Team,

    euer Bericht von dieser verzweifelten Mutter hat mich sehr berührt! Sie spricht mir regelrecht aus der Seele.
    Nun liegt der Bericht schon 4 Jahre zurück! Meine Tochter ist jetzt in genau diesem Alter und wir stehen heute genau vor diesem Problem/vor diesen Gedanken bzw ich als Mutter.
    Ich wüsste gern, was aus dieser Mutter bzw ihrer Tochter geworden ist. Sie sollte jetzt ca 13 Jahre alt sein.
    Haben sich die Speckröllchen im nächsten Wachstumsschub verwachsen? Wie ist *Tanja weiterhin mit dieser Situation umgegangen?
    Es würde mir so unendlich viel helfen mit jemandem darüber reden zu können, dem es genauso geht oder ging wie mir jetzt! Ich bin regelrecht verzweifelt und mache mir große Sorgen!
    Gibt es die Möglichkeit Kontankt zu *Tanja zu erhalten?

    Ich freue mich sehr über eine Antwort!

    Freundliche Grüße!
    Tizi1984

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