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  1. Registriert seit
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Ja, in gewisser Weise betrifft mich dieses Thema - um die Ecke rum sozusagen.
    Aber auch als Vater von zwei Söhnen, wobei die nie mit Übergewicht zu tun hatten, andere Dinge waren da am rumoren.

    Mein Anliegen sind vor allem die Kinder bei diesem Thema.
    Die Kinder müssen es nämlich ausbaden, was die Erwachsenen für Mist verzapfen!
    Und das weiß bspw. die Autorin des ersten Artikels auch ganz genau, auch wenn sie es dann wieder vor sich wegschieben und keine Verantwortung übernehmen will, bzw. die Möglichkeit erörtert, dass es so kommen kann.

    Schule kann brutal sein - als Eltern blickst du da ab einem bestimmten Alter der Kinder nicht mehr hinter, auch wenn du das fälschlicherweise glauben solltest.
    Und moppelige und dicke Kinder werden gemobbt - sogar deutlich häufiger, das war auch schon Gegenstand von Untersuchungen.
    Und gegen diese Mobberei kommst du als Eltern letztlich nicht gegen an, jeder der das glaubt, macht sich ganz gewaltig was vor.
    Und dicke Mädchen im Teeny-Alter sind nochmal doppelt bis dreifach angeschissen.

    Und was mich dann richtig auf die Palme bringt ist folgendes: wenn Eltern ihre Wünsche und Vorstellungen für eine bessere Welt faktisch auf dem Rücken ihrer Kinder austragen (wollen).
    Denn nichts anderes ist es, wenn Eltern sich der Verantwortung für ihre übergewichtigen Kinder entziehen wollen, in dem sie ihren übergewichtigen Kindern "den Rücken stärken" wollen - oder deren "Selbstwertgefühl" stärken wollen usw. usf. blabla ... das aber funktioniert NULL!!
    Aber jeden Morgen werden sie dann wieder von ihren Eltern in die Schule geschickt, aber sie sind dort OHNE ihre schlaumeiernden Eltern.
    Das ganze ist also eine völlig untaugliche Strategie für das einzelne Kind, um sich gegen eine mehr oder weniger große Horde von Mobbern zu erwehren - dagegen kommt kein Kind an auf Dauer, außer vielleicht eines unter tausend.

    Im Grunde genommen ist so eine Herangehensweise eine Sauerei: das ist ungefähr so, als wenn der Herr Oberleutnant seinen Soldaten die Waffen abnimmt, weil er Schießen und töten ja ganz furchtbar findet und sodann seinen Jungs den Befehl gibt, den gegnerischen Schützengraben zu erstürmen - selbstverständlich ohne ihn.
    Und nach der Schlacht meldet der Herr Oberleutnant seinem General dann furchtbar traurig, zerknirscht und gaaanz entsetzt den Verlust seiner Truppe ...

    VanDyck
    Hm, das würde voraussetzen, dass es etwas bringt, dem Kind zu sagen, Du isst so nicht richtig, Du bist auch nicht richtig, so wie Du bist, denn Du ist zu dick etc. Wie gesagt, das war bei mir die Wurzel allen Übels und der Beginn meiner jahrenlangen Essensleidengeschichte. Dass meine Mutter mir das Gefühl gegeben hat, ich sei nicht richtig so, hat mir lange das Gefühl gegeben, wenn nicht mal meine Mutter mich so liebt, wie ich bin, wie kann ich dann richtig sein?

    Und was die Mutter des Kindes in dem Artikel schreit, find ich total logisch. Sie schreibt, sie wünsche sich, dass es egal ist, welchen Umfang die Oberschenkel habe und dass man trotzdem geliebt werde. In meinen Augen ist das keine "maßlose und völlig lebensfremde Übertreibung und Zuspitzung". Das ist ihr ureigenster Wunsch, so geliebt zu werden, wie sie is(s)t. Und weil das ihr schon leider nicht geklappt hat und sie darunter noch leidet, überträgt sich das Problem auf ihr Kind. Was zugegebenermaßen traurig ist und dem Kind auch einfach gar nichts hilft. Nur seine tiefverwurzelten Probleme loszuwerden, ist auch nicht ganz leicht. Sage ich, obwohl ich nach wie vor Schwierigkeiten habe mit dem Problem, was meine Mutter auf mich übertragen hat.

  2. Avatar von Bisasam
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Der Artikel ist vielleicht deswegen so dramatisierend geschrieben, damit er polarisiert und gelesen wird. Nach der Resonanz hier zu urteilen, klappt das ja ganz gut.

    Mich spricht allerdings das Gefühl der Unsicherheit, das thematisiert wird, sehr an, und ich finde es gut, dass der Text Fragen aufwirft, ohne (scheinbar) einfache Lösungen zu präsentieren. Erziehung ist alles Andere als einfach, und aus meiner Sicht ist es völlig unmöglich, dabei familiäre Altlasten, Probleme… auszuklammern.
    Widersprüchlich finde ich die Schilderung der Wünsche der Verfasserin, und im Gegensatz dazu ihre Wahrnehmung, die mich tatsächlich annehmen lässt, dass sie selbst alles andere als ein entspanntes Verhältnis zum Thema hat. Nun ja: Menschen sind voller Widersprüche.

    Meine eigene Vorgehensweise – kurz und knapp: ich halte Gelassenheit für den richtigen Weg. Niemals habe ich einem meiner Kinder das Essen verboten. Verbotenes reizt doch ganz besonders. Meine Eltern haben an meine Vernunft appelliert: „Du wirst zu dick.“ Wie oft habe ich das gehört. Ich habe dann heimlich genascht. Mein ganzes Taschengeld habe ich für Pralinen ausgegeben, die ich heimlich gefuttert habe. Dabei hatte ich doch auch andere Hobbies! – Aber nein, das Thema Essen wurde richtig zum Problem. Deswegen habe ich beschlossen, dass es in unserer Familie kein Problem sein soll. Unsere Kinder waren immer gute Esser und Genießer, und es gab keine Verbote. Zeitweise waren sie etwas stramm, aber nur vorübergehend. Erst rückblickend, wenn ich mir alte Fotos anschaue, denke ich mir: Oh, sie waren schon sehr gut beisammen! Als Problem habe ich ihre Pölsterchen aber nie wahrgenommen, weswegen ich annehme, dass der Artikel kein persönlicher Bericht, sondern ein Auftragswerk ist. Im Laufe der Jahre sind unsere Kinder (es sind vier) normalgewichtig bis sehr schlank geworden. Der älteste Sohn fastet ab und an und neigt zu einer vegetarischen Ernährung, die seinen Prinzipien entspricht. (Er hält es nicht immer durch, aber meistens). Der Zweitälteste treibt viel Sport und reguliert damit sein Gewicht. Der Jüngste hat in seinem Beruf viel Bewegung und ist sehr schlank – so schlank, dass ich gern mal ein Verwöhn-Essen koche, damit er „mal richtig zu Kräften“ kommt. Die Tochter ist, was das Gewicht angeht, schon an der Untergrenze, weil sie ein kleines Kind hat, das sie rund um die Uhr auf Trab hält. – (Als ich in dieser Phase war, sah ich auch so aus wie sie.) Und als die Tochter mal Probleme anderer Art hatte, hat mich eine Psychologin in meiner Herangehensweise zum Thema Ernährung bestätigt.

    Eltern sind nicht die einzigen Bezugspersonen ihrer Kinder. Dieser Gedanke kann erschreckend sein, aber er hat auch eine entlastende Komponente. Es ist unmöglich, zu erziehen, ohne Fehler zu machen: dafür sind wir Menschen. Was wir unseren Kindern auch mit auf den Weg geben: es wird immer auch andere Einflüsse geben (positive wie negative), ob es uns passt oder auch nicht, und aus meiner Sicht ist es wirklich das Wichtigste, dass wir unser Kinder so annehmen, wie sie sind, und ihnen bedingungslose Akzeptanz vermitteln. (Die Welt ist verrückt und chaotisch genug). Hätte eines meiner Kinder ein krankhaftes Übergewicht entwickelt, dann hätte ich wohl ärztliche Unterstützung gesucht. Aber: ich rede nicht von ein bisschen „Babyspeck“.
    Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

  3. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von phaden Beitrag anzeigen
    Kinder verhungern nicht vor einem gedeckten Tisch.
    Verhungern vielleicht nicht, doch es gibt Kinder die lieber nichts essen, bevor sie was essen, was ihnen nicht schmeckt. Ich war selbst so ein Kind und habe auch einen Sohn, der so is(s)t. Das muss man als Eltern aushalten können und "aushalten" ist wohl etwas, was für manche Eltern sowieso ganz schwierig ist.

    Zitat Zitat von phaden Beitrag anzeigen
    Und die Eltern sollen den Tisch decken, das heißt die Lebensmittel aussuchen (die Teller kann auch das Kind hinstellen). Das Kind kann dann entscheiden, was es isst und was nicht und wie viel davon. Und das Ganze ohne despektierliche Kommentare.
    Warum ist das so schwierig?
    Warum muss ein Tanz um das Kind gemacht werden? Das schadet ihm, das macht es krank.
    Warum ist das so vielen Eltern egal?
    Vor allem für das fett gedruckte kämpfe ich im familiären Umfeld und im Freundeskreis. Es ist unfassbar wie da Mengen abgezählt werden und wie oft gesagt wird "iss doch noch was", wenn Kinder oder auch Erwachsene Essenspausen einlegen (die einem signalisieren könnten "ich bin satt").

    Das wird sogar zu mir gesagt, obwohl ich eindeutig übergewichtig bin. Ein Phänomen, dass ich überall beobachte, ich werde ständig aufgefordert mehr zu essen, lehne ich ab, weil ich satt bin, wird sofort gefragt "bist du auf Diät".

    Es scheint nur noch Völlerei oder Verzicht zu geben, ein gesundes Mittelmaß scheint schwierig.
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von Nubik Beitrag anzeigen
    Hm, das würde voraussetzen, dass es etwas bringt, dem Kind zu sagen, Du isst so nicht richtig, Du bist auch nicht richtig, so wie Du bist, denn Du ist zu dick etc.
    Eltern, die so etwas sagen, sind grausam. Dann geschieht genau das, was Du erlebt hast.
    Eltern haben ihre Bedenken oder Überlegungen ihrem Kind nicht vorzuhalten. Sie können es für sich behalten und einfach handeln.
    Die Ernährung umstellen oder sich mehr um das Kind kümmern. Sie sollten ihren Erwachsenenstatus dazu nutzen, dem Kind zu helfen und es zu leiten.
    Kinder sind nicht dazu da, mit den Eltern ihr Erziehungskonzept abzustimmen.
    Und was die Mutter des Kindes in dem Artikel schreit, find ich total logisch. Sie schreibt, sie wünsche sich, dass es egal ist, welchen Umfang die Oberschenkel habe und dass man trotzdem geliebt werde.
    Eine Mutter sollte immer ihr Kind lieben und es das auch spüren lassen.
    Aber es ist etwas anderes, wenn die Mutter wünscht, dass das Kind sich wohlfühlt oder glücklich wird und zwar mit etwas, mit dem es unter Garantie nicht glücklich werden kann.
    Das ist eine Projektion, die Mutter wünscht sich wohlzufühlen mit dem Status quo, das kann sie nicht von dem Kind verlangen.
    Das ist ihr ureigenster Wunsch, so geliebt zu werden, wie sie is(s)t. Und weil das ihr schon leider nicht geklappt hat und sie darunter noch leidet, überträgt sich das Problem auf ihr Kind.
    Genau das ist Projektion. Allerdings verwechselt sie Liebe mit Wohlfühlmodus.
    Sie liebt doch ihr Kind, weshalb zweifelt sie? Sie kann ihr Kind doch lieben, obwohl sie es zu dick findet. Wer hindert sie?

  5. Avatar von VanDyck
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von Nubik Beitrag anzeigen
    Hm, das würde voraussetzen, dass es etwas bringt, dem Kind zu sagen, Du isst so nicht richtig, Du bist auch nicht richtig, so wie Du bist, denn Du ist zu dick etc.
    Nein, nein!
    Keinesfalls musst du einem Grundschulkind als Eltern sagen, dass an dem Kind was falsch ist, es zu dick ist etc.
    Du musst letztlich als Eltern Vorbild sein in Ernährung und Lebensweise - und das ganze BEVOR das Kind zuviel Gewicht hat; hat das Kind erstmal zuviel auf den Rippen, dann ist das Kind ja schon sozusagen in den Brunnen gefallen und es wird sowieso sehr schwierig ... also: erst gar nicht in diese Situation reinrutschen, ist meine Auffassung.
    Eltern sollten sozusagen 'Bestimmer' sein und im besten Sinne 'anführen', selbstverständlich in einem angemessenen Rahmen und auf das Alter abgestimmt, auch in Ernährungs- und Bewegungsverhalten ... im angemessenen Rahmen 'angeführt' zu werden, schafft auch (psychische) Entlastung für ein Kind.

    Zitat Zitat von phaden Beitrag anzeigen
    Aber es ist etwas anderes, wenn die Mutter wünscht, dass das Kind sich wohlfühlt oder glücklich wird und zwar mit etwas, mit dem es unter Garantie nicht glücklich werden kann.
    Ja!!

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
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  6. Avatar von kleinenellie
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von Nubik Beitrag anzeigen
    Hm, das würde voraussetzen, dass es etwas bringt, dem Kind zu sagen, Du isst so nicht richtig, Du bist auch nicht richtig, so wie Du bist, denn Du ist zu dick etc. Wie gesagt, das war bei mir die Wurzel allen Übels und der Beginn meiner jahrenlangen Essensleidengeschichte. Dass meine Mutter mir das Gefühl gegeben hat, ich sei nicht richtig so, hat mir lange das Gefühl gegeben, wenn nicht mal meine Mutter mich so liebt, wie ich bin, wie kann ich dann richtig sein?
    Naja, das wiederum soll sie dem Kind ja nicht sagen. Sondern "liebevoll" und "hinternherum" zusehen, dass Kind um Gottes-Willen nicht noch "fetter" wird, als es eh schon ist.
    Wobei die "dicke" Mutter in Größe 40/42 natürlich alleine schuld daran ist, hier wird nicht nach der schuld des beteiligten Vaters gefragt.
    Nun gut, ich frage mich schon, wie dieses "liebevolle hintenrum" den in der Praxis aussieht.
    Entweder, die ganze Familie müsste die Ernährung umstellen. Das wäre schön, nur ob der schlanke Vater und die schlanke Schwester da mitspielen?
    Oder aber, es gibt ein Extra Essen fürs dicke Kind und damit würde selbst das naiveste Kind merken - so wie du bis jetzt bist, wie du isst, wie du aussiehst - das ist nicht in Ordnung! Ändere dich!

    Ob das so schön für das betreffende Kind ist - nun gut. Aber hauptsache schlank bis in Teenageralter oder bis 18 - danach sind sie ja aus dem Haus und danach die Sintflut

    Zitat Zitat von Nubik Beitrag anzeigen
    Und was die Mutter des Kindes in dem Artikel schreit, find ich total logisch. Sie schreibt, sie wünsche sich, dass es egal ist, welchen Umfang die Oberschenkel habe und dass man trotzdem geliebt werde. In meinen Augen ist das keine "maßlose und völlig lebensfremde Übertreibung und Zuspitzung". Das ist ihr ureigenster Wunsch, so geliebt zu werden, wie sie is(s)t. Und weil das ihr schon leider nicht geklappt hat und sie darunter noch leidet, überträgt sich das Problem auf ihr Kind. Was zugegebenermaßen traurig ist und dem Kind auch einfach gar nichts hilft. Nur seine tiefverwurzelten Probleme loszuwerden, ist auch nicht ganz leicht. Sage ich, obwohl ich nach wie vor Schwierigkeiten habe mit dem Problem, was meine Mutter auf mich übertragen hat.
    Sehe ich auch so. Aber ich denke mir bei diesem Thema immer, wenn jemand nicht direkt mal mit Essproblemen zu tun gehabt hat, kann dass nicht nachvollziehen. Wie ich persönlich zum Beispiel nicht nachvollziehen kann, dass jemand unbedingt rauchen muss. Nur das ich den Raucher nicht unbedingt abwerten muss und ihm zurufe: "hör doch einfach auf".
    In unserem Fall halt: "iss doch einfach normal".

    Und auch ich sehe eigentlich keine "lebensfremde" Übertreibung und Zuspitzung darin, wenn sich jemand wünscht, so aktzeptiert zu werden, wie man nun mal ist. Mit allen Macken und Kanten. Und von mir aus mit allen Rundungen und Speckröllchen. Wer bestimmt eigentlich, was schön zu sein hat?
    Die Modeschöpfer? Der Mainstream?
    Aufgemerkt, wenn wir Pech haben, sind vielleicht mal wirklich Dicke en Vogue.
    Fressen die Menschen, die heute noch lästern, dann tüchtig, um dazuzugehören?

    Ich wage es einfach mal und sage, wieso müssen sich denn eigentlich die hier angesprochenen Mobber und Fieslinge, die immer über andere lästern, nicht ändern? Weil Kinder nun mal gemein und brutal sind und man dies nicht ändern kann?

    Ich dachte immer, die sind doch so furchtbar unschuldig und rein - nun gut!
    M.E. wäre es zwar schon Erziehungsauftrag der Eltern, aufzupassen, was Kind so isst. Aber auch die Herzensbildung gehört zum Erziehungsauftrag. Und mobbende Kinder haben ihre Ansichten auch irgendwo her. Wenn Mami und Papi am Essenstisch über den fetten Kollegen oder die dicke Nachbarin herziehen, dann ist es kein Wunder, wenn am nächsten Tag der nicht ins Schema F passende Kumpel dran glauben muss.
    Alles Liebe, Nellie

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  7. Avatar von kleinenellie
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen

    Es scheint nur noch Völlerei oder Verzicht zu geben, ein gesundes Mittelmaß scheint schwierig.
    Das ist es, was mir auch immer mehr auffällt.
    Ich bin Jahrgang 75 und in Gegensatz zu vielen hier sage ich, dass es auch in meiner Kindheit Kinder gab, die so aussahen, wie das Mädel auf dem inzwischen gelöschten Bild aus den Artikel.
    Komischerweise sind die damals gar nicht so aufgefallen, die waren integriert (wie man heute so schön sagt), hatten Freunde und haben überall mitgemischt.
    Um das Gewicht wurde nie so ein Bohei gemacht, wie heute. Ich glaube, wenn da einer mit Diät für Kinder gekommen wäre, hätten die Eltern demjenigen einen Vogel gezeigt.
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  8. Avatar von kleinenellie
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von phaden Beitrag anzeigen
    Eltern, die so etwas sagen, sind grausam. Dann geschieht genau das, was Du erlebt hast.
    Eltern haben ihre Bedenken oder Überlegungen ihrem Kind nicht vorzuhalten. Sie können es für sich behalten und einfach handeln.
    Die Ernährung umstellen oder sich mehr um das Kind kümmern. Sie sollten ihren Erwachsenenstatus dazu nutzen, dem Kind zu helfen und es zu leiten.
    Kinder sind nicht dazu da, mit den Eltern ihr Erziehungskonzept abzustimmen.
    Eine Mutter sollte immer ihr Kind lieben und es das auch spüren lassen.
    Das müsste aber bedeuten, dass die Ernährung für alle umgestellt wird. Und natürlich muss das betreffende Kind mitspielen und darf dann nicht heimlich naschen


    Zitat Zitat von phaden Beitrag anzeigen
    Aber es ist etwas anderes, wenn die Mutter wünscht, dass das Kind sich wohlfühlt oder glücklich wird und zwar mit etwas, mit dem es unter Garantie nicht glücklich werden kann.
    Das ist eine Projektion, die Mutter wünscht sich wohlzufühlen mit dem Status quo, das kann sie nicht von dem Kind verlangen.
    Genau das ist Projektion. Allerdings verwechselt sie Liebe mit Wohlfühlmodus.
    Sie liebt doch ihr Kind, weshalb zweifelt sie? Sie kann ihr Kind doch lieben, obwohl sie es zu dick findet. Wer hindert sie?
    Naja, ich würde sagen diejenigen, die meinen, wenn Kind nicht in Schema F passt, wird es mit Sicherheit gemobbt. Oder es findet später keinen Freund und noch später keinen Mann. Und natürlich auch keine gute Arbeitsstelle, wird zum Hartzer und sitzt den ganzen Tag mit Chips und Flasche Bier vor der Glotze und guckt Trash-TV
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  9. Registriert seit
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von kleinenellie Beitrag anzeigen
    Das müsste aber bedeuten, dass die Ernährung für alle umgestellt wird. Und natürlich muss das betreffende Kind mitspielen und darf dann nicht heimlich naschen
    Wenn Eltern meinen, dass sie die gesamte Ernährung umstellen müssen, dann haben sie anscheinend allesamt ungesund gelebt und die Änderung ist dringend nötig.
    Und Eltern, die nicht im eigenen Hause entscheiden können, was auf den Tisch kommt, haben noch Grundsätzlicheres versäumt.
    Außerdem hat ein zu dickes Kind noch andere Probleme als das Essen. Es fehlt ihm Bewegung, Ablenkung und wahrscheinlich auch Aufmerksamkeit (oder es hat zu viel). Alles das können Eltern überlegen und dahingehend etwas unternehmen.
    Und das, was Eltern unternehmen, hat Kinder (bis zu einem bestimmten Alter) nicht zu interessieren. Es wird gemacht und gut ist.
    Naja, ich würde sagen diejenigen, die meinen, wenn Kind nicht in Schema F passt, wird es mit Sicherheit gemobbt. Oder es findet später keinen Freund und noch später keinen Mann. Und natürlich auch keine gute Arbeitsstelle, wird zum Hartzer und sitzt den ganzen Tag mit Chips und Flasche Bier vor der Glotze und guckt Trash-TV
    Wie bitte? Jemand, der mein Kind ablehnt, hindert mich daran, mein Kind zu lieben? Dann ist es nicht weit her mit der Liebe.
    Wer so denkt, der sollte sich ein Auto, eine Villa und ein Pferd kaufen, aber sich kein Kind anschaffen.

  10. Avatar von kleinenellie
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    AW: Ist mein Kind zu dick?

    Zitat Zitat von phaden Beitrag anzeigen
    Wenn Eltern meinen, dass sie die gesamte Ernährung umstellen müssen, dann haben sie anscheinend allesamt ungesund gelebt und die Änderung ist dringend nötig.
    Und Eltern, die nicht im eigenen Hause entscheiden können, was auf den Tisch kommt, haben noch Grundsätzlicheres versäumt.
    Außerdem hat ein zu dickes Kind noch andere Probleme als das Essen. Es fehlt ihm Bewegung, Ablenkung und wahrscheinlich auch Aufmerksamkeit (oder es hat zu viel). Alles das können Eltern überlegen und dahingehend etwas unternehmen.
    Und das, was Eltern unternehmen, hat Kinder (bis zu einem bestimmten Alter) nicht zu interessieren. Es wird gemacht und gut ist.
    Naja, ich habe keine Kinder, kann mich aber noch gut erinnern, als ich selber eines war.
    Und einfach sagen: "Basta, so ist es", das geht vielleicht noch bei ganz kleinen Kindern, bei Schulkindern wird es schon schwieriger

    Ob sich die Familie in diesen Bericht allesamt falsch ernähren?
    Kann man doch eigentlich nicht sagen, Vater und Tochter 2 sind ja anscheinend schlank.
    Und ja, es gibt nunmal Menschen, die dürfen weniger essen als andere, weil es bei ihnen leichter anschlägt.
    Das hat nicht mal was mit Bewegung zu tun, das liegt nunmal an den einzelnen Menschen und seiner "Grund-Figur".

    Und wenn ich den Artikel richtig gelesen habe, ist das Mädel doch ein sehr aktives Kind, also nichts mit Stubenhockerin?

    Zitat Zitat von phaden Beitrag anzeigen
    Wie bitte? Jemand, der mein Kind ablehnt, hindert mich daran, mein Kind zu lieben? Dann ist es nicht weit her mit der Liebe.
    Wer so denkt, der sollte sich ein Auto, eine Villa und ein Pferd kaufen, aber sich kein Kind anschaffen.
    Ich hoffe doch sehr, dass die Mutter in den Artikel ihr Kind trotzdem liebt.

    Aber das von mir beschriebene Szenario wurde hier doch schon von einigen Usern angebracht.
    Das Mädel würde sicher später in der Schule gemobbt. Erst recht wenn sie dann mal ein Teenager wäre, dann würde sie mit Sicherheit als einzige keinen Freund abbekommen. Oder so ähnlich.

    Ich habe mich gefragt, warum nicht die Mobber falsch liegen oder schlecht erzogen sind?
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