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    Drittes Kind - Ojeeh!

    Hallo liebe Leute,

    tja, wo soll ich anfangen?
    OK: Ich weiss seit einigen Tagen, dass ich zum dritten Mal schwanger bin. Und bin noch gewissermassen in der Schockphase.

    Es ist nicht so, dass ein drittes Kind gänzlich ausgeschlossen war bei uns. Im Gegenteil, der Gedanke war da, und ich habe auch schon im "Das dritte Kind-"Strang mitgeschrieben. In den letzten Wochen aber bin ich zum Schluss gekommen, dass ich das erst mal nicht will. Mindestens ein Jahr lang nicht. Oder vielleicht auch gar nicht.

    Jetzt ist es ungeplant passiert und ich würde am liebsten die letzten 4 Wochen zurückdrehen. Geht leider nicht. Von Freude ist noch nicht viel zu spüren. Eher Angst und Sorgen. Es sind vielleicht nur peanuts, aber trotzdem...

    Wir haben zwei Kinder (3 und 1), die sind super. Pflegeleicht, rel. gute Schläfer und sehr selbstständig. Sie geht 2 Tage pro Woche in die Kita und fühlen sich dort sehr wohl. Mein Mann und ich betreuen abwechseln und können auf ein gutes Netzwerk zugreifen. Wir können ganze Tage mit den Kindern bei Freund/innen oder den Grosseltern im grossen Haus mit Garten verbringen, und beide Kinder bleiben auch schon mal über Nacht alleine dort. Wir arbeiten beide, und zumindest ich habe auch eine rel. sichere Arbeitsstelle, die auch mit 3 Kindern gut machbar wäre.

    Was spricht dagegen? Es sind für mich "egoistische" Gründe: Die beiden Schwangerschaften haben mir körperlich viel abverlangt. Ich könnte immer noch heulen, wenn ich meinen Körper im Spiegel anschaue. Gerade eben hatte ich wieder mit Sport angefangen, um die Figur irgendwie in den Griff zu kriegen. Nach dem zweiten Kind hatte ich hormonbedingt sicher die Hälfte aller Haare verloren. Ich sehe aus wie die Kreuzung zwischen der Chemopatientin und einem gerupften Huhn. Jetzt ist es gerade wieder einfacher mit den Kindern; Sommer kommt, sie sind weniger krank, jetzt hatte ich mich gerade darauf eingestellt, dass wieder mehr an Aktivitäten auch mit meinem Partner oder auch alleine möglich sind. Dass ich meinen Körper und einen Teil meiner Persönlichkeit wieder "für mich" habe.

    Zumal auch unsere Wohnung für 5 Personen zu klein ist. Aus verschiedenen Gründen scheuen wir aber zurück, umzuziehen...

    Neben den Sorgen, die ich mir realistisch mache (Haarausfall, Figur, Schmerzen bei Geburt (überlege, ob ich jetzt einen Wunschkaiserschnitt machen soll nach 2 normalen Entbindungen), Schreien, endlose Müdigkeit, Gefühl, älteren Kindern überhaupt nicht gerecht zu werden), kommen nun noch andere Sorgen: Was, wenn das Kind nun ein Schreikind wird? Wenn es krank ist? Gibt ja keine Garantie, dass es so easy läuft wie bei den beiden Grossen?

    Ich brauche etwas Zuspruch
    Und vielleicht aufbauende positive Erfahrungen.

    Danke

  2. User Info Menu

    AW: Drittes Kind - Ojeeh!

    Liebe Sandra,

    meine Kinderplanung ist zwar längst abgeschlossen, ich berichte also vom 3.Kind meines Umfeldes

    ALLE, wirklich alle 3.Kinder -egal ob unbedingt gewollt, entstanden, oder irgendwie passiert-
    haben einen ganz, ganz, besonderen Platz -in jeder Hinsicht-eingenommen:

    Es war z.B ein Geschlecht, was bisher noch nicht da war, es entstand das sichere Gefühl, kein weiteres Kinder mehr zu wollen (gibt wirklich eine sonst oft zermürbende Entscheiderei), es wurde ein Sorgenkind-führte damit aber Familienmitglieder plötzlich unerwartet nah zusammen......etc

    Aus der Sicht der heute "erwachseneren" twix und den von dir gegebenen Umständen würde ich flapsig sagen:

    "Chill mal Mutter"

    Deine Zeilen klingen so positiv und das, obwohl du soviel Bedenken geschrieben hast.
    Die ich absolut nachempfinden kann-gerade auch den für dich doofen körperlichen Nachteil-oberätzend!!

    Ich wünsche dir von Herzen eine RIESENportion Gelassenheit, dass du/Ihr alle das schafft und seh die Großfamilie im Geiste schon durch das große Haus/Garten der Großeltern am Tisch sitzen

    DAs wird nicht leicht-keine Frage-aber wenn du wirklich in den typisch schwierigen Phasen gut auf dich aufpasst, dir/euch viel Gutes und Entlastendes gönnen kannst,wird es in den wieder besseren Jahren danach soo ein großes Geschenk sein

    Alles Liebe
    twix
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

  3. Inaktiver User

    AW: Drittes Kind - Ojeeh!

    Liebe Sandra,

    versuch es doch ein bisschen positiver zu betrachten, die Sorgen im Vorfeld nutzen nichts und lassen somit keine Freude aufkommen.

    Es kann doch ganz anders kommen, als das bei den anderen Schwangerschaften war. Es kann eine gute Zeit werden, du kannst trotzdem etwas Sport machen und achten, dass du nicht so arg viel zunimmst und dich wohl fühlen in deiner Haut, dann sieht dein Körper kurz nach der Geburt bald wieder so aus, wie er war. Die Geburt kann gut verlaufen und schnell mit weniger Schmerzen und das Baby kann ein ganz Liebes werden, das mehr lacht als schreit, ein Sonnenschein sozusagen!

    Es kann alles gut sein und wenn es dann doch Sorgen geben sollte kannst du dich beizeit damit beschäftigen,

    ich wünsche dir viel Glück und dass die Freude bald in deinem Herzen ist und eine gute Schwangerschaftszeit,

    Karla

  4. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Drittes Kind - Ojeeh!

    Ich habe 3mal mit einer geplanten Sektio entbunden und finde, das war eine gute Entscheidung
    und ich würde mich wieder dafür entscheiden, wäre ich erneut schwanger.
    Das ist aber eine sehr pers. Entscheidung, zu der man Mütter nicht drängen sollte - bei mir war aber alles o.K. und sehr entspannt und sicher und ich würde aus positiver pers. Erfahrung heraus vom Kaiserschnitt jetzt gar nicht abraten ...

    Nach einer Nacht in der Klinik konnte ich nach 36 Stunden immer gut mit gesundem Baby nach Hause und dort mein Wochenbett gestalten.

    Ansonsten, ja auch meine Figur ist seit der dritten Schwangerschaft und dem dritten Kind auch nicht mehr beim Alten.... nach der ersten Schwangerschaft bin ich die Pfunde noch gut los geworden .... nach der Dritten nicht mehr.
    Vermutlich aber normal soweit und ich brauche meine Nerven jetzt wirklich mehr für den Alltag mit meinen 3 Kindern und habe weniger Nerv für Diäten, Sport ....

    und um realistisch zu sein, wir haben uns mit dem 3. Kind tatsächlich verändern müssen.... wir brauchten tatsächlich mehr Platz, mehr Kinderzimmer, das größere Auto, die größere Küche, die größeren Bratpfannen ...

    das 3. Kind war eine extra finanzielle Belastung ... und ist es immer geblieben...
    wir brauchen jetzt z.B auch jedesmal 2 Hotelzimmer, wenn wir in den Urlaub düsen.

    Dieses Kind wird seinen Platz im Leben beanspruchen, braucht seine Zeit, Hinwendung, Aufmerksamkeit ...

    Und was soll ich sagen, so pflegeleicht wie meine beiden Ältesten, ist mein Jüngster tatsächlich nie gewesen ... von Anfang an nicht und bis heute nicht ...
    wir nennen ihn immer mal wieder Benito ... nach dem Diktator... denn er hat mehr eigenen Willen, als ich je bei anderen Kindern erlebt habe.
    Ja, hoppla, ich weiß schon, wieso ich all meine Nerven brauche und gute Nervennahrung


    Aber verzichten wollte ich auf meinen Jüngsten keinen Tag im Leben!!!
    Ohne ihn... das ginge gar nicht, wären wir nie komplett.
    Gäbe es auch viel weniger zu lachen und würde immer einer fehlen.


    Du wirst dieses 3. Baby lieben ... und es dich ... und eigentlich kommt es nur darauf an!

    Alles Weitere wird sich dann schon finden.
    Und Probleme löst Du dann, wenn und wie sie konkret aufreten.
    Es bringt gar nichts vorab über irgendwelche Eventualitäten zu grübeln, die da so nie eintreten. Kathastrophen sind aber selten und eher nicht planbar. Verschwende heute noch keinen Gedanken daran, was alles sein könnte. Meist kommt es ja doch besser, als man denkt!
    Positiv denken ist hilfreich...stress dich doch nicht mit Sorgen, die Du noch gar nicht hast!



    Immerhin hast du jetzt schon einiges an Erfahrung und viel Routine hattest bereits mit 2 Babys den Alltag im Griff ohne dass du verzweifeln musstest, da wird auch mit dem dritten Kind nicht das volle Chaos ausbrechen .. und wenn doch, sieh es locker - kein Baby und Kind erwartet je Perfektion von Dir!

    Ja, chill mal - Du hast den Kindvater, Oma, Opa, diese mit Haus und Garten- Kinderbetreuung und Kita, du wirst also Hilfe und Unterstützunge finde, wenn Du sie brauchst und bist nicht alleine! Wunderbar - und dazu dann noch eine sichere berufliche Perspektive als Mutter ... noch bessere Voraussetzungen sind doch eher selten!


    Ja, es ist wirklich nicht immer einfach ... aber meine 3 Kinder machen mein Leben reich und mein Jüngster ist da keine Ausnahme und küsst und drückt mich jeden Tag - egal wie meine Figur ist, egal ob ich in die Jeans Größe 40 passe ... er liebt mich und ich ihn!

    Lege dir also eine Friur zu, die zu deinen aktuellen hormonellen Problemen passt und bei der lichtes Haar weniger auffällt und sei während der Schwangerschaft und während der Stillzeit auch genußvoll dick und rund - so hat die Natur es eben auch gewollt und eingerichtet und solange du nicht Heidi Klum bist, kannst Du auch zu all den Veränderungen stehen, die Schwangerschaften und Geburten hinterlassen.
    Das Leben geht eben nicht spurlos an einem vorbei - man lebt wirklich glücklicher, wenn man diesen Umstand für sich akzeptiert.
    Geändert von Lonamisa (04.07.2014 um 13:52 Uhr)

  5. Moderation

    User Info Menu

    AW: Drittes Kind - Ojeeh!

    Ich kenne beides - mit dem dritten Kind schwanger sein und Sorgen haben, es nicht zu schaffen (diese Schwangerschaft habe ich früh verloren, zu meinem Leid aber auch Erleichterung), und den erneuten sehnlichen Wunsch nach dem dritten Kind und die Freude dann über die Schwangerschaft.


    Meine drei sind 21 und 41 Monate auseinander. Meine Erfahrung ist, daß mit dem dritten Kind das "Gleichgewicht" in der Familie kippt, es ein Kinderübergewicht gibt, man ist schon irgendwie "kinderreich". Aber ich finde das hauptsächlich positiv, es waren bislang so intensive Jahre mit den dreien, die ich nie, nie missen möchte.


    Trotzdem ist meine Erfahrung auch, daß der Sprung von 0 auf eins der größte ist, in das dritte Kind sind wir hineingewachsen und es hat sich sehr organisch angefühlt (trotzdem ich eine Gestose bekam und es nach zwei Vaginalgeburten dann eine ungeplante Sectio wurde, das Kind ziemlich leicht war und ich wirklich erschöpft nach der Geburt und den Ödemen). Wenn dann mal nur ein Kind zuhause war, weil zwei unterwegs waren, fühlte sich das Haus still und leer an. Als wir anfangs "nur" ein Kind hatten, war das tagesfüllend


    Ich habe noch einmal die Baby- und Kleinkindzeit ganz bewußt erlebt, ich wußte, dies ist mein letztes Kind (toitoitoi). Und das Kind war so freundlich, ein ruhiges Baby zu sein nach zwei Schreihälsen, und hat sich dann zu einem energischen, quirligen, fröhlichen Kind entwickelt, das sich seine ganz eigenen Nischen in der Familie sucht.

    Inzwischen sind die Kinder größer, das jüngste ist 10, das älteste wird 16. Sie sind eine eingeschworene Riege, die füreinander einsteht und sozusagen eine ganz selbständige Gruppe innerhalb der Familie ist.


    Ich selbst war zwar zunächst von der Gestose mitgenommen, aber sonst nach drei Schwangerschaften nicht mehr körperlich belastet oder dauerhaft runder oder sonstwie verändert. Nur wenig Zeit für Sport, das ist über Jahre geblieben (aber das lag auch daran, daß ich ab einem Zeitpunkt sehr meinen Beruf forciert habe und dann die restliche Zeit für die Familie wollte).


    Wir haben noch länger mit drei Kindern in einem kleinen Haus mit vier Zimmern gewohnt, die Kinder teilten sich eins und das älteste bekam einen Schreibtisch ins Arbeitszimmer gestellt, als es in der Schule begann. Das war gar kein Problem.


    Liebe Sandra, nur Mut! Drei ist eine ganz wunderbare Zahl.


    ps. Ihr könnt ja versuchen, dir etwas Raum zu schaffen, z.B. das jetzt kleine, dann mittlere Kind auch betreuen zu lassen (stunden- oder tageweise), damit deine Kraft ausreicht.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  6. Inaktiver User

    AW: Drittes Kind - Ojeeh!

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Liebe Sandra,

    ALLE, wirklich alle 3.Kinder -egal ob unbedingt gewollt, entstanden, oder irgendwie passiert-
    haben einen ganz, ganz, besonderen Platz -in jeder Hinsicht-eingenommen:

    eine RIESENportion Gelassenheit, dass du/Ihr alle das schafft und seh die Großfamilie im Geiste schon durch das große Haus/Garten der Großeltern am Tisch sitzen
    ....
    DAs wird nicht leicht-keine Frage-aber wenn du wirklich in den typisch schwierigen Phasen gut auf dich aufpasst, dir/euch viel Gutes und Entlastendes gönnen kannst,wird es in den wieder besseren Jahren danach soo ein großes Geschenk sein

    Alles Liebe
    twix
    Das obere kann ich bestätigen, auch aus eigener Erfahrung; kann aber auch-aus eigener Erfahrung- nachvollziehen, wie du dich fühlst

    Als meine Großen 3 und 1 waren, dachte ich, ich wäre schwanger- ich empfand es damals als Katastrophe. Zum Glück war es fehlalarm.
    Einige Jahre später war es dann wirklich so und es war im Nachhinein das Beste, was passieren konnte: ich konnte noch mal für 3 Jahre aus dem Beruf aussteigen, wo ich mich völlig überfordert fühlte mit den 2 Kindern, die ständig krank waren und unzureichenden Betreuungsmöglichkeiten. Das 3. Kind war und ist so ein ruhiges, pflegeleichtes Kind wie eigentlich alle 3. Kinder, die ich kenne .

    Aber die Gegebenheiten für ein 3. Kind sind doch insgesamt recht günstig: sichere Arbeitsstelle, Betreuung durch Großeltern- diese Dinge hatte ich damals nicht (daher rührte auch die Verzweiflung damals).
    Also Kopf hoch- du wirst es schaffen und die Freude kommt schon noch (kam bei mir auch immer erst später) !

  7. Inaktiver User

    AW: Drittes Kind - Ojeeh!

    Hallo Sandra,

    hier, ich mach Dir Mut und gebe Dir Zuspruch
    Ich habe auch mehrerererere Kinder, geplant und ungeplant, sie sind erwachsen.

    Eure Rahmenbedingungen passen für ein drittes Kind, so nehme ich Deinen Beitrag wahr. Du hast zwei zauberhafte Kinder, die Wahrscheinlichkeit, dass das dritte Kind auch zauberhaft wird, liegt schon sehr nahe.
    Mensch erwartet oft Negatives, hat Angst.
    Versuch das mal umgekehrt, besetze mal alle negativen Gedanken mit einem positivem Beispiel.

    Was die Art der Entbindung angeht, lass Dir da Zeit. Du musst Dich nicht festlegen, Du wirst ein Gespür dafür bekommen, was dann richtig ist. Und wenn am Ende der Schwangerschaft für Dich ein Wunschkaiserschnitt vom Gefühl her gut ist, dann ist das so. Und wenn Du am Morgen des OP-Termins auf einmal doch eine natürliche Geburt willst, dann ist das auch so gut (die Ärzte und OP-Pfleger können damit umgehen). Dann haben sie eine kurze Pause und der nächste Patient kommt mit seiner OP früher dran und muss nicht mehr länger nüchtern sein.

    Trotzdem verstehe ich Deine Überlegungen, was Deinen Körper angeht. Du hast jetzt zwei Mal die Erfahrung gemacht, wann Du Deine Kinder ungefähr das erste Mal woanders alleine schlafen lassen konntest. Das behalte im Hinterkopf, für Auszeiten dann nur für Dich, Yogaferien, Wellness etc.

    Was ich an Deiner Stelle auf alle Fälle einplanen würde, wäre eine Eltern-Kinder-Kur oder Mutter-Kind-Kur. Eltern-Kind-Kur geht, wenn die Mutter selbst auch kur-/reha-bedürftig ist. Dann bist Du die Kur-/Reha-Patientin und der Vater ist die Begleitperson für die kleinen Kinder. Denn wenn Mutter sich auch noch um die Kinder kümmern müsste, gäbe es keinen Kurerfolg. Du kannst Dich erkundigen beim Müttergenesungswerk oder zum Beispiel bei kur.org
    Ein "lyrisch-poetisches" formulieren der Bedürftigkeit ist da durchaus sinnvoll und erfolgversprechend. Ich meine, dann drei Kinder, arbeiten gehen, da darf Familie schon mal etwas Kraft schöpfen und erholungsbedürftig sein.
    Oder auch schon vor der Entbindung, eine Kur für schwangere Frauen?

    Ihr solltet Euch ganz aktiv um die Zeit nach der Entbindung schon jetzt kümmern. Schau Dich um, was es für Möglichkeiten gibt, damit Du in einer für Dich passenden Zeit ein gutes Körpergefühl bekommst. (Du sollst natürlich die ganze Zeit ein gutes Körpergefühl haben!). Aber ich weiß, dass es ein Unterschied ist, ob man sich überwiegend als Mama fühlt oder eben als weiblich-erotisches-und-überhaupt-Weib.

    Vielleicht lassen Dich diese oder ähnliche Ideen etwas gelassener mit den körperlichen Veränderungen einer dritten Schwangerschaft umgehen?

    Alles Gute wünsche ich Dir

  8. User Info Menu

    AW: Drittes Kind - Ojeeh!

    Liebe Sandra,
    in so relativ kurzen Abständen schwanger zu werden,ist in der Tat anstrengend.
    Ich erlebe das gerade bei meiner Schwiegertochter,die innerhalb von knapp 2 Jahren
    ihre Kinder (und die meines Sohnes natürlich) bekam. Wenn ich mir jetzt vorstelle, ein Drittes
    käme in sehr absehbarer Zeit dazu....
    Andererseits: so wie ich es herauslese, war ein 3.Kind durchaus im Rahmen des Vorstellbaren ?!
    Dann hat dein 3.Kind diese Chance genutzt, bevor ihr euch es anders überlegt...

    Das du dir Sorgen um deinen Körper machst ist nachvollziehbar,aber wenn nach Nr. 3
    die Familienplanung eventuell abgeschlossen ist, wird nach und nach deine körperliche
    Zufriedenheit zurück kommen, zumal es wirklich effektive Gymnastik gibt.Klar ist das
    mit 3 kleinen Kindern nicht einfach durchzuziehen,daher nutze jede, wirklich jede denkbare
    Hilfe für kleine Auszeiten. Hier gibt es sogar einen Verein,der gestressten jungen Müttern,
    Familien ehrenamtlich hilft- bei euch eventuell auch ? Auch sich mit Müttern in ähnlicher Lage
    vernetzen kann hilfreich sein,Kinderbetreuung auf Gegenseitigkeit, jedenfalls gibt es
    Hilfen- man muss sie nur kennen und annehmen.

    Meine 3 Kinder sind in grossen Abständen zur Welt gekommen,jedesmal ein Neuanfang
    mit Windeln und Co.Andere finden das schrecklich, für mich war es ok, es hatte seine
    Gründe und nun bin ich eine junge Oma und mein Jüngster ist auch erst 6 Jahre.
    Ihn- auch ungeplant zwar- würde ich extremst vermissen

    Ich wünsche dir und deiner Familie alles Liebe und viel Kraft und Spass als
    "Großfamilie"
    Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
    kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
    wir waren

    Aharon Appelfeld

  9. User Info Menu

    AW: Drittes Kind - Ojeeh!

    Liebe Sandra,
    als drei-Kind-Mama versuch ich mal, dir etwas mut zu machen.

    Ich will nicht sagen, dass das alles ganz einfach wird, zumal ich ganz gut verstehen kann, dass du mit zwei noch ziemlich kleinen Kindern erstmal ein bisschen altersabstand und abstand von Baby- und kleinkindalter wolltest.

    Bei uns ist der altersabstand jeweils grösser(3j, 4j, geplant etwas geringer, aber wie das Leben so spielt). Ich wäre oft froh, der Abstand wäre geringer. Klar, durch den Abstand ist manches entzerrter, andererseits habe ich bei manchen Dingen, mit denen man schon komplett abgeschlossen hatte und die dann von vorne anfangen, das Gefühl, in einer endlos-schleife zu hängen.

    Was ich damit sagen will: am Anfang ist der geringe Abstand sicher nervig und anstrengend , aber auf lange Sicht hast du dann auch viele Phasen schneller hinter dir und du hast nach dem Stress auch früher wieder Entspannung und zeit für dich.
    Genauso kannst du dann die unangenehmen ss-Auswirkungen wieder abhaken.

    Jetzt komme ich von der Beschreibung der negativen Aspekte zu den positiven: ich teile die Meinung, dass es toll ist, drei Kinder zu haben.
    Unsere Nr 3 ist jetzt nicht besonders pflegeleicht(auch nicht besonders schlimm, aber er war zB was den Schlaf anging das anstrengendste Kind) , aber er ist für keinen von uns wegzudenken und es ist jede Mühe wert.
    Bei mir setzt auch erst mit Nr 3 eine gewisse Gelassenheit ein, die ich bei den großen nicht so hatte. Finde ein drittes Kind schon nochmal charakterbildend. Davon profitieren die großen auch.

    Dann entwickelt sich unter den Geschwistern eine ganz neue Dynamik, schön anzuschauen.
    Und was ich als sehr positiv empfinde : wenn ein Kind mehr elterliche Aufmerksamkeit braucht, bleibt nicht ein Kind übrig und fühlt sich zurückgesetzt, sondern die zwei "übrigen" haben sich dann gegenseitig .

    Schliesslich lesen sich eure äußeren Bedingungen fast ideal mit Unterstützung vor Ort.
    Hier nicht und mein Mann pendelt und arbeitet recht lang, allerdings hat er bei nr3 ein Jahr Elternzeit genommen (ich davor 6 Monate ) und das war für mich ein wichtiges psychologisches Moment, so dass ich mich nicht als "nur-noch-alleinzuständiges-muttertier" gefühlt habe.
    Ist so eine Lösung vlt auch was für euch?
    Was sagt dein Mann überhaupt zur ss?

    Wohnung: wird sich finden, erstmal braucht das kleine Wesen ja noch nicht so viel platz, da müsst ihr nichts überstürzen.
    Auch wunschkaiserschnitt: wenn dir das das zurechtfinden in der ss erleichtert, warum nicht? Aber das kannst du entscheiden, wenn du in der ss mehr angekommen bist.

    Nur Mut, du schaffst das! Klar, Garantien, zB für ein gesundes , ein nicht-Schrei-Kind gibt es nicht, aber die gab es ja beim ersten und zweiten Kind auch nicht, trotzdem hast du die geplant bekommen, hoffe, du verstehst, wie ich das meine .

    Gibt sicher noch mehr zu sagen, aber das wichtigste ist: das Leben mit drei ist im Ergebnis turbulent , bunt und sehr, sehr schön!!

    Hüpf doch gerne wieder in den " das dritte Kind Strang" rein, wir würden uns freuen, die "aufbauphase" mitzuerleben!!!

    Alles Gute und viel mut und Zuversicht!
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

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    AW: Drittes Kind - Ojeeh!

    Hallo liebe Sandra,

    . Mein Großer war knapp drei Jahre und der Kleine Bruder gerade 1 Jahre alt geworden als ich mit meiner Tochter schwanger wurde. Sie kam dann im März dieses Jahres zur Welt. Das wären dann genau deine Abstände, wenn ich mich nicht verrechnet habe.

    Mein Großer war ein sehr anstrengendes Kind (Flaschenkind und KS), viel geschrien, hatte Koliken und hat viele Monate nicht durchgeschlafen.

    Mein Mittlerer war das Anfängerbaby schlechthin. Nach drei Tagen auf der Welt (spontan), schlief er durch und stillte wie ein kleiner Profi. Er ist bis heute noch der Pflegeleichteste von allen.

    Und meine Jüngste (wieder spontan) jetzt ist wieder recht anstrengend. Also nix mit das dritte Kind ist meist am leichtesten, puh, näh.

    Aber weißte was? Egal. Egal weil du die Erfahrungen der anderen beiden hast und dir zu helfen weißt. Beim Großen war ich hilflos und musste es (also das Muttersein sozusagen) erst lernen. Somit war und ist mein Fazit, dass die Umstellung von 0 auf 1 weitaus schlimmer für mich war. Das Dritte läuft zwar nicht nebenher wie der Zweite, aber auch das habe ich dann irgendann drauf gehabt.

    Ein neues Auto haben wir natürlich auch gekauft, war aber sowieso fällig. Die Wohnung ist mit drei Zimmern zu klein, aber für die ersten zwei Jahre doch machbar. Wir haben Zeit uns was passendes zu suchen wenn ich wieder arbeiten gehe. Das sind alles Dinge, die man doch lösen kann.

    Zur Figur. Gut, das ist ein Punkt, der mir auch nicht gefallen hat. Ich habe meine erste Schwangerschaft mit ca. 59 Kg gestartet und bin jetzt leider bei 80 Kg.......... Ist ein sehr weiter Sprung und auch so andere Dinge sind nicht mehr wie vorher. Die Brust hängt (noch, das gibt sich ja auch wieder etwas, habe vor ein paar Wochen abgestillt) und die vielen Streifen nerven. Aber auch hier: Du hast noch so viele Jahre Zeit da was dran zu drehen.

    Unvorhergesehenes: Damit darfst du nie nie rechnen. Man bekommt alles immer irgendwie hin (und du sagtest doch, dass euer Netz sehr gut ist???) egal was passiert.

    Ich bereue es nicht meine Tochter bekommen zu haben und das wirst du auch nicht! Das erste verflixte Jahr ist immer sehr schlimm, aber danach (weißt du selber aus erster Hand) wirds erst so richtig schön!
    Aller guten Dinge sind drei


    10/12/14


    Und niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.

    Goethe

    Bino von und zu:

    Pimboli, Sandra1990, Anne3186, Icebaer, Callalilly, und angel76

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