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  1. Inaktiver User

    AW: "Du hast ja Zeit zuviel" - Kind in der KiTa, Mann auf der Arbeit, Mama Zuhause.

    Zitat Zitat von Robin_Scherbatsky Beitrag anzeigen
    Ich will damit nicht sagen, dass berufstätige Frauen ihre Kinder weniger lieben und weniger für sie machen. Aber wenn man Karriere im Job machen möchte, muss man präsent sein und kann nicht immer wegen einem kranken Kind zuhause bleiben. Der Tag ist abends zu Ende und wer Vollzeit arbeitet, schafft nicht mal eben einen kompletten Haushalt nebenher.
    Das kann ich nicht bestätigen. In meinem Umfeld arbeiten alle Eltern Vollzeit (bis auf eine Mutter, die krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten kann) und selbstverständlich haben die alle auch einen Haushalt. Die meisten sogar ein Haus mit Grundstück (wir wohnen ländlich). Manche haben noch die Großeltern in der Nähe, aber längst nicht alle (und längst nicht alle Großeltern sind noch fit oder lebendig). Und Haushälter gibt's bei uns nicht (mein Nachbar hat sowas - Haushälterin, Gärtner, was weiß ich nicht alles -, aber der ist Millionär - normale Menschen machen das bei uns selbst).

  2. Inaktiver User

    AW: "Du hast ja Zeit zuviel" - Kind in der KiTa, Mann auf der Arbeit, Mama Zuhause.

    Der übliche Verlauf ... auch hier wieder Neider, Rechthaber, mit-dem-erhobenen-Finger-Droher ...

    Liebe TE, lass die Leute doch einfach reden. Wer neidisch sein kann, hat doch offenbar nichts Dringenderes im Leben zu tun.
    Sag einfach "Ja, ne? Ich habe es echt gut getroffen." - Dann hören die Leute von selbst aus, das wollen sie so deutlich nämlich gar nicht hören.

    Und die Sache mit Job, Ehe, Rente, selbst für sich sorgen können ... kannst du sicher selbst im Blick behalten.

  3. Avatar von Robin_Scherbatsky
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    AW: "Du hast ja Zeit zuviel" - Kind in der KiTa, Mann auf der Arbeit, Mama Zuhause.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der übliche Verlauf ... auch hier wieder Neider, Rechthaber, mit-dem-erhobenen-Finger-Droher ...

    Das kann man so nicht sagen, ich finde hier alle Statements interessant und wichtig. Vor allem, um zu beleuchten, ob sich wirklich etwas für berufstätige Mütter in unserer Gesellschaft geändert hat. Ob es einfacher geworden ist. Wenn man ohne persönlich zu werden darüber diskutiert, ist es doch eine ganz hilfreiche Debatte.
    Ich kenne ja auch nur mein Umfeld, lese zwar Zeitung, und lebe im Osten, wo Berufstätigkeit bei Frauen normal war (und zwar Vollzeit). Lange nach der Wende gab es hier sehr wenig Teilzeit-Stellen (sowas hätte ich sehr gern gehabt). Deswegen organisieren die meisten Familien ihr Leben eben so, dass die Kinder tagsüber untergebracht sind (Kindergarten, Hort nach der Schule oder Ganztagsschule).

    Was ich auch in die Debatte einwerfen möchte: Lange Fahrzeiten. Mein Mann ist zum Bespiel pro Strecke 45 Minuten unterwegs, dh. mal schnell nach Hause kommen geht von seiner Seite aus gar nicht, wenn einem Kind von uns in der Schule schlecht wird und abgeholt werden muss. Viele Leute nehmen das in Kauf, weil es heute oft nicht anders geht, leider zu Lasten der Familie.

  4. Inaktiver User

    AW: "Du hast ja Zeit zuviel" - Kind in der KiTa, Mann auf der Arbeit, Mama Zuhause.

    Zitat Zitat von Robin_Scherbatsky Beitrag anzeigen
    Was ich auch in die Debatte einwerfen möchte: Lange Fahrzeiten. Mein Mann ist zum Bespiel pro Strecke 45 Minuten unterwegs, dh. mal schnell nach Hause kommen geht von seiner Seite aus gar nicht, wenn einem Kind von uns in der Schule schlecht wird und abgeholt werden muss. Viele Leute nehmen das in Kauf, weil es heute oft nicht anders geht, leider zu Lasten der Familie.
    Das ist hier auf dem Land tatsächlich ein nicht zu unterschätzendes Problem. Eine Freundin von mir arbeitet auch Teilzeit (3 Tage/Woche halbtags), ihre Arbeitsstelle ist allerdings 40 km und -wenn es gut läuft - 40 Min. Fahrtzeit entfernt. Da aber oft Stop-and-Go oder Baustelle auf der Strecke ist, rechnet sie immer min. 45 Min. pro Strecke ein.

    Ihr Mann muss zwar nur knapp 30 km fahren, allerdings muss er über die Dörfer fahren, was dann auch seine Zeit dauert.

    Sie hat glücklicherweise einen unkomplizierten Arbeitgeber und kann auch kurzfristig die Tage tauschen. Gerade in der Anfangszeit, als der Kleine in die Krippe kam, hatten die beiden aber so ihre Probleme. Der Zwerg war dauernd krank.

    Sie hatte gerade nach der Elternzeit erst wieder angefangen zu arbeiten und wollte -verständlicherweise- nicht gleich wieder dauernd ausfallen oder Arbeitszeiten kurzfristig verschieben. In der Firma ihres Mannes ging grade die Kündigungswelle um und alle um ihn herum (Abteilungsleiter, Geschäftsführer, direkter Kollege) wurden betriebsbedingt gekündigt. Die beiden haben zwar ein großes soziales Netzwerk (Großeltern, Geschwister etc.) aber die sind auch alle noch berufstätig und können auch nicht mal eben so kurzfristig einspringen.

    Ich glaube, ich könnte -gerade in der Anfangszeit- das so nicht schaffen. Ich würde wahrscheinlich ständig unter Strom stehen

  5. Inaktiver User

    AW: "Du hast ja Zeit zuviel" - Kind in der KiTa, Mann auf der Arbeit, Mama Zuhause.

    Zitat Zitat von HolleyShiftwell Beitrag anzeigen
    Nun nochmal zu der Frage, ob ich denn zufrieden bin.
    Jain. Mein Sohn ist erst seit drei Monaten im KiGa und nach den drei zum Teil nervenaufreibenden und vorallem emotionalen sehr intensiven letzten Jahren genieße ich die ruhigen Vormittage gerade enorm. Ich genieße es in Ruhe einen warmen (nicht schon seit Stunden abgestandenen kalten) Kaffee trinken zu können, trainieren zu gehen, die Bücher zu lesen die sich hier seit Jahren stapeln, meinen Geist zu fördern, zu nähen, zu gärtnern usw. Aber ich weiß dass mich das auf Dauer nicht zufrieden machen wird, da ich mich wie bereits erwähnt schnell langweile und mich nur schwer genug ausgelastet fühle. Deswegen halte ich Ausschau nach einer Arbeit. Nicht gestresst, sondern selektiv.

    Es ist natürlich merkwürdig wenn man morgens quasi immer alleine ist, weil sämtliche Freunde und Bekannte auf der Arbeit sind während man selbst den Luxus der Ruhe genießen kann und ja, da habe ich nicht selten ein schlechtes Gewissen. Wahrscheinlich reagiere ich auch gerade deswegen besonders empfindlich auf solche "Du hast ja Zeit"-Kommentare. Und das regt mich selbst auf, weil es keinen Grund gibt mich schlecht zu fühlen, nur weil unsere Prioritäten mir erlauben (noch) Zuhause zu bleiben. Ich merke, dass es auch die Kommentare der berufstätigen Mütter sind, die mir meine Lebenssituation madig machen und natürlich das öffentliche Bild der "Faulen, schmarotzerischen, arbeitslosen Mama" (welches hier zum Teil ja auch propagiert wurde.
    Auf "Du hast ja Zeit" Kommentare in Verbindung mit meiner Nicht-Voll-Erwerbstätigkeit antworte ich immer gerne, dass diejenigen auch nicht mehr Zeit oder Ruhe hätten, wenn ich Vollzeit arbeiten gehen würde.

    Und ich habe ca. 1 Jahr gebraucht, bis ich den einzigen Minijob im Dorfumkreis bekommen habe, für den ich kein Auto benötige. Viel Glück!

  6. Avatar von Snubi
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    AW: "Du hast ja Zeit zuviel" - Kind in der KiTa, Mann auf der Arbeit, Mama Zuhause.

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    Ich bin. Ich bin auch geliebt. Unabhängig von meinen persönlichen Einnahmen auf meinem Konto, unabhängig von der Anerkennung eines Chefs.
    Wie schade, dass auch ihr jüngeren Frauen immer noch dieses einseitige Bild von "Erfolg" im Kopf habt. Ich dachte eigentlich, dass ihr es mal leichter haben würdet.

    Erfolg ist für mich, wenn man das tun kann, was man möchte.

  7. Avatar von HolleyShiftwell
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    AW: "Du hast ja Zeit zuviel" - Kind in der KiTa, Mann auf der Arbeit, Mama Zuhause.

    Zitat Zitat von Maria_H Beitrag anzeigen
    Das sehe ich anders. Das Wort Leistungsgesellschaft wird zu unrecht ziemlich verpönt. Ist es nicht einfach so, daß einer der lebt, eben als Erwachsener für seinen Lebensunterhalt sorgen muss?
    Schöne Utopie. In Zeiten von Arbeitsplatzmangel und Massenarbeitslosigkeit ist das ein nettes Ideal, aber fern jeglicher Realität. Aber darauf wolltest Du ja wahrscheinlich nicht hinaus.

    Dieser Logik nach dürfte aber niemals irgendwer ein Kind bekommen, denn bekanntlich sind Säuglinge auf die Mutter(/den Vater) angewiesen und stillen, kuscheln, etc. verträgt sich nicht mit einem Ganztagsjob. Und auch nach dem Säuglingsalter brauchen Kinder noch einige Zeit lang die Nähe und den Schutz der Mutter.

    Eine Familie sollte auf ein Miteinander und ein Füreinander aufbauen. Indem ich eine Arbeitsstelle aufgebe und mich um mein Kind, den Haushalt und anfallende Arbeiten zu kümmern, decke ich den Rücken meines Mannes und ermögliche es ihm arbeiten zu gehen und Geld für uns (nicht ihn. UNS!) zu verdienen. Ich sehe meine unbezahlte Arbeit Zuhause nicht als weniger wertvoll an als die bezahlte Arbeit irgendeines Menschen. Dieses Wertigkeitsdenken ist zutiefst menschenfeindlich und zeigt sich in der Tat in unserer Leistungsgesellschaft.
    Mütter und die Leistung eben jener wurden zu jeder Zeit geschätzt. ("Eine deutsche Mutter, die ihren Kinderwagen vor sich herschiebt, kann zum Sieger von Sedan und zum Schöpfer des Faust sagen: gehen sie mir aus dem Wege!" -Otto von Bismarck ) Erst mit der 68er-Generation wurden die Leistungen und der Wert einer Mutter herabgesätzt und das Bild vom dummen und erniedrigten Heimchen am Herd propagiert.
    Wenn man in Menschen nur noch Kapital sieht, dann ist es klar dass eine Frau die Zuhause bleibt jedem Großkapitalisten ein Dorn im Auge ist.

    Übrigens hat eine Freundin mir mal etwas garnicht so dummes gesagt: "Ist doch gut wenn Du Zuhause bleibst, wenn Ihr Euch das leisten könnt. Dann nimmst Du wenigstens niemanden eine Arbeitsstelle weg, der diese dringender benötigt."

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Bild hat sich mit der Generation 68 ein bisschen gewandelt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand jetzt der eigenen Mutter sagen kann, dass sie in ihrem Leben nichts geleistet hat.
    Also ich lese und höre desöfteren Sprüche wie "Ich möchte im Leben mehr erreichen als meine Mutter, die sich nur um Haus und Kinder gekümmert hat".

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und früher wurde sich idR. eben nicht getrennt, egal, ob man glücklich war oder nicht. Heute muss man das einkalkulieren (auch wenn es unromantisch ist).
    Vielleicht sollte man da mal ansetzen und fragen warum das so ist? Wieso MUSS man heute einkalkulieren, dass man sich trennen KÖNNTE? "Because I can"?
    Wenn ich mir einige Trennungsgründe von Paaren mit Kindern durchlese, dann sind es tatsächlich häufig welche die vermeidbar wären und bei denen ich(!) lieber an der Beziehung gearbeitet hätte, als sie so eben wegzuwerfen. Wieviel Wert man eine Beziehung oder gar Ehe beimisst, ist ja (mittlerweile) eine sehr subjektive Angelegenheit. Deswegen muss man aber nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass eine Ehe nicht für immer sein muss, denn das sollte sie eigentlich sein.

    Zitat Zitat von Robin_Scherbatsky Beitrag anzeigen
    Nö, das erledigt alles Oma. Wann soll eine berufstätige Frau es sonst machen?

    Ich will damit nicht sagen, dass berufstätige Frauen ihre Kinder weniger lieben und weniger für sie machen. Aber wenn man Karriere im Job machen möchte, muss man präsent sein und kann nicht immer wegen einem kranken Kind zuhause bleiben. Der Tag ist abends zu Ende und wer Vollzeit arbeitet, schafft nicht mal eben einen kompletten Haushalt nebenher.
    Die Mütter, die ich kenne, haben alle ihre Putzfrau zuhause, die das wuppt und eine Oma, die die Kinder nach der Schule nimmt. Und es wird nicht gekocht, gegessen wird in der Firmenkantine und in der Schulkantine. Jeder organisiert sein Leben wie er/sie es möchte. Das soll hier keine Wertung sein.
    Familie und Job zu managen ist sehr schwer - ich kann es nicht.
    Das finde ich jetzt zwar ein wenig überzogen dargestellt, aber das trifft natürlich auch auf viele berufstätigen Eltern zu.
    Ich kenne viele Mütter die halbtags oder sogar ganztags arbeiten gehen und damit prahlen, wie gut sich die Karriere mit dem Kind/den Kindern verträgt. Dass da aber häufig ein ganzes Netzwerk dahintersteckt das ihnen die Möglichkeit gibt arbeiten zu gehen, bleibt gerne (vorerst) unerwähnt. Finde ich persönlich völlig daneben. Ich kenne berufstätige Mütter die es auch ohne Aupair, Oma, gute Freundin u.a. gepackt haben Arbeit, Haushalt, Erziehung, Ehe, etc. unter einen Hut zu kriegen, aber die sagen auch dass es eine verdammt harte Arbeit ist und immer mal irgendwas zu kurz kommt und sein es nur sie selbst. Man sollte da mal ruhig selbstkritisch mit sich umgehen und nicht alles als "supimegatollieinfach" hinstellen, was in Wahrheit garnicht so easy ist und was auch jeder Außenstehende mit Empathievermögen von alleine erkennt.

    Und da kann man sich auch ruhig mal die Frage stellen: MUSS das sein? Gibt es Alternativen?


  8. Registriert seit
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    AW: "Du hast ja Zeit zuviel" - Kind in der KiTa, Mann auf der Arbeit, Mama Zuhause.

    Also- meine Oma, meine Mutter und meine Schwiegermutter waren so "hochgeschätzte Mütter" wie Du sie beschreibst....und alle drei, wirklich im Chor, predigten mir schon als Teenager " Mach das nicht! Gib nicht Deinen Beruf auf und bleib dauerhaft zu Hause!"

    Sie werden schon wissen, warum sie diese Meinung hatten....

    Und was die 68ger angeht- meine Eltern hatten mit der 68ger Bewegung nicht viel am Hut. Sie gingen beide mit 14 in die Lehre, da waren Studenten für sich seltsame Personen, die den lieben, langen Tag rumdiskutieren und ansonsten nichts "Gescheites" tun- also, was praktische Arbeit anging.

    Die 68ger Bewegung ist, obwohl sie im passenden Alter waren, komplett an ihnen vorbei gerauscht. Trotzdem waren sich alle drei Damen, besonders meine Oma- Mutter von 10 Kindern- einig: Du, Enkeltochter, hast es besser. Es gibt die Pille, die dafür sorgt, dass Du nicht ständig in Furcht vor einer neuen Schwangerschaft leben musst und für Dich ist selbstverständlich, dass Du eine gute Ausbildung machst. Und die hast Du nicht gemacht, um einen Herrn zu betüdeln und ihm brav "Kinder zu schenken", wofür Du dann mit einer Tafel Schokolade und einem Blumenstrauß am Wochenende belohnt wirst.

    Ein zurück in die Zeiten, in denen die "Mütterleistung" hoch gepriesen wurde- oder das Lebensziel einer Frau Hausfrau und Mutter war- wird wohl niemand wollen. Zumal zumindest aus politischer Richtung da immer ein bestimmter Zweck dahinter stand- das war bei Bismarck nicht anders als im dritten Reich.

    Holleyshiftwell, Du möchtest nicht wirklich zurück in die goldenen 50ger, in denen es in der Werbung hieß "Eine Frau hat zwei Lebensfragen- was soll ich kochen und was soll ich anziehen?" und die einzige Sorge eine Ehefrau war, dass ihr Gatterich täglich ein blütenweißes Hemd erhielt...ich meine, man hatte nix zu melden als Frau, aber immerhin konnte man alle unangenehmen Dinge an den Ehemann delegieren.

    Wenn man nicht den Ehrgeiz hat, vom Brot über Milch und Marmelade sämtliche Lebensmittel soweit als möglich selbst herzustellen, keine Hof zu bewirtschaften hat oder nicht einen Stall voller Kinder im Alter wie die Orgelpfeifen hat, dann ist der Haushalt dank technischer Errungenschaften kein komplettes Tagwerk mehr.

    Das lässt sich, zumal zu zweit, schon noch nach der Arbeit erledigen.

    Wenn man sich entscheidet, seinen Beruf aufzugeben, für Kinder und Ehemann, bitte. Aber eine Heldentat ist das nun auch nicht- einfach eine ganz persönliche Entscheidung.

    Einen echten Fortschritt würde ich - und das wünsche ich mir für meine Töchter!- darin sehen, dass die Eltern sich die Kinderziehung teilen, was bedeutet, dass nicht einer sich Vollzeit zu Tode buckelt, weil er Überstunden um Überstunden kloppt, damit das Geld reicht....während der andere Teil 12 Stunden und länger mit Kind zu Hause ist.
    Denn- bis aufs Gebähren und Stillen kriegen es die Väter genauso gut hin mit den Kindern. Und selbst fürs Stillen gibts mit der Flaschenfütterung einen ERsatz, der erwiesenermaßen Kind auch ernährt.
    Da sollte man sich als Mutter nicht gar so für unverzichtbar halten. Auch, wenns am Ego kratzt.

    Und sollten meine Töchter an einen Ehemann geraten, der sich wünscht, sie mögen doch in den ersten Jahren ganz für die Kinder da sein- erwarte ich von ihnen, dass sie sagen: "Sicher übernehme ich Deinen Part mit. Was bekomme ich als Gegenleistung? Einen Sparvertrag, den Du monatlich bezahlst, damit ich keine so große Rentenlücke habe, später?"
    Das ist vielleicht unromantisch, aber vernünftiger als ein "Ich halte ihm den Rücken frei, damit er das Geld für UNS verdient."

  9. Inaktiver User

    AW: "Du hast ja Zeit zuviel" - Kind in der KiTa, Mann auf der Arbeit, Mama Zuhause.

    Zitat Zitat von HolleyShiftwell Beitrag anzeigen
    (......). ("Eine deutsche Mutter, die ihren Kinderwagen vor sich herschiebt, kann zum Sieger von Sedan und zum Schöpfer des Faust sagen: gehen sie mir aus dem Wege!" -Otto von Bismarck )
    (.......)
    Übrigens hat eine Freundin mir mal etwas garnicht so dummes gesagt: "Ist doch gut wenn Du Zuhause bleibst, wenn Ihr Euch das leisten könnt. Dann nimmst Du wenigstens niemanden eine Arbeitsstelle weg, der diese dringender benötigt."?
    Ganz ehrlich: bei solchen Sprüchen bekomme ich allergische Reaktionen.
    Bei Dem Vergleich mit dem Sieger von Sedan fällt mir ein, dass auch während des 2. Weltkriegs die Parole galt, dass Ehe- und Wochenbett die Schlachtfelder der deutschen Frau sind.

  10. Avatar von Robin_Scherbatsky
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    AW: "Du hast ja Zeit zuviel" - Kind in der KiTa, Mann auf der Arbeit, Mama Zuhause.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich: bei solchen Sprüchen bekomme ich allergische Reaktionen.
    Bei Dem Vergleich mit dem Sieger von Sedan fällt mir ein, dass auch während des 2. Weltkriegs die Parole galt, dass Ehe- und Wochenbett die Schlachtfelder der deutschen Frau sind.
    Übler geht es nimmer. Dem Führer ein Kind schenken. Nee, die Zeiten sind zum Glück lange vorbei.

    Den zweiten Spruch mit der Arbeitsstelle finde ich echt völlig daneben. Man arbeitet doch nicht nur um die Familie zu ernähren. Wenn 2 Ehepartner arbeiten und sehr viel Geld verdienen, ist das ihr gutes Recht. Sie nehmen niemanden etwas weg. Was ist denn das für eine krude Denke?

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