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  1. Inaktiver User

    AW: Ich will ein zweites Kind – aber mein Mann nicht

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Im Ergebnis geht es nur um die Situation, dass einer ein zweites Kind möchte und der andere nicht. Und eine Geschichte als Aufhänger.
    Wir können hier immer nur beispielhaft diskutieren - aber ich sehe für mich schon einen Unterschied, ob vorher anderes geplant war oder ich selbst gar nicht deutlich gemacht habe, was ich will oder es vielleicht selbst gar nicht so genau wusste. Meine Haltung zum Partner würde das durchaus beeinflussen.

    Ob das wörtlich so gesagt wurde ist egal - das zugrundeliegende Muster wird aber deutlich.

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    AW: Ich will ein zweites Kind – aber mein Mann nicht

    Hmm, und wenn der Mann ursprünglich mal gesagt hätte, er könnte sich zwei Kinder vorstellen, und nun, nachdem er eins hat und weiß wie das ist, möchte er kein zweites, warum würde das Deine Haltung zu ihm ändern?

    Muss man immer schon ganz genau vorher wissen, wie man eine Situation empfinden wird?

    Und gerade die Situation mit einem Kind kann man sich kaum wirklich vorstellen, wenn man nie mit einem Baby oder Kleinkind zusammengelebt hat und verwantwortlich war. Ich kenne viele werdende Eltern, die sich vorstellen, dass ihr Leben mehr oder minder so weitergehen wird wie vorher nur eben plus Kind. Wenn das dann in der Realität ganz anders ist, kann sich der eine besser auf die neue Situation einstellen, der andere weniger gut. Dann kann es schon sein, dass man seine Vorstellungen davon, ob man noch mehr Kinder will, ernstlich überdenkt.

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    AW: Ich will ein zweites Kind – aber mein Mann nicht

    Hallo,

    ich meine, dass die wenigsten Paare verbindlich über die Zahl der Kinder sprechen. Ihre Vorstellungen austauschen ja, aber eben nicht verbindlich etwas vereinbaren. Weil einem ab einem gewissen Alter eben bewusst ist, dass das Leben und man selbst sich ändert und man sich zu so einer wichtigen Frage nicht verbindlich committen kann, und auch vom Partner kein verbindliches Commitment erwarten kann.

    Mehr Verbindlichkeit gibt es da über das ob: ob man überhaupt Kinder möchte.

    Selbst wenn in der Beispielsgeschichte zwischen den beiden zwei Kinder "vereinbart" waren (was für ein Ausdruck) - was hilft das, wenn der eine nun nicht mehr oder gerade nicht will? Soll sich dann der, der nicht mehr will, sich dann angesichts seines Wortbruchs schämen oder sich für das zweite Kind nicht aus seinem Herzen heraus sondern aufgrund seiner Zusage entscheiden ?

    Die Situation ist doch gar nicht so selten: beileibe nicht jeder Mensch bekommt, aus den unterschiedlichsten Gründen, genausoviele Kinder (am besten noch nach Geschlecht aufgeteilt), wie er sich vorgestellt hat. Das akzeptiert der eine einfach, der andere hat damit lebenslang ein Thema - mit allen Abstufungen des Akzeptieren oder Leidens/Haderns dazwischen. Aber wir haben nicht alles im Leben im Griff.

    Mandelblüte

  4. Inaktiver User

    AW: Ich will ein zweites Kind – aber mein Mann nicht

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Mehr Verbindlichkeit gibt es da über das ob: ob man überhaupt Kinder möchte.
    Das wollte ich eben herausfinden, ob es da überhaupt irgendeine Vorstellung gab. Es gibt doch genug Beispiele, wo auch das Grundsatzthema Kind ja/nein erst nach mehreren Jahren Beziehung aufpoppt.

    Ich finde es halt wichtig, dem Partner das erstmal nicht übelzunehmen. Was mir aber ehrlich gesagt - abseits von Vorstellungen wie man idealerweise reagieren sollte - schwerfiele, wenn ich vorher gemeinsam das Bild der Großfamilie entwickelt hätte. Hätten wir beide das erstmal auf uns zukommen lassen wollen fiele mir persönlich wohl eine gewisse Großzügigkeit leichter.

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    AW: Ich will ein zweites Kind – aber mein Mann nicht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde es halt wichtig, dem Partner das erstmal nicht übelzunehmen. Was mir aber ehrlich gesagt - abseits von Vorstellungen wie man idealerweise reagieren sollte - schwerfiele, wenn ich vorher gemeinsam das Bild der Großfamilie entwickelt hätte. Hätten wir beide das erstmal auf uns zukommen lassen wollen fiele mir persönlich wohl eine gewisse Großzügigkeit leichter.
    Je konkreter das Paar sein Ideal-Familienbild entwickelt, umso schwerer tut sich natürlich der, der daran festhalten möchte, zu akzeptieren, dass der andere dies nun nicht mehr möchte. Mit schon einem Kind kann man auch schwer den Weg gehen, seine Vorstellung von Familie mit einem anderen Partner zu verwirklichen.

    Mandelblüte

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    AW: Ich will ein zweites Kind – aber mein Mann nicht

    Zitat Zitat von wintuba Beitrag anzeigen
    Ich denke, die Frau sollte sich auch im Rahmen einer Beratung damit auseinandersetzen, warum ihr Kinderwunsch so dringlich, ja fast gewaltig ist. Wonach sehnt sie sich wirklich? Was verbindet sie damit, mehrfache Mutter zu sein bzw. damit, noch ein Baby zu haben? Stecken vielleicht tief eingegrabene Vorstellungen von einer Normativität dahinter - einer Norm, wie die perfekte Familie auszusehen hat (á la "Vater-Mutter-und-zwei-Kinder", eine Familie wie aus der Joghurt-Werbung)? Oder sehnt sie sich nach der ultimativen Verbindung, wie sie zwischen einem Baby und einer Mutter erstmal besteht? Sehnt sie sich danach, im Mittelpunkt zu stehen? Welche Bilder trägt sie in sich bezüglich Mutterschaft, Familie und Kindheit? Ich finde, das kann man schon mal ausklabüsern, bevor man eine Trennung vom Partner/der Partnerin erwägt oder eine derartige Situation durch Druck oder eine quasi erzwungene Schwangerschaft hervorruft.

    Auch gemeinsam mit dem Partner oder für den Partner aus der Titelgeschichte allein würde sich eine Beratung lohnen. Welche Voraussetzungen müssten gegeben sein, damit er sich doch noch ein Kind vorstellen kann? Und: was machen wir, wenn wir uns in dieser Frage letztlich nicht einigen können?

    Bevor ich nun also die Verhütung heimlich absetze (wieso erwartet er eigentlich, dass sie die Pille nimmt? - darauf würd ich mich eh nicht einlassen), gäbe es, meiner Ansicht nach, doch noch so einiges zu klären.
    Ich halte es für sinnvoller, wenn gleich beide zur Beratung gehen. Warum sollte nur sie ergründen, warum sie etwas so normales, wie ein weiteres Kind in einer gesicherten sozialen Lage nicht möchte?
    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute;
    seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.
    George Bernard Shaw

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    AW: Ich will ein zweites Kind – aber mein Mann nicht

    War das erste Kind vielleicht ein "Unfall" oder erwünscht? Das wäre wichtig zu wissen. Wenn man sich ein Kind wünscht, die Entwicklung sieht und sich darüber freut, dann ist es auch eigentlich egal ob gewollt oder nicht. Und, wo ein Kind groß werden kann, ist auch Platz für ein Zweites. Die Mutter hat ja den Löwenanteil was das Versorgen und Erziehen betrifft, wo ist da sein Problem?

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    AW: Ich will ein zweites Kind – aber mein Mann nicht

    Was sind wir doch für eine arme Gesellschaft geworden, in der schon genau überlegt werden muss, ob überhaupt eines oder danach noch ein zweites Kind in unsere Lebensplanung passt, in der Arbeit und Karriere die größte Priorität besitzen? Mindestens eine Vollzeit- und eine Teilzeitstelle auf die gesamte Länge der Lebensarbeitszeit müssen Familien in der heutigen Zeit schon aufweisen, um dazuzugehören. Wer sich diesem Leistungsdruck nicht beugt und stattdessen auf mehr Kinder setzt und ein Elternteil dafür sogar zeitweise oder ganz auf die eigene Erwerbstätigkeit verzichtet und in der Zeit, oh Graus, Wohngeld oder andere Sozialleistungen für Familien bezieht, der gehört nicht dazu, ist gar ein Schmarotzer.

    Wie armselig ist das eigentlich bei nährerm Hinsehen. Wie viele Menschen verzichten auf Kind/er oder ganz auf eine Partnerschaft, um ihre ganze Lebensenergie der Karriere zu widmen? Ich glaube, dass wir mittlerweile die völlig falschen Prioritäten haben. Unsere Gesellschaft ist monetär überreich und familientechnisch mittlerweile völlig verarmt.
    Die Zigmilliarden, die "fleißige" Banker durch ihr egoistisches Missmanagement verzockt haben, nehmen diese ohne ein Wimpernzucken fortlaufend aus unserem Steuersäckel während sich Familien lieber bis zur Selbstaufgabe kasteien und ohne Pause ackern, um nur ja auch nicht zeitweise auf ein paar Kröten aus diesem Säckel zurückgreifen zu müssen.
    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute;
    seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.
    George Bernard Shaw

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    AW: Ich will ein zweites Kind – aber mein Mann nicht

    Annanym, super Beitrag, so sehe ich das auch!

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    AW: Ich will ein zweites Kind – aber mein Mann nicht

    Die Meinung des Mannes wird mir hier nicht ernst genug genommen. Irgendwas muss passiert sein, dass er sich in eine derart pathetische Wortwahl ("wie eine Krake...") versteigen muss, um sich Gehör zu verschaffen. Wir wissen nicht, welches Brimborium die Frau um das Baby veranstaltet, dass der Mann sich dermaßen mit Händen und Füßen gegen eine Wiederholung sträubt. "Unser Leben ist durchgetaktet", gibt die Frau zu. Offen gestanden geht bei mir hier eine Alarmglocke los. Die Zeiten sind wohl vorbei, als Kinder großzuziehen noch eine natürliche Selbstverständlichkeit war, die nebenbei erfolgte und ohne dass der Haushalt plötzlich von Baby und dessen Bedürfnissen regiert und komplett auf den Kopf gestellt wird.

    Um etwas auszuschweifen:
    Noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit "brauchten" Kinder so viel Programm, Zubehör, Spielzeug, Spezialbespaßung, Spezialnahrung, Erziehungsstile, Therapien, spezielle Förderung, maßgeschneiderte Unterhaltung im Fernsehen, auf CD, auf DVD und als App, überhaupt alle Kinder-dies-und-Kinder-das-Produkte und all den gewaltigen Zeitaufwand und Aufstand wie heute. Ein neuer Standard hat sich breit gemacht. "Schuld daran" ist die Werbeindustrie, die vor nur wenigen Jahrzehnten schlauerweise gelernt hat, den mittlerweile gigantischen, viele Milliarden umsatzschweren Markt Kind/Baby bis zur Abstrusität auf- und auszubauen. Das ging los, als insbesondere in Deutschland der im Dritten Reich betriebene Mutterkult für eine bislang unbekannte Hochstilisierung der Mutterrolle sorgte. Kurz: Kinder und Kindererziehung nehmen heute einen völlig neuen Status ein. Einen Stellenwert, über den unsere Großmütter nur den Kopf geschüttelt hätten.

    Vielleicht spricht aus dem Mann deshalb nur der reine Selbsterhaltungstrieb. Vielleicht will er einfach nur die Frau wiederhaben, die er mal geheiratet hat, und dass zuhause mal wieder Normalität einkehrt. Vielleicht hat er einfach keine Lust mehr, zuhause nur die dritte Geige zu spielen. Wir wissen nicht, was die Frau in der Haushaltsgestaltung und emotional für einen Zirkus veranstaltet. Für meinen Geschmack schwelgt sie nämlich ziemlich viel und ziemlich abgehoben in abstrahierten, egozentrischen Gefühlswelten wie "meine Sehnsucht", "süchtig werden", "mein Verzicht", "meine Einsamkeit", "tiefes Glück" und "zerstörtes Leben" herum. Vielleicht hat sie nur das Versprechen vergessen, das sie sich gegeben haben:

    "...dass wir uns als Paar nicht verlieren, wenn wir Eltern sind".


    Das sind jedenfalls meine ganz persönlichen Beobachtungen.

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