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  1. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe keinen Post gelesen, der den im Artikel geschilderten Lebensentwurf abwertet - unter der Voraussetzung, die rosa Liebesbrille abgelegt und vernünftige Pläne erstellt zu haben.
    Das schien mir Konsens im Strang zu sein.
    Das denke ich auch.
    Es sollte jede Form von Lebensentwurf möglich sein. Die ist es auch, doch jede Entscheidung birgt ihre Tücken und ihre Konsequenzen.
    Wer Vollzeit arbeitet, muss sich mit der Organisation und der Bezahlung von Kinderbetreuung rumschlagen.
    Wer zuhause unentgeltlich arbeitet, muss sich um seine Absicherung im Scheidungsfall und im Alter kümmern.
    Wer Teilzeit arbeitet, muss sich diesen beiden Themen Zeit und Geld widmen.

    Es wäre schön, wenn man sich nicht mehr für den ein oder anderen Lebensentwurf rechtfertigen müsste.

    Auch wäre es schön, wenn das neue Unterhaltsgesetz in den Köpfen der Menschen angekommen wäre. Es gibt einige, Frauen wie Männer (!) die überrascht sind, dass sie eben keinen Ehegattenunterhalt bekommen und für sie die Regelung für langjährige Ehen nicht gilt. Außerdem wurde auch die Sache mit der Rentenanwartschaft im Jahr 2009 reformiert.

    Ich weiß, dieses Thema ist langweilig, aber das ist ein Thema, das einem um die Ohren fliegen kann, wenn man sich nicht rechtzeitig kümmert.
    Was ich über's Leben weiß, weiß ich aus Stand by Me
    Ich hab' einen Hund der Cujo heißt, und mein Auto heißt Christine
    Wenn du schreiben kannst, dann schreibe,
    wenn du singen kannst, dann sing
    Und wenn du nicht mehr weiterweißt, frag
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    Thees Uhlmann "Danke für die Angst"


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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Ich habe Respekt für Frauen, die das Lebensmodell "Anspruchsvoller Beruf + Kinder" langfristig durchziehen und es schaffen.

    Nur leider sehe ich viele dieser Frauen im Alter von +-50 Jahren krank werden. Der Job kostet immer mehr Kraft, die Kinder pubertieren und möglicherweise fordern die betagten Eltern noch Zeit.

    Ich beobachte im Unfeld wirklich existenzbedrohende Krankheiten wie Lymphdrüsenkrebs, Schlaganfall, Brustkreibs, MS.

    Für mich habe ich entschieden, dass ich nicht über meine Kräfte leben kann, nicht dauerhaft.
    Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten.....

    „Denn keine Begeisterung sollte größer sein als die nüchterne Leidenschaft zur praktischen Vernunft.“ (Abschiedsrede von Helmut Schmidt im Bundestag am 10. September 1986)

  3. Inaktiver User

    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Das ist aber nochmal eine völlig andere Situation als die oben beschriebene.

  4. gesperrt
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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Jedes Nach- und Durchdenken dieser Thematik bringt mich nur zu einem Ergebnis: Die eigene Berufstätigkeit für die Familienarbeit hinzugeben - und sei es auch nur für ein paar Jahre - ist: nein nicht Kamikaze. Es kann gut gehen und es geht oft (meistens?) gut.
    Es geht aber oft auch böse aus, mit allen bekannten Konsequenzen. Es ist also hochriskant. War es immer, seit Änderung der Scheidungsgesetze erst recht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Grundsätzlich ist es so, dass auch sehr junge Kinder bereits mehr als eine stabile Bindung (Vater, Mutter, Erzieherin) eingehen können.
    Grundsätzlich. Aber was ist mit den Ausnahmen, den Kindern, wie ich eines war?#
    Von Kita kann ich nicht reden, das gab es noch nicht, aber den Kindergarten habe ich gehasst. "Meine" Erziehrin mochte mich nicht, natürlich habe ich auch Aversionen gegen sie entwickelt, wir konnten nicht miteinander, obwohl ich in meiner Erinnerung ein braves und pflegeleichtes Kind war.

    Bei meinem Kind hat sich das genau so wiederholt. (In einer anderen Gruppe und auch später in der Schule gab es keinerlei Probleme, nur war im Kiga ein Wechsel nicht möglich).
    Ich bin überzeugt, dass die meisten Kinder in der Tagesbetreuung ganz zufrieden sind, manche vlt glücklicher als ohne. Trotzdem fehlt mir dabei das im Artike angesprochene spontane freie Zusammenfinden: im Hof, auf der Straße, im Viertel. ohne Aufsicht und Organisation.

    Vielleicht gibt es auch noch mehr Kinder, die so komisch drauf sind, wie ich es war: Auch zu Schulzeiten war ich nämlich froh, wenn ich am Nachmittag erst mal für mich war, Dauer-Gemeinschaft, auch wenn es die mit meinen besten Freundinnen war, hat mich irgendwie gestresst
    Ein Modell passt eben nicht für alle, weder für Mütter noch für Kinder.

  5. Inaktiver User

    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Trotzdem fehlt mir dabei das im Artike angesprochene spontane freie Zusammenfinden: im Hof, auf der Straße, im Viertel. ohne Aufsicht und Organisation.

    Dieses spontane Zusammenfinden gibt es aber auch wenn Mutter zu Hause ist immer seltener, einfach weil gar nicht mehr viele gleichaltrige Kinder in der Umgebung wohnen oder weil Eltern ihre Kinder nicht einfach rasu zum spielen schicken.

    Da treffen dann die Eltern Spielverabredungen fürs Kind und das Kind wird dann dahinkutschiert

  6. Avatar von Antje3
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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Ich denke, es ist auch schwierig, mit einer Einstellung an Altersvorsorge zu gehen, die da lautet

    "wir kriegen doch eh alle nichts - ich muß eh Grundsicherung beantragen - dann brauch ich auch gleich gar nichts dafür zu tun - Grundsicherung krieg ich sowieso".

    Wenn alle so denken, gibts auch keine Grundsicherung mehr....

    Man kann jungen Frauen einfach nur gebetsmühlenartig sagen: geht nicht blauäugig in die Zukunft - macht Euch Gedanken, wie diese für Euch aussehen soll.

    Glaubt nicht daran, daß sich das alles schon von selbst regeln wird - DAS tut es nämlich mit Sicherheit nicht.

    Ich bin heute froh, daß mein Vater (der durchaus in vieler Hinsicht furchtbar altmodisch war) darauf bestanden hat, daß ich was über Steuererklärung, Geldanlage, Altersvorsorge und Finanzen generell gelernt habe.

    Er hat mich zudem gelehrt: Wenn Du ein Rechenmodell nicht nachvollziehen kannst, das Dir vorgeschlagen wird - dann ist das entsprechende Modell nichts für Dich.

    (Jahrzehnte später habe ich erfahren, daß Warren Buffet ein ähnliches Konzept verfolgt: Kaufe nur Aktien von Firmen, die Du verstehst....)

    Und - wieder - das Modell Versorgungsehe funktioniert erfahrungsgemäß nicht. Und - erfahrungsgemäß - finanziell bleibt die Frau auf der Strecke.

    Es gibt Ausnahmen - die die Regel bestätigen...
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  7. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dieses spontane Zusammenfinden gibt es aber auch wenn Mutter zu Hause ist immer seltener, einfach weil gar nicht mehr viele gleichaltrige Kinder in der Umgebung wohnen oder weil Eltern ihre Kinder nicht einfach rasu zum spielen schicken.

    Da treffen dann die Eltern Spielverabredungen fürs Kind und das Kind wird dann dahinkutschiert
    Kommt eindeutig auf das Wohngebiet an. Hier gibt es Gegenden, da wohnen in jedem Haus 2 Kinder und da spielen die Kinder 'uff de Gass', aber nicht ab 13 Uhr, sondern erst ab 16 Uhr.
    Wo wir wohnen ist die Dichte nicht ganz so hoch, aber auch hier sieht man Kinder ab 16 Uhr auf der Straße, auf dem Weg zum Spielplatz. Je jünger desto eher mit Eltern.
    Was ich über's Leben weiß, weiß ich aus Stand by Me
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  8. Avatar von Antje3
    Registriert seit
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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Kann ich auch nicht so unterschreiben - geh mal in eine typische Reihenhaus-Siedlung. (wir besuchen da oft Freunde - ich überleg schon, ob man da ungefährdet Leitungswasser trinken kann - denn da gibts in fast jedem Haus 2 Kinder oder mehr - und auf der Straße sind die Kreidekästchen gemalt und die "marodierenden Horden" ziehen durch die Spielstraße)
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  9. Inaktiver User

    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Die typischen Neubaueigenheimsielungen meinte ich gerade nicht

  10. Avatar von elli07
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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Zitat Zitat von scorpiane Beitrag anzeigen
    ...Nur leider sehe ich viele dieser Frauen im Alter von +-50 Jahren krank werden. Der Job kostet immer mehr Kraft, die Kinder pubertieren und möglicherweise fordern die betagten Eltern noch Zeit.

    Ich beobachte im Unfeld wirklich existenzbedrohende Krankheiten wie Lymphdrüsenkrebs, Schlaganfall, Brustkreibs, MS.....
    Extremer Stress mit den genannten Erkrankungen ergibt sich, wenn sich Mütter alleingelassen fühlen mit Elternschaft und Berufstätigkeit. Es fehlt meistens die Unterstützung durch gute und verlässliche Betreuungsmöglichkeiten, durch die Väter(!) und die Arbeitsbedingungen für junge Eltern.

    Wie ich oben schon sagte, ziehen sich Frauen nach wie vor allzu gerne den Schuh an, alleine verantwortlich zu sein für Organisation der Kinderbetreuung, Haushalt etc.

    Männer führen dasselbe Leben wie ihre Väter: Kohle ranschaffen, im Beruf ranklotzen.... die zwei Alibimonate der Elternzeit finde ich nachgerade einen Witz ! Die haben offenbar garnicht bemerkt, dass es ausnehmend entlastend sein kann, wenn die Verantwortung für das Familieneinkommen nicht nur auf ihrer Schulter liegt. Oder sie fühlen sich in ihrer "Männlichkeit" angekratzt, wenn sie Kinder von der Kita abholen sollen, was weiss ich....Frauen leben vielfach anders als ihre Mütter, die Vollzeit-Hausfrau waren.

    Es muss dringend ein Umdenken stattfinden, was Vereinbarkeit von Berufs- und Erziehungsarbeit anbelangt. Selbst nach Jahrzehnten wurde da in Deutschland noch nicht allzuviel erreicht finde ich, aber es kann ja noch kommen.

    Ich finde es fahrlässig, wenn gut ausgebildete Frauen (und das sind Frauen in zunehmenden Maße) Ihre Ausbildung über Jahre "verkümmern" lassen.

    Gruß, Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)
    Geändert von elli07 (04.09.2013 um 10:05 Uhr)

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