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  1. Avatar von brighid
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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    liebe elixia,

    wer ganztagesmutter sein möchte- der/die soll das tun.

    muss sich an keinem punkt rechtfertigen.

    es wurde hier zur diskussion gestellt: was haltet ihr davon? was sind eure erfahrungen?

    alles was promethea und ich dazu geschrieben haben- die versorgung ist und bleibt ein wichtiger punkt. die finanzielle versorgung der frau im alter.

    nicht umsonst heisst es bereits heute: die altersarmut ist weiblich.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern


  2. Registriert seit
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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Hallo,

    als erfahrene Mutter/Oma "muss" ich auch mal meinen Senf dazugeben. Ich kenne viele Modelle aus meinem eigenen Leben: zwei Kinder sind mit 3 in der Kindergarten gekommen, 1 Kind bereits mit 6 Monaten in eine private Krippe/Kita und ich habe wieder halbtags gearbeitet. Ich habe als Mutter von 40 bis 10 Stunden verschiedene Arbeitszeiten gehabt. Alles geht, ist aus meiner Sicht für Kinder und Eltern völlig in Ordnung - gute Organisation und Belastbarkeit vorausgesetzt.

    Es war auch schön, für eine begrenzte Zeit den Luxus (so habe ich das wirklich empfunden) zu haben, viel Zeit für die Kinder und natürlich auch für eigene Interessen zu haben. Was ich mir wünsche ist mehr Toleranz für verschiedene Lebensmodelle, ich habe Anfeindungen (dann muss man sich ja keine Kinder "anschaffen", wenn man sie den ganzen Tag "fremd"betreuen lässt) leider häufig von Hausfrauen/Müttern und auch Erzieherinnen aushalten müssen. Dabei verbringen berufstätige Mütter fast genauso viel Zeit intensiv mit den Kindern wie nichtberufstätige Mütter. Sie haben definitv kaum Zeit für sich selbst und vielleicht auch nicht immer geputzte Fenster

    Gruß in die Runde
    Eisenmangel


  3. Registriert seit
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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Warum nicht, wenn ausreichend Geld zur Verfügung steht und für die Rente der Frau vorgesorgt wird?
    Zudem möchte sie ja gerne halbtags arbeiten, ihr Arbeitgeber macht jedoch nicht mit.

    Ein Problem kann das Alleinsein werden. Nicht jeder hält das aus.
    Mich machen ihre Überlegungen nachdenklich. Schlafsiedlungen und diese extreme Aufteilung nach Altersgruppen sind nicht das, was ich erstrebenswert finde. Das Miteinander der Generationen könnte darunter leiden.
    Wer als älterer Mensch nicht in ein Altersheim möchte, hätte vielleicht ebenso wie diese Frau das Problem, ziemlich einsam zu sein.

  4. Avatar von pelzpfote
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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Zu diesem Thema gab es in der letzten Welt am Sonntag einen durchaus interessanten Artikel.
    Die Art, wie dich jemand behandelt,
    sagt aus, was für ein Mensch er/sie ist,
    und nicht, was für ein Mensch du bist.

    Quelle unbekannt


  5. Registriert seit
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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Hallo zusammen,

    interessantes Thema, obwohl ich selbst nicht Mutter bin und auch noch unschlüssig bin, ob ich es eines Tages sein werde/sein möchte

    Generell finde ich es für ein Kind auch schöner, so aufzuwachsen, wie ich als Kind aufgewachsen bin. Sprich meine Mutter war zuhause bis ich in die 2. Klasse ging und hatte ab dann einen Teilzeitjob, der sich gut mit den Schulzeiten vereinbaren ließ.

    Aber:
    ich lebe in München und verdiene gut aber hier könnte man es sich - wenn man nicht gerade Geschäftsführer ist - gar nicht leisten nur von einem Gehalt zu leben. Alleine mit der Miete ist man hier schon leicht mit 1.500 € dabei (und das für eine ganz normale 3-Zimmer-Wohnung) - wie soll das von nur einem Gehalt finanziert werden, wenn man nicht gerade nur von Brot und Wasser leben und auch noch Rücklagen bilden will?

    Viele Mütter haben also gar nicht die Wahl darüber nachzudenken, ob sie wieder arbeiten oder nicht. Mal ganz davon abgesehen, dass ich persönlich es auch sehr riskant finde, länger aus dem Beruf auszusteigen und dann eines Tages vielleicht sehr blöd dazustehen ...

    Viele Grüße
    Wassernixlein

  6. Avatar von Brombeerkatze1
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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Wirklich ein lesenswerter Artikel!

    Danke, pelzpfote fürs einstellen.

    Und was soll ich sagen... mir spricht er auch aus der Seele.

  7. Inaktiver User

    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Zitat Zitat von Elixia Beitrag anzeigen
    Trotzdem finde ich hier einen leicht aggressiven Unterton gegenüber Vollzeitmüttern nach dem Motto" was eine Dumme, tut nichts, sitzt mit Kindern zuhause und wird sicher ein Fall für die Altersarmut, da Beziehungen ja eh nicht halten".
    Sagen wir so: Es macht mich ungeduldig. Außerdem ist es schließlich nicht selten, dass die Allgemeinheit alleinerziehende Frauen finanziell unterstützen muss. Auch bei Altersarmut braucht man "Aufstockung".

    Ich gönne den Vollzeitmüttern auch ihr Betreuungsgeld...
    Ich halte das Betreunugsgeld politisch für grundfalsch, es geht nicht ums "Gönnen".

    Hätte ich ein Kind würde ich es bestimmt nicht in eine dieser "Kitas" stecken, jedenfalls nicht unter drei Jahren.
    Aus entwicklungsspsychologischer Sicht benötigt ein Kind für eine gesunde Entwicklung in den ersten drei Lebensjahren eine feste Bezugsperson. Klar, muss das nicht zwingend die Mutter sein.
    Grundsätzlich ist es so, dass auch sehr junge Kinder bereits mehr als eine stabile Bindung (Vater, Mutter, Erzieherin) eingehen können. Natürlich brauchen sie auch in den Kitas eine Bezugserzieherin und natürlich ist da noch hoher qualitativer Verbesserungsbedarf. Aber man kann ganz sicher nicht sagen, dass die Kitas generell ein gravierendes Problem für die Entwicklung von U3-Kindern darstellen.

    Da verstehe ich Mütter, die sich lieber selbst Vollzeit um ihren Nachwuchs kümmern. Ich finde auch nicht, dass sie sich dafür rechtfertigen müssen.
    Wer redet hier von rechtfertigen?
    Geändert von Inaktiver User (03.09.2013 um 22:30 Uhr)

  8. Avatar von elli07
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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Manno, Mann, diese ewig gleichen Diskussionen und Argumente ! Auf der einen Seite das "dumme Heimchen am Herd", auf der anderen Seite die "karrieregeile Rabenmutter, die ihre Kinder weggibt".

    In nordeuropäischen Ländern erfolgte diese gesellschaftliche Diskussion, der Ausbau der Kinderbetreuung sowie das gleichberechtigte und quasi verpflichtende Einbeziehen der Väter in die Kindererziehung bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts.

    Seither ist dort ein ganz anderes "Familienklima", ich denke nicht, dass diese Menschen gestörtere Persönlichkeiten sind als die Deutschen

    Es ist in Nordeuropa für Arbeitgeber selbstverständlich, dass sich auch Männer in der Kinderbetreuung engagieren, bei uns wird ein Mann komisch angesehen, wenn er Punkt 17 Uhr den Betrieb verlässt, weil er Kinder von der Kita abholen möchte. Und eine Frau ab Ende zwanzig hat Probleme, einen ordentlichen Job zu bekommen, weil jeder Arbeitgeber befürchtet, dass die Frau eh bald schwanger wird und dann wieder den Abflug macht. Oder wenn sie bereits Kinder hat, wird befürchtet, dass sie dauernd fehlt, weil die Kinder krank sind.

    Männer wählen offenbar bei uns nach wie vor gerne Frauen, die bereit sind, ihnen den Rücken freizuhalten und Frauen fühlen sich -egal ob nun im Beruf bleibend oder nicht- mehr oder weniger alleine verantwortlich für die Kinder bzw. ziehen diese Aufgabe aus verschiedensten Gründen schnell und gerne an sich.

    Nein, eine Mutter ist nicht per se das alleinig Beste für ein Kind, eine Frühförderung ist für viele unabdingbar, schaden tut sie denke ich mal keinem. Von demher gehört Geld in die Kinderbetreuung für qualifiziertes Personal und für die Möglichkeit kleinerer Gruppen. Und nicht in das unsägliche "Betreuungsgeld", das beim Empfänger irgendwohin fließen kann und erwiesenermaßen gerade weniger qualifizierten Müttern einen Anreiz bietet, ein Kind nicht betreuen zu lassen.

    Ohne Änderung der Arbeitswelt, die Arbeitsbedingungen schafft, dass junge Eltern(!) nicht immer nur gestresst sind, ist unabdingbar. Meiner Meinung nach sind die jungen Männer am Zug, die diese Arbeitsbedingungen einfordern müssen. Wenn die Mehrheit das macht, ist Elternschaft auch für Männer kein Karrierekiller mehr.

    Gruß, Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)
    Geändert von elli07 (03.09.2013 um 18:26 Uhr)

  9. Avatar von Antje3
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    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Ich bin dafür, daß jede Frau den Weg mit Familie nimmt, den sie für wünschenswert hält.

    ABER: Ich bin dafür, daß sie auch die Konsequenzen daraus trägt und ich kann es außerdem nicht mehr hören, daß diese Vollzeitmütter dann Ihr Modell der Welt als das Bessere verkaufen.

    Denn genauso wie sie sich für "nicht akzeptiert" halten, akzeptieren sie keine Frauen, die einen anderen Weg wählen.

    Und gerne von ALLEN Müttern auf die Sünderbank gesetzt: Kinderlose Frauen. Die sind dann wahlweise bedauernswert oder aber selbstsüchtig...
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  10. Inaktiver User

    AW: Kind und Karriere? Ich bleibe lieber zu Hause

    Zitat Zitat von pelzpfote Beitrag anzeigen
    Zu diesem Thema gab es in der letzten Welt am Sonntag einen durchaus interessanten Artikel.
    In dem vorsichtshalber kein Wort darüber verloren wird, wie dieser Lebensentwurf finanziert werden soll. Oder die Rente der Frau.
    Und ich finde es absolut unerlässlich, dass frau sich darüber Gedanken macht und nicht hofft, dass es irgendwie schon gehen wird - neben der relativ hohen Scheidungsquote kann eine Ehe schließlich auch durch Krankheit oder Unfall enden; da finde ich es geradezu fahrlässig, zu lange aus dem eigenen Job auszusteigen, ohne die Geldfrage nachhaltig geklärt zu haben.

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