Sehr wahrscheinlich nicht - wenn man sie sehen will, findet man auch die Frauen, die sich abseits des Klieschees positionieren.Einzig eine Kollegin von mir lebt ihr Familienleben anders: sie stieg nach dem Mutterschutz wieder ein, das Kind wird in der Kita betreut und beide arbeiten 100%. Ist es ihre "DDR-Sozialisation"?
Ich habe sehr viel Freude daran, diese Frauen zu auf beruflicher Ebene durch uneingeschränkte Solidarität in ihre Entscheidungen zu unterstützen - die müssen nämlich viel Schelte/Vorurteile aushalten.
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29.09.2008, 21:15Inaktiver User
AW: Kinderwunsch: Ein Kind oder keins?
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30.09.2008, 11:36Inaktiver User
AW: Kinderwunsch: Ein Kind oder keins?
Und für mich ist es eins der schlimmsten Klischees, dass es alle Leute glücklich macht, alles dem Job unterzurordnen und als zwei Vollzeitberufstätige Kinder großzuziehen, was im Klartext bedeutet, sowas wie Muße gar nicht mehr zu kennen und komplett nach Terminplan zu leben.
Zitat von Inaktiver User
Ich war früher nach einem 8-10 Stunden Tag allein davon schon oft kaputt, und dann sollen noch Kinder und Haushalt warten? Und Partner und Interessen und Freundeskreis?? Wann soll denn das stattfinden??? Nur Job wär mir einfach zu wenig Leben.
Viele Frauen sind so schlau, das vorher zu wissen, und legen eben Wert auf eine Work-Life-Balance. Optimal finde ich persönlich, wenn beide Elternteile ihre Arbeitszeit reduzieren, wenn das nicht geht, dann zumindest einer von beiden.
Da würd ich dann auch lieber auf teuren Urlaub und Zweitwagen verzichten. Wer sich das vorher überlegt, kann dann hinterher auf burn-out und downshifting verzichten...
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30.09.2008, 11:41Inaktiver User
AW: Kinderwunsch: Ein Kind oder keins?
Das ist auch ein Klischee und ich kann nicht verstehen wie man ohne einen fordernden und anspruchsvollen Job leben mag.Ich war früher nach einem 8-10 Stunden Tag allein davon schon oft kaputt, und dann sollen noch Kinder und Haushalt warten? Und Partner und Interessen und Freundeskreis?? Wann soll denn das stattfinden??? Nur Job wär mir einfach zu wenig Leben.
Du bist ja lustig - wetterst gegen die Klischees und denkst eben in diesen.
Nur Akten lochen wäre mir zu fad.
Den Job kann man immerhin downshiften - Kinder nicht.Da würd ich dann auch lieber auf teuren Urlaub und Zweitwagen verzichten. Wer sich das vorher überlegt, kann dann hinterher auf burn-out und downshifting verzichten...
Kann man auch vorher überlegen.
Mir ist das Risiko eines Burn-outs aufgrund eines (immer kündbaren) Jobs lieber als das Risikos eines Burn-outs weil ich mich zwischen Kinderbetreuung und Gelderwerb aufreibe.
Und inwiefern ist das "schlau" sein bez. der w.-L.-B. an Kindern gebunden. Ich kann ganz ohne Kinder auch noch den Sportverein, Musikunterricht sowie Freunde und Kultur in meinen Alltag neben dem Beruf integrieren.Viele Frauen sind so schlau, das vorher zu wissen, und legen eben Wert auf eine Work-Life-Balance.
Was hat die Work-Life-Balance damit zu tun, ob ich Kinder habe?
Meiner Ansicht nach wird es mit Kindern noch deutlich schwieriger Zeit für sich selbst zu haben - mit oder ohne Job (der ist nämlich zeitlich limitiert).Geändert von Inaktiver User (30.09.2008 um 11:50 Uhr)
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30.09.2008, 11:46Inaktiver User
AW: Kinderwunsch: Ein Kind oder keins?
Warum gleich so???
Zitat von Inaktiver User
Man kann ja auch einen interessanten Job haben und dennoch noch Zeit für was anderes haben wollen. Mich interessiert so vieles im Leben, das kann ich nicht alles im Job abdecken, leider.
Eben. Und Job dowhshiften ist für mich teilzeit. Und nicht mit Arbeitsweg 50-60 Wochenstunden und abends noch kurz dem Kind über den Kopf gestreichelt...Den Job kann man immerhin downshiften - Kinder nicht.
Kann man auch vorher überlegen.
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30.09.2008, 11:52Inaktiver User
AW: Kinderwunsch: Ein Kind oder keins?
Kann man das?Man kann ja auch einen interessanten Job haben und dennoch noch Zeit für was anderes haben wollen.
Mir fällt kein einziger Job ein, bei dem ich 50% arbeite, davon gut leben kann und die volle Verantwortung habe und Zeit für das Kind habe und ausreichend Zeit für mich selbst.
Wird daran liegen, daß ich auch noch einen Partner habe (sehr zeitfordernd, der Gute) sowie 8-9 Stunden schlafe.
..........und finanziell zu hohe Ansprüche.
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30.09.2008, 11:57Inaktiver User
AW: Kinderwunsch: Ein Kind oder keins?
Kann ich gut nachvollziehen. Ich habe nun wahrlich keine dicke Karriere gemacht und übe auch keinen hochanstrengenden, megaverantwortungsvollen Job aus, der es erfordert, von 8- mindestens 20 Uhr im Büro zu sitzen. Trotzdem bin ich nach Feierabend oft erschöpft und ausgepowert und brauche dann meine Regenerationszeit. Allein die Vorstellung, mich dann auch noch um Kinder und Haushalt kümmern zu müssen, ist für mich ein echter Horror.
Zitat von Inaktiver User
Ich kenne Frauen, die soviel Power haben, dass sie das beides schaffen - die von Dir angesprochene Muße, die Zeit für sich selbst, die bleibt allerdings auf der Strecke. Da ist alles minutiös durchgeplant, vom morgendlichen Aufstehen bis zum ins Bett gehen. Frei verfügbare Zeit und spontane Unternehmungen, etwas das ich als absolutes Muss für mein Wohlbefinden und meine körperliche und seelische Ausgeglichenheit brauche, stehen allerdings nicht auf der Agenda
Meins wäre das nicht. Ich hätte diese Energie schlichtweg nicht, würde irgendwann nur noch unleidlich und könnte keiner der beiden Herausforderung mehr wirklich gerecht werden.
Ganz auf den Beruf zu verzichten, oder mich mit einem langweiligen Routinejob zu begnügen wäre es allerdings auch nicht. In meinem Beruf ist Teilzeitarbeit z.B. so gut wie unmöglich und wer länger als ein Jahr raus ist, hat bereits den Anschluss verloren und gilt als schwer vermittelbar.
Insofern bin ich sehr froh, dass ich aufgrund meines nicht vorhandenen Kinderwunsches nie vor dieser Frage stand. Denn eines weiß ich: Ich hätte mich extrem schwer damit getan eine Entscheidung zu treffen, die allen Ansprüchen gerecht geworden wäre. Das ist wirklich nichts, worum ich Mütter beneide. Denn in aller Regel sind es doch immer noch die Frauen, die neben ihrem Job die Hauptverantwortung für Haushalt und kinder tragen. Fälle von wirklich gerechter Aufteilung kenne ich kaum.
Gruß, Spellbound
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30.09.2008, 12:18Inaktiver User
AW: Kinderwunsch: Ein Kind oder keins?
Ich verdien mit 17,5 Wochenstunden so viel wie andere ganztags, und das reicht mir. Natürlich hätt ich doppelt so viel Geld, wenn ich ganztags arbeiten würde, aber das ist es mir nicht wert.
Zitat von Inaktiver User
Ich brauch weder superteure Reisen noch Frustkäufe, weil ich das ganze Jahr so lebe, wie ich will.
Ich red ja auch nicht von Leuten, die zusammen kaum die Miete verdienen und sich totschuften müssen, um sich ihre Kinder überhaupt leisten zu können. Das gibt es leider mehr als genug.
Aber ich meine eben, wenn jemand auf Geld verzichtet, um mehr Zeit zu haben, ist das nicht per se dumm oder klischeehaft, sondern vielleicht eine sehr bewußte Entscheidung für mehr Lebensqualität und Genuß.
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30.09.2008, 12:23Inaktiver User
AW: Kinderwunsch: Ein Kind oder keins?
Eben, so kenn ich das auch.
Zitat von Inaktiver User
Und die die nicht so viel Energie haben, aber das gleiche Programm - Kinder und Vollzeitjob - die schleppen sich durch ihr Leben und kennen sowas wie Kino nur noch vom Hörensagen, weil dauermüde.
Was ist also so schlimm daran, dass viele Frauen so ein Leben im Hamsterrad nicht wollen??? Ich kenn kaum mehr eine Frau, die ganz und für immer Hausfrau ist, aber andere Wege zu suchen und zumindest ein paar Jahre lang den Focus nicht auf den Job zu legen find ich so dumm nicht.
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30.09.2008, 13:10Inaktiver User
AW: Kinderwunsch: Ein Kind oder keins?
Da stimme ich Dir fast uneingeschränkt zu - aber die Zeit sinnvoll zu nutzen ist eine ganz individuelle Sache.Aber ich meine eben, wenn jemand auf Geld verzichtet, um mehr Zeit zu haben, ist das nicht per se dumm oder klischeehaft, sondern vielleicht eine sehr bewußte Entscheidung für mehr Lebensqualität und Genuß.
Das kann ein Kind sein, muss es aber nicht.
Un des gibt Menschen, die sehr gerne sehr viel arbeiten und trotzdem oder deswegen ein hohes Maß an Lebensqualität haben.
Das hängt auch sehr davon ab, wie meine Arbeit motiviert ist und was ich genau verantworte oder erreiche.
Ich würde auf 50% mehr verdienen als so manch durchschnittlicher Akademiker in Vollzeit.Ich verdien mit 17,5 Wochenstunden so viel wie andere ganztags, und das reicht mir. Natürlich hätt ich doppelt so viel Geld, wenn ich ganztags arbeiten würde, aber das ist es mir nicht wert.
Ich brauch weder superteure Reisen noch Frustkäufe, weil ich das ganze Jahr so lebe, wie ich will.
Ich "brauche" bestimmte Dinge auch nicht - aber die o.g. Begrifflichkeiten sowie der Zweitwagen (kenne gar niemanden, der einen hat) sind für mich direkt aus der Klischeekiste entnommen.
Es ist nun auch nichts verwerfliches daran, Vollzeit zu arbeiten und damit auch beispielsweise 100% seiner Sozialbeiträge einzuzahlen (mal ganz langfristig gedacht).Geändert von Inaktiver User (30.09.2008 um 13:22 Uhr)
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30.09.2008, 14:39Inaktiver User
AW: Kinderwunsch: Ein Kind oder keins?
Dass man nach einem langen und fordernden Arbeitstag kaputt ist ist für mich kein Klischee, sondern Realität.
Zitat von Inaktiver User
Und ich glaube nicht, dass es arg viele Eltern gibt, die nach 10 Stunden Job frohgemut und taufrisch abends noch viel mit ihren Kindern machen, und wenn die im Bett sind dann noch den Haushalt, so nebenbei??


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