für mich bedeutet treue, dass ich mir von em partner wünsche, dass er sich selbst treu ist und dieses authentische leben mit mir teilt.
treue muss also nichts mit körperlicher treue zu tun haben. wenn ihm nach sex mit einer anderen frau ist, soll es das ausagieren können. liebe, so wie ich sie verstehe, soll den, den ich liebe, so wenig wie möglich einschränken.
in meiner momentanen situation würde ich mir wünsche, dass mein partner das mit mir teilt, mir also erzählt.
eigentlich finde ich das aber wieder nicht stimmig: er soll es auch für sich behalten dürfen, wenn er will. diese absolute freiheit und das vertrauen wären mein ideal. das dazu nötige selbstwertgefühl habe ich aber nicht einmal ansatzweise.
mein jetziger partner, mit dem ich knapp fünf jahre zusammen bin, hat (zumindest meines wissens) bisher keinen sex mit einer anderen frau gehabt. es kann also leicht sein, dass ich in der situation dann emotional trotzdem mit verlustangst und panik reagiere, obwohl meine weltanschauung das akzeptiert.
schon in jüngeren jahren, wo ich mir diese freiheiten in einer beziehung noch nicht vorstellen konnte, habe ich nie kapiert, wieso so viele menschen sagen: sobald er/sie mich einmal betrügt, mache ich sofort schluss.
schon damals dachte ich: da gibt es für mich weit verletzendere verhaltensweisen. allen voran die illoyalität. (zb etwas im vertrauen gesagtes im nächsten streit gegen den anderen verwenden.)
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Ergebnis 11 bis 15 von 15
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22.08.2008, 15:59Inaktiver User
AW: Dossiertalk: "Wehe, wenn du mich betrügst"
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22.08.2008, 16:08Inaktiver User
AW: Dossiertalk: "Wehe, wenn du mich betrügst"
sigi, dein letzte absatz: das es verhaltensweisen gibt, die wesentliche verletzender sind-
das möche ich ganz gross und breit unterschreiben.
der mann, von dem ich mich nach fast 25 jahren ehe getrennt habe, hat mich laut seiner aussage nie betrogen. (also mit einer anderen frau sex gehabt)
ganz ehrlich, manchmal wäre es mir lieber gewesen er täte es getan.
diese arrogante selbstherrlichkeit (neben noch anderen misslichkeiten) einfach zum .................................
sex ist sex und liebe ist liebe. das sind zwei dinge. wenn sie zusammengehen- gut. aber es muss nicht sein.
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27.08.2008, 13:46Inaktiver User
AW: Dossiertalk: "Wehe, wenn du mich betrügst"
Also ich denke mal, dass sich beide Partner in einer Beziehung einig sein müssen, was für sie beide in Frage kommt. Und die beste Möglichkeit ist, das so ziemlich am Anfang abzuklären. Man muss dafür ja nicht gleich ein extra Meeting anberaumen. Das kann man auch so "nebenbei" locker in ein Gespräch einbringen. Wenn der eine sexuelle Treue braucht und der andere Freiheit beim Sex, dann werden sie bestimmt irgendwann ein Problem haben.
Ich glaube, ich könnte es nicht verkraften, wenn mein Partner Sex mit einer anderen Frau hätte. Der Gedanke daran würde mich fertig machen. Selbst wenn ich nicht sofort Schluss machen würde, könnte ich die Vorstellung davon und den Vertrauensbruch - der es nach einer Absprache ist - nicht einfach hinter mir lassen.
Ich selbst würde es nicht tun. Solange ich mit jemandem in einer Beziehung bin, bin ich (körperlich) nur für ihn da. Wenn ich aus der Beziehung raus bin, dann fühle ich mich auch wieder frei und ungebunden und kann mich auf einen anderen Mann einlassen. So eine zweigleisige Geschichte ist nicht mein Ding.
In allen anderen Belangen kann ich Sigi77 nur zustimmen. Ich denke auch, dass man sich vor allem selbst treu sein sollte. Wenn ich mich meinem Partner zuliebe total verändere, wird er irgendwann nicht mehr die Frau haben, in die er sich verliebt hat. Anders herum genauso.
Das schließt aber nicht aus, dass man z.B. bestimmte Verhaltensweisen dem Partner zuliebe ändern kann.
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27.08.2008, 18:59
AW: Dossiertalk: "Wehe, wenn du mich betrügst"
Dieses Zitat vom Herrn Jellouschek regt mich auf:
Frage: Was, wenn ich mich nicht entscheiden kann?
Hans Jellouschek: "Ich muss mich aber entscheiden. Sonst wird es für alle ein Horrortrip. Oft braucht es Hilfe von außen: eine Paartherapie. Hier kann die Krise bearbeitet und auf eine gute Entscheidung hingearbeitet werden. Vor allem, wenn Kinder da sind, sollte ich die feste Beziehung nicht einfach aufs Spiel setzen. Eine Therapie kann auch eine Möglichkeit sein, die Hauptbeziehung wiederzubeleben, so dass die Außenbeziehung nicht mehr 'nötig' ist."
Einer der Gründe für einen Seitensprung oder eine Nebenbeziehung ist doch die mangelnde Lust auf Sex mit dem eigenen Partner. Ich bin sicher, dass man viele Dinge in einer Psychotherapie beleuchten, klären und "erarbeiten" kann. Aber Lust unterliegt völlig anderen Regeln. Lust lässt sich nicht herbeireden. Und der Verlust der Lust auf den eigenen Partner, der meist als so dramatisch schlimm angesehen wird, ist meines Erachtens ein relativ normaler Prozess in einer Beziehung. Zu behaupten, die Beziehung sei "gestört", weil man mit seinem Partner nicht mehr schlafen will, finde ich falsch.
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27.08.2008, 21:33Inaktiver User
AW: Dossiertalk: "Wehe, wenn du mich betrügst"
@ eisfee & tescriv:


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