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  1. Administrator

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    Dossier-Talk: Haben Sie heute schon ans Essen gedacht?

    Liebe Userinnen, liebe User,

    "Mein einziger Gedanke ist Essen - der ganz alltäglich Wahnsinn figurbewusster Frauen" - mit diesem Thema beschäftigt sich das Dossier der aktuellen BRIGITTE (Heft 10, ab 23. April am Kiosk).

    Beim Thema Essstörungen denken wir an magersüchtige Mädchen oder kolossal dicke Männer. Aber wir? Essgestört? Nur weil wir Obsttage einlegen, oft das Abendessen weglassen und ständig unsere Kalorienbilanz kontrollieren? Und doch beschleicht uns manchmal der Verdacht: Richtig gut ist das alles nicht…

    Kennen Sie das? Hier können Sie Ihre Erfahrungen austauschen.

    Ihr BRIGITTE.de-Team
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (18.04.2008 um 09:07 Uhr) Grund: Link eingefügt
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

  2. Inaktiver User

    AW: Dossier-Talk: Haben Sie heute schon ans Essen gedacht?

    Wo fange ich jetzt am Besten an?

    Ich (23) war seit meiner Pubertät nicht mehr schlank. Ich glaube das letzte mal, die Zeit in der ich unter 60kg lag ist bestimmt schon über 10 Jahre her. Dass in meiner Familie alle etwas bzw. etwas mehr übergewichtig sind zählt wohl nicht als Ausrede. Nun ja gewisse Dinge werden wohl anerzogen und werden einem als Kind vorgelebt. Bis man sich selbst findet.

    Seitdehm drehte sich dann alles um irgendwelche Diäten oder überhaupt ums essen. Bis vor einem Jahr habe ich es geschafft mein Gewicht bei einer Körpergröße von 163 bei ca. 70kg zu halten. Mit Mühe und Not. Denn glücklich war ich mit dem Gewicht auch nicht wirklich.

    Dazu kommt, dass ich eine unvorteilhafte Figur habe und sich die Kilos nicht über den ganzen Körper verteilen sondern hauptsächlich am Hintern und den Oberschenkeln sitzen. Ich würde mich gern in der Mitte durchschneiden sagte ich immer, denn mit meinem Oberkörper und Kleidergröße 38/40 war ich ganz zufrieden. Nur dass es unten rum eben 1-2 Größen mehr waren störte mich ungemein. Ich habe einen A*sch so groß wie der eines Hofbräugauls würde ich sagen, wenn ich mich über mich selbst lustig mache.

    Aber mein kompletter Tagesablauf war bestimmt vom Essen oder eher Nicht-Essen!

    Nun ja, dass ich irgendwann angefangen habe mein Essen zu genießen endete damit, dass ich mein Gewicht bis auf fast 90kg hochschraubte!
    Obwohl ich nie das Gefühl hatte zu viel zu essen. Ich aß einfach das worauf ich Lust hatte und bis ich satt war. Das waren keine übermäßig großen Portionen aber anscheinend war es doch zuviel. Jetzt zog ich die Notbremse und bin derzeit "nur noch" bei 83kg - Tendenz weiter nach unten sinkend.

    Ich weiß, dass mein derzeitiges Essverhalten nicht ganz "normal" ist. Ich nehme am WW-Programm teil und finde es besser als NIX zu essen.

    Auch momentan dreht sich wieder alles nur ums Essen. Punkte zählen und auf Nahrungsmittel achten. Portionen wiegen und kontrollieren.
    Normal ist das nicht wirklich aber anders schaffe ich es nicht.

    Ich bin nicht glücklich damit dick zu sein und möchte zumindest wieder auf mein altes Gewicht von 70kg. Mein Wunschgewicht von 60kg wird wahrscheinlich Wunschdenken bleiben. Auch wenn ich derzeit schon noch sehr motiviert bin weiß ich nicht wie lange ich den Essenskampf durchstehen kann.

    Vielleicht geht es anderen ja ähnlich.

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    AW: Dossier-Talk: Haben Sie heute schon ans Essen gedacht?

    Liebes Brigitte-Team, liebe Christine!
    Der Artikel "Das Schlimmste am Schlanksein ist das permanente Grübeln" hätte auch von mir verfaßt sein können. Genauso ist es und es ist schrecklich. Ich war nie dick, aber als Teenager ein bißchen mollig (knapp 60 kg bei einer Größe von 150cm) und wurde dafür natürlich gehänselt. So begann mit 14 meine Diät-Karriere. Heute bin ich fast 40 Jahre alt und habe es geschafft, wie man so schön sagt. Viel Sport und gesundes Essen und eine ordentliche Magen-Darm-Grippe halfen mit, die 10 überschüssigen Kilos anzuspecken. Mit 49 kg auf 160cm bin ich heute fast schon zu schlank, aber ich lebe mit der ewigen Angst, zunehmen zu können. Ein paar Gramm mehr auf der Waage und der Tag ist gelaufen. Zum Frühstück überlege ich mir schon, was ich den Tag noch essen darf, Restaurantbesuche meide ich aus Angst vor zu fettreichem Essen, Partys ebenso, da ich weiß, ich kann mich angesichts eines leckeren Buffets voller "Sünden" nicht zurückhalten. Natürlich wird man trotzdem regelmäßig schwach und das schlechte Gewissen macht den Rest des Tages und den nächsten Tag auch gleich zur Hölle. Die Liste der "verbotenen" Speisen ist länger als die "erlaubten" Nahrungsmittel.
    Die Frage ist wirklich gerechtigt: Ist der Preis für die schlanke Figur nicht zu hoch? Warum lassen wir uns so beeinflussen? Wer hat uns da so fest im Griff, dass unser Leben sich auf das Zählen von Salatblättern reduziert? Und wie kann man diesen ganz normalen Wahnsinn durchbrechen? Bulimie und Anorexie sind ja nur die Spitze des Eisberges, der Unterbau der ganz normalen alltäglichen Eßstörung scheint mir noch viel schlimmer zu sein, denn das ist der Kompost, auf dem die anderen, mitunter todbringenden, Krankheiten gedeihen.
    Wir müssen das Genießen wieder lernen und uns von falschen Schönheitsidealen und Perfektionsdrang verabschieden. Man gründe eine Liga der selbstbewußten Frauen!
    Also, liebe Christine, Du mußt nicht glauben, nur Frauen mit etwas zuviel um die Hüften leiden, das Leiden hört nie mehr auf und Du wirst nie mit Deiner Figur zufrieden sein. Das individuelle Glück hängt nämlich nicht vom Taillenumfang ab! Übrigens, noch ein kleiner Tip: Wichiger ist viel Bewegung. Das macht Spaß und man darf viel mehr essen, ich weiß das, habe wirklich schon alles ausprobiert!

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    AW: Dossier-Talk: Haben Sie heute schon ans Essen gedacht?

    Also, liebe Christine, Du mußt nicht glauben, nur Frauen mit etwas zuviel um die Hüften leiden, das Leiden hört nie mehr auf und Du wirst nie mit Deiner Figur zufrieden sein. Das individuelle Glück hängt nämlich nicht vom Taillenumfang ab!
    So ist das bei mir auch. So um die 20 JAhre hatte ich 64 Kilo bei 175cm größe. Ich fühlte mich nicht wohl. Fand mich zu Dick. MEine große Schwester war so schön Schlank. Irgendwann hungerte ich mich auf 60 kg runter. Auch da war ich nicht glücklich. Fand mich ungeliebt... Zum Glück rutschte ich nicht in die Bullemie, denn meine Schwester wäre fast daran gestorben. Aber wäre dem nicht so gewesen, wäre ich dahin gekommen. So war mein Gewicht bald wieder bei 65, dann 70, dann 75. Ich aß so gerne, aber immer mit einem schlechten gewissen. Bei 80kilo meldete ich mich im Fitnesstudio an. Ne Woche später war ich Schwanger. Also wieder abgemeldet. NAch 2 Schwangerschaften war ich bei 112 Kilos und totunglücklich. Hatte keine Freunde in der nähe, fand mich fett und häßlich, und wer mag schon jemanden der so ist......
    Dachte immer mit 75Kilo wäre ich total zufrieden und überglücklich und hätte wieder Freunde.
    Heute bin ich bei 70 kilo und immer noch nicht glücklich mit meiner Figur. Ich glaube, nein ich weiß, das ich mich auch mit 60 Kilos nicht wohler fühlen würde. Und mehr Freunde werde ich deswegen auch nciht finden. Und trotzdem das ich mein Gewicht gerade halte muß ich immer daran denken wieviel Kalorien dies hat und wieviel jenes. Ich gehe heut noch essen, dann lieberr kein Frühstück. Abendessen Pfannkuchen, ich esse mit schlechtem Gewissen, kann trotzdem nicht aufhören zu essen. Danach rechne ich wieder durch, wielviel ich da gegessen hab, und wann ich das wieder einsparen kann. Habe den ganzen abend ein noch schelchteres gewissen.
    Ich weiß das mein Glück nichat vom Gewicht abhängt, sondern ich selber. Aber trotzdem, ich denke von früh bis spät ans essen, bzw. nicht essen......
    Gruß

    Sirenchen

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    AW: Dossier-Talk: Haben Sie heute schon ans Essen gedacht?

    Diesen Artikel kann ich nur unterschreiben. Ich bin seit ca. 20 Jahren auf Diät. Und habe alles probiert und alles darüber gelesen. Ich habe mehrmals Weight Watchers gemacht und mein Gewicht mehrmals ab und wieder zugenommen. Bei mir dreht sich jeder Gedanke ums Essen oder nicht Essen, Kalorien, Punkte, Rezepte. Das ist sogar schon meinem Mann aufgefallen, der gesagt hat, daß man sich mit mir über nichts anderes mehr unterhalten kann. Ich bin weder magersüchtig noch habe ich Bulimie, aber ich finde mich schon reichlich eßgestört. Ich möchte gern so essen, wie ein normaler Mensch eben ißt, einfach wenn er Hunger hat, auf das was er Lust hat und aufhören, wenn man satt ist. Ich beneide meine erwachsenen Söhne, die nie über Kalorien oder fettarm nachgedacht haben und trotzdem super schlank sind und das Essen worauf sie Appetit haben. Ein magerer Johurt oder Halbfettmargarine kämen bei ihnen nie in den Kühlschrank. Ich weiß nicht, wie sie trotzdem und ohne jeglichen Sport trotzdem ihr Gewicht halten. Ich würde so gern wieder ein normales Leben führen, ohne dauernd ans Essen denken zu müssen. Der Preis für eine schlanke Figur ist sehr hoch für mich. Momentan habe ich ca. 20kg Übergewicht und ich habe Angst, noch mehr zuzunehmen, wenn ich nicht aufpasse. Andererseits denke ich mir, vielleicht hat Gott ganz einfach verschiedene Menschen erschaffen, genauso wie es eben blonde oder dunkelhaarige gibt. Und gesundheitliche Störungen wie Bluthochdruck oder zu hohes Cholesterin habe ich ja nicht. Aber trotzdem, ich will einfach schlank sein.
    Liebe Grüße
    wolfgirl

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    AW: Dossier-Talk: Haben Sie heute schon ans Essen gedacht?

    Hallo zusammen,
    auch ich habe eine "Eßstörung", meine Mutter hat schon als ich ein 3/4 Jahr alt war überlegt wie sie den Brei verlängert, damit ich nicht noch mehr zunehme, ( auf anraten des Arztes). Und so geht es mir eine leben lang. Heute 45, 180 groß bei 80 kg. I
    Ich wäre ja mit meinem Gewicht einverstanden, aber wenn ich "normal" esse, habe ich jedes Jahr 4-5 kg mehr und damit möchte ich nicht leben. Also immer ein paar Wochen "normal" essen und dann wieder wochenlang FDH.
    Dann habe ich noch das "Pech" einen Sohn zu haben, der sehr dünn ist und den ich zum Essen anhalten muss. Der bekommt dann noch ein extra Croisant.
    Also, entweder wir Frauen halten uns zeitweise an Salat oder die Deutschen werden noch dicker.
    Schönen Tag noch.
    Von Sportmuffel
    P.S. Gehe aber einmal in der Woche walken und einmal zum Speckriege-Gymnastik, aber nicht mit Begeisterung aber was tut man nicht alles für ein paar Kilo leichter.

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    AW: Dossier-Talk: Haben Sie heute schon ans Essen gedacht?

    Den Satz aus dem Dossier "Das Schlimmste am Schlanksein ist das ständige Grübeln" hat mir beim Lesen aus tiefster Seele gesprochen.Er beschreibt mein eigenes, stilles Leiden so treffend in nur diesem einen Satz. Eigentlich könnte ich glücklich sein, denn ich bin dünn und sportlich (und ja, ich mag Sport!) und wahrscheinlich werden mich jetzt alle gefrusteten hier hassen, aber ich leide im Inneren mindestens genauso! Denn ich "muss" möglichst genau kontrollieren essen was ich esse und wieviel und "ob ich noch etwas essen darf", damit ich bloss nicht zunehme. Ein, zwei Kilo mehr über mein "OK-Gewicht" sind da für mich schon eine "Katastrophe". Natürlich überspiele ich das nach aussen hin, tue so als könnte ich alles essen und so viel ich will, aber dem ist nicht so. Ich achte sehr genau darauf, wieviel Kalorien ich am Tag zu mir nehme, darauf dass ich mein Sportprogramm einhalte. Auch bei mir sind Einladungen und Restaurantbesuche gefühlte "Bedrohungen" meines kontrollierten Essens - man weiss ja nicht, wieviel Kalorien das Essen dort hat!

    Alle hier schreiben wieviel sie wiegen/gewogen, ab- und zugenommen haben. Geht es denn wirklich um diese Zahlen? Wenn man die Beiträge überfliegt, sieht man nichts als Zahlen. Ich frage mich, was für Frauen hinter diesen Zahlen stehen! Warum sind wir alle so auf unser Gewicht und unsere Figur fixiert?
    Vielleicht könnte man die Diskussion ja mal dahingehend weiterführen...ich denke es könnte sehr spannend und aufschlussreich werden!

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    AW: Dossier-Talk: Haben Sie heute schon ans Essen gedacht?

    ja und nein, und ein liebes Halllo an die Brigitte-Redaktion mit dieser Fragestellung.

    ein Ja bezüglich meiner Figur an sich, die sich im Laufe der Jahre doch etwas verändert hat und heute im Gegensatz zu früheren Jahren dahingehend verändert hat, dass ich zwar Normalgewicht habe, sich aber andererseits die Pfunde in eine Richtung bewegt haben, von denen man charmant sagen könnte:
    wenn heute ein Hochwasser angesagt wäre, dann wird mich mein Schwimmgürtel sicherlich retten :-)

    Für mich und allein bzgl. meines eigenen Wohlbefindens achte ich durchaus darauf, dass ich meinen Schwimmgürtel soweit auf ein Minimum begrenze, dass er mir weder beim Schuhebinden (für meine Kids sowieso total uncool) noch beim Bücken nach dem Putzlappen im Weg ist.

    Ansonsten erlaube ich mir mit fast 52 Jahren und Mutter von zwei Kindern eine Gewichtszone, die mir das Genießen an sich endlich erlaubte!

    Miss Germany wollte ich sowieso niemals werden, auch nicht die Schönste und Schlankste am Strand. Die String- Mode, eigentlich m.E. ziemlich unbequem war auch nie mein Ding und Zeitschriften wie Gala?neue Revue? oder wie auch immer sie sich benennen mögen, waren auch nie mein Ding, oder Vorbild.

    Eigentlich denke ich, dass es im Leben an sich so Einiges an Mehr gäbe womit frau sich beschäftigen, auseinander setzen könnte, sollte(?) als mit diversen medienbezogenen, betonten körperlichen etwaigen Figurproblemen.

    Damit ich mich frei und zufrieden in meinem Leben bewegen kann ist es für mich schon ein Bedürfnis dies mit nicht zu vielen Pfunden zu tun, die mir! meine Beweglichkeit nehmen könnten, aber grundsätzlich finde ich es total egal und ist absolut kein Wohlfühlkriterium für mich, wer wann und wie vorschreiben wollte, wieviel Kilo ein Mensch, egal ob Mann oder Frau auf die Waage bringen dürfte. sollte, um ein anerkanntes Mitglied dieser (?) Gesellschaft sein zu dürfen!

    Was ist "normal"? welches Gewicht bei welcher Größe erlaubt??
    Da stellt sich für mich schon die Frage was im Leben, in unserer Gesellschaft Priorität hat????

    ich wüßte, würde dazu gerne noch ein paar mehr Worte zu sagen, aber da ich hier die Erfahrung gemacht habe, dass sie gar nicht gefragt sind, lasse ich es auch gerne bleiben.

    Seid dünn, seid dick, macht euch eure Gedanken dazu, folgt dem Mainstream oder auch nicht, aber seid hoffentlich glücklich und zufrieden damit, seid froh und zufrieden mit eurem Leben an sich, denn es ist einmalig!

    Sonnige und fröhlichste Grüße, trotz dem Nichtentsprechen der vorgegebenen Maßen

    Rhyannon
    das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
    Marc Aurel

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    AW: Dossier-Talk: Haben Sie heute schon ans Essen gedacht?

    hallo!
    eigentlich hatte ich diese brigitte-ausgabe nur wegen der tollen farbkombination lila-gelb gekauft. erst zuhause bemerkt, dass das dossier quasi für mich geschrieben wurde.
    ich erinnere mich, dass ich mal als jugendliche gelesen hatte von einer frau die sagte, sie mache seit 30 jahren immer wieder und wieder eine diät. das fand ich so schrecklich. heute bin ich 44. wenn ich nachdenke, kämpfe ich seit 30 jahren gegen das zunehmen!!!
    ich habe gute und schlechte tage.
    gut sind die tage, an denen ich aufs essen achte, mich bewege, viel wasser trinke. das geht weiter. an diesen tagen lese ich andere dinge. schaue wenig fern, bin "gut" drauf. fühle mich schon gleich schlanker.
    schlechte tage sind erst mal gut (haha). denn ich esse, worauf ich lust habe. schnüffle in der küche nach dingen, die mich glücklichmachen. genieße schokolade beim fernsehen usw. dann wird der tag schlecht. ich mag mich nicht. fühle mich dick. sehe plötzlich dicker aus. bin schlecht gelaunt und nehme mir vor, morgen wieder einen "richtigen", eine guten tag zu starten.

    warum das dossier für mich so wichtig war? wegen meiner tochter. sie ist elf und etwas zu dick. sie hat einen runden bauch. ihre beine findet sie zu dick. sie beginnt ihre wahrscheinlich lange diät-karriere - und ich könnte heulen!!!

    was tue ich? was tuen wir? das ist eine GRATWANDERUNG! sie ist - natürlich - hochempfindlich, wenn es ums essen, ihre figur geht. viele machen eine bemerkung. zu ihr. zu mir. über sie.
    aber es ist nicht das, was mich bedrückt. ich weiß tatsächlich nicht, wie ich damit umgehen soll. ansprechen? bremsen? ignorieren? genießen lassen? süßis akzeptieren? verbieten? damit sie sie heimlich kauft und isst???

    ein ding der unmöglichkeit da richtig zu reagieren, wenn ich doch selbst nicht gelassen sein kann, oder?

    und wenn dann ein "schlechter" tag bei mir ist - und meine tochter in hautengem t-shirt und mit spagetti-dünnerfreudin in dem gleichen shirt kommt. und die eine sieht aus wie wurst in pelle....

    jetzt lese ich nochmal den beitrag der tochter im dossier. das war wichtig für mich, mal die meinung zu hören. und dann spreche ich mit meiner tochter.

  10. Inaktiver User

    AW: Dossier-Talk: Haben Sie heute schon ans Essen gedacht?

    Warum nur machen wir uns soviele Gedanken um unser Gewicht?

    Es ist natürlich, sich auf einem Level zu bewegen, in dem das Gewicht nicht gesundheitsgefährdend ist und die überflüssigen Pfunde einem das Leben nicht noch schwerer machen. Ein extremes Übergewicht ist nicht gut, das ist uns allen klar.
    Warum nur finden wir unsere paar Pfund zuviel dann so schlimm?

    Wenn man ein paar hundert Jahre zurück schaut, war eine Zeitlang ein runder Körper total in. Rubens Gemälde sind Zeugnis hiervon. Frauen mit richtig viel Kurven die für unsere heutige Gesellschaft schon "fett" sind und nicht nur dick.
    Richtig fette Frauen die sich nackt auf Betten räkeln...

    Wie konnte man sowas nur schön finden?
    Wer bestimmt, was schön ist?
    Alle lassen sich von Modeerscheinungen beeinflussen.

    In der Zeit von div. Zeitschriften, Film und Fernsehen bekommen wir jeden Tag vorgelebt wie die perfekte Frau auszusehen hat. Sie ist klug, schlank und erfolgreich. Kein überschüssiges Gramm Fett an ihrem wohltrainierten Körper an dem jede Proportion stimmt...

    Ja ich finde jeder der wie ich nur darüber nachdenkt wann er wieviel isst oder essen kann ist auf eine gewisse Art und Weise gestört.

    Warum?

    Weil man mit dem "Ich finde mich gut so wie ich bin" einfach nicht weiterkommt und man damit oft in ein Wespennest sticht.
    Weil man sich als dickerer Mensch öfter beobachtet fühlt und das Selbstbewusstsein fehlt
    Weil ich jedes Mal frustriert vom Klamottenkaufen nach Hause komme, weil ich wieder nichts gefunden habe, das mit vernfünftig passt, weil die Mode für Frauen ohne Hintern gemacht wurde.
    Weil ich schön sein will für meinen Mann, der meine Kurven vielleicht nicht hässlich findet aber sie bestimmt auch nicht liebt

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