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  1. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    Schulstress 2008 - was hilft unseren Kindern?

    Liebe Userinnen,

    Deutschland debattiert über die Umgestaltung des Schulsystems. Ist das achtjährige Gymnasium (G8) wirklich gut für unsere Kinder? Brauchen wir eine Gesamtschule für alle? Oder eine ganz neue Reform? Lesen Sie hierzu auf BRIGITTE.de die Erfahrungen einer Mutter, deren Kinder sowohl aufs G8 als auch aufs G9 gehen, und wie Sie Ihrem gestressten Kind helfen, sich zu entspannen.

    Auch im aktuellen BRIGITTE-Dossier dreht sich alles um das Thema Schule: Was ist mit den Kindern, die es gar nicht erst aufs Gymnasium schaffen? Darf man Zehnjährigen sagen, sie seien nicht gut genug? Antworten darauf lesen Sie im BRIGITTE Heft 7, am 12.3. am Kiosk.

    Uns interessiert: Was muss sich Ihrer Meinung nach ändern am Schulsystem?

    Eine spannende Diskussion wünscht
    Ihr BRIGITTE.de-Team
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

  2. Avatar von Nocturna
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    AW: Schulstress 2008 - was hilft unseren Kindern?

    Es ist schwer für meine Tochter, ihre Freundschaften zu pflegen. Bis 16 Uhr sind Carla und ihre Freundinnen meistens mit Lernen beschäftigt. Sie können sich am frühen Abend noch für eine Stunde treffen, aber das war es dann auch schon.
    Na, das sind ja noch traumhafte Zustände. Mein Sohn ist auf einem Gymnasium, das mangels Mensa den Nachmittagsunterricht auf ein 7-Stunden-Modell geändert hat, Unterrichtsende ist also um 14 Uhr. Weil mein Sohn Fahrschüler ist und noch S-Bahn fährt, ist er um 14.45 Uhr zuhause, hungrig und bis dato ohne nennenswerte Pause.

    Nach dem Mittagessen gönne ich ihm gerade mal 15 Minuten Pause, dann ist es halb vier nachmittags und ich treibe Sohn zu den Hausaufgaben. Tägliches Pensum 1,5 Stunden aufwärts, er ist im Schnitt kurz vor 17.30 Uhr fertig. Zweimal in der Woche eilt es besonders, damit er noch rechtzeitig in den Sport kommt, damit er nicht nur vor dem Schreibtisch hockt.

    Freundschaften? Er hat einen Freund aus der Klasse, mit dem er sich maximal 1x pro Woche trifft, entweder Freitag oder Samstagnachmittag. Auch das wird manchmal von den Eltern unterbunden, wenn Schulaufgaben anstehen, denn für zusätzliches Pauken neben den Hausaufgaben ist keine Zeit, bleibt also nur das Wochenende.

    Bayernweit hat die LEV (Landeselternvereinigung) Umfragen gemacht mit haarsträubenden Ergebnissen. Nur noch 30 Prozent aller Kinder schaffen den Schulalltag ohne Hilfe, bei unserem Gymnasium liegt die Quote aktuell sogar nur bei 22 Prozent. Eltern sind zu Hilfslehrern geworden, alternativ zahlen sie durchschnittlich 200 Euro für Nachhilfe im Monat.

    Ich habe noch die Schlussworte unseres Elternbeiratsvorsitzenden im Ohr, der sagte: Wie früher gibt es auch heute auf dem Gymnasium sehr gute Schüler, da hat sich nichts verändert. Auch bei den ganz schlechten Schülern sehe ich keinen Unterschied. Aber die große Masse der Schüler ist notenmäßig von gut nach ausreichend gerutscht.

    Ich glaube nicht, dass unsere Kinder weniger intelligent sind als wir damals. Das System ist falsch.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


  3. Registriert seit
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    AW: Schulstress 2008 - was hilft unseren Kindern?

    Was hilft unseren Kindern?
    1. Gut ausgebildete Pädagogen und keine Fachidioten, die menschlich zum Teil auch noch erhebliche Schwächen haben. Supervision für Lehrer!!
    2. Ganztagsschulen mit Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfeangeboten, Freizeitgestaltung und- Räumen und Pädagogen und Sozialpädagogen, die Lust haben etwas mit Kindern und Jugendlichen zu machen und natürlich festen Betreuungszeiten!
    3. Nachhaltigkeit und anwendbares, ganzheitliches Lernen und nicht Fakten auswendig lernen- Test schreiben und ab dafür. Wer wird von den G8 Kindern noch den Dreisatz können oder Flächenberechnung mit Ackerbau in Verbindung bringen?
    4. Kleinere Klassen, damit auch über gemeinsames Lernen und eine gute Beziehung zum Lehrer das Lernen mehr Spaß macht
    5. Möglichkeiten der Förderung von Begabungen und das nicht nur im naturwissenschaftlichen Bereich!
    6. Schulfächer für alle, damit diese Schlepperei ein Ende hat (täglich 12-14 Kg mit einem Eigengewicht von knapp 50 kg)
    7. Lerntherapien an den Schulen für Legastheniker und Kindern mit Dyskalkulie, die bis jetzt einfach allein gelassen werden, weil es in Niedersachsen „Legasthenie“ und Dyskalkulie nicht mehr gibt, heißt jetzt Lese-Rechtschreibschwäche, wobei der Begriff vermittelt, dass man einfach üben muss. Dabei brauchen diese Kinder Lerntherapien, weil sie anders lernen!! Aber nicht schlechter!! Und die Therapien werden von den Krankenkassen nicht bezahlt, obwohl es an einer Wahrnehmungsstörung liegt.
    Das wären schon einmal einige Ideen. Wenn diese umgesetzt sind, würde ich glatt weiterdenken
    Gruß an alle Mitstreiterinnen
    Birgit-Sabine
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  4. Registriert seit
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    AW: Schulstress 2008 - was hilft unseren Kindern?

    Ich dachte zuerst: endlich mal ein Artikel über Schule, in dem nicht auf den Lehrern rumgetrampelt wird und in dem diese nicht als Ursache allen Übels angesehen werden. Dann kam hier online doch wieder so eine Bemerkung:
    ". Gut ausgebildete Pädagogen und keine Fachidioten, die menschlich zum Teil auch noch erhebliche Schwächen haben. Supervision für Lehrer!!"
    Klar, die Fachidioten gibt es auch, wie in jedem anderen Job, aber vielleicht sieht man auch mal die anderen, die sich ein Bein ausreißen, um Kinder zu erziehen, die nicht mal die Grundlagen der Höflichkeit zu Hause gelernt haben und null Ergeiz zeigen, die vom zerütteten Elternhaus so zermürbt sind, dass kein Englisch oder Mathe mehr in die Köpfe passt, denen neben Tennis, Musikschule, etc und Leistungsdruck, von den Eltern aufgebaut
    ("3 ist eine schlechte Note") keine Zeit mehr für andere Sachen bleibt..., die agressiver Verhaltensweisen entwickeln, weil in ihnen fast etwas explodiert. Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, Hyperaktivität, extreme Forderung nach Beachtung durch störendes Verhalten-
    Ich könnte in dieser Richtung mindestens genausoviel beitragen, wie die notorischen Lehrerhasser.
    Aber lassen wir das und bleiben bei dem von Ihnen angeregten Thema.
    Auch ich finde die Stauchung der Schuljahre inklusive des Unterrichtsstoffes völlig daneben. (Stopfgans war ein gutes Beispiel)
    Ich unterrichte schon mehrere Jahrzehnte (nicht als Fachidiot, sondern anerkannter Weise nach modernen Methoden!).
    Aber wie soll man einen Stoff mit interessanten Medien und Unterrichtsformen, die ich sehr gut finde und so oft es geht einsetze, vermitteln, wenn man die Bruchrechnung in 2 Monaten "durchbringen" muss, inklusiver aller Anwendungen, Sonderfälle, Textaufgaben, zusätzliche Übungen mit 32 Kindern? (Vielleicht kann das einer von den Schlaumeiern besser?).
    Mit bestem Willen, Können und Flexibilität - das geht nur über Leichen, die man zurücklassen muss, was ich immer sehr bedauerlich finde. Neben dem Stress, der sachbedingt da ist, werfen einem oft Eltern Steine in den Weg,weil sie denken, man will ihrem Kind etwas ( es gibt auch sehr kooperative Eltern, aber leider kommen die Eltern der Problemfälle oft nicht, die verhindern, dass ein entspannter Unterricht möglich ist.)
    Ein guter Anfang - ihr Artikel, aber um konstruktiv zusammenarbeiten zu können, sollten auch mal die alten Zöpfe der Lehrerschelte von allen überdacht werden! Auch ein Lehrertag hat nur 24 Stunden, von denen ich - zum Leidwesen meiner Familie (wie war das doch noch mit der Forderung arbeitender Mütter?) 10 Stunden irgendetwas für Schule oder Schüler mache (inkl. Sonn- und Feiertag).


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    AW: Schulstress 2008 - was hilft unseren Kindern?

    k
    Geändert von konny92 (11.03.2008 um 14:22 Uhr)


  6. Registriert seit
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    AW: Schulstress 2008 - was hilft unseren Kindern?

    Danke für diesen tollen Bericht bei dem endlich mal alle zu Wort kamen und man sich einen Überblick über dieses Hals-über-Kopf reformierte Schulsysrem verschaffen konnte.
    Was mich aber sehr geärgert hat war, dass es bei dem Jungen aus Sachsen, der die Gymnasialempfehlung nicht "geschafft" hat so dargestellt wird, als wäre seine Zukunft im Eimer. Ich habe viele, viele Freunde und Bekannte, die jetzt nach der 10. Klasse an der Real- und auch verlängerten Hauptschule zu mir ins Gymnasium gehen und sicher ein einwandfreies Abi machen werden. Dieses "du hast dich angestrengt, aber du hast es nicht geschafft" ist natürlich frustrierend für das Kind, aber sollte man es nicht ermutigen und ihm zeigen, das viele Wege zum Ziel führen?
    Aber es ist schon traurig, dass heute nur noch das Abi was wert ist...
    Ich halte nichts von G8, da es auch ohne schon stressig genug ist. Es reicht, wenn die Wochenstundenzahl in der Oberstufe die 32 übersteigt.
    Ich denke nicht, dass es wirtschaftlich viel ausmacht, wenn alle ihr Abi ein Jahr früher haben. G8 ist meiner Meinung nach eine Kürzung, die auf Kosten des Schulstoffs, der Leistungsfähigkeit und der Nerven der Schüler, Eltern und natürlich auch der Lehrer geht!
    Sehr geärgert habe ich mich auch über das Interview mit dem Bildungsökonomen Prof. Dr. Wößmann. Er will, dass Schüler nach der 4. Klasse nicht mehr getrennt werden, meint aber, dass man trotzdem nicht mehr Personal bräuchte. SCHWACHSINN!
    Schon in meiner jetztigen Klasse am Gymnasium sind die Leistungsstände so unterschiedlich, dass wir mindestens 2 Lehrer pro Fach bräuchten. Was wäre, wenn Haupt-, Realschüler und Gymnasiasten in einer Klasse wären? Die Unterschiede wären unüberbrückbar und die Leistungstarken wären unter-, die Leistungsschwachen überfordert.
    Am schlimmsten sind diese kurzfristigen Entscheidungen, die nichts bringen. Ich wünsche mir für mich als Schülerin und für die Eltern und Lehrer, dass solche Entscheidungen in Zukunft besser und länger überdacht werden.

    Gymnasiastin, 10. Klasse


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    AW: Schulstress 2008 - was hilft unseren Kindern?

    Liebe Kollegin!
    Ich kann (auch wenn ich andere Fächer unterrichte) nur bestätigen, was sie sagen!
    Mir ist außerdem- im Gegensatz zu der Autorin des nächsten Beitrags aufgefallen, dass auch in diesem Dossier - wie absolut immer bei diesem Thema in den Medien!!!! - jede und jeder zu Wort kommt, aber wir- die (zum millionsten Mal gescholtenen!) Lehrer nicht!
    Die Aussagen, dass die Klassengröße nichts zu sagen hätte -und wenn doch, sind wir natürlich schlechte Pädagogen! -
    hat mich mal wieder besonders geärgert!
    Aber ich glaube ich sollte noch einen separaten Beitrag formulieren!

  8. Avatar von pelzpfote
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    AW: Schulstress 2008 - was hilft unseren Kindern?

    Vielleicht entsteht der Stress auch dadurch, dass unbedingt alle Kinder nach Möglichkeit aufs Gymnasium müssen, auch wenn sie dafür nicht geeignet sind. Und warum wird immer so getan, als ob nur das Abitur die Chance auf einen "guten" Beruf bieten würde. Nicht jeder kann studieren und es ist auch nicht notwendig, denn jeder von uns braucht z. B. auch Handwerksberufe ganz notwendig.

    Den Stress machen nicht in erster Linie Schule und Lehrer, sondern vielfach die Eltern, die ihr Kind auf Biegen und Brechen in eine Schulart zwingen, die seinen Begabungen und Fähigkeiten nicht entspricht.
    Die Art, wie dich jemand behandelt,
    sagt aus, was für ein Mensch er/sie ist,
    und nicht, was für ein Mensch du bist.

    Quelle unbekannt


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    geschockt AW: Schulstress 2008 - was hilft unseren Kindern?

    Vor allem, weil auch (die von mir übrigens sehr geschätzte) Frau Karnick, mal wieder die Finnen und ihr Schulsystem zitiert hat,
    an dieser Stelle Folgendes:
    Eine Initiative von engagierten Eltern an unserer Schule verteilte vor einiger Zeit ein Informationsblatt an alles Eltern, mit etwa folgendem Inhalt:
    Deutschland ist nicht Finnland!
    Unter anderem deshalb, weil in Finnland 40% aller dortigen Schulen
    nur jeweils ca. 50 Schüler haben!
    Hätten Sie's gewusst?
    (Und weil ich manchmal eben auch boshaft sein kann: auch im finnischen Pädagogik Paradies gab es vor gar nicht langer Zeit einen Amoklauf. Übrigens an einem Gymnasium mit 400 Schülern).
    Ich unterrichte an einem Gymnasium mit 1300 (!) Schülern...
    Überhaupt die Zahlen.
    In den weiterführenden Schulen sitzen im Durchschnitt 30 Schüler in einer Klasse! Das gilt oft auch für Grundkurse in der Oberstufe.
    Ein Lehrer hat je nach Fächern (d.h. ob seine Fächer 2-stündig, wie z.B. Biologie oder Geschichte oder 3 8z.Zt. teilweise noch 4-stündig, wie z.B. Englisch oder Deutsch unterrichtet werden
    zwischen 7 und 13(!) Lerngruppen, d.h. er unterrichtet 200 bis
    400 (bei großen Lerngruppen oder einstündigem Unterricht wie er im Zuge von G 8 in einigen Fächern und Klassen eingeführt wird)
    bis zu ca. 500 verschiedene Schüler.... Na, wie sieht's denn so bei den Vertretern anderer Berufsgruppen mit dem Namensgedächtnis aus, hm?
    Will heißen im Durchschnitt 300 verschiedene Namen, Gesichter,
    Fähigkeiten, Begabungen, Leistungsstände usw.
    Manche dieser Schüler sieht man nur einmal die Woche.
    Aber wir fördern natürlich individuell! Sicher doch!
    Das wird ja auch bei G8 (von keinem mir bekannten Lehrer wirklich gewünscht!) unbedingt besser, na klar!
    Schule ohne drastische Reformen ist ein fürchterlicher Massenbetrieb, unabhängig von Schulform oder ideologischem Überbau! Darin sehe ich (und ich bin nicht alleine) den wirklichen Grund für die deutsche Bildungsmisere!


  10. Registriert seit
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    Meine

    Meine Traumschule - so was darf ich ja vielleicht auch mal schreiben?- sieht aus, wie folgt:
    Es ist - vielleicht erstaunlich? - wahrscheinlich doch eine Ganztagsschule. Anwesenheit für Schüler und Lehrer ca. von 8 Uhr morgens bis ca. 17 Uhr (über 18 Uhr ließe sich reden).
    In dieser Zeit findet auch Unterricht im herkömmlichen Sinne statt.
    Die Lerngruppen sind dabei nur etwa halb so groß wie heute!
    Für Lehrer und Schüler gibt es aber sowohl Arbeitsräume, als auch
    Zeiten in denen sie individuell (oder in kleinsten Gruppen) arbeiten.
    Für die Schüler findet dann das statt, was heute Hausaufgaben heißt, aber auch Interessengruppen von Chor bis Umweltschutzgruppe sowie Sport usw. Diese Dinge (auch die Aufgaben) werden betreut, bzw. es ist immer ein Erwachsener (bei den Aufgaben) in Rufweite. Die Lehrer können zu bestimmten Zeiten Unterricht vorbereiten, wobei sie stark kooperieren und natürlich Arbeiten korrigieren. Für das leibliche Wohl sorgt die Schulkantine, in der alle essen, die Mittagspause ist auf jeden Fall 60 Minuten lang und findet allerspätestens um 13 Uhr statt!
    Um 17 Uhr (spätestens 18 Uhr) ist Schluss und zwar für Lehrer und Schüler und NIEMAND nimmt Arbeit mit nach Hause.
    Wenn Sie mitgerechnet haben, sind Schüler und Lehrer dann ja auch 45 Zeitstunden oder sogar 50 Zeitstunden die Woche in der Schule. Das muss reichen!
    Samstags und sonntags ist immer frei! Unter diesem Umständen können Sie auch über kürzere Ferien nachdenken (aber nur bei dem Modell, bei dem um 17 Uhr nachmittags Schulschluss ist)
    Von mir aus.
    Wenn ich dafür an den Wochenenden nicht regelmäßig12 bis 16 Stunden korrigieren muss, gerne!
    In dem Fall müsste aber für Schüler und Lehrer (!) gewährleistet sein, dass z.B. ein Zahnarzttermin mal ohne Probleme wahrgenommen werden kann.
    Die Schule fordert und fördert selbstständiges Lernen und Arbeiten in hohem Maße. Wenn also mal ein Kollege 2 Stunden zum Zahnarzt muss, dann ist das kein Problem. Niemand brüllt über Stundenausfall, die Schüler arbeiten (von einem Kollegen
    quasi nebenbei beaufsichtigt) weiter.
    Dieses System ist zweifelsohne sehr kostenintensiv, weil dort neben Lehrern, Reinigungskräften und dem Kantinenpersonal auch Bibliothekare, technische Assistenten usw. arbeiten würden.

    Unbezahlbar und unwirtschaftlich?
    NEIN!

    Und ich sage Ihnen auch warum:

    Nachhilfeinstitute existierten schlicht nicht mehr, könnten also auch kein Geld kosten. In einer solchen Schule könnte die ge-
    priesene individuelle Förderung stattfinden. Kinder wären von Montag bis Freitag einen großen Teil der Zeit beaufsichtigt und versorgt, Kinderfrau, Kita und Tagesmutter also überflüssig.
    Das entsprechende Geld müsste in die Schulen fließen.
    Und- eine gute Allgemeinbildung für alle sorgt später dafür, dass alle in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, wenigstens wenn die Wirtschaft dann die nötigen Arbeitsplätze schafft.

    Ich habe mich deswegen für ein Ganztagsmodell entschieden, weil (auch wenn ich nachvollziehbare Gegenpositionen aus der Elternschaft kenne) selber sehen kann, dass die Vormittagsschule in einer Zeit in der schon aus wirtschaftlichen Gründen meistens beide Elternteile arbeiten müssen und die Zahl der Alleinerziehenden ständig steigt, wohl keine andere Möglichkeit besteht.
    Wahrscheinlich wird meine Traumschule so nie umgesetzt werden.
    Leider. Mich würde aber die Meinung andere zu meiner Idee interessieren.
    Ach -und bevor Sie fragen: unter den oben beschriebenen Umständen ist wahrscheinlich auch eine Schule für alle sinnvoll.

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