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    AW: Leihmutterschaft in Deutschland legalisieren?

    Das ist sicher so und spricht für Adoption.


    Was Kinderwunsch anbetrifft,denke ich,dass Menschen sich überlegen sollten,warum sie Kinder haben möchten.
    Ein Kind ist ja eineigenes, eigenständiges Lebewesen und gehört niemandem. Nicht der Erfüller von Wünschen Erwachsener.
    Und wer keine Kinder bekommen kann,warum auch immer,braucht vielleicht in manchen Fällen therapeutische Hilfe,kann dann aber hoffentlich den Wunsch,Kinder auf dem Weg zu begleiten, anders ausleben.
    Und muss sich keine " Brueterin" ( Gilmore Girls...) kaufen.
    Letzteres finde ich instrumentalisierend .
    Geändert von mono17 (29.07.2020 um 20:19 Uhr)
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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    AW: Leihmutterschaft in Deutschland legalisieren?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Fyina, ich verstehe diese Aggression nicht. Fakt ist, dass es das schon gegeben hat. Jemand nannte das Beispiel von einer Mutter, die es für ihre Tochter tat. Ich las von einer amerikanischen Frau, die es für ihre Freundin tat. Sowas kommt natürlich nicht in großem Stil vor, aber das ist doch für eine gesetzliche Regelung unerheblich.
    Oh, aggressiv wollte ich eigentlich nicht sein, tut mir leid, wenn du es so empfindest .
    Ich leugne nicht, dass es die Situation schon gab, ein Kind aus anderen als aus kommerziellen Gründen auszutragen.
    Aber wegen dieser Einzelfälle gleich den ganzen Vorgang legalisieren?
    Zu Deinem letzten Satz kann ich tatsächlich nur sagen: Das kann nur jemand von sich geben, der keinen unerfüllten Kinderwunsch erlebt hat. Höchstens so jemand. Jaja, es gibt kein Recht auf Kinder, hatten wir schon. Aber Betroffenen fiktive "guten Gründe" um die Ohren zu schlagen, ist sehr unnötig.
    Das wiederum denke ich nicht.
    Jeder Mensch findet Grenzen vor und tut gut daran, eben nicht mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen oder etwas auf Deubel komm raus erzwingen zu wollen. Es ist besser für die Psyche zu akzeptieren, was nicht zu ändern ist oder nur mit derart dubiosen Mitteln wie Leihmutterschaft.

    @Sasapi
    Ich habe nirgends geschrieben, dass ein Leihmutterkind nicht geliebt werden kann.
    Darum geht es doch gar nicht, sondern um das ganze zweifelhafte Verfahren, einen Vorgang, der auf beiden Seiten von Verzweiflung motiviert und initiiert wird.

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
    er braucht auch die Literatur

    by me ...

  3. Moderation

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    AW: Leihmutterschaft in Deutschland legalisieren?

    Ich kann Deine Einwände schon verstehen, mono, und natürlich gibt es Leihmutterschagt so relativ abgebrüht, wie Du es beschreibst, und natürlich ist das überhaupt nicht in Ordnung. Es ist für mein Empfinden nicht in Ordnung, die Entstehung eines Kindes überhaupt zu kommerzialisieren. Ich würde soweit gehen zu sagen: ich verachte es, wenn Eltern für das Kind nicht dieselbe Verantwortung übernehmen, wie für eins, das in einem von ihnen heranwächst.

    Inwieweit würde eine Einzelfalllegalisierung, die genau solche Dinge klarstellt, es verschlechtern? Indem man als Gesellschaft sagt: ein Kind kann zwei Mütter haben, die genetische und die austragende, es ist aber in jeder Hinsicht genauso zu behandeln und zu respektieren wie ein Mensch, der nur eine Mutter hat? Unter keinen Umständen als Ware, das heißt es wird nicht bezahlt und es wird dreimal nicht umgetauscht.

    Die Horrorfälle, dass eine Frau sich von der Schwangerschaft freikauft, dass Eltern die Option wollen, ein nicht perfekt gesundes Kind nicht anzunehmen (), dass eine Frau aus Not als Leihmutter ausgenutzt wird - das alles gibt es schon.
    Die Steine werden auch, vielleicht gerade denen in den Weg gelegt, die es nicht so haben möchten. Ich könnte zum Beispiel kein Kind für meine krebsgeheilte Schwester austragen. Die fiktive Schwester muss dann entweder aufgeben, oder auf eine Leihmutter im Ausland zurückgreifen, für die es eine finanzielle Transaktion bzw. sogar Ausbeutung ist. Was in diesem Einzelfall hätte vermieden werden können.

    Wieso sollte eine entsprechende Gesetzgebung die Kommerzialisierung schlimmer machen, als sie jetzt ist? Ihr sagt, Leute denen die Bedingungen zu eng wären, würden dann ins Ausland gehen, ok. Aber warum glaubt Ihr daran, dass diese speziellen Leute das jetzt nicht tun?

    Man kann, wie mono, ganz aus Prinzip dagegen sein, das verstehe ich auch. Das geht aus meinem Verständnis heraus dann aber nur im Einklang mit gegen Sterbehilfe (mögliche Fremdbestimmung), gegen Samenspende, gegen IVF (Kind wird entgegen der eigenen Möglichkeiten gezeugt) und eigentlich auch gegen Organspende (möglicher Handel).
    Wenn man unbedingt logisch sein will.

    Bei so einem Thema ist allerdings auch zu akzeptieren, dass es starkes, nicht nur rein rationales Empfinden gibt. Das ist auch ok, dann aber bitte nicht andere angehen.
    Geändert von Flau (29.07.2020 um 19:50 Uhr)
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

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    AW: Leihmutterschaft in Deutschland legalisieren?

    Die genannten Frauen könnten Kinder adoptieren oder sich Haupt-Oder ehrenamtlich um Kinder kümmern.
    Ich sehe ein ernstes Problem in " mein" Kind.
    Da hat Khalil Gibram mMn Recht: Es sind nicht "unsere" Kinder.

    Ich erfülle übrigens fast deine Kriterien.
    Ich bin für Organspende, aber natürlich gegen Organhandel, stehe IVF skeptisch gegenüber aufgrund der Tötung
    " überzähligen" Embryonen - und natürlich ist da auch Gefahr von Designerbabys gegeben-und stehe Sterbe"hilfe" ,insbesondere kommerzialisierter, sehr skeptisch bis ablehnend gegenüber.
    Samenspende ist mir ziemlich egal, aber die Männer sind mMn für sämtliche der so gezeugten Kinder verantwortlich.

    Übrigens: Klar gehen die Leute jetzt ins Ausland. Das müsste mMn strenger verfolgt werden.
    Die Kinder können halt nix dafür,die dürfen nicht bestraft werden.
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  5. Moderation

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    AW: Leihmutterschaft in Deutschland legalisieren?

    Jaja, mono, ich teile Deine Meinung zwar nicht vollumfänglich, aber ich kann sie verstehen, das ist für mich stringent.

    Das mit dem Egoismus und "meine Kinder" - das hat doch überhaupt nichts damit zu tun, auf welchem Weg ein Kind zur Welt kommt. Wie gesagt, ich habe meine Kinder () auch nicht bekommen, weil sie mich darum gebeten hätten. Und auch nicht zufällig, sondern geplant. Aber eine unfruchtbare Frau ist egoistisch, wenn sie denselben Wunsch verspürt wie ich?
    Egoistisch finde ich es dann schon eher, bewusst nicht zu verhüten und dann abzutreiben oder das Kind als lästiges Angängsel mitzuschleifen. Oder ein Kind auf eine einzelne Vorstellung von Leistung oder Karriere zu trimmen. Oder dem Kind überhaupt auf Teufel komm raus ein einzig wahres Lebenskonzept überzustülpen. Das meint wahrscheinlich auch dieses Gedicht, das ich gar nicht so mag, weil es zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten salbungsvoll zitiert wird (jetzt nicht auf dich gemünzt).
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  6. Moderation

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    AW: Leihmutterschaft in Deutschland legalisieren?

    In Griechenland ist es unter bestimmten Umständen legal als Leihmutter zu agieren, aber wohl ist mir bei den Berichten nicht.

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    Und auch die legale Möglichkeit, dass die fast siebzigjährige Großmutter die Enkelin austrägt, ich könnte mich nicht damit anfreunden.

    Leihmutterschaft in Griechenland: Von der eigenen Oma zur Welt gebracht - DER SPIEGEL
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


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    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  7. Moderation

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    AW: Leihmutterschaft in Deutschland legalisieren?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    ... Oder ein Kind auf eine einzelne Vorstellung von Leistung oder Karriere zu trimmen. Oder dem Kind überhaupt auf Teufel komm raus ein einzig wahres Lebenskonzept überzustülpen. ...
    Wobei ich mich ja schon lange frage, welche Erwartungen auf einem Kind lasten, dass die Eltern schon vor der Geburt viele zehn- oder auch hunderttausend Euro gekostet hat.
    Ja ich glaube es gibt dabei auch Paare, die einfach nur ein Kind haben wollen ... aber wenn das dann bei der langen Wartezeit und dem Geld die Erwartungen nicht erfüllt?
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  8. Inaktiver User

    AW: Leihmutterschaft in Deutschland legalisieren?

    Wo würdet ihr denn dann die Grenzen sehen?

    Das Argument, dass es "schon sowieso so gemacht" wird, kann ich nicht nachvollziehen. Was schlecht ist, kann nicht gut "gemacht" werden.

  9. Inaktiver User

    AW: Leihmutterschaft in Deutschland legalisieren?

    Ich glaube, dass da vieles mit reinspielt -

    die Machbarkeitsideologie von künstlicher Befruchtung - versus, dass es ein oftmals harter, schwieriger Prozess ist.

    Dass die - absteigende - Fruchtbarkeit der Frauen kollidiert mit den Realitäten des Lebens (Berufsausbildung).

  10. Moderation

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    AW: Leihmutterschaft in Deutschland legalisieren?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wo würdet ihr denn dann die Grenzen sehen?

    Das Argument, dass es "schon sowieso so gemacht" wird, kann ich nicht nachvollziehen. Was schlecht ist, kann nicht gut "gemacht" werden.
    Ich bin jetzt unsicher, welche Grenze Du meinst, aber zum zweiten: Was im Moment schlecht gemacht wird ist ja dieser extreme Kommerz-Charakter: Dass Frauen aus Not Leihmutter werden, weil es fuer sie eine rein wirtschaftliche Ueberlegung ist, und dass auch die Kinder damit vom Mensch zur Ware werden bis hin zur Zurueckweisung eines solchen Kindes, wenn es nicht irgendwelchen Vorstellungen entspricht.

    Ich meine aber, es gibt auch eine "gute" Leihmutterschaft, bei der weder die gebaerende Frau ausgebeutet noch das Kind weniger geliebt oder akzeptiert wird als irgendein anderes. Es ist unstrittig, dass es zumindest solche Einzelfaelle gibt.
    Hier wurde argumentiert, wenn man per Gesetz erlaubte und regelte, dass weder die Leihmutter noch das Kind zur Ware werden, also gesetzlich dieser Kommerzfaktor ausgeschlossen wird, dann wuerde es noch viel mehr einreissen, dass es aber auch solche kommerziellen Leihmutterschaften gibt, weil die Leute das trotzdem wollten. Die Eltern den Warencharakter mit Garantie, und die Leihmuetter halt den Gewinn. Und dieses Argument verstehe ich immer noch nicht. Diejenigen, die sich dann nicht an das Gesetz halten wollten tun es jetzt auch nicht. Und dann gaebe es wenigstens ein Gesetz, das heisst, man koennte solche "Transaktionen" auch strafrechtlich verfolgen.
    Und diejenigen, die eben keine "Transaktion" wollen, haben ueberhaupt keine Moeglichkeit.

    Also sagen wir mal, ich haette in engen gesetzlichen Grenzen, nach ausfuehrlicher Pruefung und unter Ausschluss jeglichen "Warencharakters" die Moeglichkeit, fuer meine Schwester ein Baby zu tragen und zur Welt zu bringen - inwiefern motiviert diese Moeglichkeit jetzt Menschen, die es vorher nicht getan haetten, dazu, sagen wir mal in der Ukraine eine Leihmutter aufs Schlimmste auszubeuten und dann im Extremfall sogar noch das Kind zu verstossen, weil es krank ist, oder behindert, oder einfach nur nicht perfekt genug? Den Zusammenhang krieg ich nicht hin. Warum sollten mehr Menschen diesen kommerziellen Weg verfolgen, die es vorher nicht getan haben, wenn es einen eng geregelten nicht-kommerziellen Weg gibt?

    Es geht mir mit meinem Argument also nicht um: Ausbeutung ist egal, kommt eh schon vor. Sondern im Gegenteil: Inwiefern soll Ausbeutung Vorschub geleistet werden, wenn ein nicht-ausbeuterischer Weg geschaffen wird?

    Das ergibt nur Sinn, wenn man wie z.B. mono stringent das Tragen eines nicht-genetisch-eigenen Kindes ueberhaupt schlecht findet. Aber da bin ich halt leicht anderer Meinung.
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