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  1. Registriert seit
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    AW: Macht Schlanksein glücklich?

    Zitat Zitat von zio Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir überlege, was hingegen "natürlich", also biologisch sinnvoll wäre, so ist es eher das Schlanksein, vielleicht mit einigen Fettreserven für Notzeiten, aber nicht das Übergewicht, das heute oft herangezüchtet ist.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Mensch in seinen Anfängen jemals Übergewicht hatte. Beide, sowohl Männlein als auch Weiblein waren eher sehnige Jäger, Übergewicht wäre so hinderlich gewesen, dass sie die Beute nicht hätten erjagen können (und wäre demnach auch auf natürlichem Wege recht schnell wieder abgebaut gewesen).
    Der Mensch, der die Venus von Willensdorf schuf:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...lendorf_01.jpg
    schien mir durchaus ein lebendiges Vorbild einer dicken Frau gehabt zu haben, die Anatomie stimmt ziemlich gut.

    Es braucht auch eine ganze Menge Übergewicht, bis diese beim Jagen hinderlich wird. Gerade bei jenen Arten von Jagd, wo der Jäger stundenlang still wartet, bis seine Beute kommt, ist eine Speckschicht eher von Vorteil. Als Schutz gegen Verletzungen auch. Und damit man erst mal Reserven hat... muss man sie sich erst anfuttern.

    Auch römische Gladiatoren, gute Kämpfer, assen sich eine Speckschicht an:
    Schutz durch Speck: Gladiatoren waren fette Vegetarier - SPIEGEL ONLINE

    Das, was zu natürlicher Schlankheit führt, sind natürliche Hungersnöte, oder Armut. Auf die verzichte ich gerne.


    Unser Skelett, unser Halteapparat, unsere Muskeln, unser Herz-Kreislaufsystem - alles ist physiologisch dafür gebaut, einen relativ schlanken Menschen zu erhalten.
    Das kommt ja wohl auf die individuellen Muskeln, Herzen und Lungen an. Es gibt nun mal Menschen, die sind etwas fester oder auch dick, und dabei bei bester Gesundheit, auch beweglich, sportlich, kräftig, gesund.

    Wenn also eine Norm herangezogen werden muss, dann wäre für mich die einzig logische Norm die physiologische.
    und wo kriegst du die her?

    Aktuell wissenschaftlicher Stand des Irrtums ist, dass die grösste Lebenserwartung bei BMI 25-30 zu finden ist. Also in dem Bereich, der als "leichtes Übergewicht" gilt. Was die Benennung zu Unsinn macht, denn logisch wäre ja, jenen Bereich "normal" zu nennen, der die höchsten Überlebenschancen quer über alle Krankheiten und relativen Vorteile und Nachteile bietet.




    Wenn man zurückgeht zum Beispiel der Ur-Menschen, so sieht man ältere Menschen, die nicht mehr so gut jagen können, weil sie langsamer werden, die Kraft lässt nach. Deshalb erbeuten sie weniger Nahrung - damit sie trotzdem überleben können, läuft der Stoffwechsel vermindert.
    Du tust so, als ob die Leute damals allein gelebt hätten. Haben sie natürlich nicht. Gerade das Jagen eines grossen Tiers war eine Gruppenangelegenheit, und alle assen mit.

    Ausserdem wurde, je nach Klima, der grösste Teil der Nahrung von Waldpflanzen geerntet (die laufen nicht davon, die Standorte und Erntezeiten sind bekannt und man kann die ganz gemütlich pflücken gehn), während das Jagen eines Tiers immer mit vielen Unsicherheiten und Risiken verbunden ist.

    Dieser Umstand erzeugt in der heutigen Zeit manchmal Übergewicht, weil ja genügend Nahrung zur Verfügung steht.
    All das lässt keineswegs darauf schliessen, dass Übergewicht ein unnatürlicher Vorgang ist, oder ein ungesunder Vorgang.

    Solange jemand sich selbst kleiden kann, Lasten tragen kann, lange Strecken zu Fuss gehen kann, Treppen hoch steigen kann, Feinmotorik hat und Beweglichkeit, und all dies auch regelmässig tut, kann ich kein grösseres gesundheitliches Problem in Übergewicht erkennen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  2. Registriert seit
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    AW: Macht Schlanksein glücklich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es hat jeder die Wahl, auch wenn die beleibteren oft sagen, sie können nichts dafür.
    Ich habe natürlich die Wahl zu entscheiden, für den Rest meines Lebens hungrig zu sein und meine Gedanken nur noch ums Essen kreisen lassen. Doch warum sollte ich mich für sowas entscheiden?




    Ich glaub schon, dass die lieber so sind wie sie sind,
    Klar, ich bin lieber satt, leistungsfähig, kreativ, stark, zufrieden und gesund, als ständig hungrig. Das versteht sich ja von selbst.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  3. Registriert seit
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    AW: Macht Schlanksein glücklich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dieser Vergleich hinkt für mich wildwusel, beim Schlanksein gehts nämlich um den eigenen Körper und da habe ICH selbst definitiv am meisten Einfluss drauf.
    "Ich" als Ego? - nein. Ich hab meine Augenfarbe, und egal wie ich mich anstelle, die bleibt immer gleich. (ich kann natürlich durch Linsen eine andere Farbe faken - für ein paar Stunden) Ich hab meinen Teint, ich hab meine Grösse, ich hab meine Schwächen und Stärken, und die bleiben im Wesentlichen genau gleich. Ich kann nicht sagen: heute tausch ich mal meine Kurzsichtigkeit gegen eine Erdnussallergie ein.

    Und genau so ist mein Appetit und meine Konstitution und mein interne Energieregulierung und Verarbeitung - eine Eigenschaft meines Körpers, die ich - im Sinne von Ego, bewusster Wille - nicht ändern kann, und nur mit grösster Anstrengung in eine andere Richtung zwingen kann.

    Ich könnte natürlich mein ganzes Leben darauf ausrichten, aber ernsthaft - wozu? Da kommen mir eine ganze Menge anderer Dinge in den Sinn, die deutlich interessanter und bereichernder sind, und für die ich meine ganze Energie benötige.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  4. Registriert seit
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    AW: Macht Schlanksein glücklich?

    Zitat Zitat von Aen Beitrag anzeigen
    Da frag ich völlig unrhetorisch : Kennst Du eine "Welt", d.h. eine Ansammlung von Menschen (Gesellschaft, Volk, Stamm ...), in der das Tragen von zusätzlicher Körperlast zum gewohnheitsmäßigen Selbstverständnis aller gehört bzw. in der sich Schlanksein als sozial unvorteilhaft erweist? Weißt Du was drüber?
    Caesar soll wohlbeleibte Männer um sich herum gewünscht haben:
    Lasst dicke Männer um mich sein

    Vermutlich mit der Idee, dass diese grundsätzlich zufrieden sind mit der Welt und dem Leben, und ihn folglich nicht ermorden wollen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  5. Avatar von Rowellan
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    AW: Macht Schlanksein glücklich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, dass du damit nicht mein Posting meinst? Mir persönlich ist es wirklich total egal, ob jemand Sport macht oder nicht und wie er sonst so lebt. Was mir nicht gefällt, sind die Verallgemeinerungen - siehe oben ("sie kommt zu dem Schluss, dass wir...". Da wird mal eben von sich selber auf alle geschlossen. Muss doch nicht sein sowas und macht IMO auch keinen seriösen Eindruck.
    Nein, um Himmels Willen - dein Posting meinte ich damit nicht.

    In diesen Punkte stimme ich dir sogar zu: Mir ist egal, ob jemand Sport macht oder nicht, und auch ich mag keine Verallgemeinerungen.

    Es gibt allerdings Medienbeiträge - und ich habe auch schon (nicht nur hier, auch anderswo) Forumsbeiträge gelesen -, die am liebsten jeden Menschen mit Sport und gesunder Ernährung "zwangsbeglücken" würden. Ich gebe zu, inzwischen an diesem Punkt etwas empfindlich geworden zu sein, auf Dauer fühle ich mich von dieser Art Artikel/Beiträge nämlich als Mensch angegriffen. "So wie du bist, so bist du nicht gut - ändere dich bitte in deinem kompletten Wesen, damit du in den Mainstream passt".

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Die Vorteile des Schlankseins sind sozial. Man paßt in die Welt, die andere designt haben: Ihre Kleidung, ihre Sitzmögel, ihre Flugzeuge, ihr Weltbild. (Wobei das mit der Kleidung so eine Sache ist....)


    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Ich habe natürlich die Wahl zu entscheiden, für den Rest meines Lebens hungrig zu sein und meine Gedanken nur noch ums Essen kreisen lassen. Doch warum sollte ich mich für sowas entscheiden?
    Das ist, was ich meine. Da ersetze ich doch nur eine Art des Unglücklichseins mit einer anderen.
    *lost in the woods*

  6. Avatar von Aen
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    AW: Macht Schlanksein glücklich?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Caesar soll wohlbeleibte Männer um sich herum gewünscht haben:
    Lasst dicke Männer um mich sein

    Vermutlich mit der Idee, dass diese grundsätzlich zufrieden sind mit der Welt und dem Leben, und ihn folglich nicht ermorden wollen.

    gruss, barbara

    *lach* Die Idee hat was - auf Hofstaatgröße gebracht.

    Hm, und für sonstige Gesellschaften, Völker, Stämme, die es heute gibt - und bezogen auf alle "biologische Klassen", die dieser Menschenansammlung angehören, also Kinder, Jugendliche Erwachsene, Ältere, Alte usw.: Ist Dir da eine bekannt, in der das Tragen von eminenter Körperlast in jeder Hinsicht und für jeden selbstverständlich ist bzw. angestrebt wird - und in der sich Schlanksein als sozial unvorteilhaft erweist?

    Gruß,
    Aen
    Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow
    Geändert von Aen (16.11.2014 um 10:32 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Macht Schlanksein glücklich?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Du [rhetorisches "du" ] bist viel, viel stärker, wenn du jeden Tag Last trägst. Normalerweise fällt das nicht auf, außer an der Beinpresse in der Muckibude, wo die 130-Kilo-Frau den 100-Kilo-Mann ganz alt aussehen läßt.

    Es haut dich nicht jeder Mist aus den Pantinen, dir ist selten kalt, die Periode kommt zuverlässig, du hast Energie und Geduld und Kreativität, bei deinen Eisenwerten putzt sich der Blutspendedienst ergriffen die Nase...
    Hä? Sorry, aber das ist ja nun mal Blödsinn.
    Hat die 130-Kilo-Frau keine Muskeln, lässt sie auch niemanden in der Muckibude alt aussehen.
    Und die obigen Symptome treffen für dicke wie dünne Menschen gleichermaßen zu, das Gewicht hat darauf wohl weniger Einfluss.

  8. Inaktiver User

    AW: Macht Schlanksein glücklich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn Schlanksein wirklich glücklich machen kann wäre wahrscheinlich jeder schlank. Es hat jeder die Wahl, auch wenn die beleibteren oft sagen, sie können nichts dafür. Ich glaub schon, dass die lieber so sind wie sie sind, sonst hätten sie Möglichkeiten, außer natürlich wenn eine Krankheit oder Medikamente hierfür verantwortlich sind.

    Jede kann wählen, wie er sich selbst am besten glücklich und zufrieden macht,
    Nö, aber nicht, was das Gewicht angeht; die zahlreichen scheiternden Diäten sprechen doch eine deutliche Sprache.
    Ich halte es eher dem heutigen Machbarkeitswahn geschuldet, dass man glaubt, man könnte das Gewicht des eigenen Körpers nach Gutdünken beeinflussen.


  9. Registriert seit
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    AW: Macht Schlanksein glücklich?

    Zitat Zitat von Aen Beitrag anzeigen
    Hm, und für sonstige Gesellschaften, Völker, Stämme, die es heute gibt - und bezogen auf alle "biologische Klassen", die dieser Menschenansammlung angehören, also Kinder, Jugendliche Erwachsene, Ältere, Alte usw.: Ist Dir da eine bekannt, in der das Tragen von eminenter Körperlast in jeder Hinsicht und für jeden selbstverständlich ist bzw. angestrebt wird - und in der sich Schlanksein als sozial unvorteilhaft erweist?
    Heute? nein. Ist auch schwierig für mich, als in Mitteleuropa lebende, wo in tausend Kilometer Radius und mehr die Schlankheit als Ideal gilt.

    Wenn ich allerdings Gotthelf lese, also ca 200 Jahre zurück, so benied das arme, magere, hungernde Schulmeisterlein durchaus den stattlichen, behäbigen, reichen Bauern, der eine gut ausgestattete Vorratskammer sein eigen nannte. Oder wenn ich über die englische Flotte um 1800 lese, da spricht auch aus dem jungen, armen, mageren, ständig hungernden Seekadetten ein gewisser Neid auf den arrivierten Kapitän, der mit Glück zu Preisgeldern gekommen ist, der umfangreiche private Vorräte sein eigen nennt, und der entsprechend reichlich isst (und, wenn der Kadett Glück hat, diesen auch gelegentlich einlädt). Aber auch die ärmeren Seeleute vor dem Mast schienen des öftern übergewichtig gewesen zu sein.

    Doch den natürlich Dünnen schien ihre Konstitution nicht besonders zum Nachteil gereicht zu haben, da ist unsere Zeit doch sehr wenig tolerant.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  10. Inaktiver User

    AW: Macht Schlanksein glücklich?

    Nicht allein schlanksein macht glücklich, da gehört anderes noch dazu. Ich fühle mich mit meiner Figr nicht 100% wohl. Ich fühle mich zu klein und hätte gerne 2 kg weniger (1,59m, 61 kg, Größe 38-40). Ich treibe deshalb viel Sport, ca. 2-3 Mal pro Woche Fitness (Bodystyling, Zumba) und zusätzlich noch joggen. Das Problem: wenig Disziplin bei Süßigkeiten. Ich trage meistens 5-7 cm Absätze, um größer zu wirken. Und ja, ich bin auf schlankere Frauen neidisch. Ich tröste mich damit, dass sonst bei meinem Aussehen alles passt: hübsches Gesicht, hübsche Haare, ein guter Sinn für Stil (Make up und Klamotten). Insgesamt bin ich mit meinem Aussehen zufrieden.

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