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  1. Moderation Avatar von Ravina
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    AW: Lebensmittelunverträglichkeiten: Sind wir alle eingebildete Kranke?

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Mal so ein Tipp von einer mehrfach (!) Betroffenen. Ich habe im Leben diverse Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten gehabt. Die Betonung liegt auf "gehabt", wobei ich gerade in einer noch stecke. Die bisher Schlimmste, die ich je erlebt habe. Ich bin früher von Pontius zu Pilatus gelaufen, ich bekam (als ich es mir noch gefallen ließ) Medikamente en masse. Dann landete ich bei einem Naturheilarzt. Der zwar auf der einen Seite die Liste der Dinge, die ich nicht mehr essen durfte mit "Dann dürfen Sie gar nichts mehr essen und können mit dem Leben abschließen" kommentierte, andererseits aber auch sagte "Sie müssen eine Zeitlang, die Zeit kann dauern, komplett, zu 100 % auf die Dinge verzichten, die am schnellsten und schlimmsten die Symptome auslösen".
    Das hat bisher immer geholfen, wenn es auch am Anfang schwer fällt. Das bedeutete für mich nun ca. 2-3 Jahre eine wirkliche Einschränkung, mein Lieblingslebensmittel fiel zu 100 % weg. Und dies ist in minimalsten Spuren auch in den unmöglichsten Dingen vorhanden, glaubt man gar nicht und löste die maximalsten Reaktionen aus. Nun kann ich ganz langsam, und in Maßen, wieder das essen, was ich gerne esse. Ich muss aber auf die Häufigkeit und die Mengen achten. Das mache ich so nicht zum ersten Mal und ich darf es nicht übertreiben. Ich bin aber, aufgrund der bisherigen Erfahrungen, durchaus positiv erwartungsvoll, dass es auch dieses Mal klappt. Die Voraussetzung ist bei mir tatsächlich mehrfach gewesen: erst einmal 100 % Verzicht über einen langen Zeitraum, der so schwer allerdings nicht fällt, wenn die Symptome so heftig sind, da setzt der Körper schon die Grenzen, dann Herantasten, dann in Maßen. Es kann funktionieren.

    Weiterhin zur Info. Ich habe mir diese Reaktionen zum Teil "angegessen". Wenn ich von einer "Sache" zu viel gegessen hatte. Konserven führten vor Jahrzehnten zu einer Nickel-, Kadmium- und ich Weiß-nicht-mehr-was-Allergie etc. Ähnlich bei geänderten Ernährungsgewohnheiten (mehr Fisch als Fleisch) - das scheint so unholperig nicht abzulaufen. Und da die Allergene oft in Dingen stecken, die wir nicht auf dem Ticker haben, wird es schwierig, sie einzugrenzen. Ich erinnere mich, dass die Nickel-Sachen in Waschpulver und Tee (!) und Rotwein (!) steckten. Ich bin ein Tee-Junkie, ich verzweifelte, wenn ich Tee trank. Erst der - zum Glück "nur" (für mich wie Jahre) - wochenlange Verzicht auf Tee sorgte dafür, dass ich mich langsam wieder herantasten konnte.

    Die Herangehensweise scheint mir tatsächlich der hundertprozentige Verzicht zu sein, der Körper muss sich erholen und sich langsam wieder gewöhnen.
    Meine liebe,
    danke für diesen Beitrag, ich kann das alles genauso bestätigen.

    Allerdings noch eine Anmerkung :

    Luft- und Klimaveränderungen, Erkältungen und auch stressige Situationen lassen den Patienten empfindlicher werden.
    Die Karenz ist für den Betroffenen nicht so dramatisch, wie für meine Menschen, die mich im Leben begleiten.
    Ich bin es gewohnt, ohne all diese Lebensmittel zu leben, die andere toll finden.(z.b. Alkohol)
    Und es ist teilweise so, dass sie mir nicht mehr schmecken.
    Ärgerlich finde ich, wenn ich immer wieder "bedauert werde" und alle Diskussionen, das hinterfragen, von vorn beginnt.
    Nach Jahren für mich unsinnig, wenn man einen guten Weg hat und damit hervorragend klar kommt.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können.


    DAS Leben malt ein Gemälde, nur ohne Radiergummi!

  2. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    AW: Lebensmittelunverträglichkeiten: Sind wir alle eingebildete Kranke?

    Hallo,
    wir verlinken den Artikel für alle, die bisher noch keine Gelegenheit hatten, diesen zu lesen.

    Viel Spaß beim Lesen.

    Freundliche Grüße
    das BRIGITTE Community-Team
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

  3. gesperrt
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    AW: Lebensmittelunverträglichkeiten: Sind wir alle eingebildete Kranke?

    Klar, es gibt viele Allergien, die man sich einbilden kann. Allerdings finde ich es interessant, dass einige sich dann aber auch mit dem Thema gesunde Ernährugn auseinandersetzen und beispielsweise auf Weißbrot verzeichen oder eben Konserven meiden.

    In diesem Sinne denke ich, dass die Einbildung auch positive Folgen haben kann.

  4. Avatar von Carolly
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    AW: Lebensmittelunverträglichkeiten: Sind wir alle eingebildete Kranke?

    Weil man auf Weissbrot und Konserven verzichtet? Da sehe ich kein Problem bei. Tomaten schmecken vor allem in Konserven echt nach Tomaten (im Gegensatz zu den Wasserbomben im Supermarkt) und Vollkornbrot wird m.M nach auch ueberbewertet

  5. Avatar von Chelonia_mydas
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    2.137

    AW: Lebensmittelunverträglichkeiten: Sind wir alle eingebildete Kranke?

    Hi Lauro,

    ich bin selbst Allergikerin. Es ist ein Trugschluß, dass es da sowas wie eine "gesunde" Ernährung gibt. ich kann zB sagen, dass ich Weißbrot wesentlich besser vertrage als Vollkornbrot, weil ich auf Vollkorn sehr ungünstig mit heftigen Verdauungsbeschwerden reagiere.

    Es gibt da nicht DIE Richtlinie, man muß mühsam selbst herausfinden, was einem da gut- oder schlechttut.

    Als selbst Betroffenen kann ich sagen, dass ich die Fragen meiner Mitmenschen oft sehr nervig finde - die bewegen sich in dem Bereich: "Was passiert denn, wenn du das und das isst?" oder "Komm, ein kleines Stückchen hiervon kann doch nicht schaden" oder auch "Was soll denn da drin sein, worauf du allergisch bist?"

    Seltenst wird das einfach so akzeptiert und ich muß oft eine Menge gutgemeinter Ratschläge über mich ergehen lassen ("probier doch mal..." , "Da gibt es so einen Test /Arzt/Heilpraktiker....").

    Im Gegenzug kenne ich niemanden von den hier beschriebenen Mitmenschen, die angeblich so ein gedöns um ihre Unverträglichkeiten machen - den meisten ist das eher unangenehm, weil sie damit auffallen.

    ich finde es nicht so lustig, dass ich sogar auf der Hochzeit meiner Freundin mein Essen selbst mitgebracht habe und alle mich blöd anglotzten. Ich war wirklich froh, als alles sich wieder ihem eigenen Essen zuwandten. Leider erst, nachdem sie meine Erkrankung von Grund auf diskutiert hatten.

    Es tat mir vor allem Leid für das Hochzeitspaar, aber die hatten damit schon gerechnet und wollten ausdrücklich nicht, dass ich vom Essen fernbleibe.

    Da für mich extra was bestellen eine komplizierte Geschichte ist, nein, eigentlich eine unmögliche, haben wir uns auf diesen Kompromiß geeinigt.

    Naja, kommt ja zum Glück nicht so oft vor....


  6. Registriert seit
    09.09.2014
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    20

    AW: Lebensmittelunverträglichkeiten: Sind wir alle eingebildete Kranke?

    Ich dachte auch mal, eine LMU zu haben. In Wirklichkeit hatte ich Panikattacken, die ich damals aber nicht einordnen konnte.

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