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06.10.2006, 18:04
Dossier: Welche Rolle spielen die Eltern in Ihrem Leben?
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06.10.2006, 22:56Inaktiver User
AW: Dossier: Welche Rolle spielen die Eltern in Ihrem Leben?
Hallo Brigitte Team ! Thema"Welche Rolle spielen....
Zitat von Inaktiver User
Als Kind mißhandelt,seelische Verletzungen,die mein Leben und verhalten geprägt haben. Hoffnung das Eltern,später einsehen,sich entschuldigen,gab es nicht,ich habe meine Hoffnung aufgegeben. Wenn Eltern sich in den Nebelschleier des Vergessens hüllen,was also kann man klären? Ich habe gelernt,begriffen mein Leben anders gestaltet,auch wenn es oft verdammt schwer war. Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich,auch Eltern und ich werde mich nicht für sie verantwortlich fühlen. Auch werde ich nicht verzeihen, wollen und können. Weshalb sollte ich das tun ? Es gibt keine Schauspielerei in meinem Leben,die Gage habe ich schon bezahlt!
Es spielt keine Rolle mehr, jeder lebt sein Leben, so wie er es für sich gut findet. Melia
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09.10.2006, 12:19
AW: Dossier: Welche Rolle spielen die Eltern in Ihrem Leben?
wenn ich an meine eltern denke - dann kommt sofort das thema missbrauch hoch -
schon so lange her, und es tut noch so weh.
meine mutter ist tot - mit ihr kann ich nicht mehr reden
mein vater wohnt weit weg - zum glück, auch nach vielen jahren kann ich ihm nicht gegenüberstehn, mich nicht mit ihm auseinandersetzten, habe viel zu viel angst vor ihm!!!
Eltern, das ist für mich die hölle
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09.10.2006, 20:40
AW: Dossier: Welche Rolle spielen die Eltern in Ihrem Leben?
ich habe die konflikte aufgearbeitet...sie verletzen nicht mehr und das gepräch gesucht.. was nicht immer möglich war..aber ich lernte indirekte antworten zu lesen und nicht den bisherigen konflikt fortzusetzen..
dazu half mir die auseinandersetzung mit der ns-zeit.. die frage nach schuld verantwortung mitwirkung und das schweigen darüber..
ich glaube sie hatten wie günter grass kein empfingen was sie uns mit dem schweigen antun..
aber irgendwann war es nicht mehr wichtig dass sie so waren.. irgendwann .sie sind schon länger tot.lernte ich ihre konflikte..ihre schlimmen erfahrungen auch zu sehen und wie viel persönliches leid sie verstummt hat..
und nun kann ich sehen
wie viel sie doch für mich getan haben
wie sie eigentlich sehr gute eltern waren,,
auch wenn es riesen konflikte gab..
. denn ich konnte .meinen eigenen weg dadurch finden und meine irrwege und guten wege machen..auch wenn wir konträr waren,sie ließen mich ausprobieren..
jetzt wo meine kinder herangewachsen sind, hoffe ich dass sie auch nicht nur meine rolle reflektieren ,sondern einfach dieses gefühl haben..da war ein zuhause--
gruß luftballon
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10.10.2006, 17:55Inaktiver User
AW: Dossier: Welche Rolle spielen die Eltern in Ihrem Leben?
Meine Eltern haben viel fuer mich getan. Vor allem in finanzieller Hinsicht. Soviel zum Positiven.
Meine Mutter hat mich geschlagen, immer wieder und oft zu Unrecht (ins Gesicht). Sie hat meine SChwester wieder und wieder geschlagen (einmal hatte sie Nasenbluten, ein anderes Mal ein blaues Auge). Zeit meines Lebens haben meine Eltern sich gegenseitig bis aufs Blut bekriegt. Ich erinnere mich fast nur an Schreierei in meinem Elternhaus und an dramatische Situationen. Einmal wollte sich meine Mutter das Leben nehmen (ich war dabei), einmal hat sie meinen Vater vom Stuhl gestossen (ich war dabei) und er hat keine Luft mehr bekommen.... Nun sind sie fast 70 und es geht weiter. Es wird nicht enden. Sie werden nie verstehen, wie schlimm das fuer mich war. Ich werde nie verstehen, warum sie sich nicht mal zusammen reissen konnten, wenn ich zu BEsuch war.
Und nun bin ich ueber 30. Wie ist das Verhaeltnis? Was spielen sie fuer eine Rolle?
Keine mehr. Ein Glueck. Ich hab es endlich geschafft mich abzukapseln, nachdem ich jahrelang unter der Situation verdammt gelitten habe und schlaflose Naechte hatte.
Es kommt, wie es kommt. Ich kann es nicht aendern. Ich lebe mein Leben und ich arbeite weiterhin daran, noch mehr Abstand zu bekommen.
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18.10.2006, 10:44Inaktiver User
AW: Dossier: Welche Rolle spielen die Eltern in Ihrem Leben?
Meine Eltern sind schon lange tot.
Ich vermisse meine Mutter, die zwar ihre Ecken und Kanten hatte, die mir aber sehr viel Liebe und gewissen Urvertrauen gegeben hat, das mir bis heute erhalten geblieben ist. Sie hat mir vorgelebt, niemals aufzugeben, sich nicht unterkriegen zu lassen und Mut zu haben. Sie hat den Krieg irgendwie überstanden, die schwere Zeit danach, sie war tapfer und auf ihre Weise eine Überlebenskünstlerin.
Sie hat gerne gelacht und getanzt, bis sie schwer krank wurde.
Sie hat das halbe jahr, das die Ärzte ihr noch gegeben haben, immerhin auf 5 Jahre ausgedehnt...und wurde in der Zeit ihrer Krankheit sehr nachdenklich, ruhiger, aber nicht verbittert.
Mein Vater wirkt dagegen klein.
Er war streng, unbarmherzig in seinen Anforderungen was Tischmanieren angeht, er hat mit mir manchmal Hausaufgaben gemacht und mir durch seine restriktive Art den Spaß am lernen genommen. Er konnte nicht lachen, war kontaktarm, konnte keine KOnflikte austragen sondern schwieg dann einfach - oft wochenlang vor sich hin. Er war fleissig, intelligent, konnte liebenswert sein, aber wir beiden hatten keine großartige Beziehung zueinander. manchmal war er wochenlang unterwegs, dienstlich, er hat viele Länder bereist, war gebildet, aber nicht herzlich. Dennoch: er hat mir einen Rahmen gegeben, sich um mich gesorgt, mich Art gefördert.
Aber ob er mich geliebt hat?? Auf seine Art - vielleicht...
Als meine Mutter starb, fand er nach einiger Zeit eine neue Frau, die er nach bald heiratete. Ich wurde in seinem Leben immer unwichtiger, die 2te Frau mochte mich nicht so, er suchte kaum noch Kontakt oder blockte ab, wenn ich Kontakt suchte.
Er hat Prioritäten gesetzt, wie immer in seinem Leben.
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Meine Eltern haben mir Wurzeln gegeben, hatten ihre Fehler, aber ich bin ihnen sehr dankbar und traurig, dass sie beide früh sterben mussten.
Die Beziehung Eltern/Kind ist was einmaliges, und ihr Tod hinterlässt eine große Lücke. Manchmal fühle ich mich sehr alleine..Ruby
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18.10.2006, 11:15Inaktiver User
AW: Dossier: Welche Rolle spielen die Eltern in Ihrem Leben?
@Australia
Dein posting ist furchtbar traurig; ich denke, gut wird es dir erst gehen, wenn du deine Eltern verstehst, wie immer du es schaffen wirst, dir Zugang zum Verständnis für ihr Verhalten zu erarbeiten.
Vermutlich wirst du gedanklich zu deinen Gross- oder Urgrosseltern zurückgehen müssen, wenn du überhaupt diese Möglichkeit hast.
Ich wünsche dir alles Gute!
Colonna
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18.10.2006, 21:41
AW: Dossier: Welche Rolle spielen die Eltern in Ihrem Leben?
@Australia:
Deine Mutter hat Dich IMMER zu Unrecht geschlagen - wer Kinder schlägt ist nie im Recht.
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19.10.2006, 10:28
AW: Dossier: Welche Rolle spielen die Eltern in Ihrem Leben?
Mir fehlen meine Eltern.
Mein Vater lebt schon 23 Jahre nicht mehr, meine Mutter 7 Jahre. Und ich würde beide heute mehr denn je brauchen.da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblogcarpe diem
Alles wird gut
Lieber groß gemustert, als keinkarriert
BVB 
Cuba oder Kuba
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19.10.2006, 18:25Inaktiver User
AW: Dossier: Welche Rolle spielen die Eltern in Ihrem Leben?
Tja,
welche Rolle spielen meine Eltern in meinem Leben?
Mein Vater glänzte mein Leben lang durch Abwesenheit.
Ich habe ihn mal kennengelernt, aber das hätte ich mir auch schenken können.
Die zentrale Rolle in meinem Leben spielte er nur dann wenn meine Mutter sagte: "Du bist genau wie dein Alter."- aber dann halt mehr als das große Unbekannte.
Das bekam ich öfter zu hören, konnte aber nie verstehen warum meine Mutter einen so heftigen Frust auf den Mann schiebt.
Ich glaube sie hat es nie überwunden das er sie mit 16 geschwängert hat und nicht in der Lage war ihr das zu geben, was sie wollte. Geld, Liebe, Sicherheit- obwohl er 16 Jahre älter ist als sie.
Mit 18 Jahren hat sie ihn verlassen.
Manchmal habe ich das Gefühl sie denkt heute immernoch, wenn ich nicht gekommen wäre, hätte sie glücklich mit ihm sein können.
Meine Mutter hat die Rolle der verbitterten Säuferin gespielt. Sie schiebt heute gerne noch alles auf "die Idioten da draussen".
Ich habe Jahre gebraucht um den ganzen Männerhasser-und Unabhängigkeitsschwund den sie mir als Kind in den Kopf gepflanzt hat, auszumisten.
Seit ich mit 16 von zu Hause weg bin spielt sie, nach einem langen Weg der Verarbeitung, nur noch eine untergeordnete Rolle.
Ich bin immer ganz groß wenn ich was für sie machen soll/kann.
Ansonsten kräht kein Hahn nach mir und meinen Kindern.
Ich nehme sie so wie sie ist, aber nur in der Dosis wie ich sie situationsbedingt vertragen kann.
Wie in dem Artikel beschrieben kann ich mir aber garnicht vorstellen sie zu pflegen.
Schon allein sie anzufassen würde mir Probleme bereiten, besonders wenn ich mir vorstelle sie waschen zu müssen, auch an den intimen Stellen.
Ich habe als Kind jahrelang mitbekommen wie sie beim Sex mit ihren Lovern geschrien und gestöhnt hat.
Der Ekel ist manchmal kaum zu unterdrücken. Ich vermeide nach Möglichkeit jeden Körperkontakt.
Ich denke der Kontakt wird immer auf dem jetzigen Level bleiben, nett, freundlich aber nie Mutter-Tochter-mäßig.
Ich weiß das sie, aus welchen Gründen auch immer meinen Vater in mir sieht und das auch nicht aus ihrem Kof bekommt und von daher niemals so etwas wie Verbundenheit entstehen kann.
Ich werde nie das von ihr bekommen wonach ich mich lange Zeit in meinem Leben gesehnt habe: Anerkennung und Mutterliebe.
Ich akzeptiere das völlig.
Dies alles hat mich natürlich auch zu dem Menschen werden lassen der ich jetzt bin.
Man hat ja immer zwei Möglichkeiten:
Entweder genauso oder ganz anders werden.
Ich habe mich für Letzteres entschieden und freue mich heute wenn meine Kinder sagen dass ich für sie die beste Mutter der Welt bin.
Ich bin gespannt darauf wie meine Kinder in 20 Jahren auf die Frage antworten welche Rolle mein Mann und ich in ihrem Leben spielen.
Euch allen liebe Grüße.
Die Krausi


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