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  1. Inaktiver User

    AW: Offen zum Alter stehen?

    Daran werde ich jetzt immer denken in Verbindung mit Deinen Worten, wenn ich wieder meine Sterbepanik bekomme.
    Ich fürchte weniger den Tod als die Todesart.
    Dass ich kein Frühstück mit Blick in den Garten (oder den kritischen Blick Bekannter anhand einer unaufgeräumten Küche ) geniessen kann, weiss ich ja wahrscheinlich nicht mehr, wenn ich das Grab der Verwandtschaft mit derselbigen teile.

  2. Inaktiver User

    AW: Offen zum Alter stehen?

    Hallo,
    also, den möchte ich sehen, der wirklich gerne geht, ausgenommen Schwerstkranke natürlich.

    Ich beschäftige mich wenig mit dem Sterben als solches.
    Aber, mein Leben ist darauf ausgerichtet.

    Nicht nur weil ich denke und da bin ich mir sehr sicher, dass meine Altersbefindlichkeit sehr viel mit meinem gelebten Leben zusammen hängt sondern weil ich fest glaube: man wird abgeholt und zwar weder bestraft oder belobigt aber es wird einem vorgeführt was man mit seinem Leben angefangen hat.

    Dieses Gefühl hatte ich oft an entscheidenden Gabelungen meines Lebens.

    Mein Leben hat nicht nur einen Sinn sondern auch eine Aufgabe.
    Die galt es zu finden.

    Nach meinen Erfahrungen macht das eher glücklich als "nur" der Tatbestand sehr fit, gesund und wohlhabend zu sein.
    Dieses Vertrauen in einen Plan gibt mir eine mir selber erstaunliche Sicherheit.
    sky

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    AW: Offen zum Alter stehen?

    Ich denke lieber gar nicht über das Sterben nach. Damit muss man sich noch früh genug auseinander setzten
    Das Älterwerden macht mir dagegen (bisher) noch nichts aus. Bin aber auch noch jung. Das kommt vielleicht, wenn ich die 30 überschritten habe. Vielleicht aber auch nicht

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    AW: Offen zum Alter stehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich fürchte weniger den Tod als die Todesart.
    Dass ich kein Frühstück mit Blick in den Garten (oder den kritischen Blick Bekannter anhand einer unaufgeräumten Küche ) geniessen kann, weiss ich ja wahrscheinlich nicht mehr, wenn ich das Grab der Verwandtschaft mit derselbigen teile.
    Was fürchtest Du denn da?

    Wer im Alter stirbt, stirbt meiner Erfahrung nach undramatisch. Opa hat sich noch eine letzte ziggi gegönnt und wußte, dass es die letzte ist. Die andere Oma meinte pragmatisch: "Ich glaube ich sterbe jetzt. Aber das macht nichts. Und da kommt auch nichts mehr. Aber das macht auch nichts." Und dann war sie tot. Die war sowieso immer ziemlich cool.
    Mein anderer Opa ist mitten in einer Familienfeier entschlafen. Der stand mit seinem Bett mittendrin, weil er krank war, und mein Cousin und ich haben als Kleinstkinder mit im Bett gelegen. Das war alles ziemlich undramatisch.

    Und beim Unfall geht das so schnell, da begreift man sowieso nichts.


    Moin
    Alle Rechtschreibfehler haben ihre Ursache darin, dass unser dicker Kater so laut schnarcht, dass ich mich kaum konzentrieren kann.

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    AW: Offen zum Alter stehen?

    Zitat Zitat von MoinGemeinde Beitrag anzeigen
    Was fürchtest Du denn da?

    Wer im Alter stirbt, stirbt meiner Erfahrung nach undramatisch. Opa hat sich noch eine letzte ziggi gegönnt und wußte, dass es die letzte ist. Die andere Oma meinte pragmatisch: "Ich glaube ich sterbe jetzt. Aber das macht nichts. Und da kommt auch nichts mehr. Aber das macht auch nichts." Und dann war sie tot. Die war sowieso immer ziemlich cool.
    Mein anderer Opa ist mitten in einer Familienfeier entschlafen. Der stand mit seinem Bett mittendrin, weil er krank war, und mein Cousin und ich haben als Kleinstkinder mit im Bett gelegen. Das war alles ziemlich undramatisch.

    Und beim Unfall geht das so schnell, da begreift man sowieso nichts.


    Moin
    Ich nehme mal an, dass auch du schon davon gehört hast, dass es Menschen gibt, die jahrelang Pflegefälle sind, ehe sie sterben können. Und wenn ein solcher Mensch am Ende auch "ziemlich undramatisch" stirbt, so ist es doch nicht immer nur "undramatisch" möglicherweise jahrelang vorher ans Bett gefesselt und somit auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, auf Menschen, die einen ggf. füttern, waschen, wickeln (etc.) müssen. Oft kommen in solchen Fällen auch noch (ggf. unerträgliche) Schmerzen hinzu. Und nicht immer sind Menschen, die in diesem starken Maße auf Hilfe angewiesen sind, gleichzeitig dement. Ich bezweifle stark, dass es völlig "undramatisch" ist bei vollem Verstand seinen eigenen körperlichen Verfall erleben zu müssen und sich nur noch ausgeliefert zu sehen.

    Der Tod an sich muss tatsächlich nichts Furchterregendes an sich haben, die Art und Weise, wie er zustande kommt (und das meinte wohl auch Colonna mit "Todesart") kann es durchaus sein.

    Nicht jeder raucht einfach eine letzte Zigarette und legt sich zum Sterben hin und stirbt dann auch.

    Anitra
    Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.

  6. Inaktiver User

    AW: Offen zum Alter stehen?

    Nicht jeder raucht einfach eine letzte Zigarette und legt sich zum Sterben hin und stirbt dann auch.
    @Anitra
    So sehe ich es auch (wenn auch die letzte Zigarette wegfiele, da ich - brav, brav - mir vor langer Zeit das Rauchen abgewöhnt habe ).
    Siechtum und Abhängigkeit als Vorläufer eines sich hinziehenden Sterbens sind das Schlimmste, was einer im Alter zustoßen kann.
    Ohne solch traurige Erlebnisse gerne bis 100.

  7. Inaktiver User

    AW: Offen zum Alter stehen?

    ich möchte mal einfach ganz kess behaupten, dass diese plötzlichen undramatischen Todesfälle (einfach einschlafen etc) nicht die Regel sind. Ich kenne es aus keinem Fall in meiner Familie, immer ging ein langer auch quälender Krankheitsprozess voraus. Und das auch bei Menschen, die zwischen 70 und 80 geworden sind. Sowas wünscht sich wohl jede/r, einfach nur so einzuschlafen. Aber viel wichtiger ist es doch, auch bei bestehender Krankheit sich noch lebenswerte und schöne Momente und Zeiträume zu erhalten bzw. zu schaffen.
    Angst habe ich in dieser Beziehung (noch?) keine, ich sehe es eher gelassen, kann ja eh nix dran ändern.
    Die einzige Frage, die ich mir stelle: würde ich eine Art Früherkennung machen lassen, ob Alzheimer vorliegt? Mit der Gewissheit, dass selbst mit heutigen Mitteln nur eine Verzögerung der Demenz erzielt werden kann? Ich glaube, das brächte ich nicht fertig, es wäre das Schlimmste, mit (noch) klarem Kopf solch einer Diagnose ins Auge zu blicken. Ganz schlimm...

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    AW: Offen zum Alter stehen?

    Zitat Zitat von Anitra Beitrag anzeigen
    Ich nehme mal an, dass auch du schon davon gehört hast, dass es Menschen gibt, die jahrelang Pflegefälle sind, ehe sie sterben können. Und wenn ein solcher Mensch am Ende auch "ziemlich undramatisch" stirbt, so ist es doch nicht immer nur "undramatisch" möglicherweise jahrelang vorher ans Bett gefesselt und somit auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, auf Menschen, die einen ggf. füttern, waschen, wickeln (etc.) müssen. Oft kommen in solchen Fällen auch noch (ggf. unerträgliche) Schmerzen hinzu. Und nicht immer sind Menschen, die in diesem starken Maße auf Hilfe angewiesen sind, gleichzeitig dement. Ich bezweifle stark, dass es völlig "undramatisch" ist bei vollem Verstand seinen eigenen körperlichen Verfall erleben zu müssen und sich nur noch ausgeliefert zu sehen.

    Der Tod an sich muss tatsächlich nichts Furchterregendes an sich haben, die Art und Weise, wie er zustande kommt (und das meinte wohl auch Colonna mit "Todesart") kann es durchaus sein.

    Nicht jeder raucht einfach eine letzte Zigarette und legt sich zum Sterben hin und stirbt dann auch.

    Anitra
    Okay, das ist dann aber eher die Angst vor Krankheit. Das kann auch schrecklich sein ohne Todesfolgen. Parkinson ist auch so ein Fall. Die wenigsten sterben eher, aber es wird eben nie besser sondern eher schlimmer.

    Hab ich dann aber falsch verstanden, ich dachte eher an den MOMENT des Sterbens an sich.

    Moin
    Geändert von MoinGemeinde (11.04.2010 um 22:14 Uhr)
    Alle Rechtschreibfehler haben ihre Ursache darin, dass unser dicker Kater so laut schnarcht, dass ich mich kaum konzentrieren kann.

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