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    AW: Oscar de Muriel: Die Schatten von Edinburgh

    Zitat Zitat von Lolletta Beitrag anzeigen
    (......)guten Rutsch und bleibt gesund ��
    Da schließe ich mich an.
    Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.
    (Friedrich Hölderlin)

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    AW: Oscar de Muriel: Die Schatten von Edinburgh

    Ich mache wieder den Anfang:

    Ich bin von dem Buch ziemlich begeistert und habe die 460 Seiten mit Genuß gelesen. Die Figuren sind herrlich, die Schauplätze sehr gut beschrieben, die Dialoge erfrischend und sarkastisch. Die beiden widersprüchlichen Protagonisten, der elegante Frey, dem in nur wenigen Tagen seine guten Anzüge (dem schlechten Wetter in Edinburgh und einigen abenteuerlichen Begebenheiten geschuldet) aufgebraucht sind, und der grobschlächtige und dickköpfige McGray, der immer gerade heraus spricht und dabei nicht immer gute Manieren an den Tag legt.
    Beide Ermittler schenken sich nichts an derben Sprüchen und finden dennoch zunehmend zueinander. Für Inspektor Frey ist die Abordnung von London nach Edinburgh eine niederschmetternde Angelegenheit, er hofft, dass er nach Lösung des Falles umgehend wieder nach London zurückkehren kann. Trotz einiger Animositäten ermitteln aber beide gemeinsam und erfolgreich in der neu geschaffenen Abteilung "zur Aufklärung ungelöster Fälle mit mutmaßlichem Bezug zu Sonderbarem und Geisterhaften"...

    Neben den beiden Protagonisten gibt es auch sehr gut geschilderte Nebenrollen. Herrlich beschrieben ist Freys Dienstmädchen und McGreys Diener. Dass die dann auch noch zusammenfinden, ist eigentlich von Anfang an klar, obwohl sie sich zu Beginn alles andere als nett behandeln.

    Mir hat die Geschichte gefallen, sie war von Oscar de Muriel wirklich spannend und humorvoll geschrieben.

    Als Leser ahnt man, das Frey nicht so bald nach London zurückkehrt und hofft, dass die Geschichten um die beiden Inspektoren mit diesem Debütroman von Muriel nicht zu Ende erzählt ist. Und wie ich gesehen habe, gibt es Folgeromane. Wie schön.

    lu.lu

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    AW: Oscar de Muriel: Die Schatten von Edinburgh

    Ich kann mich Lu.lu nur anschliessen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich werde bestimmt weitere Bücher aus der Reihe lesen

    Aber erstmal warten interessante Vorschläge aus der neuen Liste darauf gelesen zu werden.
    Viele Menschen treten in dein Leben, aber nur wenige hinterlassen Spuren in deinem Herzen.

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    AW: Oscar de Muriel: Die Schatten von Edinburgh

    Ich habe das Buch auch mit Vergnügen gelesen.
    Es steht allerdings auch nicht ganz oben auf meiner persönlichen Skala.
    Ich glaube es liegt daran, dass ich grundsätzlich nicht so der Fan von viktorianischen Krimis bin. Hat sich hier wieder bestätigt, obwohl der hier einer der Besseren war.

    Ich glaube allerdings nach euren Berichten, dass in der Übersetzung eine Komponente fehlt - möglicherweise fehlen muss.
    Für einen Briten dieser Zeit ist Schottland rückständig, nicht wirklich vornehm, viel zu „urtümlich“. Und das wird in der Begegnung der beiden Inspektoren auch auf der sprachlichen Ebene herausgearbeitet.
    Neben durchaus vulgären Wendungen gibt es nämlich auch viele Wörter, die keineswegs vulgär sondern einfach schottisch sind. Und weil sie das sind werden sie von dem britischen Inspektor natürlich auch verachtet.
    Ein bisschen vergleichbar vielleicht den Gefühlen der Konsulin Buddenbrook, als ihre Tochter Toni mit ihrem ersten Mann auftaucht, der bayrisch spricht.

    Falls ich mich irre und diese Ebene auch in der Übersetzung sprachlich durchkommt, bitte sagt‘s mir. Würde mich interessieren.
    Geändert von jofi2 (06.01.2021 um 13:21 Uhr)
    Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.
    (Friedrich Hölderlin)

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    AW: Oscar de Muriel: Die Schatten von Edinburgh

    was mich betrifft- es war ok, ihn zu lesen, der Schreibstil gefällt mit, war schon spannend und nicht schlecht, stellenweise hats mir richtig Spaß gemacht, aber irgendwie gegen Ende zu "extrem"....

    hm- ich sollte mir besser beim Lesen Notizen machen, damit ich mich später beim hier Schreiben noch erinnere...
    Geändert von 1a2b (06.01.2021 um 13:01 Uhr)

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    AW: Oscar de Muriel: Die Schatten von Edinburgh

    Zitat Zitat von lu.lu Beitrag anzeigen
    Ich mache wieder den Anfang:
    Ich bin von dem Buch ziemlich begeistert und habe die 460 Seiten mit Genuß gelesen. Die Figuren sind herrlich, d
    lu.lu
    Zitat Zitat von Lorolli Beitrag anzeigen
    Ich kann mich Lu.lu nur anschliessen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich werde bestimmt weitere Bücher aus der Reihe lesen
    n.
    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Ich habe das Buch auch mit Vergnügen gelesen.
    Es steht allerdings auch nicht ganz oben auf meiner persönlichen Skala. .
    Zitat Zitat von 1a2b Beitrag anzeigen
    was mich betrifft- es war ok, ihn zu lesen, der Schreibstil gefällt mit, war schon spannend und nicht schlecht, stellenweise hats mir richtig Spaß gemacht, aber irgendwie gegen Ende zu "extrem"....
    ...
    Für mich war es auch nur ok...
    ABER...., es hat mich nicht gepackt.

  7. Moderation

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    AW: Oscar de Muriel: Die Schatten von Edinburgh

    Mal wieder bin ich so spät, gestern erst fertig geworden, es tut mir leid.

    Ja, ich kann mich Lolletta anschließen, es hat mich auch nicht gepackt.

    Ich hatte mich gefreut, wieder einmal einen Krimi aus der viktorianischen Zeit zu lesen, habe ich doch einige Krimis von Anne Perry vor Jahren verschlungen.

    Ein paar Worte zu den sprachlichen Gegebenheiten (ich bin in deren Beurteilung ganz schlecht, deshalb nur ein kurzes Statement).

    Ich kann es leider nicht im Original lesen, daher muss ich mich auf die deutsche Übersetzung beschränken.
    Ich fand die beiden Inspectors schenkten sich nichts in ihrem verbalen Umgang miteinander.
    Jetzt wäre es für mich interessant zu erfahren wie sich das im Original liest, aber meine Kenntnisse reichen einfach nicht aus.

    Jedenfalls fand ich es im Deutschen etwas dünn. Ja gut, McGray nannte seinen englischen Kollegen meist "Mädel" und fluchte gerne derb rum.
    Aber Frey fand ich jetzt auch nicht zimperlich, er gab ihm direkt gut Kontra. Lulu merkte das ja schon an.

    Was mich nervte, war das ewige "Aye". Sollte wohl verdeutlichen, dass wieder ein Schotte "dran war".
    Ich mein, das ist vielleicht auch unmöglich in eine Übersetzung zu transportieren, diese sprachlichen Unterschiede?

    Obwohl, bei My fair Lady klappt es ja auch. Da berlinert Eliza einfach. Hätte man hier eventuell auch versuchen sollen?

    Jetzt habe ich zur Sprache doch ein großes Gewese gemacht. Da fällt es nicht so auf, dass mir zum Stil sonst nichts einfällt.
    Ich fand es flüssig geschrieben, es war auch spannend aufgebaut und die Lösung wollte ich dann auch wissen.

    Nebenbei bemerkt, ein Glossar hätte ich schön gefunden, in dem einige Begriffe erklärt werden. Und eine Karte von Edinburgh. Ich verfolge gern die Routen auf einer Skizze und kann mir die Wegbeschreibungen so besser vorstellen.

    Aber das war es mit diesem Ermittler-Duo auch für mich. Ein weiterer Band muss nicht sein.

    Ich glaube, es gibt nur wenige Bücher, in denen mir sämtliche Akteure gleichermaßen unsympathisch waren.

    Womit Ian Frey das Prädikat Gentleman verdient hätte, blieb mir verborgen. Er sollte doch das kultivierte Gegenstück zu McGray abgeben oder habe ich da was missverstanden?

    Gut, ihm wurde mit der Absetzung und Entlobung übel mitgespielt. Aber die Szenen dann im Elternhaus waren mir too much.

    Wie gesagt, in Schottland fand ich ihn auch nicht gentleman-like.

    Alle waren mir da so grobschlächtig gezeichnet.
    Das sich ankeifende Personal, die Spelunken, der Kollege McGray, Lord Ardglass und Sippschaft (auch ein eigenartiger Einfall, dass Lady Glass während der 1. Einladung, bei der sie Frey kennenlernte, ihre Großnichte wie sauer Bier feil bot).

    Nee, da bleibe ich lieber bei Inspektor Jury und Melrose Plant, William Pitt und seiner adligen Frau Charlotte und Lord Linley mit Sergeant Havers.

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    AW: Oscar de Muriel: Die Schatten von Edinburgh

    @utetiki
    Die Srache spielt in dem Roman eine ganz wichtige inhaltliche Rolle. Ich habe ihn auf Englisch gelesen und habe mich die ganze Zeit gefragt, wie der Übersetzer das hinbrkommen hat.
    Ich habe dazu mal meine Beiträge aus früheren posts zitiert.

    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Eine Frage:
    Was machen sie eigentlich in der deutschen Übersetzung mit den zahlreichen schottischen sprachlichen Besonderheiten?
    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Beispiele:

    Aye, yer right. Ye wouldn‘t last five minutes against some lassies I ken.

    They‘ll drag me to hell to Auld Nick. Abody ken he‘s as nuts as.....

    It was just a wee splinter.

    Don‘t tell me ye‘ll fall for this peely-wally...
    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Aber der Punkt ist ja, dass er z.B. sagt „against some lassies I ken“ statt „against some girls I know“.
    Dieser kulturelle Unterschied zwischen dem Londoner und dem Mann aus Edinburgh wird ja besonders stark in den sprachlichen Unterschieden dargestellt.
    Wie kriegt man das in der Übersetzung hin?
    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Ich glaube allerdings nach euren Berichten, dass in der Übersetzung eine Komponente fehlt - möglicherweise fehlen muss.
    Für einen Briten dieser Zeit ist Schottland rückständig, nicht wirklich vornehm, viel zu „urtümlich“. Und das wird in der Begegnung der beiden Inspektoren auch auf der sprachlichen Ebene herausgearbeitet.
    Neben durchaus vulgären Wendungen gibt es nämlich auch viele Wörter, die keineswegs vulgär sondern einfach schottisch sind. Und weil sie das sind werden sie von dem britischen Inspektor natürlich auch verachtet.
    Ein bisschen vergleichbar vielleicht den Gefühlen der Konsulin Buddenbrook, als ihre Tochter Toni mit ihrem ersten Mann auftaucht, der bayrisch spricht..
    Aus euren posts habe ich den Eindruck, dass die Sprache des schottischen Inspektors einfach als Vulgärsprache dargestellt wird. Das ist sie aber keineswegs immer, z.T. sind es einfach schottische Sprachbesonderheiten.

    Vulgärsprache gibt es natürlich auch, die aber auf beiden Seiten.
    Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.
    (Friedrich Hölderlin)

  9. Moderation

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    AW: Oscar de Muriel: Die Schatten von Edinburgh

    Also ich finde es schwierig das an Hand der Sprache auseinander zu klamüsern.

    Ich bedaure es mal wieder, dass ich mir keine Post-Its mitgenommen habe beim Lesen.
    Jetzt such ich mir nen Wolf.

    Wenn ich es richtig erinnere, belegt McGray einfach vieles mit Flüchen, dazu die Geringschätzigkeit gegenüber Frey.

    Frey ist auch nicht ohne, er benutzt oft "verdammt", schreit rum und ist schon in Gedanken nicht wirklich "fein".
    Er bedauert es z. B. seiner Stiefmutter nicht einfach einen Tritt versetzen zu können. Die Etikette, hach.

    Seinen Dünkel trägt er ganz offen vor sich her.
    Klar, er ist überhaupt nicht erpicht nach Schottland versetzt zu werden. Dass er da oben alles und jeden für unter seinem Niveau hält, trieft aus jeder Pore seines Denkens.

    Ein starkes Stück war denn auch der Satz zu George, McGrays Diener, beim ersten Zusammentreffen:
    George teilte Frey mit, dass McGray nicht zu Hause sei, sich zur Zeit noch in der Irrenanstalt aufhalte.
    Frey: Oh, das überrascht mich jetzt nicht wirklich. Ob man sich wohl gut um ihn kümmere?

    Normal finde ich das jedenfalls nicht, dass ein Fremder so unverhältnismäßig seine Abneigung erkennen lässt.
    Moderatorin in
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    AW: Oscar de Muriel: Die Schatten von Edinburgh

    das mit der fehlende Karte finde ich auch- mag es gerne zur Verdeutlichung, wo was stattfindet...

    die Unverblümtheit von Frey hat mir gut gefallen, die Unverschämtheiten des McGray weniger- wobei sie dann ja gleichgezogen haben..

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