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    AW: Wingate: Die Libellenschwestern

    Zitat Zitat von lu.lu Beitrag anzeigen
    wie sieht es aus, sind alle am Lesen?
    einer schlaflosen zweiten Nachthälfte verdanke ich, dass ich heute früh durch bin- es war dann doch noch spannend und ich bin froh, dass ich es gelesen habe....

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    AW: Wingate: Die Libellenschwestern

    Na klar warten wir, bis Du, PhoeNixa, auch fertig bist. Wie liegen doch noch gut in der Zeit.

    1a2b: Ich glaube nicht, dass du mit meiner Freundin tauschen möchtest. (Ich weiss, dass es von dir nur so eine Bemerkung ist.) Mir wird erst durch sie klar, was das Leben einem vorenthält, wenn man nicht mehr sehen kann. Sie ist seit fünf Jahren nach einem Augeninfarkt blind geworden und trägt das alles mit viel Disziplin und ohne Selbstmitleid. Bewundernswert.

    Wir können ja schon mal vorsichtig nachdenken, welches Buch wir danach lesen wollen. Ich fand die letzte Liste sehr gut und wäre nicht böse, wenn wir ein weiteres daraus lesen wollen. Was meint ihr?

    lu.lu

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    AW: Wingate: Die Libellenschwestern

    Jetzt habe ich es auch durch und muss erst einmal tief durchatmen.
    Das Problem ist eben, dass es zwar fiktive Figuren sind, deren Schicksal hier geschildert wird, aber wenn ich daran denke, dass dahinter Fakten und reale Familien, reale Kinder stehen, die dieser Fiktion zugrunde liegen, dann wird mir gruselig übel.
    Nicht das erste dunkle Geheimnis in der Vergangenheit der USA, dass jahrzehntelang ignoriert bzw. verschwiegen wurde.
    Auch Umwege erweitern unseren Horizont

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    AW: Wingate: Die Libellenschwestern

    Ich finde das Buch sehr gut geschrieben. Hatte die einzelnen Personen vor meinem inneren Auge. Trotz der schrecklichen Geschehnisse war es nicht sentimental.

    Zu der Geschichte als solches gibt es einiges was ich nicht verstehen kann. Warum haben die Adoptiveltern nie den Kindern zugehört, oder mal nachgehakt warum die Kosten so hoch sind. Ist der Kinderwunsch so groß, dass der Verstand ausgeschaltet wird Es ist unvorstellbar wie lange das Geschäft mit den Kindern laufen konnte ohne dass es öffentlich wurde. Auch das zur Schau stellen der Kinder, hätte die Adoptiveltern stutzig machen müssen. Aber wie gesagt, der Wunsch nach einem Kind, natürlich niedlich mit Löckchen usw. war stärker als alles andere.

    Leider gab es diese Verhältnisse nicht nur in den USA. Die Kinderheime hier waren nach dem Krieg bis weit in die 60 iger Jahre auch alles andere als gut für die Kinder.
    Viele Menschen treten in dein Leben, aber nur wenige hinterlassen Spuren in deinem Herzen.

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    AW: Wingate: Die Libellenschwestern

    Zitat Zitat von lu.lu Beitrag anzeigen
    1a2b: Ich glaube nicht, dass du mit meiner Freundin tauschen möchtest. (Ich weiss, dass es von dir nur so eine Bemerkung ist.)
    das ist ein kleines Missverständnis:

    natürlich bin ich sehr dankbar für meine Augen-

    ich hatte geschrieben:

    Zitat Zitat von 1a2b Beitrag anzeigen
    Deine Freundin wäre ich gerne!
    und das war nicht nur so eine Bemerkung, sondern bezog sich ausschließlich auf das "vorgelesen bekommen"

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    AW: Wingate: Die Libellenschwestern

    Zitat Zitat von 1a2b Beitrag anzeigen
    das ist ein kleines Missverständnis:

    natürlich bin ich sehr dankbar für meine Augen-

    ich hatte geschrieben:



    und das war nicht nur so eine Bemerkung, sondern bezog sich ausschließlich auf das "vorgelesen bekommen"
    genau so habe ich es auch aufgefasst, liebe 1a2b, ich habe dich überhaupt nicht missverstanden. Alles ist gut!
    lu.lu

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    AW: Wingate: Die Libellenschwestern

    Diesen Roman zu lesen ist ergreifend, weil es unvorstellbar ist, dass eine Frau, die angeblich Gutes für hilflose Kinder tut, in Wahrheit unnötig kaltblütig und sogar grausam mit den Kindern verfährt. Es ist für mich nur schwer zu verstehen, dass diese Frau wahnsinnig viel Geld mit dem Verkauf der Kinder verdient und diese doch unter den fürchterlichsten Bedingungen „unter Verschluss“ hält. Sie frieren ständig, hungern und haben, fast ohne Ausnahme, hartherzige Erzieherinnen, wenn es denn überhaupt welche sind. Man ist fassungslos, dass dies alles Wahrheit ist und über viele, viele Jahre gehandhabt wurde, ohne dass irgendjemand einmal etwas dagegen unternommen hat.

    Lisa Wingate schildert diese Geschichte sehr sensibel, wobei sie abwechselnd von Gegenwart und Vergangenheit berichtet. Das Geschehen wird aus den Augen von Avery und Rill erzählt und es bereitet dem Leser keine Schwierigkeit, dem zu folgen. Die Nöte von Rill sind einfühlsam beschrieben, wie sie sich ihrer Verantwortung (als 12.jährige!!!) ihren kleineren Geschwistern gegenüber bewusst ist und wie sehr sie bemüht ist, alle zusammenzuhalten. Was ihr nicht gelingt und worunter sie zutiefst leidet. Avery wiederum ist im Zweifel, ob sie gegen den Willen ihrer Großmutter dem Geheimnis auf den Grund gehen soll, weil diese ja ihr Leben lang über die Vergangenheit Schweigen bewahrt hat.

    Die "kleine Liebesgeschichdte" Averys hat mir wiederum sehr gefallen.

    Dieses Buch verlangt dem Leser einiges ab, es ist zeitweise schwer zu lesen, trotzdem kann ich es nur empfehlen.

    lu.lu

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