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  1. Avatar von lu.lu
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    AW: Lilli Beck: Glück und Glas

    Ich habe mal geguckt, wer schon durch ist mit dem Buch:
    Hampelmuse, Lorollo, Lolletta und ich. Peggy, wie weit bist du?
    Suzie hat sich für dies Buch ausgeklinkt und Salina? Ich weiß gar nicht, ob du überhaupt mitgelesen hast.

    Also, wenn Peggy auch damit durch ist, könnten wir mit der Diuskussion beginnen und dann ein neues Buch wählen.

    Meldet euch bitte mal kurz, was ihr dazu meint.
    lu.lu

  2. Avatar von PeggySue
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    AW: Lilli Beck: Glück und Glas

    Hatte ich nicht schon geschrieben, dass ich längst damit durch bin? Eigentlich wollte ich vor lauter Ärger über die BriCom komplett streiken, aber hier mache ich selbstverständlich gerne eine Ausnahme, lese und schreibe mit.
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

    Enkelkinder sind die Entschädigung dafür, dass wir alt werden.

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  3. Avatar von PeggySue
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    AW: Lilli Beck: Glück und Glas

    Zitat Zitat von lu.lu Beitrag anzeigen

    Wie weit seid ihr alle mit dem Buch? Sind alle fertig?

    lu.lu
    Zitat Zitat von PeggySue Beitrag anzeigen
    Schon eine ganze Weile.
    wusste ich's doch
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

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  4. Avatar von lu.lu
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    AW: Lilli Beck: Glück und Glas

    Gut, dann fange ich an:

    Zu Beginn muß ich sagen, daß ich die Wahl des Titels sehr passend finde, ebenso wie das Bild auf dem Bucheinband. Zwei Freundinnen, Marion und Hannelore, die innig miteinander auf dem Weg zur Schule sind.

    Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen. Die Freundschaft, die die beiden Freundinnen verbindet, ist herzerwärmend. Trotz der sozialen Unterschiede sind sie unzertrennlich und meistern, jede auf ihre Weise, ihr Leben. Hannelore lebt als Fabrikantentochter in einer begüterten Familie, mit der ja auch die Familie von Marion – nachher Moon – lebt. bzw. von der sie lebt, denn Marions Mutter ist sozusagen eine Hausangestellte; und lange Zeit, bis der Vater aus dem Krieg heimkehrt, leben sie vom spärlichen Einkommen der Mutter. Aber dies alles hat keinen negativen Einfluß auf die Freundschaft der beiden Mädchen und nachher jungen Frauen.

    Als Leser begleitet man diese beiden Frauen durch ein ganzes Leben. Marion ist ein impulsiver Mensch und ich habe mit ihr mitgefiebert, sie manches Mal auch nicht richtig verstanden.
    Sie lässt sich nicht unterkriegen, auch wenn das Leben es mal nicht so gut mit ihr meint. Sie kämpft. Mir hat es gut gefallen, wie sie auch anderen Freundschaften über lange Zeit treu bleibt und sich in einigen Fällen von ihnen auffangen läßt.

    Hannelore, Lore genannt, ist zielstrebig und weiß, dass sie studieren und Karriere machen will. Was sie aber dann doch nicht tut, sondern sich mit der Ehe und dem Kind zufrieden gibt. Mit ihrem Mann Robert konnte ich nicht so richtig warm werden. Ich habe mich über Lore gewundert, daß sie so wenig aufbegehrt hat (Auto, Brille).

    Man erhält einen guten Überblick über die politischen Zustände in der Zeit, kalter Krieg, Studentenkrawalle, Anti-Baby-Pille, Demos gegen den Atom usw. Deutschland im Aufbruch in eine neue Ära. Daran erinnere ich mich aus meinem eigenen Leben.

    Lilli Beck ist es gut gelungen, den Leser mit ihrer Geschichte gefangen zu nehmen.

    lu.lu

  5. Avatar von PeggySue
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    AW: Lilli Beck: Glück und Glas

    Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen.
    Ich auch, es hat mich von Anfang an gefesselt. Ich bin zwar etwas jünger als die beiden Frauen und habe einiges was beschrieben wurde nur am Rande miterlebt, nicht so bewusst wie die beiden.
    Marions Mutter ist sozusagen eine Hausangestellte; und lange Zeit, bis der Vater aus dem Krieg heimkehrt, leben sie vom spärlichen Einkommen der Mutter.
    Der Jahrgang vor meinem Vater wurde noch eingezogen, mein Vater hatte Glück, musste nicht mehr in den Krieg aber er musste mit seiner Mutter und den drei Schwestern aus Pommern fliehen. Das Schicksal der Kriegsheimkehrer kenne ich nur aus Büchern und Filmen, und ich habe mit der kleinen Marion gelitten als der traumatisierte Vater so lieblos mit ihr umging.
    Marion ist ein impulsiver Mensch und ich habe mit ihr mitgefiebert, sie manches Mal auch nicht richtig verstanden.
    bei mir wechselte Mitgefühl mit Unverständnis, für mich ist es ein absolutes Tabu sich mit dem Mann einer Freundin einzulassen.
    Mit ihrem Mann Robert konnte ich nicht so richtig warm werden. Ich habe mich über Lore gewundert, daß sie so wenig aufbegehrt hat (Auto, Brille).
    Lore stammt aus einer erzkonservativen Familie, für sie war es vor allem wichtig, dass ihr Mann ihr das gewünschte Leben ermöglichte. Vermutlich hatte sie Angst ihn zu verlieren wenn sie sich nicht nach seinen Wünschen richtet. Ich hätte niemals so leben können.
    So wie Marion hätte ich nicht leben wollen. Auch um ihre Modelkarriere beneide ich sie nicht.
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

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  6. Avatar von Lorolli
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    AW: Lilli Beck: Glück und Glas

    Ich kann mich euren Ausführungen nur anschließen. Bin ja Jahrgang 1945 und konnte die Lebensumsstände der Freundinnen gut nachvollziehen. Die Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg mit all ihren Nebenerscheinungen kamen mir direkt wieder ins Gedächtnis und oft musste ich auch lachen.

    Lore konnte ich nicht verstehen. Eine intelligente junge Frau wirft all ihre Pläne über den Haufen und ist mehr oder weniger Robert hörig. ( mein erster Freund mit 17 hieß auch Robert )

    Auch mein Verständnis für Marion hielt sich in Grenzen. Sie wusste ja, dass Robert der Lebensinhalt ihrer Freundin ist und hätte sich nie auf ihn einlassen dürfen. Spätestens bei der Geschichte mit dem Führerschein und Brille hätte sie stutzig werden müssen und das Gespräch mit der Freundin suchen.

    Ich fand das Buch sehr gut geschrieben und habe es wirklich gern gelesen.
    Viele Menschen treten in dein Leben, aber nur wenige hinterlassen Spuren in deinem Herzen.

  7. Avatar von Hampelmuse
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    AW: Lilli Beck: Glück und Glas

    Morgen,

    Ich hab es auch gerne gelesen, am stärksten fand ich die Beschreibung der Zeit, besonders im ersten Teil des Buches.
    Die erwachsenen Marion und Hannelore fand ich nicht unsympathisch, hätte sie aber beide unablässig schütteln mögen, Lore weil sie ihre Ziele alle aufgegeben und sich klein gemacht hat für den tollen Robert, Moon weil sie sich auch mit ihm eingelassen hat.
    Den zweiten Teil - 80er, 90er, 2000er fand ich deutlich schwächer von den Beschreibungen, und dass Robert am 11. September und die beiden Hippies beim Tsunami umgekommen sind ging mir irgendwie quer runter, weil es so beiläufig/ selbstverständlich war, keine Ahnung.
    Oh, und ich hab festgestellt, dass ich auch diese tollen Schuhe habe wie Moon, les tropeziennes, kannte ich gar nicht :)
    Insgesamt fand ich es ok, kann man lesen, muss aber nicht.
    Durch Fehler wird man klug, drum ist einer nicht genug.

  8. Avatar von PeggySue
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    AW: Lilli Beck: Glück und Glas

    Zitat Zitat von Hampelmuse Beitrag anzeigen
    Den zweiten Teil - 80er, 90er, 2000er fand ich deutlich schwächer von den Beschreibungen, und dass Robert am 11. September und die beiden Hippies beim Tsunami umgekommen sind ging mir irgendwie quer runter, weil es so beiläufig/ selbstverständlich war, keine Ahnung.
    das erinnerte mich etwas an die Lindenstraße dort wird auch immer auf jedes aktuelle Thema eingegangen, auch wenn manchmal nur Radionachrichten zu hören sind oder Helga Beimer einen einzigen Satz dazu sagt, Hauptsache man hat kein wichtiges Ereignis ausgelassen. Aber gestört hat mich das nicht weiter.
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  9. Avatar von Hampelmuse
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    AW: Lilli Beck: Glück und Glas

    Zitat Zitat von PeggySue Beitrag anzeigen
    das erinnerte mich etwas an die Lindenstraße dort wird auch immer auf jedes aktuelle Thema eingegangen, auch wenn manchmal nur Radionachrichten zu hören sind oder Helga Beimer einen einzigen Satz dazu sagt, Hauptsache man hat kein wichtiges Ereignis ausgelassen. Aber gestört hat mich das nicht weiter.
    Hätte mich nicht gestört, wenn es nur erzählt worden wäre, in den Nachrichten geguckt oder so, waren ja einschneidende und zeitgeschichtliche Ereignisse.

    Dass beide Male „bekannte“ betroffen waren und halt so beiläufig- war halt auf der Beerdigung, sonst nicht weiter thematisiert- das ist mir irgendwie quer gelegen. Ich meine, welche Fassungslosigkeit hat damals geherrscht, wie viel größer, unfassbarer muss das für Betroffene gewesen sein, das war mir einfach zu aufgeräumt.
    Durch Fehler wird man klug, drum ist einer nicht genug.

  10. Avatar von Lorolli
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    AW: Lilli Beck: Glück und Glas

    , kann man lesen, muss aber nicht.
    ist das nicht bei allen Büchern so
    Viele Menschen treten in dein Leben, aber nur wenige hinterlassen Spuren in deinem Herzen.

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