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  1. Avatar von PeggySue
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    AW: Brigitte Riebe: Marlenes Geheimnis

    Ich muss zugeben, dass die Landschaftsbeschreibungen an mir vorbeigegangen sind. Mich hat das Schicksal der Vertriebenen zu sehr gefesselt weil ich immer wieder an meine Oma und ihre drei Töchter und ihren Sohn, meinen Vater, denken musste. Sie sind damals auf der Flucht von Pommern nach BaWü, Nähe Stuttgart gekommen weil dort schon der Bruder meiner Oma lebte. Mein Vater (Jahrgang 1928) hat auf der Flucht Tagebuch geführt, leider ging das Tagebuch, vermutlich bei einem der Umzüge, verloren und blieb verschwunden. So konnte mein Vater nur noch erzählen.
    Das Buch war deshalb so fesselnd, weil man nicht das Gefühl hatte einen Roman zu lesen, denn die beschriebenen Schicksale gab es tatsächlich.
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

    Enkelkinder sind die Entschädigung dafür, dass wir alt werden.

    Rolling-"IT'S ONLY ROCK 'N ROLL BUT I LIKE IT"-Stones



  2. Avatar von lu.lu
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    AW: Brigitte Riebe: Marlenes Geheimnis

    Ich fand, dass Brigitte Riebe in dieser Familiengeschichte die Vergangenheit und die Gegenwart wunderbar miteinander verbunden hat. Ich war nicht irritiert durch den Wechsel. Die Figuren werden von ihr so lebendig dargestellt, dass man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann. Der Roman hat sich flüssig gelesen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

    Schwer zu lesen war streckenweise die Rückblicke, die zum großen Teil in den Kriegszeiten spielen. Den ganzen Horror des Krieges und auch der Nachkriegszeit, eine zutiefst dunkle Zeit unserer Geschichte, erlebt man intensiv mit. Wie oben schon erwähnt, kennt man zwar viele Geschichten der Vertreibung aus Polen, aber aus der Tschechoslowakai eher selten.

    Wie amade_a schon schreibt, kam der Schluß etwas plötzlich, den hätte ich mir etwas anders vorgestellt.
    Die Figur der Marlene fand ich zeitweise ziemlich hart, während Nane das volle Gegenteil ist, dann aber zu sich findet und sich dem Leben stellt.

    lu.lu


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    AW: Brigitte Riebe: Marlenes Geheimnis

    Seit gestern bin ich auch mit dem Buch durch und fand es schade, dass es schon zu ende war. Das Ende wirkt auf mich etwas gehetzt. Doch ich glaube, dass es auch gut war, dass es nicht künstlich in die Länge gezogen wurde.

    Ich habe mich vorher nie mit dieser Seite der deutschen und tschechischen Geschichte beschäftigt und fand es höchst interessant, was beschrieben wurde. Mein Opa war Tscheche. Von den Erzählungen meiner Mutter her, glaube ich, dass mein Opa und meine Oma etwas ähnliches erlebt haben. Das macht mich sehr traurig, jedoch auch glücklich, weil mein Opa und meine Oma bis zum Lebensende ein Lächeln im Gesicht hatten.

    Das Buch fand ich sehr gut geschrieben. Es wurde nicht zu viel beschrieben, jedoch auch nicht zu wenig. Die Kombination aus verschiedenen Zeitsträngen fand ich gelungen. Ich habe richtig mitgefiebert, wie es mit Eva weiterging und was denn nun Marlenes Geheimnis wirklich ist. Dass auch auf die Psyche der Charaktere eingegangen wurde, fand ich sehr gut. Es hat den Menschen eine gewisse Tiefe gegeben, was mich sehr angesprochen hat.

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