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  1. Avatar von Lorolli
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    AW: Der BriCom Lesekreis liest " Sarahs Schlüssel " von Tatiana De Rosnay

    Schön dass du wieder hier bist, Lu.lu
    Viele Menschen treten in dein Leben, aber nur wenige hinterlassen Spuren in deinem Herzen.

  2. Moderation Avatar von Utetiki
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    AW: Der BriCom Lesekreis liest " Sarahs Schlüssel " von Tatiana De Rosnay

    Ich bin, glaube ich, die letzte? Aber nun auch fertig und die Tränen getrocknet.
    Da ich den Film je vor ein paar Wochen erst gesehen habe, dachte ich nicht, dass mich das Buch noch mal so mitnehmen würde. Aber im Buch erlebte ich das alles so viel intensiver mit, und der Film zeigte die Geschichte ja auch nicht in der Ausführlichkeit, wie es das Buch vermochte.

    Lu.lu, schön wieder von Dir zu lesen und ja, das wirkliche Leben hat immer Priorität. Ich muss mich dem jetzt auch wieder widmen, habe das Buch vorgezogen, konnte aber auch nicht mehr aufhören zu lesen.
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  3. Avatar von Lorolli
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    AW: Der BriCom Lesekreis liest " Sarahs Schlüssel " von Tatiana De Rosnay

    Ich habe den Film bis jetzt nicht gesehen. Werde es aber noch machen. Erst muss ich das Buch noch etwas sacken lassen.

    Im Buch sind ja am Schluss Anregungen für Lesekreise. Ich habe mal etwas ausgesucht.

    Im Zentrum von Tatiana de Rosnays Roman stehen verschiedene Familiengeheimnisse, die Julia zu Tage befördert. Hatte Julia das Recht, so weit zu gehen ? Ist es manchmal besser, nicht alles zu wissen ?

    Ich denke das ist ein interessanter Punkt.

    Meine Meinung dazu ist, dass Julia etwas zu weit gegangen ist. William mit der Geshichte seiner Mutter zu konfrontieren wäre nicht unbedingt nötig gewesen.

    Geschichte soll nichts verschweigen und gerade die Geschichte des 3. Reiches mit all seinem Hass darf nicht vergessen werden.

    Das Buch hat mich sehr gepackt und es sind einige Tränen geflossen.
    Viele Menschen treten in dein Leben, aber nur wenige hinterlassen Spuren in deinem Herzen.

  4. Inaktiver User

    AW: Der BriCom Lesekreis liest " Sarahs Schlüssel " von Tatiana De Rosnay

    Zitat Zitat von Lorolli Beitrag anzeigen

    Im Zentrum von Tatiana de Rosnays Roman stehen verschiedene Familiengeheimnisse, die Julia zu Tage befördert. Hatte Julia das Recht, so weit zu gehen ? Ist es manchmal besser, nicht alles zu wissen ?
    Julia enthüllt einmal das Familiengeheimnis der Familie ihres Mannes um die Wohnung, und zum anderen das Familiengeheimnis von William.

    Dabei stellt sich die Frage, WER hat ein Recht zum Enthüllen von Familiengeheimnissen?

    Bei Nachdenken über diese Frage komme ich zu dem Schluss "die Betroffenen".

    Ich gebe euch ein Beispiel aus eigener Geschichte: Meine Mutter war immer sehr selbstbezogen, egoistisch, mir gegenüber hartherzig ... wenn ich jetzt die ganzen Listen lese wegen "Narzissmus" (seit das vor einigen Jahren in Mode gekommen ist) würde ich sagen, es geht in diese Richtung. Ich habe das Bauchgefühl, dass dem irgendwas Schlimmes zugrunde liegen könnte, dh es könnte sein, dass ihr selbst in ihrer Kindheit oder Jugend etwas Schlimmes passiert ist (keine Ahnung, Vergewaltigung? Man denke an Hannelore Kohl und ihre posthumue Biographie). WENN bei meiner Mutter so was wäre - wer hätte nun ein Recht, dieses Geheimnis ans Licht zu zerren? Meine Mutter selbst ... ich denke aber auch ich, weil ich davon betroffen war bzw darunter leiden mußte. Mein Mann? Insoweit er betroffen ist bzw sich betroffen fühlt, durch die Spuren, die meine Kindheit hinterlassen hat, ggf auch noch "ja". Ein Wildfremder, den ich nicht kenne, der zB irgendwas recherchiert hat und als Beifang auf etwas kam, das meiner Mutter angetan wurde? Nein.

    Ich persönlich würde die Grenze, wer ein "Recht" zum Enthüllen von Familiengeheimissen hat, bei der persönlichen Betroffenheit setzen.

    Danach durfte sie das Familiengeheimnis um die Wohnung enthüllen, aber sicher nicht das Familiengeheimnis betreffend William.

  5. Avatar von Lolletta
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    AW: Der BriCom Lesekreis liest " Sarahs Schlüssel " von Tatiana De Rosnay

    Ja sehe ich auch so.
    Leider hatte ich mir doch den Film vor dem Buch angesehen.
    Das hat meinen Lesegenuß schon geschmälert.
    Ich fand es gut.
    Die Geschichte spielt 2002, die von Sarah 1942.
    An sich war es nicht schlecht, dass Julia sich auf die Suche nach der Wahrheit begibt. Ab der Hälfte des Buches hört Sarahs Geschichte dann auf und es geht nur noch mit Julias weiter. Manche Sachen waren noch interessant, vieles hätte man sich ersparen können.
    Das Buch passte gut in unsere Geschichte, da der Gedenktag des Holocaust im Januar war.

  6. Avatar von Hampelmuse
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    AW: Der BriCom Lesekreis liest " Sarahs Schlüssel " von Tatiana De Rosnay

    Hallo zusammen,

    dann mein Senf dazu.

    Ich fürchte, ich setze mich in die Nesseln, aber mir hat das Buch nicht sonderlich gefallen.

    Den Schrecken des Holocaust, die Sache mit dem Bruder, natürlich hat mich das mitgenommen und ich hab es auch am Stück durchgelesen. Den Teil fand ich -eigentlich- gut.

    Aber diese Geschichte um Julia, die fand ich so dermaßen an den Haaren zusammen konstruiert und schnulzig, fast unanständig. Der Gipfel war natürlich, dass sie ihre Tochter Sarah nennt, und wie das aufgezogen war mit dem seitenlangen Unerwähntbleiben des Namens, aber im Grunde ging es mir durchgehend so.

    Tut mir leid
    Viel mehr will ich gar nicht dazu schreiben.
    Durch Fehler wird man klug, drum ist einer nicht genug.

  7. Moderation Avatar von Utetiki
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    AW: Der BriCom Lesekreis liest " Sarahs Schlüssel " von Tatiana De Rosnay

    Nein, Hampelmuse, warum denn in die Nesseln setzen, das ist doch kein Beifallklatschverein hier.

    Ich habe mir lange Gedanken gemacht, warum immer nur von "dem Mädchen" die Rede war und Sarahs Name erst so spät auftauchte. Zuerst dachte ich mir, das ist um zu verdeutlichen, dass es um das Schicksal einer so großen Masse von Kindern geht.
    Aber schließlich ging es ja im besonderen um dieses Einzelschicksal.

    Tja, derJulia-Part. Ehrlich gesagt habe ich an ihrem Schicksal nicht so sehr Anteil genommen. Ich glaub, zu so viel Mitleid war ich nicht fähig. Das war schon durch die Deportationsgeschichte besetzt und die Folgen, die daraus für die jüdische Familie entstanden.

    Da denke ich mittlerweile, dass das Buch durch Julias Geschichte ein bisschen überfrachtet wurde.
    Ich vermisste jedenfalls den Erzählstrang aus Sarahs Perspektive in der zweiten Hälfte. Aber so hatte die Autorin natürlich die Gelegenheit die Dramatik immer weiter zu steigern.
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  8. Inaktiver User

    AW: Der BriCom Lesekreis liest " Sarahs Schlüssel " von Tatiana De Rosnay

    Zitat Zitat von Hampelmuse Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    dann mein Senf dazu.

    Ich fürchte, ich setze mich in die Nesseln, aber mir hat das Buch nicht sonderlich gefallen.

    Den Schrecken des Holocaust, die Sache mit dem Bruder, natürlich hat mich das mitgenommen und ich hab es auch am Stück durchgelesen. Den Teil fand ich -eigentlich- gut.

    Aber diese Geschichte um Julia, die fand ich so dermaßen an den Haaren zusammen konstruiert und schnulzig, fast unanständig. Der Gipfel war natürlich, dass sie ihre Tochter Sarah nennt, und wie das aufgezogen war mit dem seitenlangen Unerwähntbleiben des Namens, aber im Grunde ging es mir durchgehend so.
    Bei mir ist es jetzt ca einen Monat her, seit ich das Buch ausgelesen habe, und rückblickend muss ich sagen, dass es mich nicht aus den Socken haut.

    Im Moment des Lesens war Sarahs Geschichte zwar schon bewegend, aber die Verwebung mit Julias Schwangerschaft nebst drumherum fand ich auch "to much" ....

    Mit "nicht aus den Socken hauen" meine ich, dass es Bücher gibt, die einen im tiefsten Inneren berühren und noch ganz lange "bei einem bleiben" und das ist bei Sarahs Schlüssel leider nicht so.

    Nachdem ich ca ein bis zwei Wochen nach dem Auslesen des Buches den Film gesehen habe, weiß ich inzwischen schon nimmer die Einzelheiten der diversen Reisen von Julia im 2. Teil, zumal mich die auch nicht besonders interessiert haben. Interessanter hätte ich es gefunden, wenn die Geschichte um Sarah noch etwas mehr beleuchtet worden wäre; hier hätte mich interessiert, wie sie mit ihrem Trauma umgegangen ist, Auswirkungen des Traumas und die Innenansicht, was sie letztendlich zum Suizid bewegt hat.

    In den ersten Hälfte war das Buch für mich der Pageturner, dass ich wissen wollte, was mit dem Knaben ist - es bestand ja immerhin ein Funken Hoffnung, dass er überlebt hat, etwa wenn er bei Neubezug der Wohnung noch lebte (weiß jetzt nimmer genau, sagte Julias SchwieVa was, dass der "komische Geruch" schon seit Einzug in der Wohnung war? oder kam der erst später?), er sich bemerkbar hätte machen können und die Nachmieter ihn als Cousin oder so was ausgeben. Nachdem der Knabe gefunden war, sackte für mich der Spannungsbogen ab, und blieb unten.

  9. Avatar von Hampelmuse
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    AW: Der BriCom Lesekreis liest " Sarahs Schlüssel " von Tatiana De Rosnay

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen

    Aber so hatte die Autorin natürlich die Gelegenheit die Dramatik immer weiter zu steigern.
    Ich will das Buch niemandem kaputt machen, die Geschmäcker sind ja verschieden.
    Ich hab, glaub ich, einen kleinen Dramatik-Steiger-Trigger.

    Namen: ich meinte, dass Julia ihre Tochter Sarah nennt und die Art, wie der Leser das erfährt.
    Durch Fehler wird man klug, drum ist einer nicht genug.

  10. Avatar von Suzie Wong
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    AW: Der BriCom Lesekreis liest " Sarahs Schlüssel " von Tatiana De Rosnay

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (...)
    Im Moment des Lesens war Sarahs Geschichte zwar schon bewegend, aber die Verwebung mit Julias Schwangerschaft nebst drumherum fand ich auch "to much" ....
    Ja, das Tod-Leben-Thema fand ich auch sehr holzschnittig.

    Ich schließe mich an: es war gut, aber so richtig berührt - nein. Mir war die Julia-Figur leider zu kraftlos.
    Ansonsten habt ihr eigentlich das Wichtige gesagt. Es war eben doch mainstream.

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