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  1. Avatar von lu.lu
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    AW: BriCom-Lesekreis liest: "Der Trafikant" von Robert Seethaler

    Mir geht es ebenso wie Euch und damit bin ich die Vierte im Bunde. Ich habe mir aber schon mal von Seethaler "Ein ganzes Leben" vorgemerkt, das kann ich aus der Stadtbibliothek für mein Tolino ausleihen. Der Stil von Seethaler gefällt mir.
    Gelesen habe ich den "Trafikant" gerne und zügig. Aber mir hat sich auch nicht alles so richtig erschlossen.

    lu.lu

  2. Avatar von Lorolli
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    AW: BriCom-Lesekreis liest: "Der Trafikant" von Robert Seethaler

    kann mich dem nur anschließen und bin auf Sonntag gespannt.
    Viele Menschen treten in dein Leben, aber nur wenige hinterlassen Spuren in deinem Herzen.

  3. VIP Avatar von Orange
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    AW: BriCom-Lesekreis liest: "Der Trafikant" von Robert Seethaler

    Mir geht es wie Euch. Schön zu lesen, irgendwie berührend und trotzdem nicht rund.

    Mir fehlen aber auch noch ein paar Seiten


  4. Registriert seit
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    AW: BriCom-Lesekreis liest: "Der Trafikant" von Robert Seethaler

    So... dann mal meine Meinung:

    Positiv: durchaus nachvollziehbar - damit meine ich insbesondere die Passagen, in denen es um seine Verliebtheit geht (mich nervt aber schon, dass in der Beschreibung dauernd von großer Liebe gefaselt wird - der Junge war halt verschossen in Anezka, nicht mehr...). Diese Passagen fand ich irgendwie anrührend, ich kann wohl die emotionalen Wirren in diesem Alter gut nachvollziehen.
    Sprachlich war das Buch ok, aber nichts Besonderes.

    Negativ: es ist einfach sehr schlicht in seinem Aufbau, die Handlung vorhersehbar. Die Figuren wirken auf mich stereotyp. Insbesondere die Geschichte mit Freud wirkte auf mich an den Haaren herbeigezogen und konstruiert, die Darstellung Freuds eindimensional - als hätte der Autor den Wikipedia-Artikel mal durchgelesen und das wars dann an Recherche.

    Insgesamt: Nett mal zwischendurch, überzeugt mich aber nicht und verursacht in mir auch nicht den Wunsch, mehr von diesem Autor zu lesen.

  5. Inaktiver User

    AW: BriCom-Lesekreis liest: "Der Trafikant" von Robert Seethaler

    Dieses Buch ist für mich irgendwie nicht "greifbar", aber ein "nicht greifbar" in positiver Weise. Den Schreibstil kann ich nicht mit anderen (mir bekannten) Autoren vergleichen.

    Dass Nordlys76 den schlichten Aufbau, die vorhersehbare Handlung und die stereotypen Figuren als negativ wertet, finde ich nachvollziehbar, wenn man das Buch mal ganz rational betrachtet. Diese Einfachheit finde ich vom Autor aber so leicht, seicht, subtil und fabelhaft umgesetzt, so dass es für mich gar nicht so plakativ und negativ empfunden wurde. Weder beim Lesen, noch nachdem ich fertig war und über das Buch nachgedacht habe. Das liegt auch daran, dass für mich Stimmung und Atmosphäre schon nach den ersten Seiten sehr vertraut und "klar" waren. Das sehe ich auch so was das Auftreten Freuds im Buch betrifft. Es braucht nicht unbedingt einer komplexen Recherche; die wenigen beschriebenen Treffen mit Franz finde ich wenig tiefgehend i. S. von Freud-psychologischen Beschreibungen geschrieben, aber dennoch empfinde ich die Leichtigkeit der Szenen als tiefgründig.

    Ich weiß nicht, ob ich mehr von diesem Schreibstil lesen möchte, finde ihn aber absolut einzigartig und wirklich grandios; vielleicht gerade deshalb aber auch nur "für ein Buch".

  6. Avatar von Suzie Wong
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    AW: BriCom-Lesekreis liest: "Der Trafikant" von Robert Seethaler

    Hallo,
    ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, denn seit Jahren bin ich primär auf Krimis abonniert und ich habe mich mal wieder auf etwas Anspruchsvolles gefreut.
    Irgendwie hat es mich aber nicht richtig in seinen Bann gezogen, ich habe mich oft dabei ertappt, dass ich überblättert habe.
    Grundsätzlich habe ich das Buch nicht ungern gelesen, aber mir fehlte einfach einiges. Auch die Sprache fand ich tlws. eckig/karg, wie der Zeit von damals angepasst.

    Ich hätte gerne gewusst, was die Mutter und den Trafikanten verbunden hat. Ich hatte erst darauf getippt, es könne sein Vater sein, aber dem war ja nicht so.

    Das Ende hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Ich hätte mir gewünscht, dass Franz zurückgeht/die Trafik übernimmt.
    Auch die Freud-Episode hat mich nicht richtig angesprochen. Das hätte ich mir auch anders vorgestellt, ausführlicher. Ich hätte mir gewünscht, dass es prominenter in die Handlung einbetettet wäre.

    Christine Westermanns Begeisterung kann ich nicht nachvollziehen.

    suzie
    Meine Hobbies:

    (lesen, essen/backen/kochen/reisen/walken (ohne Hund))

  7. Avatar von kamerun
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    AW: BriCom-Lesekreis liest: "Der Trafikant" von Robert Seethaler

    Für mich war das Buch ein wenig enttäuschend. Da ich zu viele Lobeshymnen gelesen hatte,bin ich wohl mit zu hochgespannten Erwartungen daran gegangen, das führt dann leider manchmal zu Enttäuschungen.

    Wie Nordlys empfand ich auch die Handlung als recht simpel und den Stil als hölzern. Die Personen sid mir nicht nahe gekommen, ich habe keine Empathie für sie entwickelt.

    Gut gefallen hat mir der Umgang von Franz mit Freud, so rücksichtsvoll und nachsichtig dem alten Herrn gegenüber, das fand ich fast zärtlich beschrieben. Ansonsten war mir der Junge manchmal zu reif für sein Alter.

    Das abrupte Ende war für mich fast ein Schock. Da ich das Buch auf dem Tolino gelesen habe und überhaupt nicht auf Seitenzahlen geachtet habe, war ich völlig verblüfft, dass es auf einmal zu Ende war. Im Nachhinein war es aber auch stimmig, es war alles gesagt.

  8. Avatar von kamerun
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    AW: BriCom-Lesekreis liest: "Der Trafikant" von Robert Seethaler

    Zitat Zitat von Suzie Wong Beitrag anzeigen


    Das Ende hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Ich hätte mir gewünscht, dass Franz zurückgeht/die Trafik übernimmt.
    suzie
    Ich habe das Ende so verstanden, dass Franz von den Nazis ermordet worden ist. Liege ich damit falsch?

  9. Avatar von saleya
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    AW: BriCom-Lesekreis liest: "Der Trafikant" von Robert Seethaler

    Ich habe es wie du Kamerun verstanden aber das ist was ich diesem Buch ein bisschen vorwerfe. Es gibt ein paar Unklarheiten wie Zb als der Trafikant abgeholt wurde ist es zuerst nicht klar gewesen weil Franz seiner Mutter nichts erzählt und so tut als ob er bald zurückkommen wird. Oder welche Verbindung zwischen dem Trafikant und Franz Mutter? Oder was hatte sich Anezka erwartet als sie am Ende zu der Trafik ging? Hatte sie Gefühle für ihn?

    Für mich zu viele offene Fragen und vor allem fand ich diese Freundschaft zu Freud ein bisschen an die Haare gezogen.

    Trotzdem habe ich es gerne gelesen aber ich muss nicht unbedingt noch was von dem Autor lesen.

  10. Avatar von Lorolli
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    AW: BriCom-Lesekreis liest: "Der Trafikant" von Robert Seethaler

    Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch gegangen und war auch nicht enttäuscht. Die Sprache war meiner Meinung nach der Zeit und den Personen angepasst.
    Ein anderes Ende wäre natürlich schön gewesen, aber so war es wohl realistischer.

    Gut gefallen hat mir die Beschreibung von Wien. Kenne die ganzen Ecken, war in den letzten Jahren oft dort. Auch die Trafik hatte ich vor Augen.

    Glaube aber nicht, dass ich weitere Bücher von ihm lese.
    Viele Menschen treten in dein Leben, aber nur wenige hinterlassen Spuren in deinem Herzen.

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