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  1. Inaktiver User

    Die Frau als Ingenieurin

    Interessanter Artikel im "unispiegel" zum Thema, warum zu wenige Frauen Ingenieurin werden. Denn glaubt man unseren Forumsmännern, wären alle Probleme damit gelöst, wenn nur mehr Frauen Ingenieurin würden (pardon, wenn ich ständig darauf herumreite, die Logik hinter diesem Szenario ist einfach zu lustig).

    u. a. heißt es dort:


    "Frauen sind hauptsächlich dort erfolgreich, wo es keine Männer gibt". Das liege vor allem an den strukturellen Barrieren, die es in der Männerdomäne gibt. Die Kalkulation ist simpel: Chefs - meistens Männer - befördern Mitarbeiter, die ihnen ähnlich sind. Also auch Männer. Die, im Optimalfall, eine Frau zur Seite haben, die ihnen den Rücken freihält.

    In einer Beziehung, in der beide berufstätig sind, hat eine Frau deshalb nie dieselben Chancen. Ein schwacher Trost: Männer, die Zeit für ihre Familie aufbringen oder ihren Hobbys nachgehen, spielen bei Beförderungen eine ebenso unbedeutende Rolle. "Solange die Frauen spüren, dass sie nicht willkommen sind, lassen Sie sich nicht in Ingenieurberufe locken", meint Haffner. Schließlich hätten Frauen ein feines Gespür dafür, ob sie willkommen seien oder nicht.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...475511,00.html


    Meine Rede: die Männer sind an allem schuld.

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    AW: Die Frau als Ingenieurin

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Interessanter Artikel im "unispiegel" zum Thema, warum zu wenige Frauen Ingenieurin werden. Denn glaubt man unseren Forumsmännern, wären alle Probleme damit gelöst, wenn nur mehr Frauen Ingenieurin würden (pardon, wenn ich ständig darauf herumreite, die Logik hinter diesem Szenario ist einfach zu lustig).

    u. a. heißt es dort:


    "Frauen sind hauptsächlich dort erfolgreich, wo es keine Männer gibt". Das liege vor allem an den strukturellen Barrieren, die es in der Männerdomäne gibt. Die Kalkulation ist simpel: Chefs - meistens Männer - befördern Mitarbeiter, die ihnen ähnlich sind. Also auch Männer. Die, im Optimalfall, eine Frau zur Seite haben, die ihnen den Rücken freihält.

    In einer Beziehung, in der beide berufstätig sind, hat eine Frau deshalb nie dieselben Chancen. Ein schwacher Trost: Männer, die Zeit für ihre Familie aufbringen oder ihren Hobbys nachgehen, spielen bei Beförderungen eine ebenso unbedeutende Rolle. "Solange die Frauen spüren, dass sie nicht willkommen sind, lassen Sie sich nicht in Ingenieurberufe locken", meint Haffner. Schließlich hätten Frauen ein feines Gespür dafür, ob sie willkommen seien oder nicht.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...475511,00.html


    Meine Rede: die Männer sind an allem schuld.

    Ach Bellavita,

    jetzt lockst Du mich mit diesem interessanten Strantitel hierher und was finde ich vor? Den Spiggl als Quelle...ach herrje...

    Wenn Augstein wüsste was aus seinem "Kind" geworden ist, er würde im Grabe rotieren. Naja, vielleicht auch nicht, wer weiss das schon.

    Oh zum Thema hätte ich auch noch was:

    http://www.faz.net/s/RubC369C1C69080...~Scontent.html

    Der geringe Frauenanteil in den Ingenieurswissenschaften ist ein Problem des deutschsprachigen Raums (DACH). Also wenn überhaupt, dann müsste Deine These lauten "Die deutschsprachigen Männer sind an allem schuld" Aber das wäre wohl schon zuviel der Differenzierung.

    Zumal es ja auch gar nicht stimmen würde

    Obwohl, wenn ich es mir recht überlege...Man liest ja doch jeden Tag in der Zeitung, das männliche Maschinenbaustudenten so einem vorwitzigen Blaustrumpf, die sich in die Ing-Fakultät getraut hat, den Rock über den Kopf zusammengebunden und dann mit Schimpf und Schande aus den heiligen Hallen der Zahnräder und des Diskettenfetts verjagt haben

    Ja ja, so ist das wohl...Aber Rettung naht, wenn man der FAZ Glauben schenken mag: Temperamentvolle Ingenieurinnen aus dem mediterranen Raum werden den pickeligen, geschlechtsdünkelnden deutschen Jung-Ingenieuren schon handfest zeigen, wie das mit dem Carnot-Kreisprozess so funktioniert, keine Angst.

    Und die deutsche Frau kann wieder ganz beruhigt im Frauenbuchladen mit ihresgleichen über die abgrundtiefe Schlechtigkeit der Männer klagen und dabei Topflappen häkeln



    P.S. Extra für Dich: Der Hofnarr war seinerzeit eine wichtige Institution am Hofe, konnte er doch den hochwohlgeborenen Prinzessinnen (und Prinzen) als einziger sagen was Sache ist. Till Eulenspiegel ist wohl der berühmteste dieser Profession.

    Mir erschien der Nickname einfach passend für dieses Forum, weiss auch nicht mehr warum

    Die für mich wohl beste filmische Darstellung eines Hofnarrs (und mein Nick-Namenspatron) lieferte übrigens Woody Allan in seinem Film "Was sie schon immer über Sex wissen wollten, aber nie zu fragen wagten"...Hach, herrlich anzusehen (auch die anderen Episoden)...aber was schreibe ich...kennst Du den Film überhaupt?

  3. Inaktiver User

    AW: Die Frau als Ingenieurin

    Zitat Zitat von Hofnarr
    P.S. Extra für Dich: Der Hofnarr war seinerzeit eine wichtige Institution am Hofe, konnte er doch den hochwohlgeborenen Prinzessinnen (und Prinzen) als einziger sagen was Sache ist. Till Eulenspiegel ist wohl der berühmteste dieser Profession.

    Mir erschien der Nickname einfach passend für dieses Forum, weiss auch nicht mehr warum
    Soviel der Ehre für mich, das rührt mich geradezu. Aber spar dir die Mühe: Ein Narr bleibt ein Narr, ob bei Hofe oder nicht.

    Und jetzt willst DU uns - den erbsengeplagten modernen Prinzessinnen - zeigen, wo die Harke hängt?

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    AW: Die Frau als Ingenieurin

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und jetzt willst DU uns - den erbsengeplagten modernen Prinzessinnen - zeigen, wo die Harke hängt?
    Na, die hängt im Schuppen, gleich neben dem Spaten. Oder hast Du sie etwa nach der Gartenarbeit vorhin nicht wieder dort hingehängt? Wenn nicht, bin ich schmollig und der Nachtisch fällt heute aus.




  5. Inaktiver User

    AW: Die Frau als Ingenieurin

    Meine Rede: die Männer sind an allem schuld.
    Die Frauen, die das im persönlichen Gespräch mit mir so geäussert haben, musste ich allesamt als fachlich inkompetent und/oder nicht durchsetzungsfähig einstufen.

    "Frauen sind hauptsächlich dort erfolgreich, wo es keine Männer gibt". Das liege vor allem an den strukturellen Barrieren, die es in der Männerdomäne gibt. Die Kalkulation ist simpel: Chefs - meistens Männer - befördern Mitarbeiter, die ihnen ähnlich sind. Also auch Männer. Die, im Optimalfall, eine Frau zur Seite haben, die ihnen den Rücken freihält.
    Stimmt bedingt - mein AG steht sicher in der geheimen Top 100 der frauenfeindlichen Unternehmen in Deutschland recht weit oben.
    Auf der anderen Seite lassen sich einige meiner Kolleginnen auch Sachen bieten, dass man echt nur mit dem Kopf schütteln kann.

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    AW: Die Frau als Ingenieurin

    Jetzt hatte ich doch geglaubt, eine ernsthafte Diskussion zu dem Thema vorzufinden, aber Fehlanzeige.
    Na ja, kein Wunder. Denn die Titelwahl hat eigentlich schon innere Ablehnung bei mir hervorgerufen.
    Da ich selbst zu dieser Berufsspezies gehöre, möchte ich mal so ein bißchen mit diesen ganzen Klischees und Halbwahrheiten aufräumen.
    Ich finde es völlig daneben, Frauen den Ingenieurberuf zu empfehlen, weil sich da ja so unheimlich viel Geld verdienen läßt. Dem ist nämlich gar nicht so. Das durchschnittliche Ing-Gehalt liegt bei 4300 Euro brutto (bei Frauen: 3500 Euro). Das ist nicht deutlich mehr als ein Facharbeiter mit großer Berufserfahrung im Metallbereich verdient. Nur mit dem Unterschied, daß dem Ing.beruf ein Studium von durchschnittlich 12 Semestern vorausgeht. Ingenieurwissenschaften zählen mit zu den härtesten Studienfächern. Die Leistungsnachweise werden überwiegend über Klausuren erbracht. Es sind diverse studienbegleitende Praktika zu absolvieren. Neben der Fähigkeit, abstrakt, strukturiert und dreidimensional denken zu können, wird von Ingenieursstudenten ein hohes Maß mathematischer Kenntnisse verlangt. Des weiteren ist es von Vorteil, wenn man praktische Kenntnisse in den unterschiedlichen maschinellen und manuellen Arbeitstechniken besitzt.
    Nicht vergessen möchte ich einige meiner Professoren, bei denen es für mich besser war, auf dem Klausurblatt meinen Vornamen nicht auszuschreiben.
    Das alles, was ich zuvor beschrieben habe, wird der Grund sein, daß viele Frauen lieber Fächer belegen, in denen die sog. Soft-Skills gefragt sind und nicht die harten Fakten.

    Ich sehe das Problem, warum Frauen in den Ingenieurwissenschaften unterrepräsentiert sind, auch noch ganz wo anders:
    Meistens werden sie als Mädchen von klein auf in die typische Frauenrolle gepreßt. Statt technischem Spielzeug gibt es Puppen und oftmals leben die Eltern auch die klassische Rollenverteilung ihren Kindern vor. Papa wechselt die Reifen und repariert das Fahrrad, Mama kocht, wäscht, putzt.

    Die üblichen Vorurteile gegen Frauen und Technik sind tief in der Gesellschaft verwurzelt und tun ihr übriges.

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    AW: Die Frau als Ingenieurin

    Zitat Zitat von golfsuse
    Meistens werden sie als Mädchen von klein auf in die typische Frauenrolle gepreßt.
    Von wem?

    Das ist deswegen interessant, weil (wie auch hier in Beitrag #1 zu lesen) für Feministinnen immer und überall der Mann schuld ist.

    Kannst Du bestätigen, dass es die Väter sind, die ihren Töchtern den Technikbaukasten (Geschenk der Mutter mühsam vom zurückgelegten Haushaltsgeld erspart) aus den Händen reissen und ihr stattdessen Barbies geben?

    Oder sind es die Mütter, die ihre Töchter unbedingt in rosa Satinkleidchen und Ballerinas stecken und mit adretter Friseur nur in der Ecke sitzen lassen möchten, weil beim rumtoben würde ja das Kleid schmutzig?

    Zitat Zitat von golfsuse
    Die üblichen Vorurteile gegen Frauen und Technik sind tief in der Gesellschaft verwurzelt und tun ihr übriges.
    Das sind dann aber Vorurteile die es so wohl nur in DE und AT gibt, in anderen Ländern ist die Quote der Frauen in technischen Berufen sehr viel höher.

    Wie kommt das?

    Sind deutsche Professoren und Ausbilder lauter alte sexistischen Säcke mit verknöchertem Weltbild?



  8. Inaktiver User

    AW: Die Frau als Ingenieurin

    Ich stimme unserem Hofnarren zu.

    Bin selbst Naturwissenschaftlerin und hatte während des Studiums gerade mal einen sexistischen Professor auszusitzen.
    So what?

    Vom rumjammern wird die Welt auch nicht besser.
    Die Kraft brauche ich zum durchsetzen meiner Ziele.

  9. User Info Menu

    AW: Die Frau als Ingenieurin

    Zitat Zitat von golfsuse
    Nicht vergessen möchte ich einige meiner Professoren, bei denen es für mich besser war, auf dem Klausurblatt meinen Vornamen nicht auszuschreiben.
    Da fühle ich mich ziemlich direkt angesprochen und halte das für eine dreiste Unterstellung. Ich arbeite an einem Ingenieurwissenschaftlichen Unilehrstuhl und weiß, wie das mit dem Klausurkorrigieren läuft.

    Und wenn du meinst, die Profs machen das und vergeben ob eines weiblichen Vornamens schlechtere Noten, bist du auf dem Holzweg.

    Korrigieren tun die Assistenten. Meist Doktoranden. Ich selbst habe schon so einiges an Klausuren korrigiert und lasse mir von dir nicht einreden, dass ich dabei Frauen schlechter behandelt hätte.

    Und was deine verhassten sexistischen Profs angeht: Die bekommen von den Assistenten nur eine Liste wer wieviele Punkte bekommen hat, machen dann einen Notenspiegel und lassen die Scheine drucken und Ergebnisliste veröffentlichen.

    Neenee, wenn du bei einer Klausur durchgefallen bist, dann musst du dazu stehen, dass du nicht ausreichend vorbereitet warst. Rede dich da nicht auf sexistische Benachteiligung durch die Profs raus.

  10. User Info Menu

    AW: Die Frau als Ingenieurin

    Bin selbst Naturwissenschaftlerin und hatte während des Studiums gerade mal einen sexistischen Professor auszusitzen.
    Ich keinen. Bei einigen Assistenten liess sich im Gegenteil ein Mädchenbonus feststellen

    Bleibt trotzdem die Frage:
    in anderen Ländern ist die Quote der Frauen in technischen Berufen sehr viel höher.

    Wie kommt das?
    Ich sehe eine mögliche Erklärung in den längeren Ausbildungszeiten in Deutschland. Aber den Effekt in seinem ganzen Ausmass erklärt das wohl auch nicht.
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


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