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    AW: Corona-Eltern: Wo bleibt der Frauenstreik?

    Zitat Zitat von schlaucher Beitrag anzeigen
    So ein Bullshit. Du weißt, was Nannys in Vollzeit kosten?

    Abgesehen davon durften die während des Shutdowns gar nicht zu den Familien kommen. Genauso wie sämtliche Nachhilfelehrer o.ä., denen man das Homeschooling hätte übertragen können.
    Der Shutdown dauerte aber nicht bis heute.

    Also langsam.....

    Wer eine Vollzeitarbeit hat und 10 Tsd im Monat verdient, und ein Kind hat, der hat eh immer Zeitprobleme...
    Mit 10 Tsd. Arbeitet man auch nicht in der Arbeiterriege, die entsprechend Ausfälle hat und Existenzangst hat.

    Wir hatten übrigend nur nachmittags damals ein Kindermädchen für unsere Kids.
    Chaos
    .................................................. ....................
    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)

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    AW: Corona-Eltern: Wo bleibt der Frauenstreik?

    Ich weiß, dass die Nanny meines Ex Chefs als Angestellte trotz Lockdown ganz normal ihrer Arbeit nachging.

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    AW: Corona-Eltern: Wo bleibt der Frauenstreik?

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Der Shutdown dauerte aber nicht bis heute.
    Die Schulen sind weiterhin nicht im Regelbetrieb. Ende nicht absehbar. Also Vollzeitbetreuung mit Befähigung zum Home Schooling nötig.

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Wer eine Vollzeitarbeit hat und 10 Tsd im Monat verdient, und ein Kind hat, der hat eh immer Zeitprobleme...
    Nein, der hat normalerweise Schule, Kita, Hort zur Betreuung.

    Wenn eine Familie 10 Ts verdient, dann hat sie ca. 5 bis 6 Ts netto. Was verdient eine Nanny in Vollzeit? 3000? Plus Lohnnebenkosten, bezahlter Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall...

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Mit 10 Tsd. Arbeitet man auch nicht in der Arbeiterriege, die entsprechend Ausfälle hat und Existenzangst hat.
    Ausfälle und Existenzangst gibt es jetzt in allen Schichten der Gesellschaft, je nach Branche. Automobilindustrie, Lufthansa, Werbung, Kultur...

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    AW: Corona-Eltern: Wo bleibt der Frauenstreik?

    Ich les Brigitte zwar nicht wirklich, aber dieser Artikel hat es sehr auf den Punkt getroffen. Einen zweiter Lockdown wird für manche Familien fatal enden. Selbst wenn es den privilegierten mit Haus, Garten und Alleinverdienermodell dabei ganz gut ergeht, andere werden da unter den Tisch fallen.
    Wir werden uns monatelange Schließungen und den Betreuungsengpass nicht leisten können. Die Miete kann nicht von einem Einkommen bezahlt werden. Es ist nunmal so, dass mein Mann weder reich geerbt hat, noch in einem extrem gut bezahltem Job arbeitet. Unsere 3-Zi Wohnung ohne Balkon und Garten ist durchschnittlich bepreist, übersteigt aber den Rahmen für normale Angestellte. Weiter raus aufs Land ziehen haben wir schon probiert, dank Corona sind die Mieten nochmal so stark angehoben, das die Wohnungen selbst mit 4h täglichem Pendelweg genauso teuer wären wie unsere Wohnung jetzt. Fakt ist, HomeOffice ersetzt keine Kinderbetreuung, es hat uns ausgebrannt bis aufs Mark. Wir haben es mit unseren 2 Kindern versucht und knabbern noch immer an den körperlichen Folgen durch diesen massiven Stress. Es gab keine Lohnfortzahlung oder Lohnersatz, auch Kurzarbeit gab es bei uns nicht. Das Bedeutet für uns mit 2 Kleinen Kindern, wenn einer nicht Arbeitet fällt ein Gehalt komplett weg, vielleicht für Monate. Von einem Gehalt können wir gerade mal die Miete und das Auto bezahlen. So ein großes Puffer besitzen wir nicht mehr und auch Kinder müssen ab und an mal was essen...

    Nanny haben wir überlegt, aber ihr Stundenlohn übersteigt den unseren um etwa das doppelte. Mein Mann hat schon überlegt umzuschulen und "Tagesvater" zu werden, aber für die kurzfristige Umschulung braucht man auch erstmal Zeit/Qualifikation.

    Wohlgemerkt wir sind unter normalen Bedingungen bei weitem nicht arm. Mit 2 Gehältern kamen wir immer sehr gut über die Runden, auch wenns oft stressig und hektisch war ging es ganz gut. Aber die KiTa war für uns 4,5 Monate zu, dann war sie zwar 4 Wochen vor dem Urlaub offen, aber da waren beide Kinder nur an 7 Tagen insgesamt betreut. Da wurde die kleine öfter mal heim geschickt, weil sie 3mal im Morgenkreis niesen musste. Arbeiten war da Fehlanzeige. Jetzt sind beide Einrichtungen erstmal 5 Wochen im Urlaub. Also haben wir dank 2mal Influenza bei den Kids am Anfang des Jahres seit Januar bis zum 1. September gerade mal 3 Monate Betreuung. Mag ja kein Problem sein, wenn man das zweite Gehalt nicht unbedingt zum Leben braucht oder sich eine Nanny leisten kann. Für uns ist es ein Kraftakt den wir nicht mehr länger stemmen werden können.

    Vielleicht war es naiv von uns zu glauben das mit dem Anspruch auf KiTa-Platz die Vereinbarkeit irgendwie gelöst wäre. Vielleicht war es ein Fehler unser Lebensmodell auf Gleichberechtigter Partnerschaft aufzubauen, wo wir beide gleich viel verdienen und dieselbe Familienarbeit leisten. Mein Mann war genauso lange in Elternzeit wie ich, er ging mehr noch in Teilzeit als ich. Aber ich glaube nicht das wir in all diesen Punkten seit der Geburt unseres Kindes wirklich eine andere Wahl gehabt hätten. Die Wohnung war die einzige die wir nach 50 Besichtigungen bekommen haben, weil ich eben schon hochschwanger war und wir in der 20qm Einraumwohnung nicht bleiben konnten. Nach 4 Jahren verzweifelter Suche nach bezahlbarem Wohnraum sind die Mieten auf einem Niveau bei dem mir nur noch schlecht wird, wenn ich das mit meinem Gehaltszettel vergleiche.
    Mein Mann ist die Liebe meines Lebens und ich habe NIE danach geschaut oder darüber nachgedacht ob er genug Geld hat oder geerbt hat um uns zu ernähren damit ich mir meine Babyjahre genießen kann. Ich habe die Babyzeit nie komplett eingefordert, sondern vielmehr einen Teil davon meinem Mann geschenkt, der es aufrichtig liebt Vater zu sein. Ich habe nicht gemurrt in VZ zu arbeiten um die Familie auch mit zu ernähren, damit die Kinder mal ein Instrument lernen können oder wir auch mal in den Urlaub fahren können.

    Aber es KOTZT mich einfach nur an, das es für uns unmöglich wird über die Runden zu kommen. Trotz guter Jobs, aber hauptsächlich WEIL wir BEIDE Arbeiten wollen/müssen. Die Mieten, die Kalte Progression, meinetwegen, aber dann ermöglicht doch wenigstens ein Mindestmaß an Vereinbarkeit. Wie soll das denn gehen? Wenn man keine Verwandten in der Nähe, ein Eigenheim mit Garten, Erspartes oder Alternativen im Umfeld hat? Ich würd ja mittlerweile überall anders wohnen, wenn da das Verhältnis von Einkommen und Lebenskosten stimmt, aber dort wo es passt finden wir keine Jobs und auch dort sind wir schlichtweg zu "spät" dran, weil Neuvermietungen oft die Einkommensscheren vom Mindestlohn überschreiten. Ich bin mir nicht zu schade auch putzen zu gehen oder einen miesen Job zu machen, das hab ich Jahrelang gemacht, aber davon kann man mittlerweile nirgendwo mehr ohne Staatshilfen und Sozialwohnungen leben. Außerdem wozu hab ich dann eigentlich studiert? Wozu dann Jahrzehntelange Erfahrungen und Kompetenzen gesammelt, um sie über den Haufen zu schmeißen, weil ein paar Greise der Meinung sind "Mutti schafft das schon?" und das halbe Land noch immer dahinter steht?

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