Antworten
Seite 2 von 6 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 54
  1. User Info Menu

    AW: Corona-Eltern: Wo bleibt der Frauenstreik?

    Ich frage mich ja eher, ob das ganze nicht eher so ein Problem der privilegierten Mittelschicht ist. Wenn ich zu dem Thema Berichte im Fernsehen gesehen habe, dann wurden da immer Frauen und ihre Familien im schicken Einfamilienhaus gezeigt. Da durfte dann die Marketing-Managerin rumjammern das nun vieles an ihr hängenbleibt und eine Frau ist da sogar in Tränen ausgebrochen. Da hielt sich mein Mitleid aber doch stark in Grenzen.
    Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren.

    von Sascha Lobo

  2. User Info Menu

    AW: Corona-Eltern: Wo bleibt der Frauenstreik?

    Zitat Zitat von FrauKeks Beitrag anzeigen
    Auch hier wieder die Frage - warum sollen da nur die Frauen streiken?
    Wurde dieses Frauen- und Männergedöns bei uns in den westlichen Ländern nicht bald todgeritten? Hat man vielleicht auch mal an Frauen gedacht, die den Job zu Hause und mit den Kindern nicht einfach sehr, sehr, sehr gern machen und nichts dabei finden, dass ihr Mann eben weniger im Haushalt und um die Kinder herum macht?

    Das ist Emanzipation und echte Freiheit: Das zu tun, was man will und nicht was andere von einem erwarten.

  3. User Info Menu

    AW: Corona-Eltern: Wo bleibt der Frauenstreik?

    Nun ja, Cara, dann hätte man das Unterhaltsrecht nicht ändern dürfen. Dann hätte man beim alten Recht bleiben müssen, wer heute Hausfrau wird tut das auf eigenes Risiko.

    Und die Hausfrauen, die über Rentenversicherung, gezahlt vom Ehemann, abgesichert sind bzw irgendwelche Eheverträge haben kannst du mit der Lupe suchen.

    Wir verlangen ja auch von jedem erfolglosen Künstler, dass er seinen Lebensunterhalt irgendwie finanziert, bevor er Unterstützung bekommt. Warum sollte die Allgemeinheit Hausfrauen finanzieren, wenn die Ehe scheitert?

  4. User Info Menu

    AW: Corona-Eltern: Wo bleibt der Frauenstreik?

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Hat man vielleicht auch mal an Frauen gedacht, die den Job zu Hause und mit den Kindern nicht einfach sehr, sehr, sehr gern machen und nichts dabei finden, dass ihr Mann eben weniger im Haushalt und um die Kinder herum macht?
    Warum sollten die streiken?

  5. User Info Menu

    AW: Corona-Eltern: Wo bleibt der Frauenstreik?

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Das ist Emanzipation und echte Freiheit: Das zu tun, was man will und nicht was andere von einem erwarten.
    Nein, in einer Familie kann eben nicht immer jeder das tun, was er will. Gerade jetzt zu Coronazeiten ist das völlig realitätsfremd. Mein Sohn bekommt keine Notbetreeung, da wir nicht beide in systemrelevanten Berufen arbeiten. Also habe ich meinen einen Job, der sowieso nur ein Minijob war, quasi verloren. Auch die Selbständigkeit musste ich stark zurückfahren bzw. momentan gibt es da wenig Nachfrage. Da mein Sohn noch auf unbestimmte Zeit daheim ist bzw. die Schule noch nicht regulär öffnet, verdiene ich momentan kaum Geld und muss mir KV- und RV-Beiträge von meinem Mann zahlen lassen. Er ist allerdings auch Angestellter in Vollzeit.
    In so einer Situation kann ich die Jobsuche vergessen.

    Es gibt auch einen Vorteil: Ich habe keinen Zeitdruck und genug Zeit für Familie, Beschulung und Haushalt. Aber "Freiheit" und "Emanzipation" nenne ich das nicht.

  6. User Info Menu

    AW: Corona-Eltern: Wo bleibt der Frauenstreik?

    Zitat Zitat von Brombeerkatze1 Beitrag anzeigen
    Sehe ich ganz genau so - und Frauen mal wieder in der Opferrolle - ...
    Eben die moderne Frauenrolle, die auch hier gerne unterstützt wird...

    Ich finde es gut, dass hier einige Frauen das klar sagen, wie unnötig so ein Klischee gefüttert wird, auch durch den Artikel.
    Chaos
    .................................................. ....................
    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)

  7. User Info Menu

    AW: Corona-Eltern: Wo bleibt der Frauenstreik?

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    I in Deutschland ist das Frauen- und Mütterbild sehr konservativ, es werden politisch auch keine gegenteiligen Anreize geschaffen.
    Hier sehe ich auch das Hauptproblem. Es gibt zwar viele Familienhilfen, viele davon irgendwann mal als "Wahlgeschenk" geboren, alles zusammen schlecht koordiniert und mies bis gar nicht aufeinander abgestimmt, teilweise widersprüchlich, das gesamte Paket gehört schon längst ausgemistet und neu strukturiert.

    Und im Kern davon müsste meiner Meinung nach der Wechsel vom Ehegattensplittung auf Familiensplitting erfolgen. Das wäre eine klare Aussage und ein glaubwürdiges Signal.

    Nicht nur, dass das dann auch mal eine konsequente Anerkennung und Entlastung für Alleinerziehende wäre, das ganze hätte z.B. auch für die vielen Ehefrauen, die geringfügig hinzuverdienen einen psychologischen Effekt, dass sie nämlich mehr Netto hätten, was ganz klar eine Motivationshilfe wäre.

    Es wird nicht passieren, dass sich die Mentalität bei uns ändert, und die Gesetze sich danach richten werden. Es kann nur umgekehrt erfolgen. Zumindest war in den letzten Jahren die Gesetzgebung in dem Bereich der Mentalität voraus und die Mentalität zockelt dann aber hinterher, wenn sie sieht, es geht auch anders und es ist vielleicht gar nicht mal schlecht.

    Beispiel: Reform des Unterhaltsrechtes. In der Konsequenz der (theoretischen)
    Gleichstellung der Geschlechter nur konsequent, das Ehegattensplitting ist dazu aber eine diametral entgegengesetzte Förderung eines Lebensmodels, das die - allermeist Frauen - in die Unterhaltsfalle tappen lässt. So lange diese Förderung der "Hausfrauenehe" immer noch Kern unseres Familienbildes ist, wird es nicht vollständig in die Mentalität durchdringen, dass die Ehe in ihrem Selbstverständnis als sozial-finanzielle "Hängematte" ausgedient hat und jede Frau (natürlich auch jeder Mann, aber ich glaube, denen ist das eher bewusst) ihr eigenes privates Risiko trägt, wenn sie sich drauf einlässt, ohne entsprechend ein Vertragswerk einzufordern, das äußerst unromantisch ist.


    Wenn sich die Politik konsequent auf Familienförderung ausrichten würde, dann gäbe es eine konsequente Familienförderung und strikt keine Förderung der "Hausfrauenehe" mehr mit ein bißchen Familienbeiwerk drumrum. Gut für die, die sich die Hausfrauenehe nicht leisten können, oder nicht mal einen Partner haben, der zum Familieneinkommen beitragen würde.

    Dann müsste auch niemand streiken, jedenfalls nicht deshalb. Blieben dann immer noch die fragwürdigen politischen Entscheidungen, dass Freizeitparks vor Schulen öffnen dürfen - aber das wäre ein anderer Strang.
    Geändert von Amelie63 (14.06.2020 um 10:15 Uhr)
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  8. Inaktiver User

    AW: Corona-Eltern: Wo bleibt der Frauenstreik?

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Nein, in einer Familie kann eben nicht immer jeder das tun, was er will. Gerade jetzt zu Coronazeiten ist das völlig realitätsfremd. Mein Sohn bekommt keine Notbetreeung, da wir nicht beide in systemrelevanten Berufen arbeiten. Also habe ich meinen einen Job, der sowieso nur ein Minijob war, quasi verloren. Auch die Selbständigkeit musste ich stark zurückfahren bzw. momentan gibt es da wenig Nachfrage. Da mein Sohn noch auf unbestimmte Zeit daheim ist bzw. die Schule noch nicht regulär öffnet, verdiene ich momentan kaum Geld und muss mir KV- und RV-Beiträge von meinem Mann zahlen lassen. Er ist allerdings auch Angestellter in Vollzeit.
    In so einer Situation kann ich die Jobsuche vergessen.

    Es gibt auch einen Vorteil: Ich habe keinen Zeitdruck und genug Zeit für Familie, Beschulung und Haushalt. Aber "Freiheit" und "Emanzipation" nenne ich das nicht.
    Hätte das nicht auch einem Mann, hier in diesem Falle einem Familienvater passieren können?

    Meiner Meinung nach gehört die Zukunft schon lange dem Modell: es wird gewechselt.
    Frauen und Männer wechseln sich ab.

    Was ich nur nicht verstehe ist: wieso wird die reine Elternzeit mit Kleinkindern so als verlorene Zeit betrachtet?
    Das ist doch auch Lebensqualität?

    Den Mut sollten meiner Meinung nach Eltern immer behalten.
    Nicht aus Angst immer bei einem Job hängen bleiben der eben Broterwerb ist.

    Das Leben hat auch immer was mit den eigenen Ansprüchen und Ansichten zu tun.
    Nur so kann man Weichen stellen.

    Wo und wie sollen Frauen denn streiken?

    Ich glaube ehrlich gesagt momentan überwiegt die Angst um die Kinder. Um deren Zukunft, denn die ganzen Betreuungsmodelle sind ja jetzt sehr fragil, Opa und Oma fallen auch aus...jedenfalls offiziell, inoffiziell sind ja doch viele da.

    Es wird hier oft negiert: aber, die Umstände spielen schon eine große Roll.

  9. User Info Menu

    AW: Corona-Eltern: Wo bleibt der Frauenstreik?

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Und im Kern davon müsste meiner Meinung nach der Wechsel vom Ehegattensplittung auf Familiensplitting erfolgen. Das wäre eine klare Aussage und ein glaubwürdiges Signal.

    Nicht nur, dass das dann auch mal eine konsequente Anerkennung und Entlastung für Alleinerziehende wäre, das ganze hätte z.B. auch für die vielen Ehefrauen, die geringfügig hinzuverdienen einen psychologischen Effekt, dass sie nämlich mehr Netto hätten, was ganz klar eine Motivationshilfe wäre.
    Das verstehe ich nicht.

    Familiensplitting würde Alleinerziehende mit einbeziehen.
    Aber der Ehegatte würde doch genauso einbezogen. Familiensplitting umfasst doch Ehegattensplitting, und erweitert das nur.

  10. User Info Menu

    AW: Corona-Eltern: Wo bleibt der Frauenstreik?

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Ich fasse meine Meinung ganz kurz zusammen: in Deutschland ist das Frauen- und Mütterbild sehr konservativ, es werden politisch auch keine gegenteiligen Anreize geschaffen.
    Für andere Lebensmodelle als das konservative fehlen in Deutschland die Vorbilder, das sagt die Genderforschung. Ohne Vorbilder wird sich nichts ändern,
    Sehe ich genauso.

Antworten
Seite 2 von 6 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •