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Thema: Maria 2.0

  1. Avatar von Stadtvogel
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    AW: Maria 2.0

    Ich würde gerne meine (schnell dahingeschriebene) Formulierung, dass Priester nicht dem Strafrecht unterliegen, korrigieren, damit die Diskussion nicht abdriftet. Saily hat recht, es gibt keine Ausnahmen vor der Strafverfolgung für Priester. Erschreckend hier jedoch ist, dass von Seiten der Kirche bislang keine Maßnahmen ergriffen werden, z. B. Anzeigen, um die ungeheuren Vorwürfe durch die Justiz klären zu lassen. Diese Blockadehaltung und Aufklärungsverweigerung ist das, was so unerträglich ist.

  2. Avatar von Holzkante
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    AW: Maria 2.0

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Äh, aber genau das ist strafbar. Die Behauptung von Stadtvogel, dass Kirchenangehörige nicht dem Strafrecht unterliegen ist einfach falsch. Ich denke, wir sollten hier schon auf der Grundlage von Fakten diskutieren.
    Dass es immer wieder Menschen, auch in Institutionen gibt, die sich dem Strafrecht und anderen Gesetzen entziehen ist sicherlich Fakt, dennoch ist ein solche Verhalten schlicht - ungesetzlich.
    ...
    Wo sind denn dann die Strafanzeigen gegen die Bischöfe und andere Amtsträger, die Vergewaltiger im Priesteramt nicht angezeigt, sondern lediglich versetzt haben?
    „Unser Wähler hat etwa das Hirn eines 14-jährigen.“

    Harved Wöhrmann, AfD, zur Begründung seines Antrags an den Landesparteitag Rheinland-Pfalz im
    Dezember 2017, künftig AfD-„Botschaften“ mit 20 Prozent Text und 80 Prozent Bildern zu veröffentlichen.

  3. Inaktiver User

    AW: Maria 2.0

    Zitat Zitat von Holzkante Beitrag anzeigen
    Wo sind denn dann die Strafanzeigen gegen die Bischöfe und andere Amtsträger, die Vergewaltiger im Priesteramt nicht angezeigt, sondern lediglich versetzt haben?
    Wenn es keine Anzeigen gibt (zum Beispiel wegen Vertuschung einer Straftat o.ä.) dann war es ggf. zu dem Zeitpunkt oder ist es heute auch nicht strafbar oder es ist verjährt.
    Ansonsten kann jeder, auch Du, eine Ánzeige erstatten, wenn ein Verdacht der Straftat besteht.

    Müssen wir wirklich darüber diskutieren ob Angehörige der Kirchen genau so strafbar sind wie andere Bürger dieses Landes auch?

  4. Avatar von Holzkante
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    AW: Maria 2.0

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Müssen wir wirklich darüber diskutieren ob Angehörige der Kirchen genau so strafbar sind wie andere Bürger dieses Landes auch?
    So lange sie nicht genauso behandelt werden, ist das m. E. ein Thema, das an Aktualität nicht verlieren sollte. Deshalb gehört zu den Forderung der Frauen von Maria 2.0 ja auch:
    • kein Amt mehr für diejenigen, die andere geschändet haben an Leib und Seele oder diese Taten ge-duldet oder vertuscht haben
    • die selbstverständliche Überstellung der Täter an weltliche Gerichte und uneingeschränkte Koopera-tion mit den Strafverfolgungsbehörden
    „Unser Wähler hat etwa das Hirn eines 14-jährigen.“

    Harved Wöhrmann, AfD, zur Begründung seines Antrags an den Landesparteitag Rheinland-Pfalz im
    Dezember 2017, künftig AfD-„Botschaften“ mit 20 Prozent Text und 80 Prozent Bildern zu veröffentlichen.

  5. Avatar von bunte-Kuh
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    AW: Maria 2.0

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Dem schließe ich mich an, denn mit diesem Argument wird der Schwarze Peter denen zugeschoben, die sich nicht mehr alles gefallen lassen wollen.

    So wird beispielsweise bei Streiks von Pflegepersonal in Krankenhäusern und Altenheimen oder bei Streiks von Ärzten argumentiert: "hach, die armen Alten und Kranken können ja so garnichts dafür, aber ihr Pösen lasst sie jetzt durch euren Streik hängen".

    Einfach nur schäbig, berechtigte Forderungen derart abzutun ! ...
    Und nu?! - Ich kann die Kommunionkinder doch nicht hängen lassen, die in zwei Wochen zur Erstkommunion gehen.

    Was die Missbrauchsfälle und deren Folgen für die Täter angeht: das ist weniger meine Baustelle, da sollen sich andere Instanzen drum kümmern.

    Aber in meinem Fall ärgert es mich nach wie vor maßlos, daß Frauen bereits in der Bibel "rausgeschrieben" wurden und bei uns Katholen nach wie vor keine Rolle spielen - außer als Hure (Maria Magdalena), als Mutter Gottes (geht's noch?) oder als Märtyrerin (wisst ihr, wie elend die heilige Barbara ums Leben kam?).

    Das geht einfach nicht. Nicht mehr.

    Und genau so wenig geht es, daß jemand, der im Zölibat lebt, ein Brautpaar vermählen oder Kinder taufen kann, wenn er weder von der Ehe, noch von der Herausforderung, die der daraus entstehende Nachwuchs stellt, aus eigener Erfahrung Ahnung hat.

    So gesehen wäre ich gern lieber evangelisch als katholisch, fürs erste.

  6. Avatar von elli07
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    AW: Maria 2.0

    Es ist unstrittig, dass auch kirchliche Mitarbeiter der Strafverfolgung nach dem Gesetz unterliegen. Fakt ist aber, dass kirchliche Institutionen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bei den Missbrauchsfällen nicht ordentlich unterstützen bzw. Akteneinsicht verwehren.

    In anderen Fällen wird die Staatsanwaltschaft bei solchem Agieren Verdächtiger von sich aus aktiv und nimmt Hausdurchsuchungen vor. Im Fall der Kirchen passiert das nicht. Da frage ich mich denn doch warum.

    Ich denke, die "Macht" der Kirchen reicht weiter in unsere Gesellschaft hinein als uns lieb ist.

    Die Anti-Abteibungsdebatte in den USA wird von evangelikalen Christen unterstützt, in Polen ist die katholische Kirche an vorderster Front dabei.

    Ich habe ab und an das Gefühl, dass unser säkularer Staat zunehmend "attackiert" wird, u.a. auch erkennbar an den Angriffen, denen sich Ärztinnen und Ärzte ausgesetzt sehen, die (legale!) Abtreibungen in ihren Praxen durchführen. Es gibt immer weniger dieser Arztpraxen.

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

  7. Inaktiver User

    AW: Maria 2.0

    Zitat Zitat von bunte-Kuh Beitrag anzeigen
    Aber in meinem Fall ärgert es mich nach wie vor maßlos, daß Frauen bereits in der Bibel "rausgeschrieben" wurden und bei uns Katholen nach wie vor keine Rolle spielen - außer als Hure (Maria Magdalena), als Mutter Gottes (geht's noch?) oder als Märtyrerin (wisst ihr, wie elend die heilige Barbara ums Leben kam?).
    Gelitten haben bei den Christen, und den Kattolschen schon sehr viele.....Märtyrer sind sehr verbreitet.
    Letztlich war auch Jesus einer der gelitten hat.

    Eine evangelische Freundin meinte mal, sie fühle sich in katholischen Kirchen immer so wohl weil da so viele Frauen dargestellt sind.

  8. Avatar von bunte-Kuh
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    AW: Maria 2.0

    Das ist so ein weites Feld... (seufz)

    … aber ich bin der Überzeugung, daß es gerade "meiner" (katholischen) Kirche wesentlich bald wesentlich besser gehen würde, wenn die Frauen endlich mehr zu sagen hätten.

    Lasst uns Pfarrerinnen werden, schafft das Zölibat ab - und Halleluja!

  9. Avatar von elli07
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    AW: Maria 2.0

    Zitat Zitat von bunte-Kuh Beitrag anzeigen
    ....Und genau so wenig geht es, daß jemand, der im Zölibat lebt, ein Brautpaar vermählen oder Kinder taufen kann, wenn er weder von der Ehe, noch von der Herausforderung, die der daraus entstehende Nachwuchs stellt, aus eigener Erfahrung Ahnung hat. So gesehen wäre ich gern lieber evangelisch als katholisch, fürs erste.
    Aha, ein unverheirateter Pfarrer oder einer ohne Kinder (ja, das gibt es tatsächlich!), dürfte das dann auch nicht oder wie ? Nebenbei: das Sakrament der Ehe spenden sich die Brautleute gegenseitig, das macht nicht der Pfarrer .

    Du scheinst die Lage bei den Evangelischen (vor allem der dort Beschäftigten) nicht sehr gut zu kennen, sonst wärst du wahrscheinlich nicht sonderlich gerne evangelisch. Aber das ist hier nicht Thema des Stranges.

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

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  10. Inaktiver User

    AW: Maria 2.0

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Es ist unstrittig, dass auch kirchliche Mitarbeiter der Strafverfolgung nach dem Gesetz unterliegen. Fakt ist aber, dass kirchliche Institutionen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bei den Missbrauchsfällen nicht ordentlich unterstützen bzw. Akteneinsicht verwehren.

    In anderen Fällen wird die Staatsanwaltschaft bei solchem Agieren Verdächtiger von sich aus aktiv und nimmt Hausdurchsuchungen vor. Im Fall der Kirchen passiert das nicht. Da frage ich mich denn doch warum.
    Wenn das so ist, dann ist da in meinem Augen, also die Strafverfolgung betreffend, aber auch die gesamte Gesellschaft, wir alle! gefragt.

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