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  1. Avatar von Atcom
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    AW: "Ist Weiblichkeit eine "natürliche Tatsache" oder eine kulturelle Performanz?"

    Weiblichkeit ist eine natürliche Tatsache, welche durch kulturelle Performanzen wie Traditionen, Sitten und Gebräuche verstärkt zum Ausdruck gebracht werden kann. Altherkömmliche Trachten und Gewänder zeigen die unterschiedlichen kulturellen Performanzen zum Beispiel rein optisch und verdeutlichen die Weiblichkeit.


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    AW: "Ist Weiblichkeit eine "natürliche Tatsache" oder eine kulturelle Performanz?"

    Zitat Zitat von drafty Beitrag anzeigen
    Von mir aus darf eine Frau gerne männliche Eigenschaften haben und ein Mann gerne weibliche. Was mich stört ist lediglich, wenn dies als kollektive Form einer Art Anbiederung um sich greift. Wenn also Frauen z.B. mit Männern dadurch gleichzuziehen versuchen, daß sie diese nur noch auf ihrem eigenen Terrain zu schlagen versuchen. Das kann manchmal gelingen, wird aber vermutlich in noch mehr Fällen scheitern. Zum Nachteil aller.
    Was sind denn eigene Terrains?

    Mir fallen dazu eigentlich nur ein paar wenige Sportarten ein. Beim Schwergewichtsboxen z. B. dürfte es Frauen auf Grund der körperlichen Voraussetzungen schwer fallen gleichzuziehen.

    Ja, vielleicht auch noch bei anderen Aktivitäten/Arbeiten, bei denen es sehr auf Körpergröße und Kraft ankommt, allerdings gibt es da dann auch gleich wieder so viele Beispiele, die das widerlegen: Afrikanerinnen, die große Lasten (Wasservorräte) täglich über Kilometer herbeischleppen, Trümmerfrauen, Frauen im Straßenbau zu Sowjetzeiten, Frauen in der traditionellen Landwirtschaft.

    Es gibt genetische Faktoren für Weiblichkeit und Männlichkeit, die sich über Jahrmillionen durchgesetzt haben, weil sie sich zur Arterhaltung als vorteilhaft erwiesen haben (gewisse Attraktivitätsattribute oder z. B. Versorgstriebe statt Fresstriebe gegenüber dem Nachwuchs). Der genetische Teil macht aus meiner Sicht aber einen geringen Teil dessen aus, was jeweils als männlich und weiblich definiert wird.

    Und diese Definition ist "Moden" unterworfen, aber auch Notwendigkeiten. Es werden jeweils unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten, die sowohl Männer als auch Frauen haben, verlangt und zur Vereinfachung eben Männern oder Frauen zugeschrieben. Mal wird der "starke" Mann propagiert, mal die "starke" Frau, damit die Gesellschaft funktioniert. Und manchmal gibt es Zeiten, die den Luxus einer ganz individuellen Rollenwahl erlauben.
    Meine Sicht, hier mal ganz stark vereinfacht und verkürzt ausgedrückt.

  3. Moderation
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    AW: "Ist Weiblichkeit eine "natürliche Tatsache" oder eine kulturelle Performanz?"

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Was sind denn eigene Terrains?
    Auf-Nicht-Männer-Herabsehen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. Avatar von drafty
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    AW: "Ist Weiblichkeit eine "natürliche Tatsache" oder eine kulturelle Performanz?"

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Was sind denn eigene Terrains?...
    Im weitesten Sinne sind das fast alle Bereiche, in denen die männliche Dominanz historisch gewachsen ist und nicht dadurch, daß sie Frauen aus ihren angestammten Positionen verdrängt hätten.
    Im engeren Sinne sind es beispielsweise Bereiche wie IT, Elektrotechnik, Maschinenbau und mehr. Ich bin da selbst tätig und wir hatten etwa 3% Frauenanteil (Ingenieurwesen, Elektrotechnik). Als mein Mann dasselbe gelernt und studiert hat waren es 3% und bei seinem Vater waren auch etwa 3% Und dennoch treibt die Weisheit immer noch ihre Runden, daß da um jeden Preis mehr Frauen "rein müssen".
    " To say 'I love you' one must know first how to say the 'I.' "
    Ayn Rand (admired and stolen by drafty)


  5. Registriert seit
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    AW: "Ist Weiblichkeit eine "natürliche Tatsache" oder eine kulturelle Performanz?"

    Es sollte einem auch zu denken geben, dass trotz enormer Anstrengungen, vieler kostspieliger Projekte (girls day z.B.)und einer Gesellschaft, die kein Problem damit hat, Frauen in allen Bereichen zu sehen, diese eben bestimmte Berufe nicht ergreifen.
    Und umgekehrt: Auch die wenigsten Männer interessieren sich für die früheren sog. Frauenberufe.

    Außerdem sind Präferenzen bereits ohne Erziehung und Tradition festzustellen. Weibliche Babys interessieren sich für Puppen, Glitzer und was weiß ich, während männliche Babys andere Spielzeuge bevorzugen.
    Dazu gibt es wissenschaftl. Untersuchungen.

  6. VIP Avatar von xanidae
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    AW: "Ist Weiblichkeit eine "natürliche Tatsache" oder eine kulturelle Performanz?"

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen

    Außerdem sind Präferenzen bereits ohne Erziehung und Tradition festzustellen. Weibliche Babys interessieren sich für Puppen, Glitzer und was weiß ich, während männliche Babys andere Spielzeuge bevorzugen.
    Dazu gibt es wissenschaftl. Untersuchungen.
    Hast du Quellen für diese Untersuchungen?

    Die, die ich dazu gelesen habe, sagte im Grunde nur aus, dass Kinder von den Erwachsenen auf Spielzeug Präferenzen nach dem Geschlecht geprägt werden:
    Jungs in Mädchenkleidung wurden Puppen angeboten
    Mädchen in Jungskleidung wurden Autos angeboten

    Baby X Experimente

    Kaum einer ging auf die Präferenz der Kinder ein, weil sie nicht der Vorstellung entsprach, was das Geschlecht des Kindes mögen sollte. Ein „Junge“ griff nach der Puppe und wurde von einem Erwachsenen davon abgehalten, weil sie der Vorstellung anhängen, dass Jungs nicht mit Puppen spielen.

    Wir prägen unsere Kinder. Würde man sie ohne Beeinflussung wählen lassen und ihnen alles zeigen würden, stünden viel mehr Jungs auch auf Glitzer und mehr Mädchen auf Bohrmaschinen.
    Was ich über's Leben weiß, weiß ich aus Stand by Me
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    Und wenn du nicht mehr weiterweißt, frag
    Stephen King


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  7. Registriert seit
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    AW: "Ist Weiblichkeit eine "natürliche Tatsache" oder eine kulturelle Performanz?"

    Das habe ich schon vor Jahren gelesen.

    Allerdings wird diese Untersuchung auch in dem Bericht (bzw. er hat da so eine kleine Dokuserie erstellt) des norwegischen Journalistenoder Soziologen Ela erwähnt, der einen Film gemacht hat und einen Wissenschaftler dazu befragt hat. Den Film gibt es auf Youtube. Aufgrund seines Films bzw. seiner Serie dazu ist den Genderkram in Norwegen sozusagen, der Garaus gemacht worden.

  8. VIP Avatar von xanidae
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    AW: "Ist Weiblichkeit eine "natürliche Tatsache" oder eine kulturelle Performanz?"

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Das habe ich schon vor Jahren gelesen.

    Allerdings wird diese Untersuchung auch in dem Bericht (bzw. er hat da so eine kleine Dokuserie erstellt) des norwegischen Journalistenoder Soziologen Ela erwähnt, der einen Film gemacht hat und einen Wissenschaftler dazu befragt hat. Den Film gibt es auf Youtube. Aufgrund seines Films bzw. seiner Serie dazu ist den Genderkram in Norwegen sozusagen, der Garaus gemacht worden.
    Das ist so nicht richtig. Diese Meinung wird laut dieser Seite von deutschen Antifeministinnen vertreten. Tatsächlich wurde das Genderforschungsprogramm eingestellt, um es verändert im nächsten Jahr bis heute wieder aufleben zu lassen.

    Zur Debatte um Gender Mainstreaming Deutscher Bundestag
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  9. Registriert seit
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    AW: "Ist Weiblichkeit eine "natürliche Tatsache" oder eine kulturelle Performanz?"

    Das ist schon richtig, was ich schrieb, das wollen nur unsere Medien nicht so gern verbreiten. Man hat 56 Mio eingefroren nach dem Film.

    Wer steckt denn eigentlich hinter dem "wissenschaftlichen Dienst"?


  10. Registriert seit
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    AW: "Ist Weiblichkeit eine "natürliche Tatsache" oder eine kulturelle Performanz?"

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    ...
    Außerdem sind Präferenzen bereits ohne Erziehung und Tradition festzustellen. Weibliche Babys interessieren sich für Puppen, Glitzer und was weiß ich, während männliche Babys andere Spielzeuge bevorzugen.
    Dazu gibt es wissenschaftl. Untersuchungen.
    Meine eigenen, unwissenschaftlichen Erfahrungen und Beobachtungen widersprechen diesen Untersuchungen. Gespielt wird damit, was angeboten wird und an dem Interesse geweckt wird.

    Ich selbst bin Einzelkind. Mein Vater, mein Opa, mit dem ich längere Zeit im selben Haus gewohnt habe, und auch ein späterer, kinderloser Lebensgefährte meiner Mutter konnten damit ihre Spielerfahrungen und -vorlieben nur an mich, das Mädchen, weitergeben.
    Und da Kinder ja alles mitmachen wollen, was die Erwachsenen tun, habe ich natürlich mit den Männern rumgeschraubt (waren alle Handwerker/Techniker und begeisterte Tüfter), mit mir wurde Fußball gespielt und ich bekam unter anderem sowohl einen Technikbaukasten (weil ich mich dafür ja interessierte) als auch eine Autorennbahn (mit der die Männer auch sehr gern spielten). Meine Mutter und meine Oma haben etwas dagegen gehalten und entsprechend hatte ich auch Puppen, einen Kochherd und eine Strickliesel, nur mal als Beispiele.
    Gespielt habe ich mit allem. Ich kann nicht sagen, dass mich irgendwas davon mehr oder weniger interessiert hat. Das wechselte einfach.

    Ich selbst hatte drei Töchter, dann gibt es noch eine Nichte. Meine Tochter hat nun zwei Jungs, aber es gab und gibt eben noch recht viel gut erhaltene Spielzeuge der inzwischen erwachsenen Mädchen. Und klar wurde das die an die nächste Generation weitergegeben, die beiden Jungs haben damit eben auch solche Sachen wie Puppenküchen und Anziehpuppen. Und natürlich wird das bespielt. Genauso wie Eisenbahnen und die Autosammlung von Vater und Onkel.

    Was mir bei weiblichen Auszubildenden manchmal auffällt, ist, dass sie selbst bestimmte Bereiche meiden wollen. Wir hören häufiger, dass sie von Mathe keine Ahnung haben. Wir kriegen die jüngeren Frauen ganz gut mit der Erklärung eingefangen, dass es bei uns nicht um Mathe geht, sondern überwiegend um schlichte Grundrechenarten (Prozentrechnen und Dreisatz sind ja auch nichts anderes). Und da haben die Mädchen in der Schule notenmäßig im Durchschnitt besser abgeschnitten als die Jungen (was auch nicht Ordnung ist und Ursachen haben muss). Es gibt also überhaupt gar keinen Grund für die Mädchen sich davor irgendwie zu fürchten oder selbst Sperren aufzubauen.

    Wir älteren Kolleginnen fragen uns aber schon, woher das kommt. Unsere Generation ist der grundsätzlichen Ansicht, dass das, was viele Männer können, genauso viele Frauen ebenso gut können. Es kann dann nicht um Ausnahmebegabungen gehen.
    Wann ist das (wieder) gekippt?

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