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  1. Registriert seit
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Der Ausfall für Schwangerschaft und Mutterschutz ist gerechnet auf ein Erwerbsleben nicht so hoch.
    Und wenn es den Vätern gelingt, ihre Chance auch zu ergreifen, dann nähern die Ausfallrisiken sich erheblich an.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer


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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Der Ausfall für Schwangerschaft und Mutterschutz ist gerechnet auf ein Erwerbsleben nicht so hoch.
    Gerechnet auf die Jarheszahlen eines Unternehmens kann's dann aber schon ganz anders aussehen. Besonders bei kleinen Unternehmen, wo man nicht eben mal so ein bisschen Personal hin-und herschieben kann.


    Und wenn es den Vätern gelingt, ihre Chance auch zu ergreifen, dann nähern die Ausfallrisiken sich erheblich an.
    Denen gelingt es aber nicht, aus welchen Gründen auch immer. Die sind nach wie vor im Finanzierer-der-Familie-Modus mit Vollzeit und malochen ohne Ende drin gefangen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  3. Avatar von marylin
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Vorweg: Ich für mich sehe es nicht als Nachteil, eine Frau zu sein. Die Erfahrung, ein Kind zu bekommen war schon was Großartiges.
    Das Problem in meinem Umfeld sehe ich auch nicht dahingehend, dass junge Mütter nicht arbeiten können. Bei uns im ÖD können Eltern das recht gut vereinbaren. Das Problem, das ICH sehe ist, dass sich die Eltern zum Sklaven ihrer Kinder machen. Die kommen völlig fertig auf Arbeit an, weil immer irgendwas ist. Aber das sind häufig hausgemachte Probleme - weil man z. B. denkt, dass es gar nicht geht, das Kleinkind mal eine Weile ins Laufgitter zu stellen um mal was in Ruhe zu machen. Oder weil man dem Wunsch des Kindes, sich nur von Mama anziehen zu lassen und nicht vom Papa nachgibt. Oder weil man morgens mit den Kids alles geduldig ausdisskutiert...

    Das führt bei uns im Job dazu, dass es tatsächlich so ist, dass die Leistungsträger die sind, die keine kleinen Kinder mehr haben (der eine Vater den wir haben, der sich sehr viel ums Kind kümmert, hat seinen anspruchsvollen AL-Job allerdings gut geschafft, aber der hat auch erzogen, wie er es für richtig hält und sich nicht irgendwelchen dusseligen Ratgebern gebeugt)

    Letztens erzählte mir eine Freundin, dass ihre Tochter ihr Kind alle 2h ca. anlegt zum Stillen, das wäre wohl das Optimalste fürs Kind. "Natürlich" fehlt deshalb den Eltern der Schlaf und die sind völlig fertig. Da frage ich mich doch, ob das der Sinn der Sache ist - alles fürs Kind und das Wohl der Eltern ist egal... Wenn das Kind wirklich alle 2h nachts wach wird, weil es Hunger hat, würde ich abends einfach mal ein Fläschchen Fertigmilch geben, das macht richtig satt, da kann man vielleicht mal ein paar Stunden länger schlafen. Ist vielleicht für alle die bessere Wahl - aber NEIN, lieber quält man sich monatelang mit Schlafmangel, als so eine böse Fertigmilch zu nehmen - schließlich macht man dann alles richtig und ist eine richtig gute Mutter... Warum tun Eltern sich sowas an und seit wann?

    Und ehrlich, mir tun diese Mütter im Job nicht leid, weil man immer mehr merkt: Selber schuld.

    Zum Stillen: Kann jede machen wie sie will, geht einfach niemanden was an. Rechtfertigung völlig unnötig.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?



  4. Registriert seit
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Da frage ich mich doch, ob das der Sinn der Sache ist - alles fürs Kind und das Wohl der Eltern ist egal...
    Das kenne ich auch, nicht nur vom Stillen. Einmal hatte ich Geburtstag. Eine Freundin brachte nicht nur mir, sondern auch meinem damals dreijährigen Kind ein Geschenk mit, "damit er nicht enttäuscht ist".
    Tja, mir wäre das egal gewesen, es ist nicht sein Geburtstag, das muss er ganz einfach lernen. Übrigens hat ihn das Geschenk nicht mal groß gekümmert. Aber wehe, man sagt was...

  5. Moderation
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Das Problem, das ICH sehe ist, dass sich die Eltern zum Sklaven ihrer Kinder machen. Die kommen völlig fertig auf Arbeit an, weil immer irgendwas ist. Aber das sind häufig hausgemachte Probleme.
    Das wird aber durch die öffentliche Meinung angeheizt.

    Ich pack jetzt mal meinen inneren Dinosaurier aus und sage, zu meiner Zeit war das völlig normal, daß die Kinder allein zur Schule und nach Hause gingen, nachmittags in Rudeln um die Blöcke oder durch die Pampa zogen, ins Schwimmbad radelten, oder mit dem Zug in die Kleinstadt fuhren, um ins Kino zu gehen. Wenn die Mutter zuhause war, war das sowieso OK, und wenn nicht, fiel's meist auch nicht groß auf.

    Heute kannst du, wie eine Freundin von mir feststellt, ja schon das von besorgten Nachbarn geholte Jugendamt oder die Polizei auf der Matte haben, wenn die neunjährige unbewacht das Grundstück verläßt. Und 13jährige 24/7 mit GPS zu überwachen ist ein geringeres Drama, als nicht zu wissen, wo das Kind sich gerade rumtreibt.

    Das lädt eine Menge Arbeit bei den Eltern ab.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Inaktiver User

    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Liebe Marlin,
    kannste nicht mal bei mir vorbei kommen?
    Es gibt heute den "Stillzwang". Das siehst du völlig richtig. Es gibt auch einen Equipment-Zwang, Stichwort Stillschnecke.......

    Und wehe du sagst was. Es gab und gibt immer noch Mütter deren Milch nicht reicht oder nicht sättigt.
    Früher hatte das problemlos eine Frau aus der Verwandtschaft mit übernommen. Und keine war beleidigt.

    Und was das Ställchen betrifft: nehme ich mal an: viele nutzen das heimlich....

    Ansonsten mal wieder zurück zum Thema.

    Ich finde es halten sich viel zu viele Menschen an Klischees fest.
    Und viel weniger daran: was kann ich und was will ich.

    Qualität hat sich schon immer durchgesetzt.
    Außerdem gibt es sie ja doch noch, diese Unterschiede. An den Ingenieurschulen ist der Anteil der Frauen gering. Unter anderem weil eben bei den Frauen doch meist das Interesse an Technik nicht so ausgeprägt ist.

    Ich kenne Frauen die unbedingt einen Männerberuf erlernten wie den des Malers zum Beispiel.
    Und damit entweder todunglücklich wurden oder ihn relativ schnell aufgegeben haben.

    Emanzipation hat ja auch ganz viel mit dem Zeitgeist zu tun.
    Es war ne Zeitlang fast chic alleinerziehend zu sein. In die Falle bin ich getappt. An alles hatte ich gedacht - nur nicht daran, dass mir der Mensch so fehlen würde mit dem ich mich über das Kind austauschen könnte, und zwar im positiven Sinne.....
    ersten Schritt und so. Das sind alles sehr persönliche, fast intime Dinge.

    Ich verstehe Emanzipation weniger im Sinne von sich vom Zwang Frau sein zu befreien als das große Glück der Wahlfreiheit zu haben und zu geniessen......

  7. 27.05.2018, 23:15


  8. 27.05.2018, 23:15


  9. 27.05.2018, 23:15


  10. 27.05.2018, 23:15



  11. Registriert seit
    03.01.2014
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von ;31463376
    Ich möchte hier ein Thema ansprechen, dass sicher auf verschiedene Resonanzen stößen wird. Dennoch möchte ich mich trauen, meinen Eindruck, den die heutige Situation zwischen den Geschlechtern bei mir hinterlassen hat, auszusprechen, weil ich es einfach für extrem wichtig halte, eine Diskussion darüber anzufangen:

    Ich finde dass die Emanzipation heutzutage, von dem eigentlichen Wunsch nach "gleichen Rechten" zu dem Streben nach "Gleich sein" mutiert hat.

    Zuerst möchte ich all die Frauen im Forum fragen: seid ihr manchmal nicht überfordert mit den heutigen Anforderungen der Emanzipationsbewegung an eine Frau? Eine Frau heutzutage muss gut aussehen, selbstbewusst sein, ein ausgefülltes Leben führen, alleine glücklich sein, finanziell unabhängig, Karriere machen, Kinder kriegen, Haushalt führen, Sachen reparieren, Schweres tragen - so eine "Alles-Könner-Frau". Ich betone hier das Wort MUSS. Weil wenn man diese Anforderungen nicht erfüllt, dann wird man als abwertenden Adjektiven "schwach", "unfähig", "unmodern", "Hausmütterchen", "bedürftig", "unselbstständig" und "abhängig" beschimpft. Ist denn die Emanzipationsbewegung nicht dafür gegründet, um einer Frau Möglichkeit zu geben all das zu sein was sie WILL? Nicht aber um Standards anzulegen, die sie erfüllen MUSS? Ich persönlich empfinde diese Erwartungen an eine Frau als einen enormen Druck. Natürlich zwingt mich keiner mit Gewalt, diese Erwartungen zu erfüllen. Mir geht es nur um die negative Bewertungen, wenn man diese Anfroderungen nicht erfüllt oder nicht erfüllen will. Empfindet das jemand hier genauso wie ich?

    Ich persönlich bin kein Fan vom "Ernährer-Hausmutter"-Modell. Aber ganausowenig vom "Frau macht alles alleine, weil sie es kann"-Modell. Ich bin für die goldene Mitte, die die Vorteile beider Modelle in sich vereint.

    Ich frage mich warum eine Frau heute sich unbedint männliche Eigenschaften aneignenen muss, um gleichberechtigt zu sein? Warum muss ich all das genausogut können, wie ein Mann? Ich persönlich finde, dass eine Frau per se genausoviel wert wie ein Mann besitzt, auch wenn sie ihre weiblichen Eigenheiten besitzt. Um nicht die große Diskussion anzfachten, was denn eine Frau von einem Mann unterscheidet, bringe ich hier 2 unumstrittene Fakten: eine Frau ist im Durschnitt zärtlicher gebaut und kann im Vergleich zu einem Mann Kinder kriegen. Und wisst ihr was? Ich finde das auch gut so! Ich finde es gut so, dass ich nicht ein Mann bin und auch meine Schwächen/Stärken besitze und stehe zu ihnen! Ich muss keinem Mann beweisen, dass ich die Bierkästen genauso gut wie er tragen kann. Ich muss keinem Mann beweisen, dass ich auf der Karriereleiter genauso hoch steigen kann, wie er und ich muss kein Auto reparieren, um genausoviel Wert zu besitzen!

    Ich bringe hier ein Beispiel aus der Familie: wenn ihr 2 Kinder habt: eins ist 2, der andere 7: verlangt ihr doch nicht von dem Jüngeren sofort zu wachsen, um genauso wie der Ältere geliebt zu werden? Ihr würdet doch beide trotzdem genausogut behandeln? Ihr würdet aber genauso auf ihre unterschiedliche Bedrüfnisse Rücksicht nehmen und diese nicht verleugen? Ihr würdet einem Baby keine Currwurst servieren, damit es beweisen kann, dass er das genauso gut wie der Ältere essen kann. Genauso würdet ihr eurem 7-jährigen Sohn keine Brust geben, oder?

    Warum wollen denn die Frauen heutzutage genau das sich selbst antun? Warum ist die Frau ständig in dem "ich muss es allen beweisen"-Modus? Warum ist sie überhaupt in der "Bringschuld"? Viele merken, dass sie sich in etwas verrannt haben, dass sie gar nicht haben wollen, spätestens bei der Kinderplanung. Plötzlich kollidiert ihr Streben nach "Karriere genausogut machen wie ein Mann" mit ihrem Kinderwunsch. Und bei manchen auch mit ihrem Wunsch, für diese solange wie möglich da zu sein. Viele verleugnen diesen einfach. Die besonders Ambitionierten verlangen von ihren Männern, dass sie genausoviel Elternzeit nehmen, wie man selbst. Und dabei sind wir an dem Höhepunkt der "Frau-Mann-Gleichmacherei" angelangt. Im Endeffekt macht dann jeder genau das Gleiche wie der Andere. Aber die Schwangerschaft und die Geburt bleibt gezwungenermaßen an der Frau hängen. Wäre es medizinisch möglich, diese "Pflicht" dem Mann aufzurdrücken, hätten sicher viele Frauen das auch verlangt. Das heißt in der "perfekten emanzipierten Welt" macht die Frau sogar mehr als ein Mann. Warum muss denn eine Frau das machen, was ein Mann macht UND das machen, was eine Frau macht, um genausoviele Rechte wie ein Mann zu besitzen? DAS ist doch die Ungerechtigkeit in ihrer reinsten Form!

    Was ich mir wünsche: dass wir Frauen mehr zu unserer Weiblichkeit stehen und endlich aus diesem "Beweis-Modus" aussteigen. Dass wir unsere wahre Wünsche erkennen und zu diesen stehen. Und dass der Wert eine Frau nicht daran gemessen wird, ob sie die gleichen Fähigkeiten wie ein Mann besitzt, sondern ihr Wert von vornherein nie angezweifelt wird, egal ob sie genauso gut Karriere macht oder nicht. Egal ob sie alleine für die Kinder Zuhause bleibt oder nicht. Egal ob sie ein Auto reparieren, ein Bierkasten tragen oder boxen kann oder nicht. Ein Mann kann keine Kinder kriegen und keiner, kein Mensch zweifelt seinen Wert an. Diesen Zustand wünsche ich mir für die Frauen auch. Und das wäre für mich die wahre Gleichberechtigung: Unterscheide nicht verleugnen, sondern wahrnehmen, erkennen, respektieren , berücksichtigen und eben als "gleichwertig akzeptieren". Empfindet das jemand genauso wie ich?

    Bin gespannt auf eure Meinungen.
    Danke, das spricht mir aus der Seele. Es ist ja gut, dass Frauen heute mehr Möglichkeiten haben als früher, aber vieles ist da gewaltig aus dem Ruder gelaufen und hat nur mehr Stress bewirkt. Und nicht nur für die Frauen selbst, sondern für die ganze Familie.
    Es wird von ihr erwartet, quasi eine eierlegende Wollmilchkuh zu sein sozusagen.
    Aber man muss eben den Mut haben, seinen eigenen Weg zu gehen. Allen kann und soll man es sowieso nicht rechtmachen, es hat sowieso ständig jemand was zu meckern.

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