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  1. Moderation
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das stimmt.

    Aber, verboten ist es noch nicht, oder habe ich da was verpasst?
    Es gibt auch keinen Schuldturm, obwohl sich Menschen oft vorhersehbar in Not brachten.

    Was kann man aus deinem Post heraus leiten?
    Dass Eigenverantwortung ein hohes Gut ist - und letztlich eine Folge der Emanzipation. Keine Eigenverantwortung - keine Emanzipation im Wortsinne.

    Daraus folgt schon für mich: es ist ein zentrales Erziehungsziel, Menschen zur Eigenverantwortung zu bringen. Und das ist schon schwieriger, wenn das vorgelebte Familienbild das nicht zeigt (so wie bei mir, zum Beispiel - es brauchte einige Augenöffner, bis ich das Bild "Mama bleibt erstmal zuhause" losließ).
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

  2. Moderation
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Wildwusel, hast du Kinder?
    Nein. Deswegen frage ich dich, ob "Altersvorsorge" wirklich für dich das Alpha und Omega jeder Emanzipantionsbestrebung ist, und ob du das für verallgemeinerbar hältst.

    ***

    Lezten Endes muß etwas in Sachen "besseres Leben" für die überwiegende Mehrheit der Betroffenen rauskommen, sonst sind emanzipatorische Überlegungen nicht nur wirklichkeitsfremd, sondern menschenverachtend. (Was man im Deregulierungswahn und der selber-schuld-Kultur sieht.) Und der Wunsch nach besserem Leben steht am Anfang allen emanzipatorischen Denkens: Gleichwertigkeit, Gleichberechtigung, ein gleiches Maß an Schutz und Sicherheit des Gesetzes und der Sitten, Selbstbestimmung, gleiche Anerkennung, und eben auch, am Ende des Tages am Küchentisch: gleiches Geld.

    Aber kann der Weg direkt zum gleichen Geld führen? Und sollte das gehen, wären die Zwischenstufen irrelvant? Man bräuchte ein paaar Autoren spekulativer Literatur, die das hauptberuflich mal durchspielen könnten...

    ***

    Übrigens, zum Thema "Warum 'helfen' im Haushalt nicht genug ist" kam mir heute wie gerufen das hier: The gender wars of household chores: a feminist comic | World news | The Guardian (Englisch). Und damit die Erkenntnis, warum das bei mir zuhause so gut lief mit dem Teilen der Hausarbeit: Weil jeder für seinen Teil komplett verantwortlich war. Damit war der organisatorische Überbau gering.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (27.06.2017 um 12:05 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Faulheit ist Lebensqualität, kein Verbrechen.
    Das ist es in der Tat nicht. Hab und würde ich auch nie behaupten.

    Klar ist aber, dass Familie + Erwerbstätigkeit phasenweise äußerst belastend sein kann und auch ist und diese Belastung von vielen Frauen gescheut wird.

    Stets unter dem Aspekt betrachtet, das Familien-Idyll geht perdu, fallen diese Frauen dann aus allen Wolken und kreisen erstmal monate- wenn nicht jahrelang um die Frage: Was mache ich denn nun?

    Emanzipation bedeutet für mich auch, leistungsbereit zu sein!

    Sicherlich ist es bequemer, sich in die Häuslichkeit zurückzuziehen, das Kind/die Kinder (ggf. noch den "anspruchsvollen" Gatten) vorzuschieben und sich den Tag so einteilen zu können, wie man möchte. Keine Erwartungshaltung seitens irgendwelcher Arbeitgeber oder Kunden oder what-ever.

    Es wäre m.E. auch ungerecht denjenigen Frauen gegenüber, die die Herausforderung Familie + Erwerbstätigkeit angenommen und gewuppt haben (ob nun als Alleinerziehende oder verpartnert).

    Bleibt ja irgendwo das Gefühl zurück: Na, warste ja schöne blöd, Dich dieser Doppel- und Mehrfachbelastung auszusetzen; ich kriege genauso viel Rente, wie Du und ich war 40 Jahre zu Hause .

    Das kann es dann auch nicht sein, dass sich - nur zwecks Vermeidung von Altersarmut - die Beträge nahezu angleichen, denn nicht jede Frau verdient solche Reichtümer, dass das Rentenfüllhorn über sie geschüttet wird. Dann muss Arbeit- und Erziehungsleistung nochmal anders be- und aufgewertet werden.

    Mit einer aber beizeiten getroffenen klugen Lebensentscheidung dürfte sich die o.a. Frage dann nicht mehr stellen.

  4. Inaktiver User

    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Dass Eigenverantwortung ein hohes Gut ist - und letztlich eine Folge der Emanzipation. Keine Eigenverantwortung - keine Emanzipation im Wortsinne.

    Daraus folgt schon für mich: es ist ein zentrales Erziehungsziel, Menschen zur Eigenverantwortung zu bringen. Und das ist schon schwieriger, wenn das vorgelebte Familienbild das nicht zeigt (so wie bei mir, zum Beispiel - es brauchte einige Augenöffner, bis ich das Bild "Mama bleibt erstmal zuhause" losließ).
    Weißt du, Emanzipation ist ja nun wirklich mehr als die Frage: krieg ich Kinder oder keeene - und das was ich hier geschrieben habe, dass ich damit nerven könnte ist mir durchaus bewusst.

    Ansonsten geht meine Vita komischerweise in eine andere Richtung.

    Ich hätte es schlichtweg nicht geschafft bei so vielen Kindern und der Firma arbeiten zu gehen.
    Und ich habe auch nach der Scheidung auf Unterhalt verzichtet.

    Emanzipation ist aber wirklich noch viel mehr.

    Mir fällt aber gerade auf: beim Thema bin ich ja eigentlich geblieben, lach.

    So, und tschüss

  5. gesperrt
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Die Allgemeinheit trägt alle Kosten für die Kindererziehung.
    Ich sehe da erhöhten Nachholbedarf bei Firmen. Kosten sind ja nicht nur Geld.

    - Teilzeitmodelle für Eltern
    - Rückkehr
    - unbefristete Jobs und gute Verträge
    - in kurz familienfreundlichere Arbeitswelt

    Da tut ein Großteil der Arbeitgeber so als sei sie eine Parallelwelt zu unserer Gesellschaft.
    Und es gibt auch wunderbare Beispiele in denen das klappt.

    Die Diskussion wird mir zu wenig geführt. Familienfreundliche Arbeitswelt als Wert unserer Gesellschaft.

    Und die Forderungen danach sind mir persönlich auch zu leise... oder bescheiden?
    Eine Bescheidenheit, die ich nicht nachvollziehen kann und die ich für Fehl am Platz halte.

  6. Moderation
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Nicole1965 Beitrag anzeigen
    Die Diskussion wird mir zu wenig geführt. Familienfreundliche Arbeitswelt als Wert unserer Gesellschaft.

    Und die Forderungen danach sind mir persönlich auch zu leise... oder bescheiden?
    Eine Bescheidenheit, die ich nicht nachvollziehen kann und die ich für Fehl am Platz halte.
    Ich habe den Eindruck, die Eltern, die das fordern müßten, fürchten, daß sie kein Bein haben , um drauf zu stehen.
    Sagen die Männer, "familenfreundliche Arbeitszeiten" heißt es "Warmduscher, Pantoffelheld, du sortierst jetzt bis zum Rest deines Arbeitslebens Akten!"
    Sagen's die Frauen, heißt es, "Emanze, Rabenmutter, was muß die denn auf Kosten ihrer Kinder Karriere machen!"
    Und alle haben die Angst, aussortiert zu werden und ganz unten zu landen, und was wird dann aus den Kindern?

    Der ganze Kampf für die 35-Stunden-Woche in den 80ern, Jahre der ach so vernünftigen Lohnzurückhaltung, und wer arbeitet heute Vollzeit 35 Stunden?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  7. Inaktiver User

    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich habe den Eindruck, die Eltern, die das fordern müßten, fürchten, daß sie kein Bein haben , um drauf zu stehen.
    Ich leb anscheinend in einer Parallelwelt. Mein Arbeitgeber gibt sich da Mühe, weil ansonsten nämlich die guten Leute abwandern oder erst gar nicht hier anfangen.

    und wer arbeitet heute Vollzeit 35 Stunden?
    Ich.

  8. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    ...wer arbeitet heute Vollzeit 35 Stunden?
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich.
    So halbwegs: ich auch. Allerdings plus Dienste.


    Allerdings nicht in Deutschland. Oberärztin mit meinen Arbeitszeiten gibt es da vermutlich kaum.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"

  9. gesperrt
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Sagen die Männer, "familenfreundliche Arbeitszeiten" heißt es "Warmduscher, Pantoffelheld, du sortierst jetzt bis zum Rest deines Arbeitslebens Akten!"
    Sagen's die Frauen, heißt es, "Emanze, Rabenmutter, was muß die denn auf Kosten ihrer Kinder Karriere machen!"
    Und alle haben die Angst, aussortiert zu werden und ganz unten zu landen, und was wird dann aus den Kindern?
    Es sollte nicht am einzelnen liegen.
    Wir müssen das als Gesellschaftlichen Wert fordern.

    Ohne Kinder keine Gesellschaft.

  10. Inaktiver User

    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Nicole1965 Beitrag anzeigen
    Es sollte nicht am einzelnen liegen.
    Wir müssen das als Gesellschaftlichen Wert fordern.

    Ohne Kinder keine Gesellschaft.
    Aber habt ihr denn den Eindruck, das geschieht nicht? Wenn ich verfolge was für eine Prio die Kleinkindbetreuung hat, dann hab ich nicht den Eindruck dass da noch viel gefordert werden muss, das wird doch mit Hochdruck umgesetzt.

    Dass man nicht aus dem Stand Erzieher ohne Ende generieren kann ist das Problem, aber hier werden Krippen, Kindergärten und Schulen neu gebaut ohne Ende.

    Ich finde ja aber, die Schwierigkeiten liegen woanders, und die flächendeckende Kleinkindbetreuung als einzige Antwort auf alles greift mir zu kurz. Sagte ich ja schon.

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