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  1. AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kannst du das bitte konkretisieren? Also, ich habe auf jeden Fall nicht gemeint, dass durch diese Forderungen die Frauen in die devote Stellung gezwungen werden.
    Ehegattensplitting, Betreuungsgeld, anteil der frauen an führungspositionen und in parteien, parlamenten, ehrenamtlichen (also unbezahlten) tätigkeiten z.b.
    nichts ist wie es scheint


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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Oh, ich hätte gerne Schwangerschaft und Geburt geteilt- wäre echt praktisch gewesen.
    Wenn ich so die werdenden Väter in meinem Bekanntenkreis überdenke, so finde ich, wirken die des öftern massiv schwangerer als ihre Frauen!

    nervös bis hysterisch, zerstreut, aufgeregt...


    Und - ob ich schwere Gegenstände stemmen kann oder nicht, hat nichts mit Emanzipation zu tun. Ich kenne Frauen, die wirklich Kraft haben und Männer, die schmale Handtücher sind.
    Mit Emanzipation hat zu tun, ob Buben und Mädchen es sich zutrauen und üben, ihre Kraft zu nutzen, und Buben üben das nach wie vor mehr als Mädchen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  3. Inaktiver User

    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    *kopfkratz* Das wäre mir neu. Warum sollte jemand eine kinderlose Frau als "Hausmütterchen" beschimpfen? Und wer behauptet, dass eine mittelmäßig attraktive Frau per se "unmodern" oder "abhängig" ist?
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was soll uns dieses Beispiel sagen? Frauen sind körperlich und geistig weniger weit entwickelt und brauchen deshalb besondere Rücksicht?
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    *notier* Meine Wünsche sind überhaupt nicht wahr. Die Frau verhält sich zum Mann wie ein Kleinkind zu einem Schulkind. Wenn ich lerne, dazu zu stehen, dann werde ich glücklich und fidel.
    Ich frage mich echt, wessen Beitrag du gelesen hast. Meins auf jeden Fall nicht.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum antworte ich überhaupt auf diesen Beitrag? Der war in mehr oder weniger abgewandelter Form schon hundertmal da.
    Wenn es so ist, warum verstehst du immernoch so wenig von meinem Geschriebenen und liest nur das raus, was du verstehen willst?

    Zitat Zitat von kaffeesahne Beitrag anzeigen
    liebe miss ann,
    wenn die Thesen aus deinem Eröffnungstext wirklich deine Meinung sind, dann liegen unsere Ansichten/Weltsichten/Selbstsichten offenbar weit auseinander.
    Gerade dachte ich mir aber, was ist, wenn es nicht deine Meinung ist, sondern ungefiltert das, was du als Anspruch an dich fühlst?
    kannst du mir darauf bitte antworten?

    Danke und viele grüße!
    Welche Thesen meinst du genau?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Für mich hat echte Emanzipation ( in der Partnerschaft) damit zu tun, dass jeder das tut, was er am besten kann. Und zwar so, dass sich jedwede anfallende Arbeit gleichmäßig auf beide Partner verteilt.
    Nehmen wir mal an: du würdest am besten kochen können. Und dein Mann am besten putzen können. Wäre es für dich erst gleichberechtigt, wenn dein Mann zu gleichen Anteilen kocht und du zu gleichen Anteilen putzst? Oder wäre es für dich auch ok, dass jeder das macht was er am besten kann, solange das ungefähr gleich vom Aufwand her ist?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Ich sehe einige Dinge deutlich entspannter als das huthochgehende Wusel Dazu gehören auch sexistische Sprüche im Alltag, beruflich und privat, jedenfalls, solange sie mich persönlich betreffen. Mich ärgert sowas in aller Regel nicht.
    Ich sehe das genauso. Ich weigere jemanden beweisen zu wollen, was für mich selbstverständlich ist. Mal als Beispiel: jemand sagt zu der Frau, sie wäre eine Hure. Müsste sie ihm jetzt ihr intimes Leben offen legen und sich besonders keusch verhalten, um ihm zu beweisen dass sie keine ist? Nein, muss sie nicht. Was gegeben ist, muss nicht bewiesen werden. Und deswegen lohnt es sich gar nicht darüber aufzuregen, weil jedem normalen Menschen doch eh klar ist, dass es eine bescheuerte Beleidigung und/oder eine absichtliche Provokation ist.

    Zitat Zitat von daggy5gram Beitrag anzeigen
    Ehegattensplitting, Betreuungsgeld, anteil der frauen an führungspositionen und in parteien, parlamenten, ehrenamtlichen (also unbezahlten) tätigkeiten z.b.
    Hmm.. War nicht mein Thema.
    Geändert von Inaktiver User (11.06.2017 um 19:06 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Meine Töchter sind erwachsen, ich gehöre zu der Frauengeneration, die wegen fehlender Kinderbetreuung jahrelang zu Hause saß. Und der Rückweg in einen passenden, zur ursprünglichen Qualfikation und Interessen passenden Job war nach langer Pause alles andere als leicht.

    Und ich wünsche mir nicht, dass meine Töchter das nun wiederholen. Das wäre ziemlich dumm.

    Ich finde deshalb Hausfrauen nicht minderwertig- warum auch?- aber das ist einfach eine sehr kurzsichtige Entscheidung, die einem, wenn es dumm läuft, gewaltig auf die Füße fallen kann.
    Also, was du als "dumm" bezeichnest ist die Tatsache, dass eine Frau, wenn sie Zuhause für ihre Kinder bleibt, nicht mehr so leicht in den Job wiedereinsteigen kann? Und da kommen wir dem eigentlichen Problem näher-weil dies oft DER Knackpunkt bei der Familienplanung für eine Frau ist. Aber ist es denn tatsächlich "die Schuld" der Frau? Hat sie den Personalleitern gesagt, bitte nehmt mich nicht? Nein, also ist es die Entscheidung der Personaler. Aber sie würden natürlich auch sagen, dass sie nur den unter den Bewerbern auswählen, der die längere Erfahrung hat. Also sie sind auch nicht schuld. Aber wer dann? Ich kenne z.B. moderne Programme, die den Frauen dabei helfen, nach der Elternzeit Wiedereinstig in den Beruf zu finden - und das ist doch der Schritt, der gefehlt hat. Also ist die Hausfrau nicht "dumm", wenn sie Zuhause bleibt. Es muss einfach gesellschaftlich was getan werden, um diesen Frauen eine Möglichkeit zu geben, ihren Instinkten nachzugehen und sich um die Kinder zu kümmern (nur wenn sie es wollen, versteht sich) UND dabei ihren Job nicht für immer zu verlieren. Wenn die Personaler noch dieser Möglichkeit offen gegenüber stehen würden und von sich aus Lösungsmöglichkeiten anbieten würden, wären die Hausfrauen plötzlich nicht mehr so "dumm" wie früher.

  5. Avatar von coupdefoudre
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    227

    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zuerst möchte ich all die Frauen im Forum fragen: seid ihr manchmal nicht überfordert mit den heutigen Anforderungen der Emanzipationsbewegung an eine Frau? Eine Frau heutzutage muss gut aussehen, selbstbewusst sein, ein ausgefülltes Leben führen, alleine glücklich sein, finanziell unabhängig, Karriere machen, Kinder kriegen, Haushalt führen, Sachen reparieren, Schweres tragen - so eine "Alles-Könner-Frau". Ich betone hier das Wort MUSS. Weil wenn man diese Anforderungen nicht erfüllt, dann wird man als abwertenden Adjektiven "schwach", "unfähig", "unmodern", "Hausmütterchen", "bedürftig", "unselbstständig" und "abhängig" beschimpft. Ist denn die Emanzipationsbewegung nicht dafür gegründet, um einer Frau Möglichkeit zu geben all das zu sein was sie WILL? Nicht aber um Standards anzulegen, die sie erfüllen MUSS? Ich persönlich empfinde diese Erwartungen an eine Frau als einen enormen Druck. Natürlich zwingt mich keiner mit Gewalt, diese Erwartungen zu erfüllen. Mir geht es nur um die negative Bewertungen, wenn man diese Anfroderungen nicht erfüllt oder nicht erfüllen will. Empfindet das jemand hier genauso wie ich?
    Nein, ich fühle mich nicht überfordert. Ich, als eigenständiges Individuum, weiß was ich kann, was ich schaffe oder nicht kann und nicht schaffe.
    Ich persönlich wurde noch nie als unfähig beschimpft, nur weil ich es nicht schaffe, den Haushalt zuführen, wie z.B. putzen oder Wäsche waschen. Dafür habe ich 2 liebe Reinigungskräfte, die dies für mich tun.
    Den Druck, den du beschreibst, empfinde ich nicht.
    Zu meinem Glück kann ich Leben wie ich dass möchte und die Gesellschaft, in der ich mich bewege, zeigt mir jedes mal auf, dass Frauen nicht perfekt sein müssen, jeder hat seine Stärken und Schwächen, und dies gilt auch für die Männer.

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Meine Töchter sind erwachsen, ich gehöre zu der Frauengeneration, die wegen fehlender Kinderbetreuung jahrelang zu Hause saß.
    Sasapi, ich unterschreibe diese Aussage nicht, denn du pauschalisiert.
    Es gab vor 20/25 Jahren in einigen teilen der Bundesrepublik eine gute Versorgung an Krippe bzw. Kindergartenplätze mit vernünftigen Öffnungszeiten (z.b von 6-18 oder 20 Uhr). Frauen konnten nach ihrer Elternzeit ganz normal wieder arbeiten gehen.

  6. Avatar von Limonadenbaum
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    488

    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Danke, wildwusel, für Deine fantastische Antwort in #6 und die Ergänzung in #7.
    Egal, in welchem Strang die nun steht.
    Viele Grüße vom Limonadenbaum

    "Lass Dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!"
    - Astrid Lindgren -

  7. Inaktiver User

    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von daggy5gram Beitrag anzeigen
    Ich persönlich wurde noch nie als unfähig beschimpft, nur weil ich es nicht schaffe, den Haushalt zuführen, wie z.B. putzen oder Wäsche waschen. Dafür habe ich 2 liebe Reinigungskräfte, die dies für mich tun.
    Und nehmen wir mal an, du würdest es nicht schaffen, die Reparaturarbeiten, die früher zu "typisch männlichen Aufgaben" gehörten, alleine zu erledigen? Oder dein Bierkasten ist dir zu schwer um es selbst zu tragen? Hast du nicht das Gefühl, dass es eine Erwartungshaltung in der Gesellschaft besteht, dass du es doch selbst schaffen musst, weil du sonst nicht emanzipiert genug wirkst?


  8. Registriert seit
    03.07.2005
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    35.761

    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hast du nicht das Gefühl, dass es eine Erwartungshaltung in der Gesellschaft besteht, dass du es doch selbst schaffen musst, weil du sonst nicht emanzipiert genug wirkst?
    Das Schöne an (unausgesprochenen) Erwartungen ist, dass man sie leicht ignorieren kann.

    nein, ich hatte nie das Gefühl, nicht emanzipiert zu sein, weil Handwerk (so Hausbau, Arbeiten am Haus) nicht meine Stärke ist. Ich habe nicht den Anspruch, alles zu können.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  9. Inaktiver User

    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und nehmen wir mal an, du würdest es nicht schaffen, die Reparaturarbeiten, die früher zu "typisch männlichen Aufgaben" gehörten, alleine zu erledigen? Oder dein Bierkasten ist dir zu schwer um es selbst zu tragen? Hast du nicht das Gefühl, dass es eine Erwartungshaltung in der Gesellschaft besteht, dass du es doch selbst schaffen musst, weil du sonst nicht emanzipiert genug wirkst?
    In welcher Gesellschaft lebst Du eigentlich?

    In Deutschland ist es (ärgerlicherweise) bis heute so, dass viele Frauen geradezu stolz darauf sind, sich nicht mit technischem und handwerklichem Kram zu beschäftigen. Wobei es nicht so ist, dass sie es "nicht schaffen". Sie versuchen es gar nicht erst. Aus Prinzip.

    Das Beispiel mit dem Bierkasten verstehe ich nicht. Die meisten Frauen schleppen keine schweren Bierkästen und Männer mit Gelenk- oder Bandscheibenproblemen vermeiden es vernünftigerweise auch, sich zu verheben. Der Gesellschaft sind die Bierkästen anderer Leute meines Erachtens ziemlich egal.


  10. Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Also- in meinem Umfeld hätte niemand diese Erwartungshaltung. Da schleppen auch Männer Bierkiste zu zweit.
    Was mir öfter mal passiert: Unangemeldete Vertreter, die auf dem Hof stehen und ganz selbstverständlich nach meinem Mann fragen... die sind immer etwas irritiert, wenn er sie zu mir zurück schickt. Aber dadurch werde ich sie schnell wieder los...im Übrigen habe ich nie drüber nachgedacht, ob die Gesellschaft es komisch findet, dass hier der Nebenerwerbsbauer eine Frau ist. Und mit modernen Mitteln braucht man eher Kopf statt Muskeln für diesen Job..

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