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  1. Avatar von Sortie_Echo
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich wüßte keinen geeigneten Titel außer, "Dem Wusel geht der Hut hoch".
    Vielleicht, wenn ich wieder runtergekommen bin....

    Ein schöner Titel!


  2. Registriert seit
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zuerst möchte ich all die Frauen im Forum fragen: seid ihr manchmal nicht überfordert mit den heutigen Anforderungen der Emanzipationsbewegung an eine Frau? Eine Frau heutzutage muss gut aussehen, selbstbewusst sein, ein ausgefülltes Leben führen, alleine glücklich sein, finanziell unabhängig, Karriere machen, Kinder kriegen, Haushalt führen, Sachen reparieren, Schweres tragen - so eine "Alles-Könner-Frau". Ich betone hier das Wort MUSS.
    Das war mir neu, dass das die zentrale Forderung der Emanzipationsbewegung für die Frau war und ist.
    Dass eine Frau das alles MUSS.

    Bei mir steht da in Erinnerung und überhaupt ein: KANN.
    Da geht es um Optionen, die Frauen früher gar nicht hatten und auch heute ist noch nicht alles gold.

    Ich finde auch deine Aufzählung, die etwas empört klingt, merkwürdig.
    Eine Frau "....(muss) selbstbewusst sein und ein ausgefülltes Leben leben..."

    Müssen ist wie gesagt nicht der Auftrag, aber wollen tu ich das schon.
    Dass ich die Wahl habe, wie ich das erreiche: das verdanke ich als Frau den Frauen und auch Männern, die in den letzten Generationen dafür gekämpft haben, dass ich diese Wahl überhaupt habe.
    Think before you print.

  3. AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Ich denke, dass es sich bei den von der TE genannten thesen nicht um forderungen der emanzipationsbewegung handelt, sondern um eine absichtlich verzerrte darstellung interessierter kreise (nicht der TE).
    Nämlich der patriarchalischen, chauvinistischen und/oder neoliberalen ecke, Alles, damit wir armen frauchen endlich den sandkasten wieder den männchen überlassen und uns darüber hinaus devot ihrer rundumversorgung widmen.
    nichts ist wie es scheint

  4. Inaktiver User

    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Frau heutzutage muss gut aussehen, selbstbewusst sein, ein ausgefülltes Leben führen, alleine glücklich sein, finanziell unabhängig, Karriere machen, Kinder kriegen, Haushalt führen, Sachen reparieren, Schweres tragen - so eine "Alles-Könner-Frau". Ich betone hier das Wort MUSS. Weil wenn man diese Anforderungen nicht erfüllt, dann wird man als abwertenden Adjektiven "schwach", "unfähig", "unmodern", "Hausmütterchen", "bedürftig", "unselbstständig" und "abhängig" beschimpft.
    *kopfkratz* Das wäre mir neu. Warum sollte jemand eine kinderlose Frau als "Hausmütterchen" beschimpfen? Und wer behauptet, dass eine mittelmäßig attraktive Frau per se "unmodern" oder "abhängig" ist?

    Ich persönlich bin kein Fan vom "Ernährer-Hausmutter"-Modell. Aber ganausowenig vom "Frau macht alles alleine, weil sie es kann"-Modell.
    Das Modell "die Frau schmeißt den Haushalt alleine und kümmert sich alleine um die Kindererziehung und macht nebenher Karriere" hat mit Emanzipation aber sowieso nichts zu tun.

    Um nicht die große Diskussion anzfachten, was denn eine Frau von einem Mann unterscheidet, bringe ich hier 2 unumstrittene Fakten: eine Frau ist im Durschnitt zärtlicher gebaut und kann im Vergleich zu einem Mann Kinder kriegen.
    "Zarter gebaut"?

    Ich bringe hier ein Beispiel aus der Familie: wenn ihr 2 Kinder habt: eins ist 2, der andere 7: verlangt ihr doch nicht von dem Jüngeren sofort zu wachsen, um genauso wie der Ältere geliebt zu werden? Ihr würdet doch beide trotzdem genausogut behandeln? Ihr würdet aber genauso auf ihre unterschiedliche Bedrüfnisse Rücksicht nehmen und diese nicht verleugen?
    Was soll uns dieses Beispiel sagen? Frauen sind körperlich und geistig weniger weit entwickelt und brauchen deshalb besondere Rücksicht?

    Die besonders Ambitionierten verlangen von ihren Männern, dass sie genausoviel Elternzeit nehmen, wie man selbst. Und dabei sind wir an dem Höhepunkt der "Frau-Mann-Gleichmacherei" angelangt. Im Endeffekt macht dann jeder genau das Gleiche wie der Andere.
    Ist doch prima.

    Aber die Schwangerschaft und die Geburt bleibt gezwungenermaßen an der Frau hängen. Wäre es medizinisch möglich, diese "Pflicht" dem Mann aufzurdrücken, hätten sicher viele Frauen das auch verlangt.
    Vielleicht. Geht halt nicht.

    Was ich mir wünsche: dass wir Frauen mehr zu unserer Weiblichkeit stehen und endlich aus diesem "Beweis-Modus" aussteigen. Dass wir unsere wahre Wünsche erkennen und zu diesen stehen.
    *notier* Meine Wünsche sind überhaupt nicht wahr. Die Frau verhält sich zum Mann wie ein Kleinkind zu einem Schulkind. Wenn ich lerne, dazu zu stehen, dann werde ich glücklich und fidel.


    Warum antworte ich überhaupt auf diesen Beitrag? Der war in mehr oder weniger abgewandelter Form schon hundertmal da.


  5. Registriert seit
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von daggy5gram Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass es sich bei den von der TE genannten thesen nicht um forderungen der emanzipationsbewegung handelt, sondern um eine absichtlich verzerrte darstellung interessierter kreise (nicht der TE).
    Nämlich der patriarchalischen, chauvinistischen und/oder neoliberalen ecke, Alles, damit wir armen frauchen endlich den sandkasten wieder den männchen überlassen und uns darüber hinaus devot ihrer rundumversorgung widmen.
    mich dünkt genauso!
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


  6. Registriert seit
    02.08.2006
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    liebe miss ann,
    wenn die Thesen aus deinem Eröffnungstext wirklich deine Meinung sind, dann liegen unsere Ansichten/Weltsichten/Selbstsichten offenbar weit auseinander.
    Gerade dachte ich mir aber, was ist, wenn es nicht deine Meinung ist, sondern ungefiltert das, was du als Anspruch an dich fühlst?
    kannst du mir darauf bitte antworten?

    Danke und viele grüße!
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


  7. Registriert seit
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Oh, ich hätte gerne Schwangerschaft und Geburt geteilt- wäre echt praktisch gewesen.

    Allerdings finde ich auch- nur, weil Schwangerschaft und Geburt nicht aufteilbar sind, kann man die Elternzeit doch teilen?
    Oder nach der Elternzeit beidseitig die Arbeitszeit verkürzen? Jeder 30 Stunden oder so....ist auf alle Fälle "fairer" als "Sie bleibt zu Hause oder macht grad mal noch nen Minijob, weil es sich sonst auf Grund von Kinderbetreuungskosten/Steuerklasse nicht lohnt, er ist dafür dauernd 10 Stunden im Job..."

    Und - ob ich schwere Gegenstände stemmen kann oder nicht, hat nichts mit Emanzipation zu tun. Ich kenne Frauen, die wirklich Kraft haben und Männer, die schmale Handtücher sind.


    Für mich hat echte Emanzipation ( in der Partnerschaft) damit zu tun, dass jeder das tut, was er am besten kann. Und zwar so, dass sich jedwede anfallende Arbeit gleichmäßig auf beide Partner verteilt.

    Ich finde nicht, dass ich "alles können muss"- ich muss mein Leben so einrichten, dass ICH damit glücklich bin. Das fällt für mich unter "Selbstverantwortung".

    Ich sehe einige Dinge deutlich entspannter als das huthochgehende Wusel Dazu gehören auch sexistische Sprüche im Alltag, beruflich und privat, jedenfalls, solange sie mich persönlich betreffen. Mich ärgert sowas in aller Regel nicht, denn meist sind es arme, frustierte Würstchen, die blöde Sprüche von sich geben. Sie bekommen eine passende Antwort- und ziehen dann im wahrsten Sinne des Wortes mit eingezogenem Schwanz von dannen. Und umfahren mich fortan meist sehr großräumig.

    Bekomme ich aber mit, dass eine andere Frau von solchen Sachen wirklich ...angegriffen ist, wütend oder verletzt, sich aber nicht so wehren kann...dann sage ich schon was.

  8. Inaktiver User

    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    ich bin wütend, daß Jobs, sobald sie überwiegend von Frauen gemacht werden, als minderwertig gelten.
    Das gehört sicher zu meinem Thema: dass die Frau grundsätzlich per se nicht als gleichwertig angesehen wird.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    "Equal but different" (Gleichwertig, aber unterschiedlich) wurde probiert, hat aber nicht zu brauchbaren Ergebnissen für die "Unterschiedlichen" geführt, nicht zuletzt, weil es auf einer essentialistischen Rollenzuschreibung beruht, die ihre Diskriminierung in sich trägt.
    Magst du mir ein Paar Referenzen dazu geben? Ich würde gerne mehr davon erfahren.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wenn du unzufrieden bist mit deinem Leben, mit deinen Optionen, dann suche die Ursache nicht darin, daß du Optionen *hast*. Suche bei denen, die deine Optionen einschränken. Alles andere sind Schattengefechte.
    Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich um die Optionen beschwert habe. Sondern um die Erwartungshaltug, die mit diesen Optionen zusammengeht.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Jeder muß was beweisen, wenn er Status (und davon abhängig, Kekse) kriegen will. Mitglieder benachteiligter Gruppen müssen mehr beweisen. Deswegen ist "Wem will ich was beweisen, und warum, und gibt es Alternativen?" eine brauchbare taktische Überlegung. Wenn man sich sagen kann, "Einen Sch*** muß ich" hat man auch was bewiesen!
    Genau das habe ich gemeint: ich habe keine Lust jemanden etwas zu beweisen. Und ich weigere mich zu akzeptieren, dass ich als Mitglied der benachteiligter Gruppe mehr beweisen muss, weil dadurch akzeptiere ich doch die Rolle die für mich vorgesehen wurde.

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Ich würde viel lieber darüber diskutieren als über den hundertsten lauen Aufguss von "geht die sogenannte Emanzipation zu weit?"
    Wenn du nicht darüber diskutieren willst, warum verfasst du hier überhaupt einen Beitrag?

    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen
    Das war mir neu, dass das die zentrale Forderung der Emanzipationsbewegung für die Frau war und ist.
    Dass eine Frau das alles MUSS. Bei mir steht da in Erinnerung und überhaupt ein: KANN.
    Ja, gedacht war sicher ein kann. Aber ich habe das Gefühl, dass es zu einem Muss mutiert ist, weil wenn man nicht all das nutzt, was mann kann, ist man selbst schuld, dass man als "minderwertig" angesehen wird. Als Beispiel finde ich , dass die Rolle der Hausfrau und der Mutter die kein eigenes Einkommen erzielt oder in Teilzeit arbeitet als minderwertig angesehen wird. Auch dann, wenn das von der Frau freiwillig gewählt wurde. Das korreliert mit dem Beispiel davor, dass die Frauenberufe automatisch minderwertiger eingestuft werden. Und darum geht es doch in der echten Gleichberechtigung: dass die Frau an in ihrer "typisch weiblichen" Rolle als gleichberechtigt angesehen wird und nich nur dann, wenn sie durch das Aneigenen/Ausleben der "typisch männlichen" Eigenschaften und dem Erzielen der Erfolge ihren Wert bewiesen hat.

    Zitat Zitat von daggy5gram Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass es sich bei den von der TE genannten thesen nicht um forderungen der emanzipationsbewegung handelt, sondern um eine absichtlich verzerrte darstellung interessierter kreise (nicht der TE).
    Nämlich der patriarchalischen, chauvinistischen und/oder neoliberalen ecke, Alles, damit wir armen frauchen endlich den sandkasten wieder den männchen überlassen und uns darüber hinaus devot ihrer rundumversorgung widmen.
    Kannst du das bitte konkretisieren? Also, ich habe auf jeden Fall nicht gemeint, dass durch diese Forderungen die Frauen in die devote Stellung gezwungen werden.


  9. Registriert seit
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Und darum geht es doch in der echten Gleichberechtigung: dass die Frau an in ihrer "typisch weiblichen" Rolle als gleichberechtigt angesehen wird und nich nur dann, wenn sie durch das Aneigenen/Ausleben der "typisch männlichen" Eigenschaften und dem Erzielen der Erfolge ihren Wert bewiesen hat.


    Genau da knackt es bei mir.
    Ich bin ein Alphatier, hatte immer Leitungsstellen.
    Privat genauso.
    Bin ne Nullpe im Haushalt, im weichsein, im dünnsein,
    Und bin superweiblich, weil ich ICH bin
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


  10. Registriert seit
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    AW: Kritisches Hinterfragen des emanzipierten Frauenbildes

    Meine Töchter sind erwachsen, ich gehöre zu der Frauengeneration, die wegen fehlender Kinderbetreuung jahrelang zu Hause saß. Und der Rückweg in einen passenden, zur ursprünglichen Qualfikation und Interessen passenden Job war nach langer Pause alles andere als leicht.
    Zudem hatte ich Glück, dass mir mein dieses Hausfrauendaseins in Grundlagen finanzierender Ehemann in dieser Zeit nicht abhanden kam.

    Und ich wünsche mir nicht, dass meine Töchter das nun wiederholen. Das wäre ziemlich dumm.

    Ich finde deshalb Hausfrauen nicht minderwertig- warum auch?- aber das ist einfach eine sehr kurzsichtige Entscheidung, die einem, wenn es dumm läuft, gewaltig auf die Füße fallen kann.

    Außerdem - so zumindest mein Eindruck- ist die Kinderbetreuung in aller Regel mittlerweile soweit ausgebaut, dass ein "zu Hause bleiben über die Elternzeit hinaus" nicht nötig ist. Was nicht bedeutet, dass lebenslang Vollzeit arbeitet- idealerweise besteht die Möglichkeit, seine Arbeitszeit den Bedürfnissen anzupassen. Ob das nun jemand wegen Familie, zu pflegender Personen, einem zeitintensiven Hobby oder "einfach so" macht, ist doch egal....

    Nur muss man sich darüber im Klaren sein, dass es Jobs/ Postionen im Beruf gibt, die sich nicht in Teilzeit ausüben lassen. Da muss man entscheiden, was einem wichtiger ist- ich kann halt den Kuchen nicht gleichzeitig essen und behalten....

    Was das "typisch weiblich" angeht...da fällt mir nichts ein. Außer "Gebären und Stillen". Aber das ist ja nun keine lebenslange Aufgabe...

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